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Archive for the ‘medien’ Category

#occupygezi Occupy Taksim

with 2 comments

AlJazeera http://www.aljazeera.com/news/europe/2013/05/2013531112443894367.html

The Actlantic Cities http://www.theatlanticcities.com/politics/2013/05/violence-tear-gas-greet-protests-save-one-last-public-parks-istanbul/5761/

HuffPo http://www.huffingtonpost.com/2013/05/31/occupygezi-protests-istanbul-taksim_n_3366583.html

ireport CNN: http://ireport.cnn.com/docs/DOC-980179

BBC News via youtube http://www.youtube.com/watch?v=eMazlEcJNyE

Address list for your protest worldwide:

http://www.turkish-media.com/en/us_tr_embassies.htm (Turkish Embassies address list)

Protest Berlin: Sunday, June 2, 2013 14:00 Uhr (s.t. auch wenn einige c.t. ankommen werden, wie immer) Nähe Türkische Botschaft, Tiergartenstraße/Hildebrandstraße  (source: Piratenpartei)

 

#occupygezi #occupytaksim

Written by teeater

June 1, 2013 at 7:46 am

Technisches Problem bei ZDF: Direktlinks zu ZDF-Beiträgen führen bei Google in die Irre – Update 2012: Jetzt mit gerettetem ZDF-Text: “Die Schattenseiten von Facebook”.

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(wn030: ja, wir haben offiziell immer noch Frühjahrspause aus Gründen divers, trotzdem hier eine weitere unserer seltenen Ausnahmen)

Hier der Screenshot eines Pads, das wir kürzlich im Netz gefunden haben. Zeitpunkt der Aufnahme: 9. Mai, 12:07

padscreenshot

Stand 9. Mai 2012, merkwürdiges Verhalten direkter ZDF-Beitragslinks

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Den Link zu diesem Pad lassen wir an dieser Stelle (Pads sind aufgrund ihrer Trollanfälligkeit empfindlich gegen zu starke Verbreitung), aber die im JPG sichtbaren Links kopieren wir gerne der praktischen Handhabung halber hier rein:

- Link zum ZDF-Tweet

- Den aktuell aus o.a. technischen Gründen schwer erklickbaren ZDF-Beitrag haben wir nach etwas Suchen hier extra für Sie verlinkt vorgefunden (Link zu publikative.org)

- Update 13:54: ZDF war so freundlich und hat einen Linkupdate-Tweet durchgesendet. Link zum aktuellen ZDF-Tweet mit dem aktuellen ZDF-Link

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UPDATE Dezember 2012. 

Wie beim Klick auf den Artikel-Link zu sehen, hat das ZDF diesen Beitrag schon wieder verloren. Wir waren in der Lage, einen Ausschnitt des Artikels zu restaurieren und suchen noch immer nach dem Rest davon.

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Die Schattenseiten von Facebook

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“Pornografie, Hass und Gewalt sind bei Facebook verboten. Anstößige Fotos, Videos und Texte können gemeldet werden. Sie werden geprüft und rigoros gelöscht. Um die Massen bewältigen zu können, helfen dabei externe Moderatoren aus Billiglohnländern.

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“Alle Inhalte, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, werden umgehend gelöscht”, erklärt Facebook auf Nachfrage von heute.de. Solche Inhalte würden aus einer Kombination von automatischen Filtersystemen und einem speziell zu diesem Zweck eingesetzten Facebook-Team ausfindig gemacht.

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Der Aufwand, der betrieben werden muss, um tagtäglich Millionen Meldungen abzuarbeiten, ist offenbar so groß, dass es sich für Facebook lohnt, damit “externe Dienstleister” wie das kalifornische Unternehmen oDesk zu beauftragen. Man habe es “als hilfreich erachtet, Dritte zu beauftragen, damit sie uns bei einem kleinen Teil der gemeldeten Inhalte eine erste Klassifizierung bereitstellen”, so der Facebook-Sprecher vage.

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Seine Vorsicht scheint angebracht. Denn immerhin handelt es sich bei den fraglichen Meldungen um besonders sensible Nutzerdaten, die an externe Unternehmen weitergeleitet werden. Wie das US-Nachrichtenblog Gawker herausgefunden hat, lässt die US-Firma oDesk die Meldungen zudem von freien Mitarbeitern, sogenannten Inhaltsmoderatoren, in Billiglohnländern wie Indien, den Philippinen oder Mexiko bearbeiten.

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quelle: http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/6602526/ad49a8/Die-Schattenseiten-von-Facebook.html

(den Link zu Gawker haben wir hier eingebaut)

Written by teeater

May 9, 2012 at 10:15 am

Gurke in der Warteschleife.

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Warteschleife.

(Zu Pandoraschleifen von Mailboxschächtelchen an einer anderen Stelle. Dies hier ist ziemlich prosaisch-banal, es ist nur ein Textbestandteil an einer Bushaltestelle verschollen, der Zigarettenautomat (zum offiziellen Verschollengehen) war eigentlich in der anderen Richtung und nun hat wn030 plötzlich einen Text mehr. Wir sind auch überrascht.)

Der durch den oben geschilderten Vorfall nunmehr lädierte, da nicht originale und nur anhand von Skizzen sporadisch nur fast wieder zusammengeflickte  Textbestandteil lautet:

… zu der auch auf >dieser< Seite aufgetauchten Frage “hat denn wenigstens der Berliner Journi…” äußert sich die junge Welt am frühen 6.1.*: “Belege für diesen – für einen Journalisten extrem rufschädigenden – Vorwurf nannte das Blatt nicht. Die Autorin hielt es auch nicht für nötig, eine Stellungnahme des Betroffenen einzuholen. »Wenn mir der Richter das so sagt, wird es wohl stimmen«, erklärte sie gestern auf jW-Nachfrage.”
http://www.jungewelt.de/2012/01-06/034.php

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— Der Zeilensprung an dieser Stelle ist ein Blattwenden und das nächste gehört zu einem anderen Ressort —

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Leute, es ist Freitag.
Freitags wird bei einigen leuten Fisch gegessen.
Andere zitieren Freitags lieber Tucho.

Das nach Umwegen gefundene Zitat zum heutigen Feitage hatte mit Gurkenbesitzern zu tun und wartet in einem technischen schwarzen Loch. Da Zitate nicht auf physikalische Gesetzmäßigkeiten hören (laut Hawking zumindest nicht Zitate bestimmter Sorte), könnte es sein, dass es da wieder rauskriecht, wenn man etwas Gauda davorlegt. Mal abwarten.
Extrem unangenehm, auf ein nach dem Eintippen schon wieder vergessenes Tuchozitat warten zu müssen, das man ja auch erst beim Wiederlesen vor Augen haben wird.

Es ging um Gurkenbesitzer und die Seitenangabe hat die Seite nebenan.
Ich versuch’s aus dem Gedächtnis:
“Es ist nicht mehr möglich zu sagen: ‘Es gibt in Spanien kleine Gürkchen, die ich in Deutschland noch niemals gefunden habe – etwas sehr Erfrischendes und Wohlschmeckendes’, ohne daß** der ‘Reichsverband deutscher Gurkenbesitzer’ in einem feierlichen Schreiben Protest einlegt.”***

An welcher Stelle Tucho unterbrochen worden war, um ihn darauf hinzuweisen, dass er an heutigen Redaktionsschreibtischen noch ganz andere Probleme erleben würde. Von welchem Punkt ab das Gespräch anschließend weiterlief über Medienmetafragen divers zu Fußvolkkommentierweisetechniken und ihren Nebenerscheinungen und vergaß auch nicht (sogar noch vor dem Gurkenbesitzerthema-Zitat) vom Einweben aktueller Agenda-Modewellen (>Brieffreundschaften. Demnächst gebunden in Ihrem Amazon-Tab!< anläßlich so schöner Titel wie “Zeitungsdeutsch und Briefstil”) zu “Justizia schwooft” zurückzufinden.*

Titledropping. Ohne das kann sich heute kein anständiger Text mehr auf dem Trottoir sehen lassen.
Da wehen sie hin, die Blätter mit den Zeilen,

den Zeilen in der Warteschleife um den schwarzen technischen Riss. Mal hoffen, dass Warteschleifen aus einem mindestens so widerständigen Material gewoben sind wie Keilriemendamenstrümpfe.

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*in vorab-version zu lesen ab dem 5.1. abends gewesen
** ;] ätsch, ich weiß, dass der zitierte text vor der letzten und vorletzten und vorvorletzten reform veröffentlicht wurde. “daß” punktum.
***vollständiger Nachdruck der Jahrgänge 1918-1933, 25 Jhg., 1929, Athenäum Verlag/Königstein/Ts., 1978, mit Kaffeefleck von 2012. (ansonsten zur Debatte gestanden haben folgende Titel: “Korresspondanx” und “Mir fehlt ein Wort” (schade, dass der rausgeflogen ist, eigentlich)

****die sind alle im index auf V zusammengetragen, daran erinnere ich mich

*****autorangabe der lädierten paar worte weiter oben lautet: “verschollen, steht doch oben” aber könnte aus der versenkung auftauchen, wenn diese textbestandteilsreste hier auch noch auf wanderschaft gehen, ungefragt, also lieber einfach nur lesen und weiterklicken oder tab zumachen oder kommentieren, was auch immer, aber jedenfalls der text hat die autorangabe “verschollen, ist jedoch nicht für die wanderschaft bestimmt. “

****** ;] stimmt, da war ein satz am ende. wie ging der…

“Aber bevor du gleich beschäftigt aus der Tür gehst, noch eine kleine Frage.

du-huu

haste ma’n dog, ma? Was ist denn das in der Alufolie? Heiß? Echt, hot dog? Kann ick?

Hab Hunger.”

Written by teeater

January 6, 2012 at 6:51 pm

Posted in medien, Uncategorized

Bradley Manning: erwartet den britischen Staatsbürger die Todesstrafe in den USA? (Updated)

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[wn030] Bradley Manning, dem jungen Soldaten, dem unter Rückgriff auf die Aufzeichnung eines privaten Chat-Gesprächs die Weitergabe von Dokumenten an die Plattform Wikileaks vorgeworfen wird, droht mit den am 2.3. mitgeteilten und am Folgetag durch Nachrichtenagenturen wie AFP und dpa auch hierzulande einer breiteren Leserschaft bekannt gewordenen 22 neuen Anklagepunkten durch den sich darunter befindlichen Vorwurf einer Hilfeleistung für “den Feind” (zum Beispiel den durchschnittlichen Netzbesucher, der über Kriegsverbrechen anders denkt als das US-Militär) nunmehr offiziell die Todesstrafe.

Bislang kaum beachtet in den deutschsprachigen Medien ist ein auch in den jüngsten Agenturmeldungen vergessenes Detail, das der doppelten Staatsbürgerschaft Mannings. Neben der US-amerikanischen Staatsbürgerschaft verfügt Manning durch Geburt auch über eine weitere – er ist britischer Staatsbürger (siehe hierzu u.a.: Guardian vom 1. Februar 2011, NewsFeed Time, Guardian, 2. März 2011). Auch wenn zunächst der Anwalt Mannings – nachvollziehbar in einem Land, dessen Atmosphäre der Sozialisierung  beispielsweise in Bildungsanstalten stellenweise durchaus nationalistische Züge trägt – diese Tatsache noch abwehrend behandelt hatte, mit Hinweis auf das “Amerikatum” seines Mandanten – so ist zu erwarten, dass England sich spätestens seit der offiziellen Erklärung der drohenden Todesstrafe einer Positionierung nicht mehr entziehen kann.  Einwohner werden derzeit im Netz aufgefordert, Parlamentsmitglieder direkt zu kontaktieren.

Unterdessen mehren sich alarmierende Berichte über die Behandlung Mannings im Militärgefängnis Quantico. Zusätzlich zur verschärften Einzelhaft – eine Form der Haft, die unter kritischen Psychologen als eine Form der Folter betrachtet wird – wurde kürzlich über weitere Massnahmen berichtet, die als  psychologische Folter bezeichnet nicht nur können, sondern müssen, wollen sich Medien nicht einer Hilfeleistung zur Folter auf dem Umwege über fragwürdige Euphemismen schuldig machen.  Das Militär erklärte sein Vorgehen mit einer – ärztlich unbestätigt gebliebenen – Selbstmordgefahr. Weithin bekannt wurde die jüngste Verschärfung, nachdem das Militär im Januar 2011 den anstehenden Besuch bei Bradley durch den Unterstützer David House verhindert hatte (siehe hierzu auch ein Interview mit Jane Hamsher von firedoglake auf msnbc).

Nur einen Tag nach Bekanntgabe der neuen Anklagepunkte wurde nun aktuell bekannt, dass an Manning weitere, erniedrigende Methoden psychologischer Folter praktiziert werden. So sei ihm kürzlich seine Kleidung vollständig weggenommen worden, er sei gezwungen gewesen, nach einer ganzen Nacht  ohne Kleidung am Morgen gänzlich nackt vor dem Inspekteur der Zelle zu stehen (siehe hierzu New York Times vom 3.3.Jeff Kaye auf firedoglake vom selbigen Tag, Guardian vom 4.3. Huffington Post 4.3.) Dies wurde in der Nacht auf den 4.3.2011 wiederholt. Die New York Times teilt am 4.3. mit, dass das Militär vorhabe, Manning von nun an jede Nacht ohne Kleider schlafen zu lassen. (Siehe hierzu auch Glenn Greenwald am 5.5.). Jane Hamsher beschreibt am 5.3. die Hintergründe.

Wer sich noch an die Folterbilder aus Abu Ghreib erinnert, sich der kürzlich revidierten Schließung Guantanamos entsinnt – oder wer sich zusätzlich dazu an die zur geschichtlichen Grundbildung des Kulturkreises gehörenden Bilder erinnert, dessen Sprache eben dieser Text verwendet, dem dürfte bewusst sein, wie begründet die Sorgen um die weitere Entwicklung sein dürften. Entgrenztes, dem Blick und der Kontrolle der Öffentlichkeit entzogenes Wachpersonal ist zu erschreckend Vielem fähig.

Um jedoch aktuell zu bleiben und zu diesem neu angebrochenen Jahrhundert zurückzukehren, gilt diese begründete Sorge erst recht vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der der Hang zur Entgrenzung auch innerhalb des US-amerikanischen Militärs ein nicht auf Einzelfällen beruhendes Phänomen darstellt.

Zu den Dokumenten, deren Weitergabe Manning vorgeworfen wird, soll die Aufnahme des Apache-Kampfhuberschrauberangriffs gehören, deren Veröffentlichung unter dem Namen “Collateral Murder” sich Anfang April jähren wird.

Update Nacht vom 12. auf den 13.1.2012: Zur drohenden Todesstrafe gibt es eine Aktualisierung (Reuters US).

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-text in progress-

http://wp.me/psdI6-16q

Written by teeater

March 4, 2011 at 1:24 pm

“Das sind ja interessante Nachrichten”. – Zum Fall Nichtwilhelm vor und auf Allesgutti. – UPDATE 1.3.2011 – Guttenberg tritt zurück – UPDATE: Comebackspiele.

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[Titel von wn030-21][[Text von wn030-8] urheberrechtlich geschützter text übrigens, auch dieser hier. das gilt übrigens auch diesmal auch für hausmeister.UPDATE 1.3.2011: Guttenberg tritt zurück

(20.2.2011) Spätestens seit es der Süddeutschen gelungen ist, eine ausnehmend visuell sprechende und anschaulich aufbereitete Digitalisierung des “Dissertations”-Bravourstücks von Herrn Nichtwilhelm in Form des direkten Vergleichs zwischen besagtem CutAndPaste-Text und dem Ursprungstext des eigentlichen Autors in ihrem Onlineblatt zu platzieren sowie seit zeitgleich ein durchaus vorzeigbar begabter Programmierer sich beim SPIEGEL an eine ebenfalls absolut präsentable Lösung der Digitalisierungsidee gesetzt hat, hat der gemeine Netzbesucher  so einiges zu staunen.

Spätestens jedoch seit Medien wie Monitor (auf deren Webseite zu entsprechendem Themenbeitrag) und etwas vorher auch der Stern (über diesen Link zu finden) in ihren Beiträgen direkt zum GuttenPlagWiki verlinken, werden die aufgesperrten Münder beim Staunen noch etwas breiter und nicht nur länger. Und spätestens seit genau diesen Zeitpunkten kann er nicht nur staunen, der gemeine Netzbesucher, sondern seinem Staunen Luft machen (sich in GuttenPlagKommentaren äußern) und mithelfen, was das Zeug hält.

Die ebenfalls vorzeigbare Digitalisierung im GuttenPlagWiki selbst – die übrigens alle Nase lang neu aktualisiert werden muss – gibt auch kräftig Grund zur Frage, was nach Beendigung dieser Untersuchung (die jedoch noch eine Weile anhalten muss, da nun in der nächsten Phase auch die Überprüfung auf Plagiate analoger Quellen (aus Magazinen von Bibliotheken) sowie der zwar digitalisierten, jedoch nicht im allgemeinen Netz zugänglichen weiteren stark in Frage kommenden Quellen erfolgen muss [Fachzeitschriften]) – was nach Beendigung dieser Untersuchung also geschehen soll oder anders formuliert: spätestens jetzt kann mit FUg und Recht gefragt werden, wie es angesichts der  überraschenden Fundstelle (über die auch wir erst kürzlich informiert wurden)  nun mit Guttis Hochschulabschluss denn eigentlich aussieht.

Korrekt, eigentlich hat Seehofer Vorrang (Zitat “…Seehofer erklärt, Guttenberg habe die “volle Solidarität und Unterstützung seiner Partei”). Nun, wer sich so beeilt, sich hinter die nachgewiesenen (und noch nicht mal zu Ende nachgewiesenen – die Prüfung wird noch eine geraume Weile anhalten) Praktiken des Herrn Nichtwilhelm zu stellen, der gibt allen Grund zur ernsthaften Auseinandersetzung mit dieser Praktikenverteidigung. Ohne Grund werden solche Sätze selten formuliert, so schnell zumal… das im Entstehen begriffene Plagiate-Wiki mit größerem Fokus wird es sich definitiv nicht nehmen lassen, nach dem Diebstahl aus wissenschaftlich weder zitier- noch sonst verwendbaren Arbeiten nach spannenden Vorfällen auch in Herrn Seehofers schulischer und mittelreifer Ausbildungsphase zu suchen (bei Seehofer kommt Spickerei in Betracht, eine solche Äußerung aber mit einem zu leicht vor sich hin gesagten “nunja, Leute, die vom wissenschaftlichen Arbeiten nunmal keine Ahnung haben können…” wäre etwas zu simpel in diesem Fall. Zurückkehrend zu Guttenberg zählen zu den nicht verwendbaren Arbeiten – wir erinnern –  studentische Hausarbeiten, zumindest deren Fließtext. Das einzige Zugelassene ist das Suchen und Forschen nach spannenden Bibliographien in anderer Leute Hausarbeiten, und auch die nicht zum Kopieren, sondern zum nachträglichen Selberlesen der dort vermerkten Quellen zwecks Überprüfung auf Verwendbarkeit – als korrekt ausgewiesenes Zitat – für das eigene Hausarbeit-Thema. Ansonsten gilt aber: Finger weg von Hausarbeiten. Normalerweise dringt das zu Studenten im ersten Semester ziemlich deutlich durch, an Herrn Nichwilhelm ist das offenbar selbst bis zur “Dissertation” vorbeigegangen). Da die angebliche Dissertation Nichtwilhelms derart gravierende, sich schon für eine jede Erstsemestler-Arbeit verbietende Verstöße sichtbar werden lässt, darf nunmehr eingefordert werden, dass des gemeinen Bürgers eigenes Recht auf Informationsfreiheit nicht anzutasten versucht wird. In diesem Land sind auch Leute mit halbem Realabschluss wählbar (die schreiben wenigstens in den seltensten Fällen ab), der Posten des Herrn Nichtwilhelm ist daher nicht wirklich die Frage. Wenn jedoch die sich herauszeichnende Haltung zu ganz anderer Menschen Leistung, Fähigkeiten, Textformulierungs- und Denkfähigkeit (als schlicht und einfach Dieb an anderer Menschen geistigem Eigentum) etwas älter und länger anhaltend sein sollte, was angesichts der Sachlage alles andere als auszuschließen ist, muss das GuttenPlagWiki die studentischen Hausarbeiten, die zur Erlangung des Hochschulabschlusses dazugezählt wurden, unter die Lupe nehmen.

Kurz gesagt muss der aufgeklärte moderne Wählbürger – den es schon seit ein paar Jahrhunderten geben soll nach Auskunft von Geschichts-Nachschlagewerken – wissen, ob der vorgeschlagene Vertreterkandidat denn nun überhaupt Abi hat. Schriftlich ist dem Wählbürger zugesichert, dass es auch ein Müllfahrer sein kann, ob nun mit oder ohne Haupschulabschluss  (mit den fehlenden hat ja die NPD ein bisschen zu kämpfen, aber das nur am Rande). Jedenfalls sollte der Wählbürger schon erfahren, dass der Kandidat nur eventuell Abi hat. bevor er das aber erfahren kann, muss er darüber aufgeklärt werden, dass der Kandidat nur eventuell einen Hochschulabschluss hat. Und dies zu überprüfen wird kaum eines anderen Netzwerkes Aufgabe werden können als das des GuttenPlagWiki. [Und für die eine oder andere Zeile haben wir zur Not sicher auch noch Platz.]

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Update: Kurz vor Mittag des 1. März 2011 teilt Guttenberg in einer kurzfristig angekündigten Erklärung vor der Presse den Rücktritt von allen politischen Ämtern zurück. - (dieweil jedoch werden bereits im Rücken Hände gerieben und Wiedereintritte vorbereitet. Kürzlich hierzu gesichteter Kommentar im Netz: ” an editor64 Vorschlag: Guttenbergs Hausarbeiten für den Fall eines Comebackversuchs aufbewahren – Gültigkeit Uniabschluss”)

Update 2: seit dem 3.3.2011 beginnen sich erste Medien zu fragen, ob sie nicht einer weiteren Flunkerei Guttenbergscher Machart aufgesessen sind – siehe hierzu u.a. Frankfurter Rundschau: “Bei der wundersamen FanVermehrung des Ex-Ministers auf Facebook tauchen Ungereimtheiten auf” (weitere Links zum Thema gekaufte Facebook-“Freunde” sind in dem von uns restaurierten Pressespiegel zur Plagiatsaffäre Guttenberg  zu finden – siehe nach dem Klick im unteren Drittel der Seite, Abschnitt “Nachtrag. 3.-5.3.2011 – Guttenberg-Fans”)

Update 3. Durch einen sehr wertvollen Hinweis sind wir auf die Tatsache aufmerksam gemacht worden, dass die Verwendung nicht zitierbarer, schlichtweg wissenschaftlich nicht verwendbarer Texte (studentische Arbeiten) und der Diebstahl an geistigem Eigentum der Autoren dieser Arbeiten sich nicht auf die oben angemerkte, am OSI-Institut der Freien Universität Berlin im Jahre 2003 abgegebene Arbeit beschränkt. Es sind weitere Hausarbeiten betroffen. Hier die soweit bekannten Fälle: studentische Arbeit Nummer 2 – auch eine Arbeit aus dem Jahr 2003. Hier der Direktlink zu dieser Arbeit (GRIN). Die Arbeit ist mit einem Auszug aus Heines “Wintermärchen” eingeleitet. Studentische Arbeit Nummer 3 – eine Hauptseminararbeit aus dem Jahe 2002 (Geschichtsstudium, Neuere Geschichte, eine Bamberger Uni). Hier der Link zu dieser Arbeit bei GRIN. An dieser Arbeit wurde sich gleich an mehreren Stellen bedient.

Update 4: Zu Giovanni di Lorenzo als Steigbügelhalter und der peinlichen Rolle der Zeit in dieser Zeit: kein Kommentar.

Update 5: Comebackspiele. “Machen wir“.

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Copy-Paste - Das können Sie sich in die Haare schmieren

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Written by teeater

February 20, 2011 at 2:34 pm

Article orchids on bullshit ground. Some say, BS always was a good fertilizer. Others answer: cowshit always worked, too. About Wikileaks bitching around recently on twitter and about Guardian entering the bestseller fight arena.

with 16 comments

[apk for wn030 - January 31, 2011, with updades.]

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Let’s make it short. When in between of the fight for freedom in Egypt, in between news about Egypt’s unwanted “President” building a not-imagined before information wall against the rest of the world – about news able to let you lose your breath everyday (from closing of pages  like facebook and twitter, pages being used by journalists, too – to an entire internet shutdown, to SMS shutdown (SMS being sent by journalists, too), to foreign journalists reportedly being held in hotels, to arriving AlJazeera journalists being sent to the airport, to reports of violence against journalists [reporters injured by police], to a shutdown of a station [AlJazeera] to arrests of reporters and seizure of equipment]... when in the middle of indeed important news and calls of AlJazeera to bloggers for help – a spokesperson somewhere in a warm and cosy bulding*** is starting to bitch  about a sentence not being entirely read by himself, you may well have reasons to be a bit more than just halfway to exploding.

Yesterday night in Europe experienced such a moment. Lots of followers of the official wikileaks account were – in the middle of their own work – suddenly interrupted by a 2-tweet-nagging that we can call a Julian nagging, accoding to the attacked Guardian journalist who replied and noted that exactly this official account was hardly used by anybody else that night.

So, what exactly happened? Julian hinted at an article published on the Telegraph webpage on 30 Jan 2011 at 5:59PM GMT. The wikileaks spokesperson wrote his concerns regarding “Guardian names Manning as source” linking to the mentioned Telegraph article. Due to the 140 chars frame of twitter, we can only hope that the telegram style with a misquote was just a result of the twitter structure. If at all, we have to speak about 2  Guardian journalists naming Manning as what? According to the Telegraph newspaper, as the “alleged” source. Here’s the article quote, 2nd paragraph:

“The authors, David Leigh and Luke Harding, of The Guardian, name Specialist Bradley Manning, the soldier being held in a US military jail, as the alleged source of the information which was passed on to The Guardian by WikiLeaks.”

So, what’s the problem, you might ask, so far this is nothing new to anybody following the case. Two Guardian journalists are not the “Guardian”, we might reply to Julian and alleged is an important word not forgotten by the telegraph. The article, describing the book of David Leigh and Luke Harding (thus, helping them a bit to reach the next bestseller list, something Julian of course right now is a bit touchy about, while his own book is as much in development as Daniel’s debut work as an author**), lists facts that are indeed no news to people following the Bradley Manning story since it started (re start: see the very last lines of this complement entry and re development of the case see Manning updates here). Still, what to think about Julians distracting two nighttweets? Tweets wanting to raise some attention at the book, before his own one hits the tables? (regardless of rumours about Julian’s book being written by ghostwriters – let’s still call it his own one, as long as we don’t have  real proofs about an author work misuse by WL in our hands than just some rumours spread by the other leak gang after the clash – a strategy that both gangs in quarrel widely use these days. Update: no, there are reasons to assume this is not just a rumour…). So again: what is this about, pure raising of awareness, attention gaining, some showfight-rant-advertising help for a book before  his own one – [or if written by other writers, then hopefully not naming JA as the “author” <- update regarding this question) – before his “own” one arrives in the shops? You shouldn’t exclude this sideway-consequences, of course readers will expect a reply when the expected next bestseller is there. They will pay for the reply if curious enough, so of course some ranting here and there will finally work fine as an upfront extra ad for the awaited bestseller candidate book title.

Just all this, awareness raising before the book-run Julian-Daniel-Guardian,  the bestseller-chase really starts, sure? Becalmed, we could impassively come back to other, more important topics if there wouldn’t have been some unexpected replies from one of the attacked authors, David Leigh, himself. In order to let you take a look at them yourself, please feel free to click at  this storify sample where wn030 collected some important reply quotes of David Leigh.

On Jan 31st, at 0:23, David Leigh surprised with the following charming reply content and tone: @wikileaks absolute pack of lies against the Guardian. Manning not our source. Who says “free Bradley” on their logo?# Wikileaks does”. From the “pack of lies”, we can easily conclude the Guardian journalist is heating up a bit. From the 2nd sentence, however, it gets visible that the book will hardly be worth a deeper looking review. If the entire book follows the same thorough arguing as this 2nd sentence, we can perfectly cancel “Wikileaks: Inside / Julian Assange’s War on Secrecy” from our watchlist of possible bestseller top hits.  Some former incredible crazy claims spread on the twittersphere  by diverse people – claims that money help might be regarded as an “admitting” of Bradley as source – were hard enough to watch and to stay patient. Although these claims may not have been the only reason for the awkward delay of Wikileaks’ legal help donation to the Manning support network (see more about the delay in the middle part of this complement entry),  everybody who took part in these flat,  stupid and greedy looking self-justifications should simply learn to think before logging in into his/her twitter account. But David’s second sentence here is just too much for being called a gaffe. When a Guardian journalist regards support – in this case, via a small graphical addon, an account avatar sticky, needed and as for the support itself, long awaited given that it took the Wikileaks spokesperson himself quite a long while to accept his  co-responsibility for Manning, a responsibility existing absolutely regardless of the fact whether Bradley was the person who submitted the material or not and absolutely regardless of the fact that an upfront link between them can be perfectly excluded (update regarding this, july 13th/14th 2011) –  so, if this Guardian journalist regards an avatar sticky as an “evidence” for a “source” – then let’s forget about the book, we can perfectly expect the same journalistic “thoroughness” from this author part.

Article orchids on bullshit ground (and cowshit, of course, in order to stay politically correct and to emancipatedly “genderize” where appropriate). The first orchid got visible just a few hours later, an article reply by x7o. The original form of this orchid was ready at an unknown hour and previously posted on wl-central, a wikileaks supporters platform, copied to freshhorse due to a short wl-central overload after the wikileaks account spread the link to this orchid reply via twitter. Let’s assume some other word plants will follow earlier than expected.

But in the meanwhile, let’s return to the small “showfight theory”. Of course, there are no reasons at all for anybody, neither any spokesperson on earth nor for any Guardian reader, to expect or fear so-called “loyality” from a newspaper. “Loyality” is simply not what newspapers are for, originally, neither regarding governments, nor regarding companies, nor regarding networks like Wikileaks or their spokespeople. The argument that the same newspapers are publishing material they got from Wikileaks is no argument at all. Newspapers – like any other older or newer media as long as they feel committed to journalism – have other duties, being contrary to any “loyality” expectation. Thinking about it in a less emotional moment, Julian would have to admit to it either, given that his approaches to achieve official status as a Journalist are for real. Will realizing this fact – the fact that no contract on earth will turn a medium to a “loyal” one – be able to make him rethink his decision to turn to “exclusive” contracts,  a decision that made Wikileaks less and less recognizable as the platform it originally was? We think: hardly, at least not yet.

But what does it tell us about where the Guardian is aiming at (aside of aiming the bestseller list)? A newspaper like the Guardian might – in their coverage of the Wikileaks saga – have other reasons for a careful positioning than “loyality”.

Let’s remember for a moment what the platform originally was. It made access to journalistic raw material accessible. While being published and available (before Wikileaks turned to “exclusive”), it made something quite interesting possible. Suddenly, for a short moment (until “exclusivity” showed up), the accessible material made a fair competition between workers in the media universe possible. Suddenly, it was not the question how large your network is, how much your network can afford – but the quality of your own work – both regarding research as well as text style quality – your work as a journalist decided over the quality of your result, the material coverage. In the very same moment, allowing for a quality comparison not only between journalists themselves but between the media, a quality based competition between old, new, established and free media platforms and networks. An extremely interesting moment in the Wikileaks history, now gone (although, at least in Germany, we should keep our ears open as for  how long this will be the case, we expect a media debate about this exclusivity problem in March).

So while other media have acually indeed no reason at all to bother what will happen to the platform or its spokesperson since it lost its status as a potential raw material provider for them – what exactly is Guardian’s positioning telling its readers about the logics inside the editors’ staff nowadays?

You as a reader might in this moment have the wish to interrupt: positioning about Wikileaks? What has Wikileaks to do with it, we are talking about Guardian showing unprofessionalism re the Bradley Manning topic, why Wikileaks? My answer would be: simply because this is not the first showfight between Guardian and Wikileaks, it’s just another fraction of an ongoing battle, at least from the readers’ point of view. Many Wikileaks followers are debating these two nighttweets even days later with referring to the Guardian publishing police reports of the Swedish case. At which point returning to a sentence above might get replicable: what exactly is Guardian’s positioning telling their readers about the logics inside the editors’ staff there? While other media have hardly any reason to bother, for Guardian this is attacking one of their valuable raw material providers with a bending down to the level of the Expressen or the German BILD.

While respecting their duty to stay illoyal (to any official body, network, government, company, lobby) is in general an extremely valuable turn – this bending down here, a handshake with Expressen, is indeed proving that some journalists there forget about a simple and tiny but maby worth reminding problem behind: as soon as the media [Guardian included] lose platforms like Wikileaks, after these platforms have shown and proven their relevance for the media landscape, their importance for a return to work that can call itself journalistic again – especially in times when pure cheap PR work is more and more jeopardizing this profession – as soon as this happens, they [Guardian included] will be simply redundant. Careless cooperating for the aims of  cenzoring bodies, i.e. raw  material destroyers while cooperating on a bottom-feeding yellowpress level is working on their [Guardian included] self-destruction as a whole.

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** Daniel – as a puterexpert – is the story teller in this book. The text was written by a Zeit author. For a computer expert, acually a perfect decision. (There is an update regarding this.) But for someone who wants to be described as a “journalist”, as observed in the case of JA in the last weeks, this will be quite something else. Not few working on the network prefer and propose to stick to “spokesperson and editor” and in fact this is exactly our proposal, too. We just want to hint at the fact that the book of JA – in progress – a book that will quite for sure be also a book written by a ghostwriter (see comments below for the 3rd confirmation, 1st ones reached the public by reports of former WL network coworkers [not Daniel] – that in this case the public may react to the ghostwriting a bit differently. See the GuttiGate for just an idea of the wind that may reach WL in case the book does not name the real author of it and for the case JA still asks for being named as a Journalist.

Workers in the network explain this is needed in order to help the USA gov to realize they are messing around with an online publication platform. This is no explanation  at all. The fact that it’s hardly possible to describe WL as something else is simply too obvious for anyone who managed to read a newspaper with WL topic in the last months and it will be hard to find a web user who didn’t. Editor (and spokesperson) is absolutely enough as a help for the US gov to finally realize what exactly they are actually trying. There is no reason at all to call sb. a Journalist without enough work in the public in order to judge it and say thumb up or down. We have not seen an article list of articles written by Julian. We also have not read other publications by JA. And a “Journalist” who needs a writer in order to write “his” book is like a GP who needs his secretary to dictate him the diagnose. Talking about “Underground” : he knows fairly well that he was described as the researcher for this book (regardless of the question whether being involved as one of the protagonists or not – we are talking about the writing work). Researcher: this is an assistant job. You just don’t jump up from an assistant to a journalist without a single own text online. And in case of the Wikileaks page: we see what we see as WL work, the work of – the network. That’s one of the reasons why we – so far – would not question the function of WL as a journalistic platform, publishing raw material for journalists plus the interested public – and some work done by the network in order to present them. (We – btw – have no idea whether the network as a whole is happy with the danger of WL turning from this function to the function of pure infodealers [via exclusive contracts]). But back to the journo role: show us the article list and we’ll talk on about it. With the background of the role as a spokespip at WL, this might even have been possible: it was and is a spokespip role, but it was and is a spokespip neither for a gov nor a comp nor a lobby circle but for a journalism related platform, so the rule PR=/=Journalism [which usually forbids a switching between them, regardless of how long ago someone worked in the other lake and is a rule for the mentioned cases] does not apply here. But: without an article list with articles written by your own there’s no chance. Since you decided not to prove your journalistic writing skills in the book but preferred to work with a person having the skills for that, we understand that you understand that this is the proof that your roles as editor and spokespip are absolutely enough.  Anyway there’s enough to do with these two responsibilities, isn’t it?

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… interesting. regarding the “auhorship” question, now suddenly there is an

UPDATE 2012.

regarding this book, we’re actually talking about a CO-AUTHORSHIP, in opposite to the assumption of a firedoglake author, but – we’d say, so far, this is at least something. let’s see.

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… and guess what, regarding the topic “arena showfights between Guardian journo twitter accounts and the WL acc”, there is an update, too:  Dec, 2012

Link 1 (Malala vs Manning, about the twitter showfight on Dec 12, 2012)

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and don’t miss

Link 2, too  (discussion)

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(regarding the topic “Malala vs Manning”, tweets from December 10th, 2012 – the incredibly poor Guardian article re Manning winning the Guardian Person of the Year poll and the even more poor reaction to this by the person tweeting from wikileaks’ main twitter account)

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And now hold your breath: there is even another UPDATE, also December 2012, regarding those missing own articles mentioned in the text above and further discussed in the comments section of this page:

Articles with an author finally show up online (link to the text “Two Years of Cablegate as Bradley Manning Testifies for the First Time” by J. Assange, posted on Huffington Post, according to the page on Nov 29, 2012, and sent out via email on Dec 12th) – Comment to this text: it looks fine and it definitely looks like an acceptable article. Research help done by the network as well as other text editing steps like proofreading (checking for typos) are typical parts of the workflow – however, in case facts ever shop up proving that parts of this article were -written- by other people than the signing author, there might be rasons for a real shitstorm on the websphere. Let’s hope this will never be necessary.

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*** re the “warm and cosy building” – note the date when this text was written. This was written when Mr. Exclusive was dining in a luxurious chateau. The expression in this sentence does not refer to the current situation (2012) in the Ecuadorian Embassy.

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wn030: sadly, however there is another update necessary.

January 3rd, 2013.

x7o, the account mentioned in the text above, has proven to be what the person probably calls erm… “logical”. namely, while defending the repost of nazi content and links to a right wing populistic paper, x7o calls us – the account hinting at this issue – what? well, “extremist”. yes, you actually heard that right. we really loved that. it would have caused an overwhelmed, bright laughter if the issue itself was not as serious as it sadly is.

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Written by teeater

January 31, 2011 at 7:01 pm

Egypt: Protests on January 25th, 2011 (with updates Jan26th)

with 6 comments

— follow-up-update january 26th — click here. — and our page for january 26th is now available here

 

[wn030 jan 25th] newsflash. Just as we are following the news about protests breaking out in Egypt with tens of thousands people on the streets, we get several confirmations about Twitter being blocked, according to recent tweets not the only web service blocked assumingly by the Egyptian government. Online news services are said to be among the blocked web pages, too.

The protesters are concerned about this reportedly large number of people on the streets getting no attention by news agencies and broadcasts yet. The only larger station so far that started reporting is Al Jazeera.

In order to jump in into this gap, until the larger stations start reporting, here is our sample of recommended links in order to follow the Egyptian protests:

http://globalvoicesonline.org/2011/01/25/egypt-tweeting-the-day-of-revolution/http://ht.ly/3JQXE (A page where you can Post Arabic tweets, links, updates on #jan25 protests in Egypt for translation into English) — live update ahram.orgProtesters take over Tahrir Sq (incl pic: Mubarak poster taken down) — Re Blocking twitter: Egyptian authorities block twitter as protests in Cairo increase (businessinsider.com) — PressTV: Protesters clash with police in Cairo — indymedia.org.au: Egyptians reclaim the streets demanding to be rid of MubarakFrench report re blocking twitter and Egyptian online cenzorship — TechCrunch: Twitter is blocked in Egypt amidst rising protestsonline.wsj: Thousands in Egypt join antigovernment protest — netzpolitik.org: postet um 18:42 trotz Twitterblockade der ägyptischen Regierung überraschenderweise mit dem Titel “Twitter-Revolution in Ägypten?” – adnkronos: Egypt – President’s son and family ‘have fled to the UK’ - upi.com: Water cannons greet Egyptian protesters – salon.com: Egyptians denounce President hosni Mubarak, clash with riot police – tvo.org The Agenda – behind the Hedalines: Egypt on the verge? (recommended link,with 4 embedded videos)

youtube: Young man stops water cannon truck — (same video, a bit longer: 2nd youtube link) – youtube: protesters chase riot police away – youtube: Kairo, Tahrir square evening, night

Timour Chafiks tweet sample from today via storify (recommended sample)

Recommended photo album where the account owner collects pictures from the protests:

http://www.flickr.com/photos/el-amiro21/sets/72157625902989604/

Recommendeed link for anyone in egypt who cannot access twitter due to the blockade:

“Access Twitter through proxy server: http://bit.ly/h1HP4v #Jan25

2nd bypass hint: use http://128.121.243.237/ for Twitter in Egypt

3rd hint: A usefull way to bypass firewalls, regulated services and websites: https://9000tunnels.appspot.com/

hint nr 4: How to log in into blocked Twitter in Egypt

collection of tips to bypass: #jan25 blogspot

update: and a new bypass solution, using Dabr pass, finished on jan26

Another tip for foreigners in Egypt to circumvent the blockade: “if you have a linkedin.com account you can tweet from your status. no need to use twitter directly” (hint sent via twitter) (we’re waiting for a confirmation whether this indeed works, whether these status updates are indeed reaching twitter. if it really works, for foreigners being in Egypt and needing a quick bypass, this may a solution Egyptian protesters will however have to be careful which data to enter into their profiles if wanting to use this bypass.) - update feb26th: we have an update now regarding this. no, when twitter blocked, it will be hardly possible to circumvent via linkedin.

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tear gas in egypt thrown on jan 25th

tear gas in egypt thrown on jan 25th

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update. 5pm gmt+1 news agencies and larger media networks start reporting

CNN: Thousands protest in Egyptguardian.co.uk incl. Reuters video — guardian was and is frequently updating on this page — AP: Thousands of anti-government protesters, largerst protests – largest demonstrations in yearsBBC News: Cairo Protest: Police use tear gas on “day of revolt” — Germany:  SPIEGEL – Massendemonstration gegen MubarakLos angeles Times: Egypt – Thousands of Egyptian protesters clash with police(critisized by readers via twitter for lowering the number of protesters. Probably counted in a part of the protest places only.) — Focus (Germany): “Bei einer Demonstration gegen die ägyptische Regierung ist es in Kairo zu schweren Ausschreitungen gekommen…”Zeit.de (Germany): Ägyptens Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten einReuters Africa (from Washington): US urges restraint, Hillary Clinton believes the government of Presiden Mubarak is stableBBC News: ‘Of course I am inspired by Tunisia – Egypt activist – Reuters.US: Thousands of Egyptians demanded an end to Mubarak’s 30-year rule - guardian: Photo gallery “Anti-government protests in Egypt”Al Jazeera photo album: In pictures – Day of angerReuters.US: Teargas, water cannons disperse Egypt protestsBBC News: Egypt protest: Three reported dead in “day of revolt” BBC reports 2 killed protesters (sources: doctors in Suez) and one dead policeman (source for this: state TV) — Three Egyptian died in anti-government protests (haaretz.com)  — Egyptians denounce Mubarak, 3 killed (yetnews.com) — Tagesschau (German TV): Drei Tote bei Massenprotesten gegen Mubarak — ulz/Reuters/dpa/AFP/SPIEGEL: Tote bei Protesten gegen Mubarak

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Update 5:30 gmt+1. Police reportedly starts firing rubber bullets in Alexandra, not just tear gas here: “RebeccaAHopkins -Twitter, much mobile access down in Egypt. Rubber bullets reportedly fired on protesters in Alexandria. #Jan25 #Egypt” – Alshaheeed “Police in Alexandria Egypt open fire on protesters. Live ammunition. Our correspondant has been hit with a bullet in his head. #Jan25 #Egypt“, which was corrected shortly later as hit with rubber bullets: Alshaheeed “Correction..Bullets fired in Alexandria are actually rubber bullets. Our correspondant was hit with rubber bullet not live bullet. #Jan25 ” – 7:30pm: bencnn reports: “6 troop carriers deployed next to #Egypt TV building in Maspiro, more police on the way. #jan25

Re size of protests – twitter estimates. @elmasry counts in #Egypt protests: 30k in Alexandria, 50k in Cairo, 6k in Mansora, more in Aswan, Qina,A rish, Mahala. No media coverage! #Jan25 (wn030: this would sum up to probably around 100.000 people in total)

7pm gmt+1 kurze zusammenfassung von twitter-nachrichten der letzten halben stunde: Via twitter werden ansässige in Kairo dazu aufgerufen, ihre wlan-anschlüsse freizugeben, es wird um warme decken gebeten und berichtet, restaurants und imbißbuden würden derzeit essen umsonst an die protestierenden verteilen. Es wird berichtet, einzelne polizisten hätten ihre uniformen ausgezogen uns sich den protestierenden angeschlossen, diese letztgenannten berichte gelten jedoch noch immer als unbestätigt. (Update dazu: Bestätigung jetzt da. Spiegel berichtet im Beitrag “Tote bei Protesten gegen Mubarak”, dass Reuters Videoaufnahmen zumindest eines solchen Falls hat)

8:50 gmt+1 – mehrere tweets melden einen getöteten, etwa 100 verletzte. quelle ist eine ägyptische zeitung. der getroffene wurde nach bisherigen informationen arabischsprechender leser durch herzschuss getötet. 9pm: in tweets wird ein name mitgeteilt. – die zeitung AlMasryAlYoum_A antwortet auf unsere nachfrage, der artikel dazu soll  nach ihrer auskunft am  folgetag erscheinen. – Es scheint einen weiteren Todesfall zu geben, Iranian Press TV berichtet nach auskunft von PoliticallyBrit von 2 getöteten. – name des ersten getöteten laut bereits mehreren tweets: Mustafa Reda Mahmoud Abdelfattah, in Suez. —

9:40pm gmt+1 – BBC News: Egypt protest: Three reported dead in “day of revolt” (link [BBC has another time zone time] now added to  paragraph with links to larger media networks above) – BBC reports 2 killed protesters (sources: doctors in Suez) and one dead policeman (source for this: state TV)

10:40pm gmt+1: weddady writes: “TRUSTED SOURCE @Zeinobia: Curfew imposed in Suez following report of 2nd death #Jan25″phijazin (Dubai television reporter) 0 gmt+1: “the sounds i heard from the live stream are tear gas. maybe a couple of rubber bullets, they have a sharper firing sound” – jan 26th, 0:40am gmt+1: bencnn (Ben Wedemann, a CNN reporter) writes: “Cairo echoing with blasts, ambulance sirens. Tear gas wafting down corniche toward tv bldg. panicked drivers going wrong way.” and 3  minutes later: “Madness in #Cairo. Restraint thrown to the wind. Complete crackdown on all protesters. Blasts from multiple directions.” – “Police rounding up beating protesters on corniche near 6 October bridge…burning tires blocking the road.”

 

 

night jan25 to 26 in egypt

night jan25 to 26 in egypt - click on the pic link and see min 0:50 ff.

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meanwhile: first reactions to the Egyptian government’s blockade of twitter and media pages are getting visible online. Click here for a nice snapshot (flickr, “Ministry of Foreign Affairs in Egypt is unavailable”). – NDP (ruling party in Egypt) unavailableMinistry of Interior in Egypt unavailable

a link is too much effort now? – don’t worry, we have a small copy:


 

shortlink: http://wp.me/psdI6-ZZ

Written by teeater

January 25, 2011 at 3:26 pm

Geheimvertrag zwischen Bundesregierung und Atomkonzernen vom 6.9.2010 [LEAK] (bei uns: direkt, ohne Download und mit SPIEGEL-Link) – Vertrag enthält Schutzklausel für Regierungswechsel

with 12 comments

wn030, 9.9.2010 – soeben erhalten auch wir Zugang zu dem nach uns vorliegenden Informationen heute geleakten Geheimvertrag zwischen der Bundesregierung und Atomkonzernen vom 6.9.2010, über den heute u.a. Medien wie der SPIEGEL berichtet haben (“Geheimabsprache mit AKW-Betreibern: Atom-Deal enthält Schutzklausel für Regierungswechsel” – “…Das Papier … enthält unter Paragraph 4 eine Art Schutzklausel für einen möglichen Regierungswechsel. …” – scroll down for it, Erläuterung unterhalb v. S. 10).

Auch wir werden das Dokument zwar einer weiteren gründlichen Prüfung unterziehen, weisen aber vorab bereits darauf hin, dass wir diesbezüglich nicht die ersten sind – bisher sind noch keine stichhaltigen Behauptungen einer Dokumentfälschung [bis 20:40 gmt+1 überhaupt keine, nicht nur keine stichhaltigen] aufgetaucht, das hier vorliegende Blatt digitalisierten Papiers ist bereits durch mehrere medienerfahrene und journalistisch nicht unbedarfte Hände geganden.

Um Ihnen wie uns einen gründlichen kritischen Blick zu ermöglichen, setzen wir das Dokument der besseren Sichtbarkeit halber direkt rein:

Wir zitieren einmal kurz aus dem genannten SPIEGEL-Beitrag: “… In dem Abkommen sichert die Regierung den Konzernen zu, dass die vereinbarten Beiträge für erneuerbare Energien, die sie im Gegenzug für die Laufzeitverlängerung zahlen müssen, sinken, wenn insgesamt oder für einzelne Atomkraftwerke die Bestimmungen zur Laufzeitverlängerung “verkürzt, verändert, unwirksam oder aufgehoben werden oder in sonstiger Weise entfallen”. Noch stärker schützt der Vertrag die Konzerne in Paragraph 4b. Dort ist geregelt, dass die Energieriesen weniger Atomabgaben leisten müssen, wenn “ab dem 6. September gestellte Nachrüstungs- oder Sicherheitsanforderungen einen Gesamtbetrag von 500 Millionen Euro für das betreffende Kraftwerk überschreiten”….” – Die zitierten Stellen finden sich auf Seite 3 und 4 des hier sichtbaren Dokuments.

wn030: Es ist allerdings eine Freude, die Milchmädchenlogik der Lobbyetage pur, nackicht und ungeschmückt in ihrer vollen Schönheit bewundern zu dürfen.

“Vor dem Hintergrund der enormen energie- und klimapolitischen Herausfoderungen hat sich die bundesregierung entschlossen, die Laufzeiten der Kernkraftwerke in Deutschland zu verlängern.”

Das schreibt sich so hin, Prädikat, Subjekt, passt schon. Auf die Details wird niemand so genau schauen. Wer verlangt schon von Verträgen – und gerade geheimen – dass sie in aller Herrgottsfrühe auch noch mit “Realitäten” zu tun haben.

“Enorme energie- und klimapolitische Herausforderungen…” - was genau sollen die Herausforderungen sein. Die Atomlobby, die der Autolobby dabei behilflich sein soll, beide Rädchen schön am Laufen zu halten? Weil die im Kanzleramt  den Gästen in ihrem Kanzlermerzedes gegenüber gerne einen auf schwerhörig macht? Weil Solarkollektoren heute auch hierzulande nur zu gerne zu einem SciFi-Märchen erklärt werden? Das schwarze, nicht mehr flüssige Gold des 21. Jahrhundert auch im Grimm-igen Land gerne als Kubrick-Ufoklötzchen interpretiert werden?

Liebe Leser, wir werden uns dieses Dokuments in den kommenden Wochen und Monaten detailliert widmen und diese Seite Schritt für Schritt zu einer anständigen wn030-page ausbauen.

Klickt gelegentlich mal wieder rein -

wn030-9

http://wp.me/psdI6-VJdie seiten da oben sind übrigens ab dem abend des 9.9.2010 auch schön über diese seite hier zu erreichen http://www.spiegel.de/media/0,4906,24307,00.pdf – ;] LEAK goes trendy…

Written by teeater

September 9, 2010 at 6:46 pm

META: Journalism worldwide.

with 16 comments

Foto - web snapshot - made by wn030foto: web photo. made by: wn030.

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http://fliiby.com/folders/116507/vid.html http://bit.ly/WLaugC.

(wn030) upfront: this meta page here is an exception. it’s not an article page. this is a place sampling links and sentences treated as voices in a discussion.

journalism in digital age / age of communication. 21st century – how does our work change.

combined with media topics related to observed dangers to free, serious, non-embedded journalism taking care for the values of research. research here meaning both: “vor ort” (life) and research meaning access to data belonging to public space. data and information which are, if hidden for only one reason – to hide crime – “classified” illegally. to open, reveal and research cases like this is what people call investigative journalism for quite a time. US might have forgotten in last administration age and it will be still a long way for them to remember. but there’s at least one plus. this middle age country is – for a suprising funny paradoxon – already online. so it looks like it might be at least on it’s way.

topic wikileaks / Julian Assange on wn030 - link1link2link3

meta-discussion recent (WL-inspired)

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http://www.guardian.co.uk/commentisfree/libertycentral/2010/aug/11/raw-data-journalism-wikileaks
(Why raw data sites need journalism – The public is not interested in sifting through data. So without the analysis of journalists, the WikiLeaks logs may have died unread …)

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Foto: web photo made by wn030. an almost web-conference (although channels for implementing typed skype chat are there…) – maybe next time they’ll manage to make it a real online meeting with more pips involved. and with a bit more than just one communication (sending) direction. anyway: this was august 12th 2010.

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Freitag steigt – gekonnt – in die Debatte zur Thematik ein.

“…Das Leck als neue Standardsituation öffentlicher Kommunikationsprozesse steht somit vor einer großen Karriere. Der damit verbundene Grundgedanke, dass Transparenz als Basis politischen Handelns noch stärker in den Vordergrund rückt, liegt ebenso nahe wie die Vermutung, dass Medien hier eine wichtige Rolle spielen. Dabei ist eine Akzentverschiebung weg von einer durch die „alten Massenmedien“ geprägten Struktur hin zu einer Vielfalt aus miteinander vernetzten Klein- und Kleinstmedien zu erwarten. …”

http://www.freitag.de/kultur/1032-die-ethik-des-lecks

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Radio freies Europa:

“…RFE/RL: What does an entity like WikiLeaks ultimately mean for journalists?

Jeff Jarvis: The WikiLeaks story is interesting because we see big media not sure what to do with them. “The New York Times,” “The Guardian,” and “Der Spiegel” cooperated with WikiLeaks and became their distributor. On the other hand, WikiLeaks opened up more than the newspapers would have, and that’s where the controversy comes from…”

http://www.rferl.org/content/Interview_WikiLeaks_The_Future_Of_Journalism_And_The_Internet_As_A_New_Government/2125190.html

meta-discussion older (the taz link) – Das alte System ist kaputt (taz/guardian) -

Reporters Sans Frontiers: journalists killed in iraq – Reuters staff killed – Report about it  in London, 2007

META zu WL konkreter – Daniel Ellsberg’s wish list (in WashingtonPost) – and – wn030 wish list. (in wikinews030.) (click&scroll down a bit.)

an approach to META from readers’ point of view (quotation: “…But with WikiLeaks we have information that is accessible to anyone with a modem– those who want to read it all for themselves can and those who want to wait for their favourite media to make it more digestible can wait. The difference with this leak is that we are treated to a multitude of opinions and angles on it – rather than it being restricted to a single news outlet’s viewpoint. We can literally watch the media at work as they pore over these documents….”)

“Datenjournalist” widmet sich auf einer ganzen Seite der Meta-Perspektive“… Das Potential des Datenjournalismus hat der Guardian unter großer internationaler Aufmerksamkeit demonstrieren können: Er bot das der Informationsmenge angemessenste Angebot.  Die britische Zeitung übt dafür aber seit nunmehr über einem Jahr in seinem Datablog den Umgang mit Datensätzen aus journalistischer Perspektive – und war somit am besten auf einen großen Datensatz vorbereitet. (…) Datenjournalismus und große Datensätze – Big Data – (stellen) ein neues Format dar: Es geht nicht primär um den Skandal, den einzelnen “Scoop”, sondern den Hintergrund eines komplexen Geschehens wie des Afghanistankriegs zu erhellen. …” – Ergänzung wn030: die Rede ist von dieser Guardian-Seite, die unter den bisherigen Visualisierungs-Ansätzen mit leichter Bedienbarkeit, relativ kurzer Ladezeit und vor allem Übersichtlichkeit hervorsticht.

etwas vor-ort-META, wer sich gerade in texas herumtreibt: am 26. august 2010 – WikiLeaks, Backlash and the future of OpenSource Journalism. (supported u.a. by austin.indymedia and CodePink) – quotation: “…University of Texas journalism professor Robert Jensen, Texas Observer managing editor and former AP war correspondent Chris Tomlinson, and members of the newly revived Austin Indymedia … a discussion on the importance of the WikiLeaks documents, backlash, and open-source journalism.”

Europa/Amsterdam: “…Developing the know-how to use the available data more effectively, to understand it, communicate and generate stories based on it, could be a huge opportunity to breathe new life into journalism. Journalists can find new roles as ’sense-makers’ digging deep into data, thus making reporting more socially relevant. If done well, delivering credible information and advice could even generate revenues, opening up new perspectives on business models, aside from subscriptions and advertising. In this context, the European Journalism Centre in collaboration with the University of Amsterdam organises the first round table on data-driven journalism. The one day event brings together specialists in fields which intersect with data-driven journalism …” (source, talking about a round table on 24 August, 2010, Amsterdam, chaired among others by Deutsche Welle, incl. speakers from University Amsterdam and New York Times)

some further META from web publishers’ point of view: click. quotation: “…And so the new trend of transparency opens up a level of inquiry we might never have thought possible. The ideals of thinkers like Michel Foucault and John Stuart Mill suddenly become thinkable, according to which those with power are the ones with knowledge; ideals according to which a citizen should be competent with the facts in order to vote…” (CE) wn030: we’d say: in order to vote. full stop. it does not have to be voting for a “leader”, as you said. actually, we’re talking about ability for democracy, in general. so far, you have a few options. you can vote for a president (in us, for example), a party (in ger, for example or in us for their congress like in nov soon). there are, actually, possibilities available for a longer time now to let people vote for a bit more. you can check the citizen’s ok or dis-ok. e.g.: are people confident with 600 mio for national erm border security while pakistan flood.. while university still costs tuition fees…, while veterans are first misused for the sake of hardware interests and then left without an appropriate social security and and and. pips might say “well no, not really, we have the feeling the money is needed somewhere else than in ‘national security’ channels.” – but whatever the pips are expected to vote – for a president, a party, a concrete decision – they need information. they will hardly allow anyone to keep them blind and stupid just in order to let them vote as a dumb sheepherd for the rifle club or texas babe’s fanclub’s wallets. – anyway, so far it seems like the pip in the pentagon who recently promised to pack his box soon still is desperately trying to make some strange black deals – probably naively hoping this way might be perfect to … ? to get some extra con voices in nov into the congress? fear of losing power? looks a bit like that.

And some WL-inspired backstage-META: Let’s talk about money

back to meta. frontlineclub: https://frontlineclub.com/blogs/theforum/2011/01/wikileaks-holding-up-a-mirror-to-journalism.htmlWikiLeaks: Holding up a mirror to journalism?

link received on July 13th, 2011: 6 Ways to Communicate Data-Journalism on the “Online Journalism Blog

“Last week I published an inverted pyramid of data journalism which attempted to map processes from initial compilation of data through cleaning, contextualising, and combining that. The final stage – communication – needed a post of its own, so here it is. …”

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Written by teeater

August 12, 2010 at 2:46 pm

Wer will den Showdown? – USA sollen einzelne Länder in Europa um Mithilfe bei der Ergreifung von Assange gebeten haben. Assange half, Kriegsverbrechen der USA ans Tageslicht zu holen. (mit UPDATE zum Gerücht vom 12.8.2010)

with 44 comments

[wn030-7 und wn030-4, 11.8.2010, Berlin] – mit UPDATE zum Gerücht vom 12.8.2010   – ebenf. vom 12.8.2010 (amitime) UPDATE – “U.S.denies…s- hortlink: http://wp.me/psdI6-Kv12

Seit gestern früh kursieren von Nachrichtenagenturen unbestätigte Gerüchte im Netz, die USA hätten Großbritannien und Deutschland um Mithilfe bei der Ergreifung von Julian Assange gebeten, dem Sprecher für wikileaks im englischsprachigen Raum und Mitgründer des Netzwerks, das seit Jahren Material ans Tageslicht befördert, das Regierungen und Unternehmen gerne vor den Augen der Öffentlichkeit verstecken. Gerüchten zufolge soll es sich nicht um eine Bitte oder Anfrage im respektvoll-höflichen Ton gehandelt haben, sondern eher um eine Unter-Druck-Setzung. Ziel des, falls an den Gerüchten etwas dran ist, doch etwas gewagten Versuchs soll die Beschränkung der Reisefreiheit von Assange sein. Es wird damit argumentiert, dass die Veröffentlichtungen die “Sicherheit auch anderer Truppen” in Afghanistan gefährde. Dokumente, die eindeutig die Sicherheit belegen, mit der Kriegsverbrecher der vorangegangenen Administration Den Haag am Horizont winken sehen können, sollen plötzlich die Sicherheit von Truppen gefährden. War das Hauptargument ursprünglich nicht die fehlende Schwärzung kollaborierender Afghanen vor Ort?

In den letzten Wochen wurde die Debatte um Wikileaks heißer und mit zunehmend härteren Bandagen geführt, seit WL nach der Veröffentlichung eines Videos, das die gezielte Ermordnung zweier non-embedded Reuters-Journalisten und Zivilisten zeigt (Collateral Murder), weitere Dokumente veröffentlicht hat, die vom US-Militär als “geheim” eingestuft wurden – wobei genau diese Einstufung bei Betrachtung der Dokumente fragen aufwirft.

Seit Anfang August ist ein aggressiver propagandistischer Feldzug gegen wikileaks.org zu beobachten. Eingeleitet von verbalen Attacken aus dem republikanischen Lager, die im ersten Schritt nach dem Aufruf zu einer Enführungsaktion auf europäischem Boden  (Marc Thiessen) in erschreckend mittelalterlicher Manier zu einem juristischen Meuchelmord an Bradley Manning aufgerufen haben (Mike Rogers). Dies begleitet von (allerwelt Schmunzeln hervorrufenden) Aufforderungen seitens des Pentagon, die vermuten lassen, dass – während das dem Pentagon entstammende Internet bereits etliche Generationen hinter sich gebracht hat – selbiges wohl im vor-Atari-Zeitalter steckengeblieben sein muss (Rückgabe von Dokumenten? Hat jemand bei dem Begriff vergessen, dass Dokumente und Docs etwas anderes sind?).

Während die aufgeweckte, kreuzquervernetzte  Netzgemeinde eher pragmatische Fragen beschäftigten (wie finanziert man eine Forderung nach der Edition, der Löschung von Informantennamen z.B., also von  Kollaborateuren für die US-ameriknische Seite, die, so argumentiert die Gegenseite, nun in Afghanistan stark gefährdet sind: wie die Bearbeitung / Namentilgung  der verbliebenen von insgesamt 90.000 Dokumenten finanzieren. Wieviele Volontäre (hier im Sinne des originalen Begriffs im englischsprachigem Raum, nicht im Sinne seiner Bedeutung in der journalistischen Fachsprache im deutschsprachigen Raum, Rede ist also von kostenfreien Mitarbeitern) müßten dafür angeheuert werden, wie organisieren. Und wie soll genau das – die Forderung nach kostenfreier Mithilfe – nach außen später verdeitigt werden, ist ja nicht wenig Büroarbeit, was da von Pentagon gefordert wird. In den US mag die Erwartung kostenfreier Arbeit eine lange geschichtliche (offensichtlich immer noch nicht überwundene) Tradition haben, allzu gerne muss genau diese geschichtliche Tradition andernorts nicht unbedingt aufgegriffen werden. Das Pentagon wurde um die Finanzierung seiner eigenen Forderung gebeten, was jedoch wiederum in den eigenen Reihen (unter wikileaks-Unterstützern) für einen lauten Aufschrei sorgte.

Mitten also in der Beschäftigung mit eher pragmatischen Fragen erreichen Gerüchte das Netz, die USA hätten sich in Europa mindestens an Deutschland und England mit der Bitte um Hilfe bei der Verfolgung des von ihnen als Verbrecher dargestellten Netzwerksprechers gewandt. An diesen Netzgerüchten sind ein paar Details auffällig und bedürfen eventuell eines näheren Blicks:

1. Sie tauchen gleichzeitig mit Artikeln in größeren US-Zeitungen auf, in denen laut geklagt wird, wie  um Himmels willen der US-Präsident in diesem Moment in aller Seelenruhe die ruhige Kugel schieben kann (Gattin in Urlaub, auch dem Präsidenten selbst wird Urlaubsstimmung vorgeworfen). Urlaub. Also wenn Urlaub – woher genau stammt der Aufruf, falls es sich denn tatsächlich um einen echten handelt?

2. Das Gerücht selbst ist – wie angemerkt – bis zum heutigen Tag von keiner einzigen Nachrichtenagentur bestätigt worden. Offizielle Schritte auf internationaler Etage dürften denen – so wollen wir doch hoffen – kaum entgangen sein.

3. Die Aufzählung der Länder (England, Deutschland, Australien und andere Aliierte) lässt das Gerücht erst Recht etwas chaotisch und orientierungslos erscheinen: was hat Australien mit der Furcht von Texas Baby Bush vor Den Haag zu tun?(Link öffnet pdf) (spätes update zum thema: Bush could be arrested like Pinochet if he goes to Europe http://bit.ly/fg3H68) (Moment, hier ist noch ein Spät-Update zum Thema Bush auf die Anklagebank) (update 2 hierzu: Bush will not visit Switzerland after all) (update 3) (update 4) (update 5 / Al Jazeera) (update 6 / Tagesanzeiger Schweiz) (update 7 / SPIEGEL) (update 8 / SPIEGEL) (update 9 / Reuters) – Aber nun zurück zum Text. Was hat Australien mit Schwedischen Servern ohne Vorhang oder Gardinenlook zu schaffen, was mit plötzlich abgesagten Pressekonferenzen in London? Läuft die Achse des Guten jetzt vom Big Ben, den Bundestag streifend direkt in die  Oper von Sydney? Gewagter strategischer Wisch, wäre unser Kommentar zum Gerücht, wüßte man denn nur Näheres zu seiner Existenz.

Wir bleiben gespannt am Thema und halten Sie auf dem Laufenden, sobald hier Details zu dieser neuerlichen Aufforderung ankommen – nach dem dem Republikanischen Kongressgeschrei  und Aufrufen zu geheimdienstlichen Aktionen, einer Entführung auf europäischem Boden: haben wir jetzt den Versuch vor Augen, Bushs Hintern zu retten, indem USA-Gesetz schon wieder zur weltweit gültigen Allerweltherrschafts-Gesetzgebung erklärt wird? Soll das hier zu einem Fahnungsfoto werden, nur damit paar Kriegsverbrechen nicht ans Tageslicht kommen?

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Die Kanzlerin teilte gestern mit, sie sei in Urlaub und es seien ihr keinerlei Nachrichten bekannt, die eine Regierungserklärung nötig machen würden. (Ja, haben wir genau so erhalten, als zitierfähig, die Antwort.)

Und wir – wir wünschen auch Nichtwilhelm eine erholsame Pause und verweisen letzteren auf … nicht unwahrscheinliche nicht gerade wahlstimmenförderfähige eher unangenehme Schlagzeilen, falls Nichtwilhelm Brunnenbau plötzlich auf hiesigem Boden zu betreiben versucht. Berlin hat fließendes Wasser, Nichtwilhelm, Ihr Hahn hat Probleme? Wenn es in Ihrer Leitung rauscht: muß von woanders herkommen. Was, wenn dieses woanders woanders nicht mehr gewählt ist?

(update aug 16th 2010) Nachdem dies geschrieben steht, kann man in Ruhe WikiLeaks / Julian Assange-Thema zurückkehren: …wir geben zu, allzu ausgegoren ist der Bengel nicht wirklich und trocken hinter den Ohren nachweislich auch noch lange nicht. Außerdem muß er sich an richtigen europäischen Kaffee wohl erst gewöhnen, zumindest legen wir dem niedlichen Spezi ans  Herz, sich bestimmte Kommentare wenn möglich entweder in Zukunft zu sparen, Sprüche dieser Art zu unterlassen oder  – falls das nicht geht – einem Twitterer-Rat zu folgen und die Sprecherfunktion für die englische Hemisphäre an jemand Geeigneteren abzugeben. Ersteres ist so gut wie Mittleres und Letzteres, eins von diesen dreien sollte es aber schon sein.

 

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footer: some recommended links. international petition for WikiLeaks http://www.gopetition.com/petition/38165/signatures.html2nd petition (twitter-petition) http://act.ly/2a2 – es ist eine TIME TO GO-Demonstration für den 20.November 2010 in London angekündigt – auf dieser Seite weiter unten das Flugblatt mit Direktverlinkung – diskussion: frontlineclub.com – supportseite f. bradley manning -

footer 2: comments and media answers to the aggressive campaign so far – Mullen: Whose hands? Whose blood? – Marc Thiessen erhielt seitenweise Kommentare zu seiner Tirade in der Washington Post – und auch der Kongreßclown erhält seine Antwort: selbst Amerikaner denken gerne selber und Antworten nun mit verstärkter Netzwerktätigkeit. Support-Netzwerke, noch mehr Support-Netzwerke, Demonstrationen (im Link w.u. nur ein kleines Beispiel einer sehr frühen Protestveranstaltung von vielen)Support-Seitendirektlinks – undundund – und jetzt auch eine Bradley-Manning-Wikiseite. Der Konkressclown hat unversehends zum Anstoß einer Bewegung beigetragen. Nebenbei gibt es einen ersten Aufruf zur gerichtlichen Aufarbeitung der Kriegsverbrecher. Irak-Veteranen bitten Bush um rechtzeitiges Erscheinen vor Gericht, nicht wenige davon um Pünktlichkeit vor Gericht in Den Haag (siehe zur Forderung einer gründlichen gerichtlichen Aufarbeitung der Kriegsverbrechen einen frühen Link,  den weiter oben angemerkten pdf-link – weitere werden erwartet). (Update aug 21st 2010 – BBC news re. support for bradley manning – Michael Moore) – Update: es sind 3 globals days of action für Bradley Manning angekündigt (16.-19. Sept. 2010). Am 5.9. erreicht uns der Link zu einer weiteren Support-Seite (Courage to Resist). Ebenfalls am 6.9.2010 erreicht uns der folgende – schwer empfehlenswerte Link. Radio-Interview mit Daniel Ellsberg zum Manning-Fall (Link führt zum MP3-Download, keine schwere Datei, lohnt sich).

footer 3: weiterführende infolinks – es gibt mehrere seiten, die sich um eine visualisierung der daten kümmern, diese hier haben wir für unsere verlinkung ausgewählt. – und auf diary.org sind die dokumente etwas anschaulicher/lesbarer  dargestellt.

desw, spannende dokumente: u.a. CIA “Red Cell Special Memorandum”, march 11th 2010 (pdf) – guantanamo (1)guantanamo (2)(reminder – genau das guantanamo bay, in dem lange zeit alles bestens und in dem offensichtlich immer noch ‘alles ok’ ist – den wählern versprochen war eine schließung, dagegen vgl. guantanamo-nachrichten von gestern: tagesschau, aber ausführlicher – schriftlich.)

footer 4: diskussionen divers. diskussion 1 – diskussion 2diskussion 3diskussion 4 (muppets comments) (muppets comments seem to be hacked in the moment, we’ll inform as soon as they’re online again. it was the merkel regierungsansprache joke, the blumenkübelwitz, spread via fefe/@fefesblog)diskussion 5 -

 

 

http://wp.me/psdI6-Kv

Written by teeater

August 11, 2010 at 11:01 am

[UPDATE!!!] KRASS! alle VERBOTEN! netzbesuch jetzt GEFÄHRLICH! BÖSE NETZ NEWS. (wn030. serious page aber mit pfeffer.) THEMA: PENTAGON ZEIGT HEUTE MAL HUMOR. GRATULIERE. [MIT NEU-UPDATE CNN!]

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via BNN (BöseNetzNews) (am tag als pentagon die nachricht an die army offiziell rausgab, dass die internetverbot haben erm wikileaksverbot.) – nein kein hausverbot sondern eine seite zu klicken ist verboten :] – wir erinnern. das hier wurde nur wenige tage nach dem letzten superkracher aus dem pentagon an die außenwelt mitgeteilt. bei dem witz davor wollte pentagon noch dokumente “zurückgegeben” bekommen. dokumente. also docs. die wollte pentagon zurück. die netzgemeinde brauchte ein paar tage, um sich von dem lacher zu erholen. wir vermuten, dass der herr im pentagon vor lauter sekretären und -innen m.i.n.d.e.s.t.e.n.s. seit atari keinen computer von weitem angeschaut hat, aber das ist nur eine kleine distanzdiagnose. … wenn auch eine von ziemlich vielen. kaum ist der erste zwerchfellkater halbwegs überwunden und die lachtränen ansatzweise wieder trockengewischt, erfahren wir, dass pentagon sich um die gute laune im netz weiterhin liebevoll bemüht zeigt:

Wie wir mit wachsendem Erstaunen feststellen durften, hatte Pentagon mit Whitehaus Händchen haltend sich heute  einen weiteren seiner beliebten SUPERJOKES erlaubt. Mit natürlich offiziellstem Tone ertönte heute genau der Satz, den die Welt wahrscheinlich auch in 100 Jahren für den Witz gehalten hat, ohne den kaum das Geschehen der letzten Tage seine Pointe gefunden hätte.

Obacht: (Knöpfe schon poliert?) Jungs, vorsicht. Ab heute gilt: wer online gesehen wird, ist jetzt nicht mehr wehrtauglich. Leider ein bißchen anders formuliert, drum sagen wir es mit der Pointe, die heute die gesamte Netzwelt in “wtf?” feeling mit Gelächter verwandeln konnte, hier und da kaum ein ernstes Gesicht, um ehrlich zu sein.

Also nochmal. Jungs, gut zuhören. Da ihr ja alle einen Vertrag unterschrieben habt, in dem steht, dass ihr – als Menschen – 24 Stunden am Tag dient. Ihr habt natürlich alle Verträge mit 24Std/Tag unterschrieben, weil das genau das ja superlogisch ist. Ihr geht nie pennen, nie schlafen. Es hat nie Satelliten-Netz-Sonderangebote gegeben. Nie ist ein Bett privat und NIEMAND VON EUCH darf JEMALS ein Netzhandy reinschmuggeln OH jemine. War das ein Handy in Ihrer Hand mösjöh?

(PortierLogeBetrachterIn in der Kaserne: …Dort in Schlafräumen in der Hand und hier… weiß nicht… schon wieder so einer …komisch… “bin ich heute so sexy”? ist das wirklich das, was es sein sollte an der Stelle oder wer weiß…)(nein  die Welt kennt keine nomadischen Händler und Dealer…)(Dealer von Internethandys) (…jetzt schon wieder so einer… ich glaub ja alles aber ausgerechnet heute sind wenig Chancen darauf dass ..komisch… haben wir einen … heute vor dem Eingang was ist das? … einen was?… da sonst kaum Chancen dass ausgerechnet heute superspannend…. so spannend wie die heute aussehen als Reaktion…)(…wird wohl doch die Reaktion auf den SUPERJOKE sein…) (… soll ich das melden?) (…andererseits.. dann hinterher nur gemeldet … dass ich vielleicht nur sexy und hinterher war das alles nur sowas?) (…da war ein händler..) (…schon wieder so einer…)

HM.

:] Darf ich nochmal nachschauen? Wirklich kein Netzhandy?

:] Einige Leute dürfen ab heute überzeugt sein, dass hier und dort ein Mensch sich sagt: ich glaube ja alles, aber… Netzverbot?

“Jetzt, jungs, (flüstern), haben wir ein Problem. Kennt ihr (außer China, bei denen spielen die mit Netzverboten rum Leute tricksen China versucht zurückzutricksen und Chaos allerorten und unsere Mailadressen sind denen eh schon verkauft nebenbei, andere Geschichte steht in den Zeitungen, dürfen wir lesen später mal. Hoffentlich nicht im nächsten Leben erst.) – Ernsthaft. Habt ihr (außer China das Tricksen – oder…. z.B. … geplante Seitenzugangsverbote geplante… oder … in China Riesenworldevent und trotzdem sind normale Suchmaschinen nicht erreichbar? In Presseraum? Spielt man da noch ein einziges Spiel mit bei sowas nananajajajahaha. Reden wir noch darüber.) Zurück zum hiesigen Heutewitz. Habt ihr also je von einem Land gehört, bei dem es offiziell plötzlich so einen Spruch gab? Selbst in China mußten die tricksen. Die haben die belogen hinterher. Vorher auch. Vorher MUßTEN die den Leuten zugeben, dass sie das Netz NATÜRLICH nicht anfassen werden. Große Spiele. Peking. Dann Presse vor ort sagt: genau. Zusicherung sonst keine Spiele. Warum fehlt dann was auf dem Monitor.) – Aber. Habt ihr je von einem Land gehört, in dem hochoffiziell so ein Satz fiel? Ihr alle jetzt 24Stundenschicht, weil anders wie sonst umsetzen sowas. Jungs Internetverbot erteilen wie denn? Die haben Leute zuhause, müssen mailen, twittern, sry, wie soll das denn gehen?

(Oh-oh. unfreiwillige Aufpasserin muss unter die Decke schauen ob wirklich ob das wirklich kein :] kein Handy ist weil sonst verboten. -GLUBSCH- ) (Zu beistehendem General: “Scheint sich um eine Verwechslung zu handeln. Der hat nur einen Kamin in der Hand, das macht nichts.”)

Abschnittsbevollmächtigter – der steht neben dem General und fungiert als Übersetzer – versteht Genuschel, das klingt wie ein englisches Wort.  General grübelt, ob nochmal nachfragen. Will eigentlich wissen: Twitter wirklich kein Twitter selbst wenn da ein Bildschirm?

Aufpasserin: ok also das Verbot betrifft nur – wikileaks.org und gilt NICHT für die Leihhandys von Freundinnen, die dummerweise sich mal ein Bakterium (kein Virus) eingefangen haben auf dem Internetding.

Sollte man aber nachtragen wird sonst schwierig. Ich müßte jetzt unter sehr sehr viele Bettdecken schauen. Soll ich das machen?

General: Vielleicht… erstmal warten, was die Zeitungen morgen dazu sagen.

Soll ich den heute sagen – den Leuten: Aber um 5 Abends ins Bett bitte und Internet ist verboten? Oder den Tip mit dem Internetcafé bauen möchten, wofür man weder Armeen braucht noch Waffen?

Wie war der Satz oben… erm Houston? We have a problem…

(ps achso natürlich das war WN030-12 für wen sonst als WN030. zum witz des tages von irgendwo richtung pentagon und washDC) (KRASS!!!! EY HALO? GLAUBT HIER JEMAND, WIR LASSEN UNS HIER ALLES BIETEN? ICH HAB LANGE NOCH NICHT AUSGEKICHERT ABER… WER VON EUCH MEINT DIE SCHOTE VON HEUTE EIGENTLICH :] NOCH ERNST SO? GRÜßE!!! LAUTER FREUNDINNEN HEUTE SEEEEEHR ERSTAUNT WENN KEINE RÜCKMELDUNG!!! HALO! HAUFEN LEUTE ZU FEUERN!!!] (achso nur wikileaks.org war “verboten” :] klar.) (haaaufen leute zu feuern halo!)

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update boah super – grade was reingeflogen – ein paar leute haben snapshots vonnem cartoon gemacht

hier ist das teil: (urheberrechtsbesitzer bitte melden Sie sich zwecks vergütung dieses goldstücks bei unserem mailkasten, gilt auch für den o.a.cartoon. EN: creator of these cartoon, plz get in contact with us via mail / see ‘about’ in order to talk about payment for these publications. this refers to the cartoon visible above, too.)

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die wn030 putzfrau – die bekommt von uns heute übrigens ein eigenes kürzel verpasst, weil unsere leser sonst verwundert, wie oft die so freizeit hat zum tippen. die ist ab heute wn030-21. als wir sie fragten warum ausgerechnet sagte sie nur: KAMIN! – kann damit jemand was anfangen? :-] - jedenfalls sagte wn030-21 dazu: WOW GUCKMA GUCKMA DA SIND die von denen und die von denen, also die CONS im zweiten teil OH WOW CAN WE SEE THE CLOWN IS THIS CLOWN THERE? I HAVE AN OLD TOMATO HERE AND ANOTHER OLD TOMATO AND 5 EGGS IN THE BASKET WHERES THIS CONGRESSCLOWN?!!

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…Yes, in Fact. I am talking exactly about the kind of superact flying ufoeggs as visible in this beautiful pic here:

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shortlink: http://wp.me/psdI6-Jw

shortlink: http://wp.me/psdI6-Jw

Written by teeater

August 7, 2010 at 7:59 pm

Berlin 17.7.2010 – Rechtspopulismus stoppen – Protest gegen Versammlung der aus Köln um sich greifenden neuen alten braunen Gefahr.

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Foto: (c) Mikael Zellmann. Lizenz zur Verwendung auf dieser Seite direkt erworben.

(wn 030) Wie erste Radiosender im Laufe des Tages verkünden, hat sich eine vorzeigbare Gruppe aus mehreren hundert Menschen zu Beginn bis etwa anderthalb Tausend Protestteilnehmern während des Protestverlaufs laut späterer Radioberichte (edit: Zahlenschätzungen je nach Sendezeit divergierend, s.w.u.) heute dazu bereit erklärt, am freien Wochenende trotz Hitze nicht an den See, sondern nach Schöneberg zu fahren. Leute wie Wowereit hatten im Vorfeld den Aufruf unterstützt (quelle: Radio). Thema ist der Protest gegen eine Versammlung von modernen Neonazis, modern und geschniegelt, die sich im Rathaus Schöneberg heute besprechen wollten, wie sie ihre aus Köln stammende Kampagne gegen die “Verfremdung” ihrer “Kultur” (oh ja, der schönen deutschen “Kultur”. der “Kultur” der schönen Deutschen mit ihrer noch schöneren Geschichte) nach Berlin transferieren können.

Auffällig an den Nachrichten ist ersteinmal der Hinweis, dass die Polizei, die die Versammlung der Postneo-Nazis im Rathaus beschützt hat, (dies natürlich immer noch schön anonym trotz Zusage des Chefs – auch wenn wir schon Mitte 2010 zählen…) – daß die Polizei sich einen Menschen aus der Gruppe der Protestierenden geholt hat. Gerade hierzu wäre es gut, von den entsprechenden Stellen (z.B. von der Roten Hilfe) ein paar Details – zur erfolgreichen Hilfe bei der Aufarbeitung und Hilfestellung für den Betroffenen – zu erhalten. (edit 23h: Es sind bisher sechs übergriffe anonymer polizeibeamter nachweisbar, siehe dazu w.u.) (Edit 19.7.2010 – Das Bündnis der Veranstater hatte jedoch genauer nachgezählt als rasch weitergegebene erste Nachrichtenagenturmeldungsweiterleiter und kam insgesamt auf 5-6 Festnahmen, siehe hierzu die Details in der PM vom 19.7. hier.)

Der Aufruf des Berliner Bündnisses ‘Rechtspopulismus stoppen!’ ist auf mbr veröffentlicht worden und hier zu finden.

um 21:00 wird per open posting der erste fotolink-eintrag auf indy gesichtet und ist hier zu finden. der eintrag enthält auch einen link zur morgenpost.

21:05 – bei dem per radio mitgeteilten überfall der polizei auf einen teilnehmer des protests gegen die neue alte braune gefahr könnte es sich um diesen vorfall hier gehandelt haben (link nach flickr).

ps und ojwe – auch der mbr könnte ein bißchen korrekturhilfe brauchen: “Das Berliner Bündnis “Rechtspopulismus stoppen!” ruft anläßlich des für den 17.07.2010 im Rathaus Schöneberg geplanten Bundesparteitag von “Pro Deutschland” ab 12.00 Uhr zu zivilgesellschaftlichen Protesten auf.” -> anläßlich des Bundesparteitag. das s ist wohl in der eile etc. ist auf indy aber auch nicht viel besser: “Mehr als 1000 Personen demoinstrierten” – moin, moin, lieber demoinstrant. naja, aber hauptsache: sie haben die themen im kasten. ob die taz diesmal schafft, nachzuziehen, kann nur die zeit zeigen. beim letzten, das überraschend aus etlichen kanälen – nachrichtenagenturkanälen – kam, hat sie’s leider verpasst und bis heute nicht wirklich nachgeholt.

hier zum nachlesen übrigens nochmal die aktionskarte auf rechtspopulismus stoppen: http://rechtspopulismusstoppen.blogsport.de/images/Aktionskarte17.Juli2010.pdf

einen pressetermin zum transparentmalen gibt es hier nachzulesen und in bunt zu beschauen: klick.

einen weiteren pressetermin kann man auf der Seite von CloF nachbetrachten: ein auf der CloF-Seite veröffentlichter beitrag zur pressekonferenz des bündnisses am 15.7. - “Gegen Pro Deutschland – Kein Fussbreit den RassistInnen”

edit 23 uhr: also dem gleich folgenden link hier ist deutlich zu entnehmen, dass die agenturmeldung, die es in die radiosender geschafft hat, wohl mit heißer nadel gestrickt war. von einem einzigen übergriff auf gegendemonstranten kann nicht die rede sein. dieser fotolink hier (ebenfalls flickr) zeigt eindeutig, dass es mehrere überfälle der immer noch anonymen uniformen auf protestierende gegeben hat. bis hier zählt man also schon mal mindestens zwei. der erste ist weiter oben verlinkt.

edit 23:20 – also hier zählen wir einen dritten übergriff. einer immer noch anonymen uniform. wäre spannend zu erfahren, was diese uniform hier genau wollte. klick  link uniformierter grapscher nummer 3.

und spätestens hier sieht man, dass es noch weitere gegeben hat. 3 sind aber eindeutig nachweisbar.

nachweisbarer übergriff nummer vier.

hochinteressant… wie nennt man im polizeilichen fachjargon diesen griff hier? – hier greift ein bepackter anonymer beamter in t-shirt und nicht identifizierbaren handschuhen einer frau mit sich zusammenziehenden fingern den kopf herunter. übergriff nummer 5.

nummer 6.

gut, also mindestens 6 höchst nachweisliche tätliche übergriffe auf gegendemonstranten und mindestens eine offiziell an die medien weitergegebene festnahme, von der man nicht weiß, um welche betroffene person es sich handelt. das wäre in etwa der infostand von 23 uhr – wir warten auf weitere news. und in zukunft wäre ebenfalls interessant zu erfahren, warum die polizei nur die festnahmen weitergeben muss anstatt aller. aller fälle, bei denen sie menschen gegen deren willen anfasst. bei themen wie diesem hier haben die eigentlich zu melden, wie häufig die sich das “recht” herausgenommen haben, leute anzugrabschen, aber das ist wohl das thema für 2011 erst, wenn das mit den für die polizei so furchtfurchtbaren namensschildern so weitergeht in dieser stadt.

…und  ps: unsere notorische kleine linkwerbung… also die entwürfe zu beamtenschildern sind immer noch hier.

zahlenschätzungen vom folgetag (indy, oben verlinkt):

2000

sogar 18.07.2010 – 10:40

Laut Motor FM waren es sogar 2000 Leute, na die Hauptstadt hats doch druff

ca. 1000-1500

waren 18.07.2010 – 11:15

das.

wn030: wir enthalten uns hier der stimme, da den bildern bisher keine gesamtzahlen entnommen werden können. tausend bis anderthalb scheint aber nicht weit von dem geschehen entfernt. mehrere hundert flöteten die frühberichte per radio, dann steigende anzahl während protestbeginn und -verlauf, könnte, aus erfahrung gesprochen, den tatsachen auch hier entsprechen.

Pflänzchen: “…Die Zahlen, die im Netz bisher kursieren, die von nur von dreistelligen Zahlen sprechen (“300″ zB) sind völlig falsch. Die VeranstalterInnen haben auf 2000-3000 geschätzt.” (quellenlink.)

Weitere Details zum Verlauf der Protestaktion werden über indy erwartet und verlinkt, sobald sie erscheinen. Beim Warten auf die weiteren News ist uns aber gleichzeitig etwas anderes Besorgniserregendes unter die Augen gekommen. Es gibt Nazi-Überfälle auf das KUBIZ. Über dieses Kommentar zu der entsprechenden Seite, die mehr darüber weiß.

nachtrag vom 19. ff. zum 17.7.2010 – PMs und Pressespiegel

1) die auf indy am, 19. gepostete “PM des bündnisses” stammt nicht von der angegeben seite, sondern von hier. eine autorisierung des textes steht noch aus, details dazu, sobald eingetroffen. aufgeklärt. die PM stammte nach den uns vorliegenden auskünften tatsächlich vom bündnis selbst, sie ist auf der blogseite (zeitnah) mitveröffentlicht worden.

2) ein sebastian puschner schreibt in einem uns unbekannten blatt den beitrag “parteitag mit hindernissen”. er wird – ausnahmsweise – hier verlinkt.

3) Frank Brunner und  Hülya Gürler in der jungen Welt: “Kampf ums Rathaus“.

4) Ein weiterer Nachbericht konnte, ermöglicht durch Holger Werners Vernetzungs- und HR-Fähigkeiten, auf der Seite von CloF erscheinen. Ebenfalls am 19.7.2010. Hier ist der Link zum Nachbericht auf der Seite von CloF.

5) Eine Ergebnis-PM ist am 19.7.2010 an wn030 zugesendet worden, sie wird in das Kommentarfeld weiter unten eingefügt. (15h)

6.) am 21.7. wird noch ein weiterer nachbericht via indy verlinkt. kopieren wir hier mit rein, wenn auch mit  einem kleinen aber: bei diesem link hier heißt es für alle besucher ‘klick und such’, der link führt nicht zum nachbericht selbst, sondern zu einer sammelseite, die artikel lassen sich auf der seite wohl noch nicht direktverlinken. also lieber besucher von anno 2011 hiermit schon von vornherein: klick, viel spaß beim suchen, halt die ohren steif und gibt nicht so leicht auf. der von Dir oder Ihnen gesuchte beitrag heißt “17. Juli : Bundesparteitag von “Pro Deutschland” in Schöneberg gestört!- mit geduld und spucke findest Du den schon und Sie auch. An das VerfasserIn des nachberichts: es wird langsam, immer weniger augenfällige tippfehlerchen, congrats-congrats. aber wie steht’s mit “Trotzallem”? :] süß, wir schlagen das der duden-editorenschaft vor, nicht schlecht. “trotzallem”. dann aber gleich hinterher: “entgegenwidrigerumstände”, “ungeachtetdertatsachen” und “ungebrochenenmutes“. wenn schon, dann richtig. nicht, dass wir uns hier zu anhängern der anglizisierenden bizlingo-mode a lá “ob wohl”, “trotz dem” oder “web seite” anschließen wollten, aber :] “trotzallem” ist trotz alledem niedlich. was wir aber weniger niedlich finden, ist eine gewisse stilistische unachtsamkeit in diesem verlinkten kurztitel. bestimmte sachen kann man so nicht machen. unfreiwilliger zynismus sollte auf jeden fall von menschen, die sich auf der seite medial betätigen, vermieden werden. dazu gehören zum beispiel schlusszeilen wie die hier zitierte: Im Laufe des Tages wurden ca. 5-6 Personen festgenommen und mehrere Personen verletzt. Kein schlechter Anfang für den Widerstand gegen “pro” in Berlin.” - sorry, von uns aus hierzu: no way. arbeitet an der struktur eurer texte ein bißchen. ohne überleitung gehört der letzte satz nicht direkt in den anschluss des vorletzten. daumen runter dazu von uns. (zumindest vorübergehend, bis man das irgendwie korrigiert bekommt. freiburg… vielleicht hat jemand in freiburg eine idee…)

Written by teeater

July 17, 2010 at 6:26 pm

Interview mit Helmut Höge (Taz Hausmeister und Nomadenfreak) – UPDATE. Taz macht jetzt “Tages-Sätze statt Strafe”.

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UPDATE!!!

also unsere hot hot superpfefferkuchenupdates sind immer noch hier! wo klickt ihr denn alle immer nur hin?!

2. update zum s.u. versprochenen 19.7. – wir haben – wie man auf den nebenseiten sieht – momentan andere themen um die ohren, die sich in puncto relevanz vorgeschoben haben. wir verschieben das interview auf die nächste begegnung und bis dahin akzeptieren wir eure, liebe taz,  tages-sätze statt strafe. als rückzahlung für euren diebstahl s.u.

(wn030)

Am gestrigen Tag observierten Anhänger unseres Mediums ein eigenartiges Verhalten auf einer Nebenseite der Taz. Wir haben uns den Fall angeschaut und uns schließlich dazu breitkloppen lassen, eine unserer Seiten hier (gegen Bezahlung!) für das Thema freizugeben. Freizugeben aber nur insofern, als dass wir (gegen Bezahlung!) diejenigen, die genannt werden müssen, überhaupt erwähnen. Bezahlte Texte, Schrott-PR und sonstige Ware kommt bei uns weiterhin nicht in die Tüte.

Aber zum Thema zurück. Wir haben uns entschlossen, nach gründlichem Besehen der Seite – der Thematik einen Interviewplatz einzuräumen. Dieser wird hiermit – durch einen Füllertext – schon mal angekündigt. Das Interview mit dem Taz-Hausmeister erscheint dann hier in allernächster Bälde. Anhänger unseres Mediums flüstern, es müsste um den 19. herum sein, da das Interviewthema bissig ist und vorher andompteurt werden muss.

Fillertex bis das Interview fertig ist: dies der Zustand von Text-Kommentarfeldern unter einem Text von Helmut Höge, bevor [XYZ] seine Grabscher an das Kommentarfeld gelegt hat, wozu er nicht autorisiert war (uns sind – und wir haben das vorher gründlich abgeprüft – die entsprechende Unterschrift zur Grabscherei nicht vor).

cut in. es war einmal. ein autor, ein textautor, ein journalistischer schreiber. einer der vielen journis in der stadt, und gar kein schlechter, hätte man gedacht. und doch handelte es sich bei diesem journalistischen schreiber um einen der eher wenigen, die der meinung waren, besuchte webseiten seien reine spielwiesen und weiden zum selbstbedienen. kurzum: ein autor, der unbefugt texte von einer seite kopierte. und das von einem profi. der eigentlich über autorenrechte bescheid wissen müßte. und das gerade bei texten, bei denen dick und fett steht: urheberrechtlich geschützt. dass es sich auch noch um einen taz-autor handeln musste, nunja. daraus lässt sich nicht viel mehr lernen, als bei dem blatt im hause ein kleines zusatztraining für die festfreie belegschaft ansteht: wozu sind besuchte webseiten da? zum angucken und finger von lassen. zumindest die finger, die die strg+c-tasten drücken. wir hatten ein kommentarfeld auf unserer seite, von anbeginn an. die herren – einige – der herren kollegen konnten überraschenderweise ab der ersten seite unseres blattes bestens damit umgehen. wenn Ihnen ein text in den netzwelten gefällt, lieber herr autor, dann lesen Sie ihn meinetwegen, wenn er Ihnen sehr gefällt, dann schreiben Sie das gerne in das kommentarfeld, das wissen Sie ja jetzt, wie es geht.  ein paar zeilen mit angemessener verlinkung zur quelle des textes: auch ok. ein paar zeilen. aber an ganzen herumkopiert wird nicht, solange Sie den text nicht  anständig drucken und dementsprechend vergüten können. wenn wir ein freizeit-onlineblatt wären, das generell gegen das “sharen” von texten nichts hätte: auch dann hätten Sie erst die freigabe von uns abwarten müssen. das haben Sie nicht getan. nun aber wir sind kein freizeit-onlineblatt. wir haben zu dem ganzen – nur weil Sie es sind – ein auge zugedrückt. ausnahmsweise. da aber XYZ seine schlüssel noch nicht hergegeben hat und weiterhin meint, anderer leute DENKWARE draufloslöschen zu können, müssen wir das thema der webkopiererei wohl nochmal warmlaufen lassen. der arme 234 hat damit nur am rande zu tun, wird aber in die thematik direkt hineingewoben, weil die verantwortung für und sorge um den ungelöschten originalen (eher medienadäquaten)  zustand unter blättern ihm obliegte und keinem durchgeknallten schlüsselträger mit 900-europiepen-syndrom.

ps an unsere neuen leser: ja, der geklaute text ist hier und einen teil des gesprächs – damals – also das vorinterview zu dieser interviewseite – finden Sie nach dem klick in den kommentaren.

hier jedoch – zum aktuellen thema zurück – das an sich unschuldige etwas, das in das – jetzt ‘vorhangschlossgesicherte’ – kommentarfeld der seite nebenan gehört. seit wann gar so keusch, liebe taz?

genug der vorrede, hier ist es:

versprochene archivkopie:

#

die pennen. says: die pennen nachts.

wenn ich meinen neulich nicht schnarchen gehört hätte, würd’ ich’s
auch nicht glauben.

est jetzt gelöscht, war nicht so wichtig.)


ps: ich suche eigentlich den 900-kröten-post :] ich hab da einen link gesehen und will den mal angucken. aber so auch schön. statt dessen ein text von helmut. DIE SCHNARCHEN. die dinger. nachts.
echt jetzt.

Juli 11th, 2010 at 21:50

Written by teeater

July 13, 2010 at 6:50 am

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Berliner Alpen: Stadtplanerische Hügel und pressemitteilende Erdbeben – Zum derzeitigen Zustand der Mediendebatte um Freiheit statt Angst 2009

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update aus gegebenem anlaß. dringender aufruf an juri engel.

text copyrighted. der folgende text wurde uns mit textcode option eingesandt am 16.9.09. vor übernahme anfragen (navigationsleiste, about). unsere platzierungsempfehlung: meinungsseite.

Berliner Alpen: Stadtplanerische Hügel und pressemitteilende Erdbeben

oder: seit wann ist Beamtenversetzung eine Nachricht?

Zum derzeitigen Zustand der Mediendebatte um Freiheit statt Angst 2009

Überraschend verhält sich derzeit die Medienwelt seit dem 12. September, dies muß zumindest zugegeben werden. Obwohl genügend Nachweise für das eigentlich Interessante am Verhalten der Berliner Polizei am Tag der Demonstration gegen Datensammlung in Berlin 2009 vorliegen, stürzt sich derzeit so ziemlich jedes Blatt auf die angebotene Medienmöhre des polizeilichen einzelnen Bauernopfers und die Pressemitteilung einer Versetzung in eine andere Einheit. Was als Versetzung zum Arbeitsalltag der Berliner Polizei gehört, wird plötzlich in der Nachrichtenagenda zu einem berichtenswerten Detail.

Der in dem “prominenten Video” (Zitat eines weiteren Zeugen) dargestellte nachgewiesene Schlag (zugeschlagen wurde unweit eines polizeikettenumstellten Hügels auf dem Potsdamer Platz, der in der ersten, haarsträubend tatsachenverfälschenden offiziellen Pressemitteilung der Polizei noch kurzerhand zum Kreuzberg  erklärt worden war) ist nur ein Vorzeigeschlag eines vorgezeigten, erwischten, eines einmal und ausnahmsweise nicht entwischten Gesichtes, dokumentiert sind genügend weitere Fälle und im Bezug auf den Schläger wird mit einiger Zuverlässigkeit erst die Meldung einer Suspendierung größere Medienwellen schlagen können.  So grausam ist Hartz IV nun wieder nicht (zumindest zeigt das das wütende Verhalten des Polizisten), dass man dem Herrn die Sammlung einiger eigener Erfahrungen diesbezüglich nicht wünschen könnte von ganzem Hertzen.

Was jedoch am betreffenden Abend als unterschätztes Medienthema sichtbar wird, ist die Frage nach dem Versuch der nachträglichen Legalisierung der Herausgabeverweigerung von Dienstnummern – weiterhin dürfte die Frage auf den Zungen brennen, wann der Berliner Bundestag diesen Vorschlag zu hören bekommen soll und aus welcher Richtung genau dieser Gesetzesvorschlag vorgelegt wird: wann soll die Polizei  – berlin oder landesweit? – offiziell und legalisiert nicht nur weiterhin keine Namen und keine personifizierten Dienstnummern außen sichtbar an den Uniformen tragen können, sondern auch noch im besten Gewissen der plötzlichen rückenstärkenden Sondergesetze – die Herausgabe ihrer Dienstnummern verweigern? Wird diese Forderung laut und vernehmlich im Bundestag in Berlin zu hören sein, auf Verwaltungssitzungen des Berliner Abgeordnetenhauses oder wird sie – so, wie die Verkündung flächender Camerabestrahlung in Berliner U-Bahnen – in den wirren lauterer Nachrichtenagenturmeldungen der Bevölkerung nur noch mitgeteilt? Ein Überfall in der U-Bahn gab die mediale Steilvorlage, Beobachtungsmonitore für die Nachzeichnung von Demonstrationsheimkehrern sind damit in einem Wurf mit eingerichtet. Man applaudiert.

Interessant wird das Datum der zukünftigen Nach-Legalisierung der Diensnummerverweigerung, die Vorlage des hier betreffenden Sondergesetzes.  Es kann angenommen werden, dass sie mit Koalitionsentscheidungen zusammenhängen wird, zum nächsten Absatz hierzu am 28. September daher zurückgekehrt werden kann.

Die Beamten der beiden an den Vorfällen des 12.9.09 am aktivsten beteiligten Einheiten haben mit Schlägen Gegenreaktionen zu provozieren versucht, die daraufhin gesetzlich genutzt werden sollten. Es gelang nicht. Der zweite Schritt nach den ausgeteilten gezielten Schlägen in die Gesichter war die Verweigerung der Herausgabe ihrer Dienstnummer, wir fordern dazu eine Aussage der Betreffenden: Pressesprecher der Polizei, der am Abend des 12.9. kurzerhand den grünen Hügel am Potsdamer Platz zum Kreuzberg erklärt hatte, Herr Dieter Glietsch,  der medial eigentlich als Verfechter der Personifizierung  von Polizeibeamten umworben wird, die Herren und Damen der Einheit (letztere vor Gericht, erstere sollten damit rechnen, früher dazu selbstpersönlich Antwort und Auskunft geben zu müssen).

(edit) Denn selbst nachdem Dieter Glietsch, Präsident der Berliner Polizei, am 16.9. die personifizierte Kennzeichnung von Berliner Polizeibeamten den Medien angekündigt hatte, fällt der nachträgliche Legalisierungsversuch eben dieses Sonderentzugs von der Verpflichtung zur Herausgabe ins Auge. Die Verweigerung war rechtsbrüchig, doch Glietsch liefert mit seiner Ankündigung (deren Realisierung erst erwartet werden muss, zudem kein gültiges fixes Datum der Ankündigung beigefügt war) schon mal probeweise die präsidiale Rückendeckung der Herausgabeverweigerung. Interessant wird auf jeden Fall, wie die Medien auf diese Möhre reagieren, denn diese Themenmöhre scheint am einen Ende zu brennen und zu zischen. Wenn es der Berliner Polizei nicht gelingt,  sich so schnell wie möglich zur Dienstnummer-Herausgabeverweigerung der Einheit 22 zu äußern und  ihre versehentliche Rückanzeige zurückzuziehen (der geprügelte Fahrradfahrer wurde von der Polizei nachträglich rück-angezeigt, eine Meinung darüber werden sich so viele Menschen derzeit gebildet haben können, wie die Klickzahlen aller Uploadplätze des betreffenden Films beweisen), könnte sich diese Möhre als eine thematische Dynamitstange erweisen. Das konkrete Datum der Einführung von Namensschildern und Dienstnummern an den Uniformen von Polizeibeamten in Berlin bleibt weiterhin eine Lücke in den bisherigen Pressemitteilungen dieser Organisation. Zwischen Neujahr und Sylvester liegt nunmal ein bißchen zuviel Zeit für bloße Jahresangaben – die Medienlandschaft wartet weiterhin auf die Bestätigung des 1.1.2010.

Noch erstaunlicher beginnt sich die Medienwelt ab dem 15.9. zu verhalten. Nihilistische Denkweisen “erfahrener” Zeitungsschreiber beginnen, ihren Lesern zu vermitteln, Verhaltensweisen dieser Art seitens der Berliner Polizei seien “normal”, Verhaftungen (medial derzeit hipper modischer angesagter Euphemismen: “Festnahmen”, “Maßnahmen” und “Erkennungsdienstliche Behandlungen”) seien üblich, die dokumentiere Form dieser “Festnahmen” auch. Vielen Dank, liebe “erfahrene” Zeitungsschreiber, nett, dass ihr darauf hinweist, wieviele derartiger Grenzüberschreitungen seitens der Berliner (und nicht nur Berliner) Polizei ihr bereits hautnah mitbekommen habt (und wie selten ihr Konkretes dagegen unternommen), es könnte jedoch sich als nicht ausschließbar erweisen, dass Angehörige einer nächsten Mediengeneration selbst wissen, wann und in welche Themenmöhre sie wie genau beißen wollen. Eure Abgespanntheit in allen ehren, “normal” ist was anderes.

apk

anm w030. an redakteure: bitte denken Sie daran, dass dieser text, abgedruckt in Ihrem blatt, teuer wird. wir rücken den nicht unter DEM DOPPELTEN OFFIZIELLEN DRUCKZEILENPREIS DER TAZ heraus, rechnen Sie also nach, bevor Sie anfragen oder ersparen Sie sich und uns die mühe, wenn Sie ihn  sich nicht leisten können.

fortsetzung der eingerichteten aktiven medienseite mit beweissammelfunktion zum thema polizeiübergriffe auf der demonstration freiheit statt angst (demonstration gegen datenspeicherung) in berlin am 12.9.2009

- fortsetzung linksammlung medien: taz am 16.9. (noch 41)

- weiterhin taz 16.9. (gut, aber das aua-gebrülle von polizeigewerkschaft und geschlossenen einheiten war zu erwarten, die schreien immer auf wie gesengt und glüheisenmarkiert, wenn sie personifizierte kennzeichnung hören, seit jahren, das läuft bei denen schon automatisch, ist ein medienreflex, langweilt und INTERESSIERT NACH DEN JÜNGSTEN VORGÄNGEN KEIN SCHWEIN MEHR IN DER STADT, DA MÜSSEN SIE JETZT DURCH.) (noch 40)

- taz 18.9. (noch 39) – vielleicht kommen wir endlich mal zu den beiden anderen widerrechtlichen festnahmen vor ort – die juge dame mit dem bekannten namen und der freund der zeugin. und auf die frage, was das herausziehen des wagens und die stundenlange durchsuchung überhaupt sollte??? (!)  (jedenfalls: noch 39)

- taz vom 15.9. – ein kommentar von gereon asmuth, wurde bisher noch nicht verlinkt (noch 38) – aber zu den beiden anderen haarsträubenden fällen polizeilicher willkür vor ort noch kein wort. ick fass’  et nich.bei asmuth ist leider eine leichte themaverfehlung zu beobachten. kommt vom reinen kommentieren, ohne vor ort gewesen zu sein, wäre unsere (nicht unbegründete) vermutung hierzu. zu welcher themaverfehlung und warum die bei uns so heißt und anders nicht, später genauer in einem der absätze im text weiter oben.

(nebensprüche zum tage. 19.9.: hm spannendes video terrorgefahr! so schön praktisch vor den wahlen SCHICKER VERSUCH, LIEBER WOLFGANG. vieviel haste für bezahlt? können wir bei dem studio auch mal bestellen?) – nebenbei wurde vor wenigen tagen die demovollbeobachtung bis vor die haustür – zumindest bis zur ausgangs-haltestelle durchgesetzt. ist es jemandem aufgefallen? wir denken, schon…

- über indy: stellungnahme bündnis freiheit statt angst (21.9.09) – ausführliche stellungnahme als pdf

wn030 red: wir planen einen beitrag zu den beiden anderen fällen vor ort für den 20.9. – nein, wir müssen den geplanten beitrag leicht verschieben. die für diesen beitrag nötigen interviews sind noch nicht abgeschlossen.

- taz vom 22.9. (die anderen brisanten fälle vor ort um den fahrradfahrer herum immer noch nicht einmal angedeutet.) [taz-artikel zum innenausschuß für sicherheit und ordnung, dessen wortmeldungen hier unten ausschnitthaft dokumentiert sind:  ]   (noch 37) (n noch 37

.

mo, 21. sept 09 – chat-ticker von http://menschenfreundlich.blogsport.de/ (link jetzt repariert)
(von unten nach oben chronologisch)
Ausschuss für Inneres Sicherheit und Ordnung: FSA-Demo und Ausweitung der Überwachung – http://de.indymedia.org/2009/09/261487.shtml

um 12:00 läuft das “ergebnis” der sitzung bereits durch radionachrichten -> die geben nur durch, dass glietsch die beiden noch nicht suspendieren will, weil das einer “vorverurteilung” gleichkäme. NA KLAR DIETER, lass die netten damen und herren von der polizeigewerkschaft uns zeigen, was sie an vertuschung und verleugnung sonst noch alles drauf haben, solange der nette freund und helfer im innendienst weiter werkeln darf!!

(wortmeldungen, die nach 11:30 fielen, bitte unter dem angegebenen link suchen.)

# Administrator : zudem kam es zu diesen übergriffen auf einer demo, zu der drei parteien mit aufgerufen haben. was passiert eigentlich wenn es dunkler ist, oder menschen weggeführt wurden, wenn keine kameras vor ort. amnesty international hatr viele informationen hierüber? also was passiert an anderen stellen bspw. bei einer kapitalismuskrit ischen demonstration?

# Administrator : das opfer beklagt zudem das verschwinden seiner unterlagen, eines blocks mit aufzeichnungen. koennte das ein motiv der poliezi gewesen sein.

# Administrator : ausser die cdu die anderes sieht. was soll ich denn den Opfern sagen? etwa das liegt am ersten Mai du musst verstaendnis dafür haben geschlagen zu werden? nein!
# Administrator : täuschung, vertuschung und beschönigung, sie haben klar zur desinformation beigetragen und nicht die ergebnisse abwarten
# Administrator : behrend: warum gaben sie diese vertuschende, beschönigende presseerkläung ab?

# Administrator : erst nach dem abschluss der ermittlungen kann es weitere details geben.
# Administrator : ich weiss, dass es gelegentlich einen bematen gibt, dem das ncihtz zu gelingen scheint, aber mein urteil gebe ich nach einem urteil ab udn ich vergesse nicht in welcher situation dies stattfand. es muss ausermittelt werde, ein video genuegt da nciht.
# Administrator : herr lux unsere beamten stehen in einen spannungsverhält nis mit hohen emotionalen belastungen.
# Administrator : rechtsstaat zur rufen ud n danach nciht mehr damit zu tun haben wollen, vorverurteilunge n, geht von einem politischen verstaendnis aus,d as nichtzs mit mir zu tun hat, ich moechte mich dagen abgrenzen.

# Administrator : aber unsere gerichte sind nocht niocht zu diesem urtei gekommen. das untergräbt das ansehen berliner polizei. die berliner polizei hat einen guten ruf.
# Administrator : zu unterstützen. jede koerperverletzun g im amt ist ein schaden für die polizei.

# Administrator : sie stellen eine politische beliebigkeit hier in den raum, wenn es anhaltspunkte auf eine straftat gibt wird ein ermittlungsverfa hren eingeleitet. vorverurteilungen sind unangebracht, sie irren sich gewaltig. wir haben den auftrag unsere beamten die ihren kopf hin halten (“UNSERE BEAMTEN…” SICHER, SICHER, GUTER MANN. HÖREN SIE, DIE HALTEN FÜR NÜSCHT UND NIEMANDEN DEN KOPF HIN. DEREN EIGENER HEIDENSPAß AM UNGESTRAFTEN DRAUF LOSDRESCHEN IST AUF DEM VIDEO UNLEUGBAR ZU TAGE GETRETEN UND VERSUCHEN SIE NUR WEITERHIN, DIE AUGEN VOR DIESER UNBEQUEMEN TATSACHE ABZUWENDEN…)

# Administrator : staatssekretär freise: sie haben mein rechststaatliche s verstaendniss in frage gestellt.

# Administrator : falsche geheuchelte betroffenheit ist völlig neben der sache.#
# Administrator : überrascht wie unterschiedliche diese reagieren. sie fallsch mit beguenstigung von vorverurteilunge n.
# Administrator : as sagt die unschuldsvermutu ng. aber politisches handeln ist was anders, hier muessen wir nicht abwarten. es mag auch sein, dass wir hi nterher schlauer sind, aber wir koennen immer sagen, dass dieses verhalten inakzeptabel. sie erwiesen den vielen tausneden rechtmässig handelneden polizisten keinen dienst. klare polizeiliche aussagen entziehen sich solcher fragen. ich binn immer weider ueber die linksfraktion

# Administrator : abwarten und zu recht abwarten tun die gerichte.
# Administrator : jotzo: es ist schwierig gegenueber einer gewaltbereiten menge, aber genau das ist die herausforderung der polizei in dieser stadt. sie duerfen doch nicht sagen, wenn polizisten verletzt werden, duerffen sie sich auch mal abreagieren.

# Administrator : diskussion zur reihenfolge der wortmeldungen
# Administrator : jotzo: wird unterbriochen
# Administrator : sie sind auf dem absolut falschen weg.
# Administrator : das zeigt ihr gestötes verhälnis zu polizei. (GENAUSO GESTÖRT WIE DAS GEIßLERS?)
# Administrator : ein bundestagsabgeor dneter hat die polizei als “bullen” bezeichnet. auch in der linken gab es eine solche äusserung.

# Administrator : cdu: ich bin erfreut über die leidensfähigkeit der polizei. wissen sie wie viele polizisten täglich verletzt werden? tagtäglich um die 9 beamte werden verletzt (?? PRÜGELN DIE SICH JETZT GEGENSEITIG? DANN GLAUBEN WIR DAS AUF ANHIEB.) . im letzten jahr gab es 924 verletzte polizeibeamte. (VERLETZUNGEN BEIM ANZIEHEN VON MOTORRADHELMVISIEREN??!)  ihre ausserungen kommen einer vorverurteilung gleich. warten wir doch erst mal die ergebnisse der ermittlungen ab. ich habe vollstes vertrauen in polizei und staatsanwaltschaft.

# Administrator : lachen im raum =)

# Administrator : niemand bekommt den namen eines polizistend er einsatzhundertsc haft heraus auf grund der nummer. das steht dem nicht entgegen. es gibt eine präventionwirkun g, denn der polizist der weiss, dass er indentifiziert werden kann wird sich verhalten wie er sich verhalten muss.
# Administrator : bene lux: parlametarische kontrolle ist gerade mit gesudnen misstrauen verbunden. die polizei wird dieses sicher nciht infrage stellen.es geht abger auch icht fahdungsfotos von polizisten die von teilnehmern der demos veröffentlicht wurden. auch für den schutz der behörde muessen wir hier soregen.
# Administrator : wir sind stolz auf eine buergernahe deeskalierende polizei, die besonnen handelt. die individuelle kennzeichnung hat nichts mit dem vorfall zu tun. seit 2003 fordern wir dieses, gerade wenn helme verwendet werden insbesondere mit schutzüberzügen. die polizei darf nicht durch einzelfälle diskreditiert werden, das muss sich ändern. wir werden abwarten muessen. was auf den bildern zu sehen ikst nunmal zu sehen, egal was im vorfeld gelaufen ist.

# Administrator : eine andere gruppe von polizisten wendet sich während dessen von dem geschehen ab. dabei habe ich ein sehr unguites gefuehl.
# Administrator : aus der wegbewegung von den polizisten wird er zurueckgezehrt und misshandelt, obwohl er sich nicht gewehrt hat. ich habe mir den film öfter und auf einen grossen bildschirm angesehen. offenbar wurden hier auch quarzsandhandsch uhe benutzt. dies koennte im zusammenhang mit den gesichtsverletzu ngen der person zusammenhängen, darüber muessen wir auch reden. ich war erschrocken ueber das video.

# Administrator : was auf den videos zu sehen ist, hat der politik der ausgestreckten hand der berliner polizei einen bärendienst erwiesen.

# Administrator : frau selig linke: wir akzeptieren weder gewalt gegen polizisten noch gegen bürgerinnen
# Administrator : es hat kein problem gegebn gegen die polizisten zun ermitteln. wuir brauchen keine kennzeichnungspf licht. [KLAR NA KLAR MIT VERLAUB HALTEN SIE DIE KLAPPE MISTER WIR HABEN LANGE GENUZG ZUGESEHEN, WIE GUT SIE DA VORANKOMMEN OHNE DIE KENNZEICHNUNG ES WIRD SIE GEBEN ODER SIE ZEICHNEN PERSÖNLICH FÜR JEDEN WEITEREN FALL!!!] (admin – gib uns den namen des laberers “wir brauchen keine kennzeichnung”, das ist ja nicht mit geduld zu ertragen…)

# Administrator : wir unterstützen die ermittlungen, aber ihre sichtweise herr lux wird klar, wenn sie von “mustern” reden. sie scheinen ein grundsätzliches misstrauen zu haben. auch die strellung der fdp finde ich ssehr traurig.l von meiner fraktion wird die berliner polizei positiv bewertet.

# Administrator : diese diskussion um diesen einzelfall kritisiere ich. hier wird misstraune gegen die gesamte berliner polizei kpontruiert.

# Administrator : ich bitte sie herr jotzo dies nicht zu bewerten.
# Administrator : sogar in hamburg gilt die berliner polizei mit iheren antikonfliktteam s als beispiel.
# Administrator : ich habe eine piolizei erlebt die intelligent mit demos umgeht und deeskalierend gewirkt hat.

# Administrator : für mich ist das hinreichende hadeln der behörden dokumentiert. die unschuldsvermutu ng gilt auch für polizisten.
# Administrator : spd: das viedeo war anlass zu einleitung eine ermittlungsverfa hrens. viel ist au dem video nicht zusehen, erst danahc kann man bewerten was passiert ist.

# Administrator : so etqwas kann ich ihenen nixcht durchgehen lassen herr gleitsch, ist es das was wir von ihenen zu erwarten ahben?

# Administrator : gegenüber mir und der öffentlichkeit. also stellen sie das bitte nochmal da. und icgh frage mich ob es weiteere fälle dieser art gab:
# Administrator : ich habe kein verstaendnis für ihre darstellung. das ist keibne informations- siondern eine desinformationsp olitik.

# Administrator : ich als parlamentarier muss mich auf ihre angaben verlassen koennen, da gebe ich bene lux recht.
# Administrator : herr glietsch als ich mir am abend das video endlich andsehen konnte, fühlte ich mich sehr merkwurdig.

# Administrator : mittlweile gab es eine pm der polizei in der etwas von gefangenenbefrei ung stand.
# Administrator : jotzo, fdp zur informationspoli tik: dr. klugert usner verfassungspolit ischer sprecher rief mich lurz nach der demo an, da gibt es ein video online… kurz darauf rief mich eine frau von der presse an.

# Administrator : wir sind gegen die kennzeichnugnspf licht auch um die polizisten icht zu gefährden. (um die guten eingepackten in motorradvisiere gesteckten, unten drunter mit tüchern vermummten, mit schlagstöcken bis zu schusswaffen ausgestatteten armen armen polizisten nicht zu gefährden…)

# Administrator : mir ist kein fall bekannt wo ein polizist nicht identifiziert haette werden koennen. (700 MISTER ALEIN IN EINEM JAHR! UND DAS NUR DIE ZUR ANZEIGE GEBRACHTEN!!!)
# Administrator : wir lehen die kennzeichnungspf licht ab, denn die polizei wuird unter einen gewaltverdacht gestellt. (das ist sicher ein sprecher der polizeigewerkschaft…)
# Administrator : diese unschöne diskussion in zusammenhang mit der kennzeichnungspf licht halte ich für unglücklich.
# Administrator : dieser mensch sei bereits häufiger in demos aufgetreten als agent provocateur um das bild der Q”bösen prügelbullen” hervorzurufen. [WER TRAUT SICH DAS... ADMIN! ZITIER DEN SATZ WIR BRAUCHEN DEN NAMEN DER PERSON, DIE DAS AUSGESPROCHEN HAT!]

# Administrator : aber es ist klar das bei ververhalten dieses auch zu ahnden ist, das ist die kerhseite des staatlichen gewaltmonopols. ich bitte um mehr empathie für die provozierten polizisten.

# Administrator : herr freise wir haben uns bewusst zurückgehalten bei der bewertung des vorfalls, auf dem video, teilweise unscharf aus der distanz, das kann keine abschliessendes bilde der situation liefern.
# Administrator : eine unabhängige kontrolle der poliezei gibt es bereits, hier in diesem ausschuss. wer glaubt sowas gaebe es nocht nciht soll sich informieren wie demoktratie funktioniertr.

# Administrator : cdu: die polizei hat in der tat einen guten ruf. berlin ist die speerspitze fuer neuerungen. und speerspitze der linksradikalen gewalttäter.

# Administrator : herr straatssekretär sie versuchen ein modernens bild der polizei zu zeichnen und nehmen sonst nichts wahr

# Administrator : leiter: wenn sie die diskussion fortführen wollen dann bitte vor der tuer.
# Administrator : unruhe im raum =)
# Administrator : gab es angriffe auf polizisten? haben sie zur kenntnis genommen (herr schneider hören sie auf dazwischenzurufe n)

# Administrator : ich halte ine unabhängige beschwerdestelle für eine sinnvolle einrichtung. das ist der weg zu einer neuen, modernen polizei. herr freise koennen sie mir sagen was mit den polizisten passiert ist gegen die ermittlet wiorden siT? wieviele polizisten wurden wegen körperverletzung sanktioniert?

# Administrator : ich möchte eine polizei die konsequent ermittelt auch gegen sich selbst.
# Administrator : ich begrüße die einfürhung der kennzeichnung
# Administrator : bei der lautidurchsuchun g wurde zunächst der wagen gebeten zurück in die demonstration zu fahren laut antifa-angaben. sie haben das eben anders geschildert. wassagen sie dazu und was sagen zsie zu den undokumentierten fällen von polizeigewalt
# Administrator : ein mensch wurde 8 stunden lang festgehalten, nur weil er ein multitool dabei hatte. solchen und weitere einzelfälle sind nicht dokumentiert worden. eine zweite festnahme mit der sogenannten schocktechnik: ist das nötig muss das so passieren? da ist nicht so eindeutig wie der fahradfahrerfall .
# Administrator : wie bei vielen weiteren demos, gab es vorkontrollen
# Administrator : herr staassekretär, mehr sensibilität wäre angemessen gewesen, wenn sie schon den ruf der berliner polizei loben
# Administrator : so wie diese person behandelt worden ist, fragt man sich auf welcher seite dieser polzist steht.
# Administrator : eine entschuldigung hierfür wäre angebracht gewesen.
# Administrator : selbst wenn es sich um einen störer gehandelt hat, darf nciht so mit diesen umgegangen werden.
# Administrator : ich bin selber oft auf demos.
# Administrator : bene lux/die gruenen:
* Administrator :  zur diskussion:
* Administrator : gegend en betroffenn ist eine anzeige wegen widerstand ergangen diese wird bearbeitet.
* Administrator : jotzo: gibt es weitere anzeigen wie die des fahradfahrers?
* Administrator : das hat nichts mit dem vorfall zu tun wir arbeiten bereits seit monaten und jahren hieran. einen zusammenhang gibt es hier nicht
* Administrator : innerhalb der behörde ist das akzeptiert. im laufe der woche wird eine entsprechende anweisung erfolgen zur mitzeihnung.
* Administrator : bei bestimmten gefährdungen kannd as schild umgedrecht werden, dann ist die dienstnummer der rückseite zu sehen.
* Administrator : seit 6 jahren soll dies eingeführt werden. eine entsprechende empfehlung wurde jedoch kaum umgesetzt.
* Administrator : unsere polizisten müssen nicht anonym agieren.
* Administrator : ich bin für eine kennzeichnung der polizeibeamten
* Administrator : weitere details sind gegenstand von ermittlungen, daher giobt es weitere informationen in abstimmung mit der staatsanwaltscha ft. weitere als die bereits getroffnen massnhamen würden einen vorverurteilung gleich kommen
* Administrator : dem kam er nicht nach. bei seiner festnahme kam es zu körperverletzung en.
* Administrator : er wurde aufgefordert sich zu entfernen.
* Administrator : ein 37jähriger versuchete zu stören un schobimmer weider sein fahrad vor die polizisten.
* Administrator : es kam zu behinderungen beim abtransport.
* Administrator : ca. 50 linksextremisten versucht die massnahmen zu stoeren oder verhindern. in folge wurde eine vermummte person festgenommen.
* Administrator : bei der fontane promenade wurde der lauti aufgehalten um diesen zu kontrollieren.
* Administrator : eine ueberprüfung sollte stattfinden nach der demonstration
* Administrator : auf unmittelbare sofortmassnahmen wurde verzivchtet um nicght zu eskalieren.
* Administrator : bullenschweine wurde abgespielt und entsprehendes wurde sklandiert.
* Administrator : darin formierte sich ein antikap bloc mit etwa 700 leuten
* Administrator : etwa 300 demonstranten starteten zur demo, im verlauf wurden es ca. 10000
* Administrator : wir haben die vorfälle auch sofort bekannt gegeben. der sachverhalt:
* Administrator : die sta wird kurzfristig entscheiden welche weiteren schritte eingeleitet werden.
* Administrator : ich kann ihre kritik an unserer informatzionspol itik nicht anchvollziehen. wir haben sofort mit den ermittlungen begonnen wegen körperverletzung im amt. wir stehen in kontakt mit dem rehtsanwalt des betroffenen.
* Administrator : glietsch:
* Administrator : herr glietsch kann die details weiter ausfürhen.
* Administrator : es gibt merhere zwischenrufe
* Administrator : wir alle haben uns die videos angesehen. es ist sache der ermittlungsbehör den gegen und zu gunsten der möglicherweise betroffenen vorzugehen.
* Administrator : alles andere wäre strrafvereitelun g im amt.
* Administrator : falls es bei einsätzen zu unbotmässigem verhalten kommt wird in diese richtung auch ermittelt
* Administrator : dieses auftrages ist sie sich bewußt.
* Administrator : die polizei als teil einer buergergesellsch aft. sie hat sich auch den ruf erworben, besonders transparent zu sein. hinweise auf fehlverhalten werden sofort gewuerdigt und mit der gebotenen eiligkeit zu verfolgen. die polizei hat die pflicht in ihren eigenen reihen vorzugehen.
* Administrator : als rechtskonforme hochprofessionel le, verhältnismaessi ge einsätze.
* Administrator : berliner polizei hat sich einen ruf erarbeitet in dieser metropole
* Administrator : staatssekretär freise (vertretung von koerting):
* Administrator : soweit jotzo von der fdp
* Administrator : sie wollen diese Kennzeichnung erst jetzt einführen, herr glietsch warum erst jetzt?
* Administrator : jotzo wir haltenes fuer einen richigen schritt die kennzeichnungspf licht einzuführen
* Administrator : inwieweit liegen ihnen weitere infos ihrer behoerde vor und sind die bereit die aufklärung zu unterstützen? sie sehen keine grundlage für eine suspendierung, warum sollten die polizisten niht wieder gewaltätig werden?
* Administrator : herr glietsch wenn das die Informationen ihrer Informationskett e sind wei machen sie das dort wo keine kameras haengen?
* Administrator : 2frage: was ist an informationspoli tik passiert?
* Administrator : die einefrage was ist dort passiert?
* Administrator : jotzo, fdp listet die verletzugnen auf
* Administrator : keinesfalls haette diese gewalt angewendet werden sollen.
* Administrator : polizei sagt es habe sich um gefangenenbefreu iung gehandelt, aaaber das ergibt sich nciht aus den videos
* Administrator : jotzo: übergriff der polzei auf demonstranten, zu sehen auf youtube: was ist dort genau passiert
* Administrator : zur fsa demo
* Administrator : to 5 und 6 werden vorgezogen
* Administrator : es dauert noch etwas… die haelfte der besucherplätze ist belegt… einige bekannte datenaktivsten sind vor ort
* Administrator : ab jetzt live aus dem ausschuss fuer inneres sicherheit und ordnung

weitere links: kommentar vom 22.9.09 auf heise.de (incl. vermerk und link zur schlag-drauf-debatte, die zum fahrradfahrer-vorfall unter gewaltanhängern im PI-forum entbrannt ist)

.

taz-beitrag vom 23.9.: das opfer geht nun gerichtlich gegen berliner polizeipräsident dieter glietsch vor (antrag auf anordnung einer einstweiligen unterlassung: glietsch soll zukünftig die behauptung unterlassen, der geschädigte trage eine mitschuld an dem gefilmten gewalttätigen übergriff der polizisten) (noch 36)

25.9.: über indymedia wird ein weiteres video veröffentlicht, dass den faustschlag eines anderen beamten derselben einheit dokumentiert

Written by teeater

September 16, 2009 at 6:36 am

feuilleton (under construction)

with 14 comments

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apk für wn030, 1.6.2009

wort

Das Leben ist kein Ponyhof und wenn, dann Ponys für Alle!“

absatz

Prenzlauer Berger Lesarten einer Streetart-ähnlichen Sprühaktion.

absatz

 

Wer Anfang Mai mit Augen eines Großstädters – geöffnet, wachsam möglichen wartenden Fallen auf dem Bürgersteig ausweichend – die Schönhauser Allee entlangspazierte, dem dürften sie aufgefallen sein: weiß, klassisch-schlicht, drei Worte und ein Ausrufezeichen. Auch wer aus Wedding seine Schritte Richtung Mauerpark lenkte, womöglich um nebenbei den Reifegrad der noch grünen zukünftigen Mirabellenfrüchte am Mauerstreifen abzuschätzen, dem dürfte das Weiß des gesprühten Slogans in die Augen gesprungen sein.

absatz

 

“Ponys für Alle!” – Was will dieser Spruch? Bei dem Gespräch mit einem Anwohner der Kopenhagener Straße, die an beiden Enden auf einzelne dieser Sprühspuren stößt – einige davon sind selbst ende Mai noch gut zu erkennen – äußert der Anwohner die Vermutung, der gesprühte Slogan müsse etwas mit “Das Leben ist kein Ponyhof” zu tun haben. Dieser auf den Erfahrungsschatz westlichen Vorortnachwuchses anspielende Spruch zierte den Titel einer Demonstration im Jahr 2005. Die Demonstration wurde 2008 auf indymedia literarisch nachbearbeitet, als nach einer langen Vorlaufzeit schließlich der Freispruch eines Demonstrationsteilnehmers auf dem zum Theatersaal erklärten Gerichtssaalparkett – im III. Akt des über Vernetzungslisten angekündigten Stücks “Kamera-Arschloch” – erklärt wurde.  Alle Teilabschnitte des Gerichtssals-Theaters bis zum Freispruch wurden von Rezensionen auf indymedia begleitet. Spruch und Demonstrationstitel gehen auf die Suche von Studiengebührengegnern nach einem geeigneten Ort für das “Summercamp of Resistance” 2005 zurück, denen nach dem Scheitern von Verhandlungen über den Kreuzberger Mariannenplatz von der damaligen Bezirksbürgermeisterin ein Ponyhof als Alternative angeraten wurde. Aufgegriffen wurde der Spruch anschließend von einer Hochschulgruppe, die sich im Folgejahr als linke Liste an der Freien Universität Berlin zur Wahl gestellt hatte. Über Aufkleber verbreitete sich der Spruch schließlich über studentische Räume wie die Offene Uni BerlinS, Toiletten linker Kneipen sowie generell im universitären Raum. Gut möglich, daß der Anwohner, der, obwohl selbst kein Student, regelmäßig studentische Räume nutzt, deshalb diese Vermutung äußert.

wort

 

Bei genauerer Betrachtung des Streetart-Spruchs zwingen sich aber auch andere Parallelen auf. Die Wahl des “Bildgrunds” – der Bürgersteig -, das Weiß der gewählten Farbe, das Ponymotiv – wird hier dem Vorbild Rosinantes nachgeeifert? Oder hat sie hier vielleicht selber ihre Finger im Spiel?

wort

Rosinante ist Schöpferin der Pferdehufe-Abdrücke, die in den Sommern 2006 und 2007 Straßen, Bürgersteige und vereinzelt auch Hauswände in Berlin geziert hatten, darunter auch – schräg und eigenwillig, über Gitter gleichsam hinwegspringend, den Übergang über die Eberswalder Straße zum Mauerpark und dessen Begrenzung zur Gleimstraße hin. Die Hufe hatten einen Bericht auf Radio Eins und einen Beitrag in der Morgenpost (vom 17.6.2007) nach sich gezogen, in dem Wolfgang Krause, in den 90er Jahren Hauptakteur der Aktionsgalerie “O2″, Organisator der Knochengeld-Aktion von 1993 und früherer Gastdozent an der Kunsthochschule Weißensee, dem ihm unbekannten Schöpfer der Hufe 100 Euro für die benutzte Schablone geboten hatte.

wort

 

Zwischen dem Hufabdruck als Zeichen und der Wahl der Buchstabencodierung von “Ponys für Alle!” steckt zwar ein zu großer medialer Bruch, um nicht über mögliche Beweggründe dieser drastischen Änderung zu sinnieren, doch wer wollte einem Künstler den Wechsel in Form, Stil und Medium absprechen?

wort

 

Höchstens der Künstler selbst. Bei einem Gespräch mit wn030 teilte “Rosinante”, die sich derzeit in Wien aufhält, wn030 gegenüber mit, daß ihr das Auftauchen von “Ponys für Alle!” bereits von mehreren Seiten zugetragen wurde. Der Hintergrund des Spruches sei ihr zwar unbekannt, doch die “Mischung aus Kleinmädchencharme und subkultur-typischer Forderung ‘Für Alle!'” empfindet sie als gelungen. Trotz der Parallelen hat sie jedoch nicht den Eindruck, daß der Sprühspruch ihre Hufe-Spuren rekurriert, die zwar bereits 2007 von vielen Berliner Mitaktivisten und mittlerweile auch von Künstlern in anderen Städten aufgegriffen wurden, doch unter Beibehaltung der Form und meist gut vernetzt, so daß von einer regelrechten Künstlergruppe der “Hufonauten” gesprochen werden kann, die “Horse Art” in den großstädtischen Raum, u.a. auch nach St. Petersburg und Miami trägt.

 

Unmittelbar zu ihren Hufabdrücken angestoßen wurde sie nach eigener Aussage vor drei Jahren von den Vorbereitungen für die Fußball-WM 2006 in Deutschland, die verdeutlicht hätten, wie stark dieser Sport trotz allem immer noch als Männersport die Alltagserfahrung von Männern auch jenseits der Jugendjahre prägt. Sie sieht darin ein weiteres Zeichen für die Rückständigkeit der Gleichberechtigung in einer nur scheinbar emanzipierten Gesellschaft. Während Männer ihren Lieblingssport aktiv und passiv bis in das hohe Alter beibehalten können ohne ihre persönliche Integrität dabei zu gefährden, seien Mädchen gezwungen, spätestens bei Erreichen der Volljährigkeit ihrem Jugendsport zu entsagen: “spätestens mit 17, 18 muß das Mädchen das Reiten aufgeben, sonst macht es sich – in der Schulklasse, im Freundeskreis – lächerlich”, so Rosinante. Sicherlich eine Problematik, die einen begrenzten Anteil des weiblichen Nachwuches berühren dürfte, gilt doch das Ponyreiten bis heute eher als Hobby von Kindern aus besser situierten westdeutschen Reihenhaussiedlungen – als kleiner Gegenpol zur 2006 das gesamte Land überziehenden Fußballhysterie jedoch eine sympathische Geste.

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Mittelbaren Anstoß bot die Auseinandersetzung mit dem großstädtischen Raum als offenem Freiraum, der zur Brechung gewohnter Sichtweisen, aber auch zur ‘privat-autonomen’ künstlerischen Infragestellung stadt- und verkehrsplanerischer Unsitten einlade. “Am Ende der Oderberger Straße, hin zum Mauerpark hatte man plötzlich diese Absperrungen aufgebaut”, sagt sie wn030 gegenüber. “Niemand verstand, wozu diese Absperrungen gut ein sollten, früher kam man ohne Hindernisse über die Straße”. Folgerichtig führten auch ihre Hufspuren über das Absperrgitter hinweg, als stünde dort nichts – und sie überquerten die Straße in eigenwilliger Wiederaneignung des Straßenlands: schräg, zielsicher führten sie vom Absperrgitter direkt in das Grün des Parks, als stille Absage an Normierung und Straßenverkehrsordnung auf einem seit Jahren von Fußgängern dominierten Stück Straßenland. Mit den “Berliner Pferdesprungveranstaltungen” hatte Horse Art schließlich 2008 aktionistisch den Sprung über Straßenabsperrgitter geübt. Unweit der Galerie Engeler an der Kreuzung Schwedter Straße / Kastanienallee (Erste Pferdesprungveranstaltung) und an der Hufelandstraße (Zweite Pferdesprungveranstaltung) wurde vom Freundeskreis  der “Hufonauten” das Absperrgitter zum Aktionsobjekt und herausfordernden, überwindbaren Hindernis umfunktioniert.

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Und “Ponys für Alle!”? Auf der Bloqseite einer Musikband, die eine Platte mit gleichnamigem Titel veröffentlich hat, werden im Mai 2009 Äußerungen lesbar, die einem Bekenntnis zum gesprühten Spruch gleichen und eine Vereinnahmung der Sprühaktion für eigene Werbezwecke vermuten lassen. Der Anwohner der Kopenhagener Straße schüttelt dazu den Kopf: “Das wird nicht gelingen. Es wäre nicht das erste Mal, daß sich der Kommerz beliebte Streetartstile und Underground-Formen einverleiben will. Das kann es nicht sein. Leben ist kein Ponyhof und wenn, dann Ponys für Alle!” ergänzt er schmunzelnd. Vom Freispruch des Teilnehmers der „Das Leben ist kein Ponyhof“-Demonstration hatte er als grundsätzlich analoges Wesen zwar noch nichts gehört, doch mit seiner Vermutung könnte er recht haben – ist der Demonstrationsteilnehmer schließlich vom Verdacht freigesprochen worden, ein in der deutschsprachigen Literatur schon 225 Jahre zuvor geadeltes klassisches Wort (s. „Götz von Berlichingen“) beleidigend verwendet zu haben. Die klassische Schlichtheit des Formats, das klassische Weiß – versteckte Hinweise auf den politischen Subtext des Spruches? Der Anwohner zieht weiter: „Jetzt jedenfalls schon.“

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Mag sein, daß die Band in in Charlottenburg oder Wilmersdorf mehr Erfolg damit gehabt hätte, die Sprühaktion für sich zu vereinnahmen. Im Prenzlauer Berg scheint jedoch die Aussagekraft anderer Lesarten klares Obergewicht zu behalten. Die Rezeptionsästhetik spricht dem Text – und sei er noch so kurz – eine „Intention“ entschieden ab. Der Leser und nur er erschafft den Text Kraft seiner Wahrnehmung. Ein Beispiel, wie Repolitisierung kommerzieller Aktionismen in widerständigen Kiezen funktionieren kann.

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nachtrag 29.1.2011. “auf der in weißen Buchstaben geschrieben steht: Das Leben ist kein Ponyhof”.

About “feuilleton”

(wn030 26.5.09)

entgegen den üblichen publikationsgewohnheiten von wikinews030 [zeitnah erscheinende berichte, kurzreportagen , längere beiträge und kürzest-update-ticker] handelt es sich bei “feuilleton” um eine auf dauer angelegte ressort-sparte, die feuilleton-beiträge aus dem bereich engagierter kunst und literatur sowie den schnittstellen zwischen protestbewegungen und den von ihnen evozierten künstlerisch nicht unbedeutsamen demo-kunstwerken (sogenannte “tranpis”, flugblattkunst, ähnliches). feuilleton wird diese beiträge gesammelt auf einer seite zum lesen (und für den reprint) anbieten. sofern möglich, werden hier auch archivbeiträge aus anderen beiträgen erscheinen, wofern es sich um beiträge handelt, deren urheberrecht die bei uns einsendenden autoren besitzen.

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diese seite befindet sich derzeit (26.5.09) noch im ausbau. eine andeutung auf “hintergründe, zusammenhänge und prioritäten divers” kommender feuilletonthemen auf wikinews030 ermöglicht eine  kurze überschau über das update dieser seite.

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die uns bisher angekündigten themen:

noch ein wort

1. “PONYS FÜR ALLE!” – bekommt die nur offiziell derzeit inaktive liste DAS LEBEN IST KEIN PONYHOF nun einen neuen slogan oder hat nur ein streetart-neuling rosinantes spuren findig aufgegriffen? – über frische (bottom-up-rezipierbare, da von bürgersteig in die augen des flaneurs sendende) kunstaktionsspuren (gesichtet mai 2009) im prenzlauer berg (schönhauser allee, in der nähe des moritzhofs, die brücke nach wedding entlang). incl.: o-ton interview mit der derzeit in wien weilenden schöpferin der hufspuren in berlin-prenzlauer berg und berlin-mitte des sommers 2007 und 2008, rosinante herself. (mitglied und treibende kraft der hufonauten, die die hufspuren bereits u.a. nach st. petersberg und miami getragen haben.)

mit unwiderlegbaren argumenten räumt der beitrag mit einem schlag alle gerüchte vom tisch, daß es sich bei  dieser streetart nur um die kopie des streetart-verfahrens und im grunde um den bloßen werbegag einer durchschnittlichen band handelt, die slogan wie aktion derzeit auf einer bloqseite auf ihre fahnen zu schreiben beginnt.


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2. “WAS IST DIE FLIEGENDE UNI?” – ein feuilletonbeitrag incl interview mit dem schöpfer einer polit-literarischen lesereihe, die derzeit v.a. im berliner kaffee burger sich ihres daseins weiterhin freut.

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3. DER DEMOFLANEUR. eine gründlicher auf die flaneur-theorie von walter benjamin eingehende rezension eines bestimmten sekundenbruchteils der improvisationstheater-szenerie vom berliner alexanderplatz, gesichtet anläßlich der kundgebung der soligruppe brunnenstraße 183 aus dem jahre 2009 (zur kundgebung selbst siehe update weiter unten auf http://wikinews030.wordpress.com/2009/05/15/brunnenstrase-183-sieht-immer-roter/ )

sowie

möglicherweise, diese einsendung ist uns bisher nur angedeutet, noch nicht sicher versprochen worden

möglicherweise ein beitrag zum thema “KUNST- UND KÜNSTLERPHOBIE BEI INDYMEDIANERN – verschwindende beiträge und ihr zusammenhang mit sprachlicher hypernormierung der linken szene”. hintergrund ist die sichtung einer löschmeldung auf einer indymedia-seite. das schwinden eines beitrags zu einer tanzperformance vom mai 2009 (das thema tanzperformance myfest berlin schwand durch die löschung eines beitrags vom 13.5., wie eine kürzlich sichtbar gewordene ergänzung auf indymedia uns mitteilt) scheint der person, die uns die einsendung angekündigt hat, offensichtlich den einsatz einiger schreibarbeitsstunden wert. es handelt sich, nebenbei bemerkt, um einen beitrag des weddinger matthias von hoff, den ein ahnungsloser indymod(erator) aus den ressorts soziale kämpfe und kultur gelöscht hat. wie eine forumseite vermeldet, zieht eine wachsende gruppe langsam wütend werdender berliner gegen eine hamburger indygang (und ihre vereinzelten berliner freunde) zu felde. moderates moderrare humanum est, aber too much moderare est eines feuilletonbeitrags wert.

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und last not least: WIE GEHT ES NACH DEM ZITAT AUS T.A.Z. von hakim bey weiter? – Teil zwei eines Textgewerks mehrerer schreibender Hände (<- link 1), (link 2->)die potenziellen Textpartner des zweiten Teils sind noch in Diskussion. beziehungsweise im gespräch, um noch genauer zu sein (<- link 3), beziehungsweise im schreibgelaber, um es ganz auf den punkt zu bringen (<- link 4).

 

 

 

 

Written by teeater

May 26, 2009 at 11:26 am

Posted in kultur, literatur, medien

Brunnenstraße 183 sieht immer röter. UPDATED.

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update. kundgebung vor dem roten rathaus in berlin – am freitag – dem 22.5.2009 – details hier (klick.)2. update – kurzbericht, fotos: auf dieser seite. scroll down for it. – UPDATE. RÄUMUNGSTERMIN STEHT FEST – scroll down. – nach-update: räumung brunnenstr 183 am 24.11.2009

der folgende Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Entwendung (Kopie mit Platzierung an anderer Stelle) wird gerichtlich verfolgt. textcode option included. Reprint nur auf ausdrückliche Anfrage möglich.

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Brunnenstraße 183 sieht immer röter.

Mit einer Soliaktion macht das Haus Brunnenstraße 183 auf seine bedohte Lage aufmerksam

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Überrascht hebt die Spaziergängerin die Augenbrauen. Erst jetzt fällt auch ihr der kräftige, nur leicht aufgehellte bordeauxrote Anstrich des Wasserbassins auf. In der Nacht vom 11. auf den 12. Mai hatten Unterstützer des Hausprojektes Brunnenstraße 183 zwei Straßenübergänge – einen für die geordneteren Geister und einen für leicht Angesoffene – über die Brunnenstraße gemalt, die vom bedrohten Haus bis zum Park führen und in einer neuen kriegsroten Bemalung der Bassinumfassung enden. Die Spaziergängerin – sie hat im Wendland viel mitgemacht, sagt sie – macht sich Sorgen über die Haltbarkeit der Farbe. “Wie lange der Effekt wohl anhält?”


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Die Nerven liegen blank. Wenn auch Nachbarn, Unterstützer und Einwohner der Brunnenstraße 183 nach Kräften versuchen, ihre Nervosität und Unsicherheit über die eigene Zukunft in kreatives Potenzial umzuwandeln, so – kräftig schlägt derzeit der bordeauxrote Puls um den Weinbergswegpark.

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Tatsächlich macht das Tauziehen um das begehrte Gebäude bei genauerem Hinsehen auf die Interessentenetage jedoch einen stark konfusen Eindruck. Während auf der einen Seite der Sprecher des Finanzsenats, Clemens Teschendorf, die leicht angequetschte Lage des Finanzsenats der taz gegenüber mit den Worten erklärt, daß Michael Manfred Kronawitter für das von ihm einzig akzeptierte Ausweichgelände für sein Mehrgenerationenhausprojekt – die Ackerstraße 29 – die für die Direktvergabe unabdingbaren Kriterien nicht erfüllt (wobei er sich bemüht, Kronawitters Ablehnung einer zuvor vorgeschlagenen weiteren Ausweichadresse in der Borsigstraße ausdrücklich auf den Tisch poltern zu lassen), erklärt Herr Kronawitter erstaunt, daß er gerne einmal die Gelegenheit erhalten hätte, mehr über die besagten Kriterien zu erfahren. Gerade, was das Potenzial der angeplanten Arbeitsstellen anbetrifft, sieht sich Michael Manfred Kronawitter entgegen den – zugegeben – kläglich erscheinen müssenden 13 angeplanten Arbeitsplätzen im Modedesigngewerbe, die die Joop-Tochter Jette anzubieten hat, durchaus am stärkeren Hebel.

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Kronawitters Projekt ist, wie er ausführt, mit dem Mehrgenerationenhaus als solchem noch lange nicht abgeschlossen. Wie genau das von ihm angedachte Stadtteilcafé von der Belegschaft her ausgestattet wäre, hatte der Finanzsenat von ihm noch nicht zu erfahren versucht. Auch weitere im Haus anzusiedelnde kleinere Gewerbe aus dem medizinischen Spektrum schweben Kronawitter vor. Den Einwand, daß jeder Stadtteil ab einer bestimmten Cafédichte naturgemäß um die letzten Bäckereien und Tante-Emma-Läden zu Felde ziehen muß, nimmt Kronawitter wahr, sieht hier jedoch das Ende des Gesprächs noch nicht erreicht. Café sei nicht gleich Café und ein Stadtteilcafé in einem Mehrgenerationenhaus hätte seiner Meinung nach durchaus Chancen auf Akzeptierbarkeit. Nun – verifizieren oder falsifizieren läßt sich das derzeit schwerlich. Kronawitter bemüht sich nachzufügen, daß er einer weiteren Ausgestaltung seiner Projektangebote gegenüber aufgeschlosssen ist, wobei er gelassen betont, daß 13 Arbeitsplätze bei welcher genauen Ausführung auch immer von ihm leicht getoppt werden können. Wenn man ihm denn die Chance läßt.

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Ungefähr so sieht die derzeitige Problemlage aus einem der möglichen Blickwinkel aus. Der Finanzsenat bedauert, daß Kronawitter die Borsigstraße nicht angenommen hat, was Kronawitter mit einem Achselzucken auf den Finanzsenat schiebt. 13 Modearbeitsplätze werden auf bisher noch nicht gründlicher ausgeleuchteten Wegen zu unverrückbaren Kriterien, die die Direktvergabe – bisher – offiziell einzig an die Joop-Tocher möglich machen, wie die Berliner Gerüchteküche, vom Finanzsenat unwidersprochen, vermeldet. Jedoch – so sehr die Hamburger Seeluft möglicherweise auf Dauer auch Lust machen kann auf neue Stadtkiezatemzüge, so wenig ist unter den derzeitigen Vorzeichen hinnehmbar, daß dafür ein ganzes Hausprojekt mit Einwohnern, Übernachtern, bösesten pinselschwingenden Bösewichtern und – unter uns – einmaligem Kellerkneipenort – den Platz zu räumen hat.

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absatz

Nebenbei bemerkt, handelt es sich hier um einen Kneipenort, der – Sommermonate in Großstädten sind nicht nur HipUndTripHopFans ein Begriff – den Vorlieben seiner Gäste folgt, da er sie genüßlich teilt. Soll heißen: ausgeschenkt wird derzeit im Hof selbst, an der nicht ungefährlichen frischesten Kiezasphaltluft, der Luft aus aufgeheizten Steinen, aus Grillholzduft und Farbenodeur. Was wiederum den Vorteil mit sich bringt, daß nunmehr die rege interessierten und allnächtlich durchaus weiterhin unzaghaft vorbeispazierenden touristischen Kunstliebhaber – in Begutachtung ihrer Rezeptionsfähigkeit (nämlich der  Fähigkeit zur Rezeption der Kunst als solcher) betrachtet und manchmal auch lauthals life kommentiert werden. Warum? Nicht nur die Kunstaktion selbst hat sich schneller in der Stadt herumgesprochen als manchem Zeitungsredaktionstisch bewußt sein könnte. Auch das Hinweisschild auf die derzeitige Ausstellung im Kellerraum neben dem Winterort der Kellerbar hilft ein bißchen bei der touristischen Spurensuche.

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Derzeit bestaunt werden kann – in der Kellergalerie – eine Gruppenausstellung von vier Künstlern, zu denen eine noch junge und sehr bescheidene Künstlerin zählt, die ihre Sprachkenntnisse schon von weitem herunterzuspielen versucht (“ist nur Ukrainisch, ist kein Russisch!”) – fast wäre ihr der Witz gelungen. Seien Sie also auf der Hut, wenn Sie in den nächsten Tagen den Kellerraum betreten, die Ausstellung hat es in sich. Der eigentliche Hauptkünstler des Hauses – “Kenji himself” – hat es bisher vorgezogen, im unsichtbaren Hintergrund zu verbleiben und seine stilistische Ausstrahlung auf die Künstlerfolgegeneration als solche wirken zu lassen. Wer Kenjis Kunst kennt, erkennt die Linienführung auf Anhieb, nur – in einer weiter tradierten jüngeren Form. Auch Eric Meßloh wäre erstaunt, wieviel an seinen Stadtkunstspuren bisher schon Eingang gefunden hat in das Grundalphabet der neuesten Malergeneration.

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Kenji. Richtig. Die Rede ist hier von demselben Künstler, von dem die Medien der Stadt – die printenden Printmedien dieser Stadt – viel zu erzählen gehabt hatten, nachdem Günter Graß seinerzeit in der Galerie am Berliner Prater (Pratergalerie) zu Besuch vorbeigekommen war, “um sich einmal richtig von einer jungen Künslerrotznase Paroli bieten zu lassen”. Kenji, richtig, genau derselbe Kenji von einer beinahe schon vergessenen Ausstellung aus einer alten, verstaubten Berliner Zeit fast ganz knapp nach dem Mauerfall, jedenfalls kurz nach der Eröffnung des Berliner Prater und noch gemächlich zu Zeiten, als besagte Pratergalerie noch auf der Gegenseite der Straße  (die Rede ist von der Kastanienallee) vor sich hin residierte. Besagter Kenji, der nicht nur in Printmedien auf die Ausstellungsbesucher Eindruck gemacht hatte mit einer Fähigkeit, wie sie nur von echten Künstlern gelernt werden kann. Fragen Sie die damaligen Ausstellungsmacher, die könnten Ihnen heute noch Details erzählen, was es heißt, wenn ein Künstler sich einen Raum NIMMT. Oder sagen wir ihn BESETZT. Und was das im Rahmen eines Ausstellungsprojektes bedeuten kann – für die Galeristen, für Grass, für Kenji und für den damals täglich rappelvoller werdenden Raum, voller mit Kunst, und zwar frischester, direkt vom Ausstellungsraum, der von Kenji kurzerhand zum Life-Atelier umgeformt wurde. Für einen Raum, der sichtbar und anschaulich täglich voller werden konnte und durfte mit Kunst frisch vom  betrachtbaren Schöpfungsprozeß und von dort direkt an die Wand.

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Kenji himself ist der Künstler der Brunnenstraße 183. Noch hat er keines seiner Werke zur derzeitigen – im übrigen erst kürzlich neu umorganisierten – Ausstellung beigesteuert. Dieser Moment wird nun täglich erwartet.

apk für wikinews030

Edit. für die versehentliche Vornahmensvertauschung entschuldigen wir uns ausdrücklich. Im ursprünglichen  uns zugesandten Text stand der Nachname, da sich die Interviewbeteiligten des Telefongesprächs zwischen Berlin und Passau nach Aussage des einsendenden Journalisten als Nachnamenträger vorgestellt und dementsprechend unterhalten haben. Wir bedanken uns für die prompte Korrekturanfrage des Interviewpartners. Der Vorname ist noch in der Nacht vom Freitag auf Samstag 15./16.5.09 korrigiert worden. wort





Link zu weiteren Bildern

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update 21.5.09 - zwischenmeldung - derzeit scheint sich im kunstbetrieb etwas um die brunnen 183 zusammenzubrauen. hier ein ausschnitt aus einer kürzlich gesichteten verteilerinfo:

ausstellung für brunnenstraße 183 in kellergalerie brunnenstraße 183 in planung hintergrund thema auf [link]

schnellkonzept der ausstellung auf

http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index.php/Ausstellungskonzept_brunnen_183

bitte schnell durchgeben ob Du dabei bist brauchen antwort innerhalb der nächsten zwei tage.

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absatz

UPDATE 22.5.2009 - 21 h

Kundgebung vor dem Roten Rathaus

[wn030] Für den heutigen Freitag, 22.5, haben Aktive, Bewohner , (eine Sprecherin), Künstler und Gäste der Brunnenstraße 183 zusammen mit Aktivisten der WBA-Kampagne (Wir Bleiben Alle) zu einer Kundgebung vor dem Roten Rathaus aufgerufen, um über die bedrohte Lage des Hauses und die jüngsten Entwicklungen auf dem stadtpolitischen Parkett zu informieren. linkupdate: auch de.indymedia berichtete relativ früh darüber.

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update 23.5.09 9h, 25.5.09 12h

Improvisationstheater am Neptunbrunnen

eine Politkunstrezension von apk

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wort und absatz

Mit künstlerischer Unterstützung und Verstärkung der Kampagne WBA (Wir Bleiben Alle) konnte das Berliner Hausprojekt Brunnenstraße 183 am Freitag, dem 22.5.2009 um 16:30 eine Kundgebung vor dem Roten Rathaus (Berlin Alexanderplatz) abhalten, die bei genauerer Betrachtung auch als Politkunstperformance bezeichnet werden könnte, abgehalten für Zuschauer, Passanten, Touristen, (Fotografen) und vorbeifahrende jobbeschäftigte Rikscha-Kutscherinnen bzw. ihr ansehnliches Hinterteil (die Kutscherin hatte es beim showbewußten Vorbeifahren an der Transparent-Vorderlinie der Kundgebung eilig). Die Bezeichnung der Kundgebung als eine solche (eine Politkunstperformance) ist möglicherweise gar nicht so abwegig, wie auf den ersten Blick vermutet werden könnte, es haben sich schließlich durchaus einfallsreiche ausstellende junge Künstler – sowie theatralisch wie pantomimisch Erfahrene gehobenen Alters – am inhaltlich voluminösen Tagesgeschehen der Hausprojekteszene beteiligt. (Quantitativ kann zugegeben werden, daß zumindest geschätzte 90-110 Zweibeiner eigens zur Aufführung gekommen sind, was die Besuchszahlen so manches angestaubten Theaterstücks immerhin locker toppt und einige beschäftigte Dramaturgen wie Spielhausleiter vor Neid erblassen lassen könnte).wort

[nahaufnahme schauspieler gehobenes alter " neumitteberliner sucht nach dem besten empfang für sein notebook", szenenfoto kommt] [nahaufnahme "ukrainisch, nicht russisch" mit barkeeper]

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Der Anlaß dagegen – die derzeitige Situation der Brunnenstraße 183 - ist weiterhin ernst. Die Ankündigung versprach neben der eigentlichen Kundgebung auch ein Pressegespräch zum Thema, letzteres wurde schließlich auf das Medium „schnödes Blatt gedrucktes Papier“ geschoben und den Interessierten als Pressemappe in die Hände gereicht. Die Mappe der „Projektkoordination Mitte-Wedding-Prenzlauer Berg / Brunnen 183 Soligruppe“ faßt die Lage dreier bedrohter Hausprojekte in Berlin zusammen und konzentriert sich auf Details der derzeit in den Fokus spekulationslüsterner Aktivitäten auf dem Berliner Politischen Parkett geratenen 183 zusammen.

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Wenige Tage nach der Kundgebung macht der Finanzsenat [am 25.5.09] nur zögerliche Anstalten, von seiner Position abzurücken. Unter Verweis auf Rechte Dritter auf Geheimhaltung (wirtschaftlich bedingte private Rechte auf Geheimhaltung der zweiten Ackerstraßen-Interessentin, der Hamburger Joop-Tochter) sind Details zur Kriteriumentscheidung, also der für die Direktvergabe des Auswechobjektes Ackerstraße notwendigen "Hauptstadtrelevanz" sowie der Prozedur der Entscheidungsfindung nicht zu erfahren. Manfred Kronawitter teilte jedoch dagegen schon am 15.5.09 mit, daß er vom Finanzsenat nach Details seines Projekts, nach einer detaillierteren Projektbeschreibung und auch nach einer Möglichkeit, die potenziellen Arbeitsplätze seines Gegenvorschlags  zu nennen nicht gefragt wurde. Eine Mitteilung zum genauen Datum der "Kriteriumentscheidung" steht bisher noch aus (Stand 25.509). Der Sprecher des Finanzsenats, Clemens Teschendorf, teilt (am Nachmittag des 25.5.09) wikinews030 gegenüber jedoch mit, daß er nicht wüßte, was dagegen sprechen würde, die Frage der Kriteriumbewertung neu zu stellen - nach einer hierfür notwendigen, entsprechenden formell ausführlichen Projektpräsentation durch Kronawitter mit einer Nennung anderer Arbeitsstellen als der bisher in früheren Projektbeschreibungen des geplanten Mehrgenerationenhauses von ihm genannten Baugruppen. Da jedoch der andere Interessent sich hier aus der Sicht des Finanzsenats bisher eindeutig stärker präsentiert hat, wäre Herrn Kronawitter - so Teschendorf - zu empfehlen, eine genaue und ausführliche Projektbeschreibung möglichst bald auf den Tisch zu legen. Er legt dem bisherigen Eigentümer  der Brunnenstraße 183 nahe, sich hierzu mit dem Liegenschaftsfonds in Verbindung zu setzen. Klaus Wowereit, der sich mit seiner Unterschrift in die Unterstützerliste des Hausprojektes Brunnenstraße 183 bereits 2006 eintrug, hat [bis zum Abend des 25.5.09] noch keine Stellungnahme abgegeben.

[...kurzabsatz zu wowereit... ein paar sätze zu kronawitter, die den o.g. faden wieder aufgreifen...]

[noch ein absatz...hier zurück zum kustperformance-rezensionston..hier wäre genau der platz für den an benjamin angelehnten demo-flaneur.]

[ernster, ganz ganz ernster abschlußabsatz, zurückschweifend zum thema und abschluß mit geige, cello und trompeten.]

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die pdf-ausgabe der pressemappe zur kundgebung mit pressegespräch vom 22.5.09 ist hier zu finden.

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Update wn030. am 27.5.09 9h erfahren indymedia-Leser, daß der Räumungstermin für die Brunnenstraße 183 feststeht. Die Webseite der Brunnenstraße 183 informiert, daß die Räumungsbescheide am 26.5.09 zugestellt wurden. Manfred Kronawitter verweigert bei einem Interview mit wn030 vom heutigen Tage Einsicht seiner Mitverantwortung für die Situation. Die näheren Umstände des Interviews - die Art der von Kronawitter gestellten Fragen wie u.a. die Bitte um Zusendung der Telefonnummern des Liegenschaftsfonds - lassen vermuten, daß Kronawitter selbst bisher nicht allzuviel unternommen hat, um den Kompromißweg mit mehr als Worten zu beschreiten. Auch wenn Kronawitter selbst dies mit Verweis auf mehrere Reisen nach Berlin zu informellen Gesprächen vor Ort anders sieht - alleine die Unkenntnis der Liegenschaftsfonds-Formalitäten ergibt hier ein anderes Bild.  Wie dem auch sei - ob es nun Kronawitter im letzten Augenblick gelingt, hier in seinem eigenen Interesse tätig zu werden oder nicht, es wäre schade um seine vertane eigene Chance auf die Ackerstraße, wenn nun immerhin seitens Kronawitter offiziell von 18-20 langfristigen Arbeitsplätzen im sozialen und medizinischen Sektor gegenüber den 13 Joop-Arbeitsplätzen der Modebranche gesprochen wird (Quelle: Interview wn030 mit Kronawitter vom  Morgen des 27.5.09. Kronawitter unterstreicht die Zahl als eine feste und belegbare durch seine Planung sozialer Einrichtungen im anvisierten Mehrgenerationenhaus). Bei einem Durchziehen des Projekts in der Brunnenstraße aber sorgt er mit der nun drohenden Räumung selbst für einen möglichst miserablen Start und ein schwerlich erfolgsversprechendes Bild, das er damit zwangsläufig in den Medien abgeben wird -  als Mitverantwortlicher für jeden möglichen Schlagstockeinsatz, für jeden Übergriff eines für die Räumung eingesetzten Beamten. Dieser Start dürfte jeden Projektversuch in der Brunnenstraße auf Jahre prägen. Eine Tatsache, die zur notwedigen Korrektur von Planungen wirtschaftlicher Aussichten in der Brunnenstraße zwingt in einer Stadt, die sich mit gutem Grunde gegen Auswüchse einer unkontrollierten Gentrifikation ihrer Kieze (oft fälschlich "Gentrifizierung" genannt) und gegen die Schleifung von für die  traditionsträchtige Berliner underground-Kulturszene und somit auch für den touristischen Faktor relevanten Projekten wehrt. Unnötig zu unterstreichen, wie stark Manfred Kronawitter selbst die Vermutung bestätigt, daß ihm bisher das volle Bewußtsein seiner Mitverantwortung für die mögliche Eskalation des Konflikts wie auch für die in der Folge auf das negative Image seines eigenen Projekts zurückwirkernden Medienstimmen fehlt: "Dann wird halt geräumt" äußert Kronawitter aus der bequemen Entfernung Berlin - Passau nasal während des Interviews. Auf diesen Punkt bzw. dieses Erscheinungsbild wiederum will wohl auch der Finanzsenat hinaus, wenn er - wie kürzlich wn030 gegenüber geschehen (s.o., 15.5.09) - äußert, daß es sich hier um einen "privaten Konflikt" zwischen dem Eigentümer und den Bewohnern der Brunnenstraße 183 handele. Sowohl der Finanzsenat als auch der eigentlich verkaufswillige Eigentümer versuchen somit derzeit, ihre Hände in Unschuld zu waschen. Ganz so leicht sollte Berlin es den beiden eigentlichen Konfliktpartnern - Finanzsenat (der bisher immer noch Jette Joop zu bevorzugen gewillt ist) und der in Projektpräsentationsdingen offensichtlich noch unerfahrene Manfred Kronawitter - nicht machen. Lakonisch schließt Kronawitter das Interview (vom 27.5.09 morgens) mit der Bemerkung ab, daß er sich ab morgen (28.5.09) im Urlaub befindet und ab da für Anfragen nicht mehr zu sprechen sein wird. Kronawitter mag in Urlaub fahren und hoffen, so dem direkten Medienansturm bei der nun in Aussicht stehenden Räumung zu entgehen. Sein Name und das Ansehen seiner Person werden sich jedoch nicht im Urlaub befinden, wenn sich Kronawitter der Öffentlichkeit als Eigentümer eines Hauses präsentiert, der Kompromißangebote seinerseits nur halbherzig annimmt und die Räumung, sie dem Kompromiß vorziehend, mutwillig vorantreibt als das scheinbar gute Recht eines Passauer Eigentümers. Gleichzeitig dürfte auch der Finanzsenator nicht von Vorwürfen freigestellt werden können, die Situation durch die bisherige Vorzugsbehandlung der Joop-Tochter in einen Koordinatenpunkt jenseits der Manövrierfähigkeit und damit mitten in die Eskalation hineingesteuert zu haben.

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update. 28.5.09. wn030.

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Während eines Gesprächs mit wn030 (vom Mittag des heutigen Tages) teilt Manfred Kronawitter mit, daß er sich am gestrigen und heutigen Tage mit Einzelpersonen im Finanzesenat und Liegenschaftsfonds in Verbindung gesetzt hat. Bei einem der Gespräche zwischen Kronawitter und Ansprechpartnern sei ihm - entgegen des kürzlich gegebenen Signals - von offizieller Seite (die Person wollte Kronawitter nicht namentlich nennen) mitgeteilt worden, daß "er für die Ackerstraße nicht in Frage" komme.

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Bei einem Interview mit Holger Lippmann, dem Geschäftsführer des Liegenschaftsfond Berlin, teilte Lippmann wn030 gegenüber (am 28.5.09 15:45h) mit, daß der Liegenschaftsfonds einen Verkaufsauftrag für die Ackerstraße an den Chorverband und an die Joop-Gruppe habe. Hier sei zwar das Baurecht unklar, was zur Verzögerung der Verhandlungen führe, jedoch könnten Verhandlungen mit anderes Interessenten durch den fest stehenden Verkaufsauftrag nicht geführt werden. Holger Lippmann unterstreicht - hierbei analog in der Begründung mit Clemens Teschendorf - sein Unverständnis über die Absage Kronawitters bei der ihm einst als Ausweichobjekt genannten Borsigstraße.

Kronawitter könne sein - nun ausführlicheres - Projekt einreichen, dessen Hauptstadtrelevanz neu geprüft werden kann, bei einem positiven Ergebnis würde sich der Liegenschaftsfonds bemühen, Kronawitter ein Ausweichobjekt anzubieten.
Das Ausweichobjekt müsse hierfür jedoch frei verfügbar sein. Holger Lippmann wiederholt, daß dies bei der Ackerstraße nicht der Fall ist. Er begründet die Irreversibilität der Entscheidungsfindung mit der Gebundenheit des Liegenschaftsfonds, der mit den Risiken der Interessentin zusammenhänge. Bereits getätigte Planungsinvestitionen der Interessentin können, so Lippmann, nicht übergangen werden. Damit wendet er sich gegen die kürzlich (s.o.) getätigte Aussage von Teschendorf, der das Direktvergabeverfahren als prinzipiell für Kronawitter noch offenes bezeichnet hatte.

Somit steht also fest, daß die städtischen Entscheidungsträger über die Köpfe von Bezirksabgeordneten wie auch über den Kopf des Bezirksbürgermeisters [link1 link2] hinweg einen Verkaufsentschluß an die Hamburger Modedesigner-Tochter durchzuführen gewillt sind, obwohl die Stadt genügend eigenen Nachwuchs in dieser Branche vorzuweisen hat und ihr Bedarf an einem Modebranche-Neubau mit 13 Arbeitsplätzen eher gering ausfällt  - der Deal wird sich schwerlich als verantwortungsvolle Hauptstadtplanung vermitteln lassen. Wie genau die Joop-Tochter zu dem Stempel der "Hauptstadtrelevanz" mit diesem Projekt gekommen ist, die erst die Direktvergabe an sie möglich macht, sollte weiterhin eine interessante Fragestellung bleiben.

Was die Brunnenstraße selbst betrifft, wird wohl alles davon abhängen, wie stark die Abhängigkeit vom leicht mittelalterlich anmutenden Ehrenkodex bei Manfred Kronawitter verankert ist. Bisher reagiert Kronawitter ausschließlich mit Enttäuschung und trotzigem Durchsetzungswillen. Zur Borsigstraße gab er (s.o.) kaum ein ernstzunehmendes Kommentar und bei dem am heutigen Tage geführten Gespräch mit wn030 ließ er erkennen, daß ein weiterer Verzug bei der Entscheidungsfindung und der Suche nach einer annehmbaren Alternative sein eigenes Projekt gefährde und er selbst dadurch unglaubwürdig würde.

Wie glaubwürdig wird aber ein Mehrgenerationenhaus mit sozialen und medizinischen Einrichtungen, das auf dem Rauswurf von Bewohnern, Künstlern und (u.a. touristischen) Gästen basiert, zu dessen Umsetzung die Hilfe der Berliner Polizei in Anspruch genommen wird? Wie glaubwürdig kann eine auf Gewalt gebaute soziale Einrichtung wirken? Räumungsszenarien sind traditionell angehäuft mit Szenen der Entgrenzung, seitens beider beteiligter Seiten: seitens der Seite, die um das angestammte Dach über ihrem Kopf kämpft wie seitens der Polizei, die nicht nur bei Räumungen gerne über die Strenge schlägt, wie die Medienwelt aus vielen Beispielen zu berichten weiß [ein Beispiellink von vielen - ein zweiter - ein drittes Beispiel - ein viertes].
Entgrenzungen dieser Art können aus Passau nicht kontrolliert oder eingeschränkt werden, ein gedrückter Knopf ist für die Polizei ein gedrückter Knopf, ein erlaubter Einsatz.

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Der Knopfdruck aus der Enfernung mag leicht getätigt werden, seine Spätfolgen könnten sich als langanhaltender erweisen, die Halbwertzeit der Nachwirkung als länger denn vermutet.

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Ob Kronawitter es schafft, sich zurückzulehnen und sich selbst zu fragen, was genau zu der Eile bei der Umsetzung treibt, ob er die Signale wahrnimmt, die ihm mitteilen, daß Alternativen möglich sind nur, wenn auch er bei der Suche nach ihnen sich als kooperationswilliger erweist, ist nach den bisherigen Interviews noch stark in Frage zu stellen. Kronawitter verbleibt hier auf der Position, er hätte bisher genug unternommen und lange genug gewartet.

wort

wort

wort

Written by teeater

May 15, 2009 at 6:45 am

URGENT. open CALL for CHAT ASSISTANCE AGAINST BAVARIAN RCDS MAY 13th 2009 3-4 p.m. MET

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see
wikibildung

we try to inform more detailed around 3 / 4 p.m. MET at MAY 13th 2009

word

word

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paragraph

ps. our POLL at this page here still is active…

indy (early morning): as soon as the indypage is verificated and still online and visible tomorrow around 12 high noon, including the given ressorts, we’ll link back immediatly. <- UPDATE. 13.5.,9 9:19h : nein, indy hat schon wieder versagt, bisher volle bauchlandung, leider, schon wieder. das einzige, was übrig blieb, ist ein eintrag im open posting und dafür verlinken wir nicht.

—–

UPDATE.

PS. öhm PSSSSSSS(t)! es ist übrigens

BORDEAUXROT PASTELLISIERT,

das SOLIAKTION um die BRUNNENSTRAßE 183 in BERLIN

(klick and scroll down.)

absatz

absatz

absatz

absatz

UPDATE. 13.5.09 späterer Nachmittag.

de.indymedia vermeldet gerade NEUES, SCHOCKIERENDES von der Freien Universität Berlin. KLICK!

UPDATE. may 13th late afternoon.

SPREEUFER PROTESTGRILLEN

+++ Initiativkreis Mediaspree Versenken! AG Spreeufer+++

Einladung zum Auftakt der Mediaspree Versenken Sommerkampagne 2009 – bitte weiterleiten!

PROTESTGRILLEN vor dem SPD-Landesparteitag

Motto: Die A100 stinkt, MEDIASPREE stinkt uns schon lange – wir stinken zurück!

Sonntag, 17.5.09, 15 Uhr Nöldnerplatz vor der Max-Taut-Aula

details: KLICK.

UPDATE 17.5.2009 berlin lichtenberg. kleiner kurzbericht vom protestgrillen mit hinweis auf das ergebnis des anlasses dieser veranstaltung findet sich gleich hier um die ecke.

Written by teeater

May 13, 2009 at 1:39 am

URGENT. b.en schmeißen sich an B.straße ran. fastmitte mai 2009

with 2 comments

URGENT. ACCORDING TO NEWZ, SOEBEN BEI UNS EINGETROFFEN, WILL SICH DIE STADTBULLENMEIEREI (NUR BAUERN VERSTEHEN DEN WITZ AM BEGRIFF) NÄCHSTE WOCHE (ZWISCHEN MO WENN DIE SICH AN DEN KALENDER HALTEN ABER NUR DANN UND DEM FOLGEMONTAG), ALSO OFFIZIELL SO AB DEM 10. MAI 2009 –  AN DIE BRUNNENSTRAßE RANSCHMEIßEN. GERNE SCHREIBEN WIR DAS NICHT, ABER DAS HEIßT UNGEFÄHR SOVIEL WIE “DIE WOLLEN´S ALSO UNBEDINGT WISSEN”.

hiermit haben wir die uns erreichende nachricht publik gemacht, sind aber trotzdem weiterhin offiziell in urlaub – siehe dazu die seite mit dem “ätsch schengen quatsch war alles gar nicht so gemeint”-witz, also die seite über die EU, die es nur FAST weiterhin gegeben hätte.

update-edit 11.5.09: link-leseempfehlung (indy)

update 12.5.09 early morning translation with paraphrases and some additional words.

Berlin´s Senator of Finances Nußbaum Under Pressure

At March, 11th Berlin´s Activists informed via indymedia about a recently organized action in Berlin. They visited the new Senator of Finances in Berlin, Ulrich Nussbaum, and delivered a letter to him. The letter demanded a rescue of the house project Brunnenstraße 183 in Berlin-Mitte (only a few meters away from the Border of Pankow, formerly Prenzlauer Berg).
The former Senator of Finances, Thilo Sarrazin, a well-known person in Berlin who advised persons living at the edge of poverty to ‘take care better for their money and buy more aldi carrots’ (this is not a joke) – this former Senator decided to sell a property in Ackerstr. 29 to the Company Joop (rumours tell, it´s Joops daughter so eagerly wanting those properties in Berlin-Mitte in her hands). The letter demands a redemption of this decision.

The named property (Ackerstraße) is part of a compromise plan, made up with the Quartier Berlin-Mitte.

A compromise plan with the aim of a maintenance of the 16-years-old house project. Due to the plan the property is to be sold to the nowadays` owner of Brunnenstraße 183, in order to sell it then to the inhabitants of Brunnenstraße 183 – which would be the only chance for them, to keep the project (… to keep the project alive).

The former Finances Senator Sarrazin has stopped  this procedure with his votum (the procedure of selling of the property to Kronawitter).

Due to the fact that the inhabitants have lost all rent rights now, the house is in daily growing danger of being vacated.
The new Finces Senator Nussbaum – who is officially in charge since a few days ago – got a visit today.
Around 15 persons managed to enter his office and to hand out the letter to him after some pressure which had to be used.
The letter has been delivered personally and included a description of the situation as well as a solution proposal.

He’s been informed that the situation is quite urgent. Also the problems and consequences of an evacuation trial has been named (hinting at Berlin´s recent May 1st – debate).

It´s been promised to check the situation today (at may 11th). The inhabitants are waiting for a call of Finances Senator. Maybe some media also know what a telephone is.

LINK TO ONLINE TRANSLATION (without a fresh photo but with a photo illustration of topic, also ok. the text includes this information.)

update 12.5.09 abends: durch die hilfe eines indy passanten gelang es schließlich, eine passende illustration auch für diese seite zu finden. das hier unten sichtbare transparent können Sie als das transparent im paralleluniversum betrachten, dort hängend, wo auf dem straßenschild statt “warschauer str.” eben “ulica warszawska” steht.

Foto: indy passant und wikinews030

UPDATE. 13. Mai frühester Morgen. erst KÜRZLICHST. erfahren selbst nachbarschaftlichste nachbarn von einer bassin-randbemalungs-soliaktion für die brunnen 183 fast ganz knapp unter ihrem fenster. hier ist der indylink. (rosa und PINK ist zwar was andret als ROT, aber sei´s drum.)


und hier hätten wir schon eine zweite hereinfliegende verifikation der soliaktion. Foto: Anna Panek

Absatz
Absatz
noch ein Absatz

update-edit-einsendung apk dazu: “Ja, es scheint sich dabei tatsächlich um eine ausgesprochen geschmackvoll ausgesuchte Sorte “Bordeauxrot pastellisiert” zu handeln. Im Hintergrund: der berühmte Umsonstladen in der Brunnen, genau neben dem Hofeingang zur 183. Ich würde empfehlen, den Laden  nicht zu unterschätzen. Ich habe dort selbst schon so manche ‘Erstaunlichkeit’ gefunden (und konnte so manches Klötzchen am Beinchen auch glücklich wieder loswerden), von Büchern bis Geschirr alles da. KOSTBAR! UM SOLCHE LÄDEN WERDEN KRIEGE GEFÜHRT, LIEBE HERREN UND DAMEN POLITIKER UND PUBLIZISTEN DA DRAUßEN!”

Kündigung Tromsö-Laden Berlin Friedrichshain: Registerstelle Friedrichshain noch skeptisch.

with 9 comments

Es wird mit einer Klage gegen die Kündigung gerechnet. Initiativen rufen auf zur “Kiezparade”-Demonstration am kommenden Samstag in Friedrichshain


Foto: Anna Panek

Wie die taz [verlinkt über diese seite] und unser Ticker [siehe Navigationsleiste dieser Seite] bereits am 15.3.2009 mitteilte, ist dem Tromsö-Laden im Berliner Bezirk Friedrichshain durch die Vermieter gekündigt worden. Die Veranstalter sehen jedoch einen noch immer weiten Weg bis zum Auszug der Neonazi-Finanzquelle aus der Petersburger Straße 94. In dem Laden wird seit seiner von Protesten begleiteten Eröffnung am 28. Feb 2009 die bei Neonazis beliebte Kleidermarke “Thor Steinar” vertrieben.

Wikinews030 gegenüber teilte Stephan von der Registerstelle Friedrichshain am heutigen Montag mit: “Wir sehen die Kündigung noch skeptisch. Unserer Erfahrung nach führen Begründungen, die “arglistige Täuschung” nennen, oft zu langatmigen juristischen Auseinandersetzungen. Wir rechnen damit, daß versucht werden wird,  gegen die Kündigung Klage zu erheben. Im Magdeburger Fall  (Brevik) wurde bereits vor ca. einem halben Jahr die Kündigung mit derselben Begründung ausgesprochen, es wurde dagegen geklagt und die Angelegenheit ist noch immer nicht abgeschlossen”. [Edit: Zur Frage "Brevik oder Narvik" siehe Kommentar zu dieser Seite.] Stefan ergänzt: “Natürlich freuen wir uns über die Kündigung, es ist ein erster Schritt. Aber die Begründung weckt Zweifel und vor dem Hintergrund der erwartbaren Dauer bis zum Auszug ist es wichtig, weiterzumachen.”

Noch hat die Gegenseite laut Kenntnisstand der Registerstelle Friedrichshain gegen die Kündigung in Friedrichshain keinen Klageversuch unternommen, mit ihr muß jedoch schon aus der vielfältigen, sehr ähnlich verlaufenden Erfahrung auch in Berlin (u.a. Rosa-Luxemburg-Straße) gerechnet werden.

Deshalb rufen die veranstaltenden und vernetzten Initiativen für den kommenden Samstag (21.3.09) zur nächsten Demonstration auf: die “Kiezparade”, die laut Registerstelle Friedrichshain bereits in den Vorjahren bis zu 4000 Leute auf die Straße gebracht hat (Anm. d. Red.: Indymedia zählt für die Kiezparade ab 2006 durchschnittlich 2000-3000 Teilnehmer), soll am Samstag um 12h am Boxhagener Platz beginnen. Eine ähnliche Zahl auch 2009 zu erreichen, wäre ein “erstrebenswertes Ziel”, so Stephan von der Registerstelle Friedrichshain .

Brisant könnte die Angelegenheit vor dem Hintergrund einer neuen Idee des Innensenators Körting werden: wie die taz am 16.3.09 mitteilte, überlegt Körting ein Demonstrationsverbot für die “Wir Bleiben Alle”-Kampagne, deren Demonstration am vergangenen Samstag auch zu Ausläufern in  Friedrichshain, in direkter Nachbarschaft des Tromsö-Ladens geführt hatte. Daß die Überlegungen in ihrer Begründung sich einseitig auf die Übernahme polizeilicher Stellungnahmen zu den Vorfällen vom vergangenen Samstag stützen, ist hierbei kritikwürdig genug – daß die Veranstalter selbst nun auch vom Innensenator zwischen die Stühle gezerrt werden, verstärkt die Problematik. Schließlich wurde in den vergangenen Tagen auf vielen Webseiten auch zur Spaltung der Demonstration gestritten: den Veranstaltern, die die offizielle Route weiterführten, wurde aus dem Kreis von Demonstrationsteilnehmern und kritischen Beobachtern heraus vorgeworfen, sie hätten den Demonstrationsflügel, der die Aktivisten vom polizeilichen Zugriff freikämpfte, unsolidarisch sich allein überlassen. Gleichzeitig lädt nun der Innensenator die Eskalationen auf die Schultern genau dieser unsolidarisch weiterziehenden Veranstalter. Als Begründung für das erste Einschreiten in eine Demonstration werden nun plötzlich Flaschen und Steine genannt. Nachdem die Polizei also in ihrem über die Berliner Morgenpost verbreiteten Polizeibericht vom 15.3. offiziell gemacht hat, daß sie an “Rätsel”hafte Begegnungen der dritten Art glaubt, kommen nun auf verdutzte Leser ebenso rätselhafte Flugobjekte zu. Auch für Innensenatoren darf es eine Grenze der Fiktion geben. Eine Stellungnahme des Einsatzleiters, was ihn zur Erstürmung des Hauses an der Simon-Dach-Straße trieb ist bis heute das, was im Polizeibericht fehlt. Und die rätselhaften Flaschen wie Steine bräuchten dringend eine bessere Etikettierung, sonst driftet auch dies in Science Fiction ab: als unerklärliches Zeitsprungwunder. Der Demonstrationsverlauf und die Eskalation haben eine klare zeitliche Abfolge und bei der Suche nach ihrem Beginn sollte auch Körting nicht versuchen, Flugobjekte mal eben um ein paar Stunden vorzudatieren.

wikinews030.

zum copyright von wikinews030-inhalten siehe bemerkung unter diesem beitrag und das “about” dieser seite (navigationsleiste)

Links: die weniger rätselhafte Begegnung ist in englischer Sprache hier kurz geschildert.

kein link, aber artikel-infoupdate am 20.3.09 5:18 a.m. MET: “hey, hey, hey, hey! in der nacht zum 20.3. erscheint sogar in der taz.de was dazu.”- verlinken können wir derzeit bei sowas, wie gesagt, nicht mehr ohne weiteres. dafür ist aber für alle vom redaktionsbereich (und verlagsbereich) taz schließlich die “werbeplatz”seite unter pages (navigationsleiste dieser seite) da.

Edit Wikinewsredaktion. Wir sind während der Recherche auf die folgende Seite getoßen:

http://stopthorsteinar.blogsport.de/2009/03/07/750-berliner-demonstrieren-gegen-thor-steinar/

Seite ist zwar ansonsten zum Lesen empfehlenswert (auch wenn dort noch immer falsche Teilnehmerzahlangaben stehen), aber wir müssen leider mitteilen, daß die Seite sich für die Verwendung der Fotografie eines der auch für uns fotografierenden Journalisten das OK nicht abgeholt hat. Da Vorfälle wie diese teuer werden können (nach einem Verkauf darf jeder, der sich die Rechte am Bild sichert, teures Geld von Seitenbetreibern holen, die Bilder ohne Genehmigung des Fotografen online setzen). Die Bilder sind außerdem urheberrechtgeschützt – d.h. die Übernahme eines Bildes ohne Fotografenamen-Angabe und Direktlink zum Onlinealbum des Fotografen gehen schon mal überhaupt nicht, ganz unabhängig von der Lizenzenfrage. Und auch in den Fällen, wo die Fotografen  eine Ausnahme machen können und der Verwendung eines Bildes auf einer Seite zustimmen, muß IMMER eine schriftliche Genehmigung per mail eingeholt werden, das ganze nennt sich leider Fotorechte einholen, geschieht direkt per mail und ist un-ab-ding-bar, schon zum (finanziellen) Schutz der interessierten Seite: wie gesagt: nur der Fotograf direkt kann der interessierten Seite mitteilen, ob die Fotografie überhaupt zur Verfügung steht oder ob Einwände bestehen, weil die Fotorechte dafür bereits gekauft wurden z.B. von einem Medium und welcher Art die verkauften Fotorechte sind: wenn z.B. das Foto exklusiv verkauft wurde, darf nur der Fotograf die Fotografie anschließend in seinem Ordner behalten (er behält ja das Urheberrecht) – aber Verwendung auf anderen Seiten ist untersagt und dann machen sich – wie gesagt – Mitarbeiter der Fotorechtekäufer auf den Weg. Nach dem Verkauf von Exklusivrechten kann also eine solche Fotografie t-e-u-e-r werden also holt euch verdammt nochmal die Auskunft zur Verfügbarkeit und Genehmigung zur Verwendung in solchen Fällen IMMER! direkt per mail und schriftlich ab, fragt nach ob es möglich ist und NIEMALS! ohne Nennung des Fotografennamens und ohne Verlinkung zum Onlinealbum des Fotoautors. Der Direktmailkontakt ist bei den entsprechenden Fotografen in den Accounts/Profilen angegeben, im Fall der hier verlinkten – ohne Fotorechte, ohne Fotoautorangabe und ohne Direktverlinkung genutzten – Fotografie ist dem auch so.  Ansonsten stehen wir zur Vermittlung des Fotografendirektkontakts zur Verfügung über Mailadressen, die unter “About” zu finden sind (Navigationsleiste dieser Seite).

Wir möchten hier ungerne deutlich werden und genauer ausformulieren müssen, weshalb wir eine Umgangsweise mit der Arbeit anderer Leute, die zu Prekarisierungserscheinungen im Sekor der freien Journaille führen, ein wenig überraschend finden auf einer Seite wie der hier verlinkten (Bilderdiebstahl senkt nebenbei natürlich auch die Einkünfte bzw. Einkünftechancen der Journalisten, daher ist das OK eines freien Fotografen für die Verwendung eines Bildes immer ein in freundlichem Ton anzufragender Ausnahmefall).  Gerade vor dem Hintergrund der traditionellen Verflechtung von Arbeitskampf (nicht nur in Fabriken wird gearbeitet) und antifaschistischem Einsatz – und die meisten auf dieser Schnittstelle aktiven Initiativen wissen um diese historische Verflechtung – ist der Fotografienklau daher auch politisch fragwürdig. Fotorechte beachten ist auch Arbeits-Schutz.


nachbemerkung, off-ton, backstagebereich bzw. raucherraum der  redaktion:

SOK?! WARST DU DAS?!


kurze zeit später – flüsterpost im raucherraum:

von “sowieso.” an “liste blablabla”.

> ähm verzeihung gibt´s zufällig nen “sok” auf dieser liste?

aw von “sok” an “liste hmhmhm”

> aehm… ja.

von “gedabla” an “liste twitscherpfeif!”

> frage “…”?!

aw über “liste pfeifundzwitscher”

> aehm… und

ich verstehe den Kommentar auf der verlinkten Seite nicht

…aber im Zweifelsfall war ich`s nicht und habe vermutlich ein Alibi
und mein Anwalt hat mir von einer Stellungnahme abgeraten. Und um was
geht es denn ?_?

greetz
sok

s  e a r c h   i n   p  r o g r e s s

Wie aktuell ist Deine so?

with 2 comments

update 16.3.09: entscheidung wird – unter druck (kanzler droht mit durchsetzung hausrecht) – für den heutigen abend erwartet. unileitung rechnet damit, die sache gewonnen zu haben. details folgen. update 17.3.: und zwar folgen sie seit 20:30 hier.

Wie aktuell ist Deine so?

Die Redaktionen der Taz und JungenWelt tun sich zuweilen schwer mit der Pflege ihres Onlinebeitragbestandes. So manches Thema verlangt zwar nach einem update – doch nicht viele Redakteure scheint das zu jucken: hauptsache, ‘s twittert in den Bäumen.

Eine Blattkritik von Tygrysek w czerwone kropki.

So manche stuchwortbasierte Onlinearchiv-Suche führt bei den Tageszeitungen Taz (http://taz.de ) und jungeWelt ( http://jungewelt.de ) schon zu ziemlich untergepflegten Ergebnissen. Tippt ein Zeitungsleser mit freiwilligem Tagesklickabo (das freie Leserabo für Werbeeinnahmen) an einem 6. März in beide Suchformulare (kleines Suchfenster dort oben) beispielsweise die Begriffe “AstA Druckerei” oder “Container Rosa Luxemburg” ein, wird er erstanunter Leserzeuge einer Aktualität, die in beiden Fällen ziemlich genau gleiche Werte ergäbe, wenn sich “Aktualität” auf einer Werteskala von 1 bis -100 darstellen ließe. Der Wert müßte bei offener Skala zwar eher bei -451 liegen, also dem negativen Zeitungspapierbrennwert, aber darstellbar wäre er immerhin.

Vielleicht ließe sich sogar eine adäquate AFP-Infografik zum Schmucke der Wertebildung hübsch kostspielig präsentieren. Hauptsache, es twittert zwischen den Bäumen, nur wo ist der Blätterwald?

Wirft der informationssuchende Taz- oder jungewelt-Leser seine Flinte schließlich ins Roggenkorn und klickt schulterzuckend ins indymedia-Netz, erreicht ihn jedoch womöglich dieselbe Enttäuschung: ganze alte Stände von ganz alten Dingen. Auch wenn es schneit über den tälernden talarernen Talern, die Medien scheinen den Frühling schon zuversichtlich eingeläutert zu haben – kein Grund, sich aufzuregen, das nächste Tauwetter kommt bestimmt. Eiszeit im Pressesektor? Nicht wirklich.

Wenngleich die genannten Zeitungen ihre Leserschaft wissentlich unterinformiert halten, gibt es noch weitere Hürden, die eine wirksamere mediale Betreuung z.B. des AstA-Druckerei-Themas erschweren: des Kanzlers Klaunereien werden im Stillen und Leisen gebastelt, Anfagen neugieriger Journalisten weicht die Universitätsleitung der “Freien” Universität Berlin standhaft aus, möglicherweise nach dem Motto “das wird schon wieder aufhören, das beruhigt sich bestimmt, nur noch ein bißchen abwarten”. Worum geht´s. Vor Monaten informierten studentische Druck- und Webmedien über des Kanzlerbüros wirtschaftlich-kreative Anwandlungen und Sonderpläne für das Druckereigebäude des FU-AStA.

Der Kanzler – Peter Lange, seines Zeichens früherer Spezialist für “ökonomische Kreativität” bei der Projektwerkstatt GmbH (Zwischenruf von Faules Flußpferd: nicht mit anderen Projektwerkstätten vergleichen!) und seit 2000 Drachentöter-Kanzler an der FU, suchte sich ein Projekt, dessen Lobby seiner Meinung nach unschlagbar und in der Lage sein müßte, das Druckereimonster ganz zu erledigen.  Mit vereinter Mamikraft müßte sich die Mordsmaschine doch alle machen lassen. Daß aber vielleicht sogar Muttis (studentische wie unterbezahlt Angestellte) nicht ganz verstehen wollen müssen, weshalb unnötig Kohle in einen teuren und zudem vermeidbaren Umbau gesteckt werden soll, wenn nebenan ein geeigneter Raum für die dachsuchende zweite KiTa angeboten wird – genau dies wäre eigentlich die Vermittlungsaufgabe einer Zeitung, die wenigstens gelegentlich was auf sich halten will. Auch vielleicht nebenbei die Klärung, woher die Schwerhörigkeit Alternativangeboten gegenüber so kommt. Des Kanzlers Büro schaltet derzeit jedenfalls auf Anrufbeantworter, der Job muß hart sein.

Der Leser möge also getrost zu einer der beiden Newspaper-Adressen tippspazieren und sehen, was ihm das Maschinchen der “verläßlichen Medienquellen” ausspuckt: unter uns, bißchen dürftig, das dortige Themen-Arrangement. Gammelt ein wenig, da liegt schon leichter Schimmel auf dem Ergebnisdatum. Es gibt also Neues, in Relation zum Stand der Dinge der digitalen Stadtnewspapers auf jeden Fall. Solange jedoch Journalisten in Redaktionen glauben, daß es reicht, daß die Redaktion bescheid weiß und mit der Information ihrer Leserschaft auf “Brennende Hot News und mindestens 20 Tote” analog zur Erwartungshaltung einiger Spezialisten-Nachrichtenredaktionen wartet, wird der neugierige und wissenshungrige Leser weiterhin im Duschtern tappen.



Foto: Anna Panek

Lange lange her: Kanzler stellt sich studentischer Kritik am 28.6.2007. Heute hüllt sich das Kanzlerbüro in hallendes, echovolles Schweigen.

edit: ein Hinweis auf diesen Beitrag erschien am 6.3.09 um 13:18h  auf http://de.indymedia.org/2009/03/243362.shtml

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wir erlauben uns an dieser stelle, eine jüngst auf der o.g. indymedia-bildung-seite “entbrannte” miniatur-“diskussion” aufzugreifen und ergänzen einige uns als fehlend erscheinende begriffe wie folgt:

“…ans schwanger werden oder schwängern in so nem saftladen. …es gibt geeignetere räume und auch noch umsonst für das KiTa-Projekt

im übrigen sind wir, was die “zu versteckenden” und “nicht zu versteckenden” ergänzungen und kommentare auf der o.a. indyseite betrifft, anderer meinung als der indy-moderator der heutigen nachtschicht und bleiben bei der ansicht der spätschicht von 20 Uhr:


indyarchiv-undweitergehts2

Written by teeater

March 6, 2009 at 11:52 am

Formulardisfunktionen und verschwindende Anzeigen

with 6 comments

Eine auffällige kaputte Kommentarfunktion unter thematisch spannendem Beitrag in der taz vom 28. Februar 2009 macht doppelt Sorgen.

Beitrag von Faules Flußpferd.

Erfreut konnte am Morgen vor der Anti-Thor-Steinar-Demonstration am 28. Februar 2009 im Berliner Kiez Friedrichshain eine die nur wenige Haltestellen entfernt liegende Redaktion der tageszeitung taz einen seltenen Fall polizeilicher Abkehr vom üblichen Gruppenbildungs- und -hörigkeitsverhalten mitteilen: “Polizisten zeigen Kollegen an. Polizeibeamte erstatten Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung – gegen die eigenen Kollegen. Eine ungewöhnliche Meldung: “Polizeibeamte zeigten Polizeibeamte an”, ließ die Polizei die Redaktionen am Freitag wissen. Die Täter in den eigenen Reihen – so etwas veröffentlicht die Behörde von sich aus sonst selten.” teilte der Beitrag von SVE in der taz am Samstagmorgen mit.  siehe hier.

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Foto: Anna Panek

Ob sich diese Beiden mal gegenseitig der rechtlich zweifelhaften Filmerei auf Demonstrationen anzeigen würden?

Bereits am Tag des Erscheinens wurde die Taz-Redaktion über die 30JahreTaz-Bloqseite in einem ersten Hinweis darauf aufmerksam gemacht, daß der Beitrag von SVE eine – zu diesem Zeitpunkt noch für eine bloße kleine digitale Fehlleistung eines Online-Redaktionsmitglieds gehaltene – Disfunktion aufweist. Wer als Leser versuchte, ein Kommentar unter dem Beitrag zu setzen, mußte feststellen, daß der Klick auf das entsprechende Eingabewort nicht, wie üblich, das normale Kommentarformular öffnet, sondern schlicht – wie eine Seite, die sich bei just diesem Thema nicht mit ihren Lesern unterhalten will (was eine für die taz ungewöhnliche Streumediumverhaltensweise wäre) zur – reinen Artikelübersicht der Berlin-Ausgabe verlinkt: Zum “Nur Lesen ausschließlich”. Die Fehlverlinkung fiel auf. wiederholung: quellenlink. führt zum hier beschriebenen taz-beitrag mit der kaputtgemachten kommentarfunktion.

wikinews030.

Der Hinweis verschwand zunächst aus dem 30jahre-taz-bloq.  Ungewöhnlich, denn der Bloq zeigt normalerweise sehr wohl dialogische Qualitäten [Beispiellinks - Antwortfähigkeit auf Leseranfragen. Beispiellink1: McKinsey-Beitrag1 McKinsey-Beitrag2 Beispiellink3: Studis und der Tazkongreß].

Um sicherzustellen, daß es sich bei der Löschung nicht um ein Versehen gehandelt hat, wurde das Hinweiskommentar – bei erstem wie beim zweiten Male mit deutlichem Titel, der das wort “Polizei” enthielt – gesetzt. Seltsamerweise verschwand auch der zweite Eintrag hierzu ungewöhnlich rasch – ist sein Titel aufgefallen und vor allem: wem? Wer alles in – und vor allem wer auch außerhalb der Redaktion hat Zugang zum Bloq, wer ist löschbefugt? Wie sicher ist der Bloq vor Eingriffen von außen? Die Löschungen scheinen gezielt gewesen zu sein, jedenfalls fiel das zuvor seltene Löschen gerade bei dieser Thematik / Titelgebung ins Auge.

Die ersten drei Einträge – allesamt ausschließlich Hinweise auf die gebrochene Kommentarfunktion – (der dritte von Wikibildung beobachtete Eintrag trug den Titel “studi, der was ab und an die taz liest”) wurden noch nicht digital-grafisch dokumentiert.

Die Wikibilung-Dokumentation begann erst beim vierten Eintrag, er ist im 30jahretaz-bloq a, 4.3. noch zu sehen. Sollte der Eintrag verschwinden, werden an dieser Stelle die snapshots des Eintrags hochgeladen.

Absatz zu:

Kommentarfunktion am 3.3. immer noch außer Kraft gesetzt. Alle anderen Artikelkommentar-formulare funktionieren wie immer. Der kaputte Link lautet http://www.taz.de/#skpagecommentform und verlinkt nur zur Übersicht von Berlin-artikeln - allerdings zur berlin-übersicht für ? Bildungsinteressierte oder so, jedenfalls sind auf der seite die Freßthemen  vom 3.3.09 anders geordnet. ”’DIE VERLINKUNG ZU EINER ARTIKELÜBERSICHT NACH DEM KLICK AUF “kommentieren” IST DENKBAR UNGEWÖHNLICH UND AB SO LUT UN TYPISCH.”’ wikinews 030.

Stand der Thematik am 4.3.2009, 14:05: noch immer ist die Kommentarfunktion unter dem genannten Beitrag - wh link zum tazbeitrag ‘polizisten zeigen polizisten an’, orig.titel ‘polizisten zeigen kollegen an’] - außer Betrieb.

Selbst nach Zustellung eines deutlichen Hinweises auf die Disfunktion der Kommentarfunktion mit eindeutigem Link durch einen befreundeten (eher  nur bekannten. entfernt bekannten.) Briefkasten am 4.3. direkt an die Berlinredaktion der Taz – bleibt die Kommentarfunktion selbst am 5.3. (Stand 8:18h) außer Betrieb.

Werbehinweis thematisch akkurat an dieser Stelle: Kommende Anti-Thor-Steinar-Demo in Berlin: 7.3.2009, 14h/2 p.m. S Warschauer Straße. PS.: Die Plakate in der Baiz kommen an – aber wo bleiben die, die das Morgenrot beliefern sollten?

link zum demoaufruf [de.indy]

ein hinweis auf diesen beitrag erschien auf de.indy am 5.4.09 um 9:45h

both last links will stay visible as long as article stays visible, otherwise the demo-infolink will be re-directed to a newspaper or a wikibildung-page.

nebenbei bemerkt könnte der nachrichtenwert – derzeit 10:30 a.m. am 5-3.09 über die kommentarfunktion von de.indy angefragt und dort beantwortet – könnte dieser angefragte nachrichtenwert sogar höher sein als vermutet: schließlich ist die online-taz auch ein bißchen überregional anklickbar.

Written by teeater

March 5, 2009 at 7:37 am

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