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Vor-Ort-Bericht (LaGeSo)

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Anna Panek für wn030

Ich war heute vor Ort*, um mir die aktuelle Situation selbst anzusehen. Dass vor einer Woche Wasser auch in Form richtiger Spritzfontänen herangeschafft wurde, ist bei den Temperaturen sehr gut, habe ich heute nicht gesehen (33 Grad laut Google Wetter), allerdings kann ich auch nicht bestätigen, dass es generellen Wassermangel gibt: es gibt den einen zentralen Wasserhahn in der Mitte und wenige Meter entfernt einen zweiten (wenn man vor dem Eingang steht, mit dem zentralen Wasserhahn im Rücken, ist der zweite Wasserhahn rechts davon). Es gab keine Schlangen vor dem Wasserhahn, zumindest heute. Toiletten sind da, waren in den Gesprächen mit den Wartenden vor Ort nicht deren zentrales Problem. Die Helfer von “Moabit hilft” konnten heute offensichtlich ungestört Essen austeilen (hat mir zumindest einer der Helfer bestätigt). Sie werden zwar getrietzt (Hände desinfizieren, Handschuhe), aber sie mussten keine Spenden wegwerfen, das hat der Helfer, mit dem ich gesprochen habe, verneint. Geschmiert wird in einem Catering-Wagen, der heute dort gestanden hat.

Was dagegen absolutes Problem weiterhin ist, ist die Unterbringung der Leute. Es gibt weiterhin viele Menschen, die nicht wissen, wo sie die Nacht verbringen werden. Es gibt Zelte, die lieblos aufgestellt wurden – Mehrpersonenzelte direkt auf dem sandigen Boden. Nur das flatternde Dach über dem Kopf und einen überquellenden Mülleimer, sonst nichts (die Helfer mühen sich, den Müll wegzuräumen, weit erschreckender finde ich aber die Zelte selbst: sandiger Boden. Das war’s). Wenn kurz eine Brise auffrischte, fühlte man sich in den kleinen Sandstürmen wie mitten in der Sahara (ernsthaft: die stehende Hitze, dazu der Wind, der den kargen Boden aufwühlt – das ist höchstens für Leute schön, die den afrikanischen Kontinent nur aus dem Urlaub kennen). Einige Menschen übernachten im Park gegenüber.

Ein weiteres Problem ist das Absageverhalten des Amtes selbst – einer meiner Gesprächspartner war ein Jugendlicher aus Palästina. Er ist ohne Familie. Er hat in einem Gebiet gelebt, in dem eine Terrorzelle saß (der Mensch sprach arabisch, ein anderer Wartender, der etwas Englisch sprach, vermittelte – daher weiß ich nicht, ob Al Qaida als Allgemeinbezeichnung verwendet wurde oder ob es ein Zweig von Al Qaida war) – jedenfalls wurde das Gebiet aufgrund der Terrorzelle bombardiert, er hatte das Pech gehabt, dort gelebt zu haben. Kein Ort zum Leben, keine Familie. Vom Amt hat er eine Mitteilung erhalten, in einem Monat “zurück” zu müssen. Wohin, weiß er nicht. Ihm wurde weder ein Sprachkurs angeboten, damit er sich verständigen kann (ich habe ihn gefragt, ob er das, was er erlebt hat, in das Antragsformular geschrieben hat, darauf folgte eine Unterhaltung zwischen dem etwas Englisch sprechenden Menschen und ihm – die Antwort erreichte mich leider nicht mehr), noch eine Berufsausbildung – gar nichts! Es kann gut sein, dass er das Formular ausführlich ausgefüllt hat und das Amt trotzdem eine Ablehnung erteilt hat, es kann auch sein, dass die Sprachbarriere für das Problem gesorgt hat: wie auch immer – ich fand diese Begegnung am heutigen Tage am schockierendsten. Wenn man sich vorstellt, einen wie weiten Weg der junge Mensch hierher zurückgelegt hat.. und jetzt soll er laut Amt einfach “zurück”. Wohin?

Ein anderer Gesprächspartner war ein syrischer Journalist. (Ich habe seinen Presseausweis gesehen.) Fotoberichterstattung und er bestätigte, dass er auch aus Kriegsgebieten berichtet hat. Arabischer Presseausweis. Noch kein E-Mail-Konto. Noch keine Englischkenntnisse. Man kann ihm nur Daumen drücken, dass sein Fall grünes Licht bekommt.

Ein anderer aus der Gruppe hatte zwar Sorgen, von einem Hund zu sehr berührt zu werden (sein Bekannter erklärte, wegen muslimischem Glauben), hatte mir aber ein Bild von einem Designerkleid gezeigt, das zu seinen Entwürfen gehört: wie für Conchita Wurst gemacht! Also ganz so muslimisch offensichtlich auch nicht drauf, für den suche ich aktuell nach Kontakten. Ob es klappt, weiß ich nicht, aber ich habe die Bilder via E-Mail mittlerweile erhalten. (wn030: die Bilder des arabisch und englisch sprechenden Designers stellen wir hier rein, falls einer unserer Leser ein Label hat hier in Berlin oder bei einem arbeitet und ihn gerne bei sich hätte, meldet euch via Kommentarfeld dieser Seite mit Angabe eurer Kontakttelefonnummer und vor allem eurer E-Mail-Adresse, wir vermitteln. Der Versuch, im weiteren E-Mail-Kontakt genau zu trennen zwischen Kleidermodellen, die seine eigenen originellen Entwürfe sind und Kleidermodellen, an denen er mitgearbeitet hat, scheiterte an der Sprachbarriere. Falls sich ein interessiertes Label findet, ist es sicher hilfreich, wenn dort arabisch sprechende Mitarbeiter eingestellt sind, solange der Designer andere Sprachen noch nicht sicher beherrscht).

Design by Sireescom

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Am meisten umgehauen hatte mich ein russisch sprechender Jugendlicher, der, als ich die lockere Gruppe, mit der ich gesprochen hatte, verließ, mir einen Koffer in die Hand drückte. Ich schüttelte mit dem Kopf, dass ich ihn nicht bezahlen kann, aber er sagte “podarunek” (“Geschenk” auf Polnisch, wie Russisch eine slawische Sprache). Und betonte, dass es sich um ein russisches Fabrikat handelt. Also zog ich, dankbar, mit einem echt russischen Koffer von dannen. Ich weiß nicht, ob er mit Blick auf mein Hängetäschchen (das, zugegeben, dringend mal wieder einen Waschmaschinenwaschgang gebrauchen könnte) oder mit Blick auf meine Stoff-Einkaufstüte sich gesagt hat, dass ich den jetzt leeren Koffer wohl mehr brauchen kann als er selber… (vielleicht war mal Proviant dringewesen, oder, was ich am meisten hoffe: vielleicht hat er von den Spenden einen besseren erhalten und brauchte ihn nicht mehr) – jedenfalls war ich bei der Geste sprachlos. Sprachlos auch, weil sie so stellvertretend ist für die gesamte Situation: diese Menschen haben so viel zu geben. – Und wie geht man mit ihnen um…

(Freitag, 14. August 2015, nach einem Besuch vor Ort am heutigen Nachmittag)

*Die Abkürzung LaGeSo steht für “Landesamt für Gesundheit und Soziales” es handelt sich um die Zentrale Annahmestelle für Asylbewerber, Ort ist Berlin.

(Update: Laut Morgenpost vom 14.8. – siehe Pressespiegel – ist die Zahl der in Karlshorst untergebrachten Asylbewerber am 14. August auf 1000 angestiegen. Aufgrund der Unterbringungsnotlage wurde selbentags schließlich doch das zuvor zugesagte, leerstehende Rathaus Wilmersdorf als Notunterkunft eingerichtet. Ursprünglich war die Eröffnung dieser Unterkunft erst für Ende August geplant gewesen)

abstand

zur

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denn

das

wordpress-werbefeld

hat mit uns, wn030

nichts

zu

tun

Written by wn030

August 14, 2015 at 4:44 pm

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(via AFP) IWH: Deutschland hat bereits 100 Mrd. EUR an der Griechenland-Krise verdient

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Wie die Nachrichtenagentur AFP am 10. August 2015 berichtet, hat Deutschland an der Krise in Griechenland bereits 100 Mrd. EUR verdient.

Berufen wird sich dabei auf eine Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Noch selbentags berichtet auch die tagesschau der ARD über die Ergebnisse der Studie.

Die Studie (“Germany’s Benefit from the Greek Crisis”, vom selben Tag, 10. August 2015) ist hier abrufbar.

Der Text der die Berichte auslösenden Pressemitteilung des IWH vom 10. August ist in deutscher Sprache hier zu finden. Darin schreibt das Institut: “Der ausgeglichene Haushalt in Deutschland ist zu einem großen Teil auf Zinseinsparungen aufgrund der Schuldenkrise zurückzuführen. Berechnungen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zeigen, dass sich aus der Krise zwischen 2010 und heute Einsparungen für den deutschen Haushalt von rund 100 Mrd. Euro (mehr als 3% des Bruttoinlandsprodukts, BIP) ergaben, die sich zumindest zum Teil direkt auf die Griechenlandkrise zurückführen lassen. Diese Einsparungen übertreffen die Kosten der Krise – selbst dann, wenn Griechenland seine Schulden komplett nicht bedienen würde. Deutschland hat also in jedem Fall von der Griechenlandkrise profitiert.” (Hervorhebung wn030)

Weitere Medienberichte dazu: die Zeit ist am 10.8. bereits um halb drei nachmittags mit dem Thema online: Deutschland profitiert selbst bei Griechenland-Pleite – “Schlechte Nachrichten in Griechenland waren gute Nachrichten in Deutschland”: Laut einer Studie hat Deutschland in der Eurokrise bislang 100 Milliarden Euro gespart. (die Zeit wiederum hatte es via dpa)

(Nebenbei: Bereits am 16. Juli 2015 hat die Süddeutsche Zeitung berichtet, wie Deutschland an der Krise verdient. Bezuggenommen wurde dort auf das Berechnungsergebnis des Institus für Weltwirtschaft (IfW). Die Differenz ist spannend. Während das Kieler IfW 160 Mrd. bis 2030 sieht, kommt Halle auf konretere Werte: 100 Mrd. in 5 Jahren, von 2010 bis 2015.)

Über das Ergebnis der Berechnung des IWH in Halle berichtet auch das Handelsblatt am 10.08 (Handelsblatt lief via dpa): Griechenland: Deutschland ist der große Krisengewinner – “…Von 2010 bis heute habe der deutsche Fiskus wegen der durch die Krise gesunkenen Zinslasten mehr als 100 Milliarden Euro gespart, heißt es in der am Montag veröffentlichten Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle. Dies seien mehr als die rund 90 Milliarden Euro, die Griechenland Deutschland direkt und indirekt zum Beispiel über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) schulde. „Diese Einsparungen übertreffen die Kosten der Krise – selbst dann, wenn Griechenland seine Schulden komplett nicht bedienen würde“, heißt es in einer Mitteilung des Leibniz-Instituts. „Deutschland hat also in jedem Fall von der Griechenlandkrise profitiert.“ (Hervorhebung wn030)

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einkünften

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nichts

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tun.

Written by wn030

August 12, 2015 at 11:58 am

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Aufnahmenothilfe #LaGeSo

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Folgende Sammlung basiert bis zum einschließlich 7. August 2015 auf den unter Punkt 6 in diesem Pad gesammelten Links. Das Pad gibt darüber hinaus Auskunft zu Beratungsstellen für Flüchtlinge, Anlaufstellen für Spenden und tatkräftige Unterstützung. Übernahme der Presselinks wurde durch einen kurzen Ausfall des Pads erforderlich (8. August).

22. Juni 2015
Dienstag, 28. Juli
 
Dienstag, 4. August:
 
Donnerstag, 6. August:
 
Freitag, 7. August:      

Samstag, 8. August 2015

Sonntag, 9. August 2015

Montag, 10. August 2015

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11.8 und 12.8 wurden (außer dem Vermerk, dass am 11.8. der Senat sein neues Flüchtlingskonzept vorgestellt hat) bei uns kurzzeitig ausgelassen, da einerseits die Thematik zwischenzeitlich auch durch weitere öff-rechtliche Kanäle ging (Erwähnung der Situation am Lageso u.a. in den ARD-Tagesthemen), es andererseits eine weitere Presseberichtesammlung gibt, die diesen Zeitraum abdeckt und insgesamt die Situation sich temporär zu normalisieren schien. Allerdings hört man am 13.8 wieder andere Töne:
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Donnerstag, 13. August 2015

Freitag, 14. August 2015

  • hier ausnahmeweise kein Medienlink, sondern die Beschreibung eines Helfers (Blogeintrag vom 12. August 2015): Wie ich das Flüchtlingsdrama am LAGeSo in Berlin erlebt habe – “… Wir sind schon etwa acht Stunden auf dem Platz, als ein einzelner Mann mit rosa T-Shirt ziellos durch die Gegend irrt. “Do you need help?”, fragen wir ihn. Er nickt und zeigt uns den Infozettel, den er vom Amt bekommen hat. Er habe alle Hostels auf der Liste mit Mühe und Not gefunden, keines wollte ihn aufnehmen. (Eine Problematik, die gerade viele trifft.) Seit Tagen wohne er auf dem Gelände des LAGeSo, er sei verzweifelt, er wolle doch nur irgendwo schlafen. “Please help me”, fleht er uns an. Wir wissen: Auf dem Gelände ist offiziell schon Feierabend, wir werden vielleicht nicht mehr viel erreichen können, aber diesen Mann bringen wir heute Nacht irgendwo unter. Und wenn wir ihn selbst mit nach Hause nehmen. Er fragt mich nach meinem Namen. „Jule, Jule, Jule“, übt er flüsternd, als wäre es ihm wichtig, dass er den Namen einer Person kennt, die hier lebt. Irgendeinen. Jamil kommt aus Pakistan und spricht ein wenig Englisch, das hilft. Geduldig folgt er uns über das Gelände. …”
  • Charlott Tornow (auf mitvergnuegen.com): Eine Hilfsorganisation übernimmt die Betreuung der Flüchtlinge in Moabit (… Dabei wurde folgende Einigung errungen: 1) ab Montag wird eine Hilfsorganisation die organisatorische Leitung übernehmen, 2) für eine angemessene ärztliche Vollversorgung (die bisher vom Deutschen Roten Kreuz mit ein paar Helfern abgedeckt wurde) wird ab Freitag, spätestens Montag gesorgt, 3) es wird eine Fläche vorbereitet, auf der große Zelte stehen werden, um die wartenden Menschen auch vor Unwetter zu schützen, 4) es werden neue Unterkünfte erschlossen – Ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er zu spät kommt. Henniges schreibt in ihrem Post, dass sie am Ende ihrer Kräfte sei. Die Initiative könne die Organisation nicht mehr leisten, “da wir eine Privatisierung der humanitären Hilfe ablehnen und dazu nach dieser Woche so heftig an unsere körperlichen und emotionalen Grenzen stoßen, dass es langsam untragbar wird und natürlich keiner für immer ein Ehrenamt in der Form ausüben kann.” …)
  • Und inmitten der Bemühungen, Hilfe zu leisten, selbige neu zu organisieren und die SItuation für die Flüchtlinge zu verbessern, hat DeMaizière nichts besseres zu tun, als geistige Brandstiftung zu betreiben (Beitrag in der Zeit am 14. August 2015 zu Maizières Aussage, die Leistungen für Asylsuchende zu “überprüfen”. Wir haben Beitrag und eine Auswahl an Kommentaren hierzu unten im Kommentarbereich verlinkt)
  • Für uns (wn030) hat Anna Panek am heutigen Freitag einen Vor-Ort-Bericht verfasst (“…Was dagegen absolutes Problem weiterhin ist, ist die Unterbringung der Leute. Es gibt weiterhin viele Menschen, die nicht wissen, wo sie die Nacht verbringen werden. Es gibt Zelte, die lieblos aufgestellt wurden – Mehrpersonenzelte direkt auf dem sandigen Boden. …”)
  • taz: Aufnahmestelle für Flüchtlinge in Berlin / Ultimatum von Initiative ist erfolgreich – Vor der Erstaufnahmestelle in Moabit darf weiter Essen verteilt werden. Ab Montag sollen auch Ärzte vor Ort sein. Neue Unterkünfte werden dringend gesucht.
  • Tagesspiegel: Flüchtlinge vor dem Lageso Aus Syrien geflüchtet, obdachlos in Berlin – Ibrahim Atwan hat seine Familie aus Syrien über die Türkei und den Balkan bis nach Berlin geführt. Statt Schutz fanden sie Bürokratie. Sie müssen im Park schlafen
  • und man erfährt an diesem Tag auch weitere Details zum Rathaus: Morgenpost: Lage am Lageso verbessert – Ex-Rathaus als Notunterkunft (“…Deshalb wurde am Abend wesentlicher schneller als erwartet das Rathaus Wilmersdorf als Notunterkunft eröffnet, wie eine Sprecherin der Sozialverwaltung mitteilte. Berlin wolle allen Flüchtlingen eine Unterkunft bieten. Die Notunterkunft Karlshorst ist inzwischen mit fast 1000 Flüchtlingen voll belegt. Ursprünglich sollte das Rathaus Wilmersdorf erst Ende August als Flüchtlingsunterkunft eröffnet werden. …”)
  • Fotos vom Umbau des leestehenden Rathauses Wilmersdorf zur Notunterkunft vom 14. August gibt es auf demotix (von Florian Boillot) — (Nebenbei – zur Eröffnung der Unterkunft hier ein Beispiel-Kommentar betr. Schlüsselübergabe)
  • ebenfalls am 14. August wurde die Pressemitteilung des Bezirksamtes Lichtenberg veröffentlicht, in der um einen offenen und vorurteilsfreien Umgang bei Alltagsbegegnungen mit den in der Unterkunft Karlshorst untergebrachten Menschen gebeten wird.

Sonntag, 16. August 2015

Montag, 17. August 2015

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.————– (layout muss soweit reichen. schliff heute abend.) 
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etwas
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mehr
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abstand
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zur
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werbung
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von . wordpress

Written by wn030

August 8, 2015 at 12:44 pm

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Geheimdemokratie

with 2 comments

(wn030-2)

An den Menschen im Hinterzimmer.

Stellen Sie sich vor, Sie sind gewählt und sollen ein Dokument einsehen, von dem Sie wissen, dass es völkerrechtlichen Charakter hat.

Und stellen Sie sich -dann- vor, das Dokument, von dem Sie, da Sie gewählt sind, wissen, dass es ein öffentliches Dokument zu sein hat, Ihnen in diesem Geheim-Hinterzimmer, aber nur zur kurzen Einsicht präsentiert wird und nicht nur das…

Wenn Sie sich hier erst fragen, warum Sie dabei mitgemacht haben, ist es dann nicht etwas spät? Mann oder Frau, Sie sind gewählt worden. Das ist ein Vertrauensvorschuss auf Zeit – um auszuführen, was Wähler Ihnen mitgeben. Wie wollen Sie das machen, wenn die Wähler im Dunkeln gehalten werden sollen? Für wen soll denn das Gesetz gelten zukünftig, für Sie persönlich, nur für Ihren Namen? Wahrscheinlich, denn nur dann würde das Sinn machen, dass Sie hier im Hinterzimmer stehen. Wenn es auch für andere gelten soll – dann gehört es auf die Tische dieser “anderen”.

Nein, wir machen nicht nur Kreuzchen. Das haben wir eigentlich noch nie gemacht.

Wenn Ihre Anwesenheit in diesem Hinterzimmer also eine höchstens privater, kein demokratischer Vorgang ist – eine Demokratie, die sich selbst deinstalliert… so wehrlos deinstallieren lässt… hat dieser Kontinent davon nicht eigentlich schon genug in seiner Geschichte, brauchen wir das unbedingt noch einmal?

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hier

kommen

wieder

die

paar

zusatzsätze

in

das

sogenannte

kommentarfeld

Written by wn030

August 7, 2015 at 8:56 pm

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Heul doch.

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Es gibt eine interessante Aufnahme aus noch unverblichener Zeit. Durchaus frisch, wenn man nicht gerade an einem Nachrichtenagenturtickerschreibtisch den Kaffee auffüllen muss. Durchaus frisch.

Da steht eine Tuss vor einem jungen Mädchen, die ihr etwas zu verstehen geben will.

Die Tuss sagt nur “ooooh.”

Dazu sage ich, wenn das einer der “Drachen” von früher gesehen hätte, vor viel viel verblichenererererer Zeit, der hätte wohl gesagt: “Also weeßte, Kleene… wenn ich das gewusst hätte, dass Du später solche Bilder liefern wirst, hätte ich Dich dem “Drachenjäger” gleich hinterhergeschickt. “Merkel ausgebürgert!” – so tolle Schlagzeilen wie bei dem hätte es bei Dir nicht gegeben, weil sich niemand einen Kehricht gekümmert hätte um so eine Unbekannt, aber “ausgebürgert!” hätte man dann gerne brüllen dürfen.

“Sowas kommt von sowas!” brüllt aber gerade jemand dazwischen. “Studienplätze rar machen? Ist doch klar, dass solche “Heul doch”-Tanten dann bald die Einzigen sind, die studieren dürfen. Die Idee war doch eigentlich etwas anders. Ursprünglich sollte unter euch Drachen nicht mehr die Klassenzugehörigkeit das sein, was über einen Studienplatz entscheidet. Studium sollte nicht mehr eine Klassenfrage sein, und dann? Dann durfte man plötzlich nur noch Abi machen, wenn man brave Knicks machte. Waffentraining, Maiparaden und Knicks. Jetzt macht die die halt bis heute, ihre Knicks, an ihrem abhörsicheren Handy, Waffentraining macht sie immer noch brav, Paraden macht die auch bis heute gerne, und wenn Schengen dafür zusammenbrechen muss, soll es doch, hauptsache Parade. Elite auf Brücken vor Kameras. Und zu einem Mädchen, die ihr etwas vermitteln will, sagt die “heul doch”.”

“Ich finde das krass” – sagt noch jemand anderes aus der Zuschauermenge, scheint jemand zu sein, der von dem oberen Gespräch gar nichts mitbekommen hatte, vertieft in die Aufnahme und die Augenbrauen bis zum Pony. “Krass! Krass finde ich das. Die “Rechte der Frauen” – auch Emanzipation angeblich und Bildung und so – schreiben die das nicht auf die Fahnen ihres aktuellen allerheiligsten Krieges? Oder habe ich da was falsch verstanden? Da wendet sich eine junge Frau an eine ehemalige Physik-Studentin und sagt ihr, sie möchte das auch. Und dann schickt die Tuss mit den Fahnen und den Kriegswerbeparolen die weg, weil – was interessiert mich die? “Oh wie süß. Heul doch.”? Krass! Selten so einen Augenblick gesehen, der so offensichtlich bloßlegt, wie nackich die Saunatuss in Wirklichkeit in der Öffentlichkeit rumläuft.”

“Naja, Physik” – sagt noch eine aus der Menge. “Ich sag mal so: wundert dich das?”

“Ja” – antwortet die mit den Augenbrauen bis zum Pony. “Ja, weil ich eigentlich erwartet hätte, dass die in Physik wenigstens etwas Mathe auffrischen zwischendurch. Dabei müsste die doch ausrechnen können (hätte man zumindest bei ihrem Studiengang erwartet), was genau da zusammenkommt, wenn man Firmen Staaten anklagen lässt, weil denen die Gesetzgebung nicht passt. Die denkt sich vielleicht – ist doch prima, weil alleine kommen wir mit den ganzen Antiatomleuten nicht klar, so aber bekommt man etwas Seitenfeuer. Und dabei…” – wedelt mit einem karierten Blatt mit vielen Rechnungen drauf, spannende Zahlen. “Ich habe wirklich gedacht, dass die in Physik etwas Mathe auffrischen. Ist aber entweder nicht der Fall oder die hat ihr Studium eigentlich doch eher – verpennt. Beweise dafür liefert sie ja gerade so ein bisschen.”

“Naja also Mathe ist bei uns schon dabei”, sagt eine Physikstudentin. “Ich kann mir das auch nicht erklären.”

“Die reitet das Land in die Totalpleite – bewusst, weil dass sie das nicht mitkriegt, lass ich mir nicht weißmachen. Die kann nicht rechnen, aber sonst auch keiner, in dem ganzen Gebäude? Wenn die Nachbarn mit dran glauben müssen – wen schert’s. Und dann wird den Leuten via Kai D. verklickert, dass daran so Leute schuld sind wie die Studentin, die studieren will. Und was ist, wenn ich mir das so anhöre und ansehe und sage, dass ich dem jungen Mädchen bessere Rechenfähigkeiten zutraue als der Saunatuss?”

“Naja, also da wirst Du keine Gegenrede hören, das ist ja nun nich gerade schwer, daher noch keine Leistung.”

“Ich lache später. Jetzt schaue ich mir erstmal in Zeitlupe an, wie die Saunatuss dem Mädchen die Imma zerreißt, ich finde das so krass…”

“Hinterher hat die natürlich keiner gewählt…”

“Niemand hatte die Absicht…”

et

was

ab

stand

zu

den

werbe

flächen

mit

denen

wir

nichts

zu

tun

haben

Written by wn030

August 6, 2015 at 6:13 pm

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Kommentarheinis

with 3 comments

Momente, in denen ich mich zurücklehne und denke: “UFOs MÜSSEN schon erfunden sein. MÜSSEN. Ich starre doch gerade auf den Beweis vor meinem Riesenriecher.”

Momente, wie dieser. Da macht Ralph Boes (Grundeinkommenthema) eine Aktion vor dem Adlon, um Leuten, die gerne Sarrazins Kochtipps weitergeben, mal vorzuleben, wie das genau funktioniert mit den Möhrchen und dem Körnchen Reis dazu, und dem halben zweiten Körnchen noch für morgen – und was finde ich in den Kommentaren? Einen UFO-Nachweis.

Mal ehrlich, wenn Sie Spinner zusammensuchen sollen, die unter ein Thema über Ralph sich was zusammenspintisieren, damit morgen ein Mob von Leuten den Ralph mit Mistgabeln durch die Straßen jagt, dann GEHT das weder via Pedale, noch mit Verbrennungsmotor, noch mit den Öffentlichen, auch ein Bahn-Ticket hilft da nicht weiter, sie müssen dafür WEIT, WEIT WEG.

Um dann so ein Kommentarheini-Stilzchen wie “Luci” zu “Oscar”s Eintrag noch in diesem Jahrhundert in die Tastatur unter das Ralph-Thema tippen zu lassen, MÜSSEN Sie ein UFO haben. Ergo: Beweis ist da, das UFO ist erfunden.

Da fühlt sich also eine Nase “staatenlos”. Was denkt sich dazu eigentlich einer, der gerade bei den Temperaturen draußen das Glück hat, einen kühlen Schreibtisch-Job zu haben und auf dessen blauem Hemd (überraschenderweise schon wieder ohne Namenschildchen…) das Wort “Polizei” zu lesen ist? Wenn so einer, bei dem gerade nicht viel Durchgangsverkehr ist, im Netz spazieren geht und über “Lutschi” stolpert. Und sich das so durchliest… (hat jemand einen Pappkarton? wir brauchen eine Sprechblase über “Polizei” am Schreibtisch).

SPRECHBLASE: “Hm. Ich bin “staatenlos” seit 2010? Was soll ich mir dabei denken, soll das ein Seitenhieb sein darauf, dass jetzt an den Grenzen in der Nähe nicht mehr soviel kontrolliert wird normalerweise? Ein Vorwurf, dass mein Ausweis tatsächlich irgendwie… also zumindest auch-europäisch ist?”

ZWEITE SPRECHBLASE: “Oder doch eher Seitenhieb darauf, dass wir bei dem Schengen-Bruch den Vertrag zu brechen mitgeholfen haben?”

ERSTE SPRECHBLASE: “Kann nicht sein, wir sind etwas länger in Europa als seit 2010.” (Guck sich um: oder? Zeit vergeht manchmal schneller, als man denkt.. ist doch etwas länger als 2010, oder?)

ZWEITE SPRECHBLASE: “Der glaubt, der ist staatenlos?”

ERSTE SPRECHBLASE: “Ja, weiß nicht. Vielleicht sollten wir demnächst wirklich mal häufiger auch mal die blonderen nach ihren Ausweisen fragen. Das scheint ja ein lustiges Papierchen zu sein, was der da in der Tasche mit sich rumträgt.”

ZWEITE SPRECHBLASE: “Seit 2010.”

ERSTE SPRECHBLASE: “Lass uns das … nicht so laut…, wenn das jemand mitkriegt, glauben wieder Leute, wir werden überbezahlt. Wenn wir sowas übersehen.”

ZWEITE SPRECHBLASE: “Seit Zweitausendzehn.”

ERSTE SPRECHBLASE: “OK, also sind wir quasi gerade die letzten, die über das Thema stolpern?”

ZWEITE SPRECHBLASE: “Kann schon sein, dass ein paar Städter schon seit längerem lachen. Zweitausendzehn, das ist…”

ERSTE SPRECHBLASE: “Ein Haufen Zeit.”

ZWEITE SPRECHBLASE: “Hat wahrscheinlich die paar Groschen für die Bearbeitungsgebühr nicht gehabt und erzählt jetzt, er bekommt seinen Ausweis nicht mehr.”

ERSTE BLASE: “Luci.”

ZWEITE BLASE: “Nachname Stilzchen.”

(wn030-5)

Written by wn030

August 6, 2015 at 10:28 am

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(Yawn…) London seems to wake up. (TTIP) (Updated)

with one comment

(somesone mumbling in the background… “So alright. One such stupid story like the last one and the following link will maybe indeed vanish this time.“)(“Which actually means this post should be sent to “trash” right after the full stop of this sentence.” – “?” – “Well, because a next such stupid story like the last one will happen again. Guy seems to have trouble to find … acceptable… people to talk with, you know. I’ll keep an eye on their links. Have not much time for such bullshit actually, but … for nonazis I always manage to get a second free or even two. I’ll keep an eye on the links of those certain supporters.” – “Ferner liefen.” – “Selbe Ausrede wie auf manchen Demos. Selbstverständlich lässt sich ein Flügel umleiten, der mit der Demo nichts zu tun hat. Die versuchen sich an alles gerne dranzukleben, wo sie meinen was mit zu tun zu haben. Problematischer wird’s, wenn die Orga oder ein Teil davon auf der Leitung steht.”)

Anyway, London seems to wake up. I mean: on 29 July 2015 “Wikiliiks” finally heard about TTIP. Now What you say now. (What I say now? Wanna really hear what I say now? I say… “At least something.”)

Update: …OK, so on Aug 11th. Maybe finally “wikiliiks” will (this time seriously and really) hear about TTIP. Thumbs up, good luck. Let’s see. There should be a translator here or there who might want a reward. Or a text editor. Or a personal assistant. Or, or, or. These should be voters, too. And surprised, too, why the document on their desk was explained to them as a document being under some obscure non-disclosure-agreement while they actually should know better.

.

.

.

.

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alright

.

and

.

now

.

let’s

.

talk

.

about

.

this

.

unnecessary

.

ad

.

space

.

down

.

there.

.

I

.

don’t

.

want

.

our

.

readers

.

to

.

get

.

spamed.

Written by wn030

August 5, 2015 at 1:37 pm

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