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Wer pietscht da so im Kuckucksei? Christophers TwitterWerke oder: Des kostümierten Dödels ungewaschene Unterhosen

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(wn030) (this is still in progress, please revisit around Feb 5th)

Also, wenn Christopher sich statt auf das Ausfüllen falsch adressierter Parteimitgliedschaftsanträge auf einen für ihn passenderen Beruf konzentriert hätte, hätten einige Damen aus unserer Leserschaft sicherlich lieber in einem verrauchten Publikum gesessen und “Hosen aus!” gerufen.

Die Chance hat er nun verpasst. Und auch der Stripper-und-Stripperinnen-Schuppen am Vulkan hat sich für das Hanswürstchen mittlerweile erledigt, selbst die nehmen nicht jeden.

Bleibt die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass Christopher bis heute der Berliner Linken das Leben schwer machen darf. Weil es aber darf, sitzen einige Damen aus unserer Leserschaft im Publikum und rufen “Hosen aus”.

Dann ziehen wir doch mal an dem Reißverschluss und gucken, oder?

Der erste halbe Zentimeter enthüllt wahrlich erstaunliche Idole, die unser Christopher so hegt und pflegt. .

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Wetten, Sie denken jetzt, das ist jetzt ganz losgelöst vom Kontext und überhaupt sicher falsch verstanden?

Dann ziehen wir noch ein Stücken weiter.

chr-p-3

OK, wir können uns jetzt Ihre Antwort vorstellen: dieser Screenshot ist sicher ein Fake, das kann nicht sein… ja? Geben Sie’s zu.

Jo, oder?

Dann schauen Sie mal hier. Wir haben den Tweet für Sie aus den Tiefen der Webarchive ausgegraben. Und wenn Sie glauben, der Like kommt von jemand anderem als der Angebeteten, dann lassen Sie sich überraschen…

 

chr-p-5

Müssen wir erwähnen, wie wenig uns angesichts dieses Fans Christophers Lieblings-Nachtlektüre überrascht? Wollema es anschalte, das Nachtlämpsche?

chr-p-4

Aber – ein bloßer JF-Retweet, das ist doch langweilig. Wie wäre es, wenn man einen Link zur JF tweetet und dabei gleichzeitig Solid Baden-Württemberg kräftig eine langt?

Zu abgehoben?

Na?

chr-p-95

 

Ist der Reißverschluss etwa steckengeblieben? Kann nicht sein. Wir rucken ein bisschen und ziehen ihn ein Stückchen weiter:

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Die Front National ist für unseren lieben kleinen Christopher nichts rechtsextrem. Der einsame Herr, dem dieser Tweet gefällt, heißt übrigens Braun mit Nachnamen (Off: ihr sollt doch nicht immer so albern sein. Der heißt nunmal so…)

Aufpassen, jetzt kommen wir an die Stelle, wo sich ein Schamhaar im Reißverschluss eingeklemmt haben könnte. Und ratsch! Hier ist es:

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Dieser Tweet war am und um den 26. November eine Weile lang online. Den Tweet hat er mittlerweile gelöscht, daher können wir nur zu dem Tweet linken, der den Screen gesichert hat.

Zeitungslesern und agilen Netzsurfern dürfte die Nähe zur Optik der australischen Regierungskampagne unter Anleitung von Tony Abbott aufgefallen sein

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Ist nicht uninteressant, die Sammlung an politischen Idolen dieses Überraschungsei-“Mitglieds”, oder?

Aber… aber… wenn Sie dachten, schlimmer kann es nicht werden, dann haben Sie ihn wie auch uns unterschätzt. Diese Seite ist erst am 5. Februar fertig, wir haben eben erst  angefangen.

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Gehen wir also den nächsten halben Zentimeter an. Dort entblößt Pietsch, welches Druckerzeugnis außer der Jungen Freiheit er noch so toll findet:

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..

Werbung: um sich von diesem Tweet zu erholen, empfehlen wir etwas Aktuelles und etwas immer-noch-Aktuelles, da wäre also einerseits zum Beispiel Bildblog und andererseits etwas Lektüre für Leute, die nicht so gerne in geistigen Abgründen blättern wie dieser Kuckucks-Zwitscherer.

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Also bekommen Eltern, die ihr Kind gerade vor dem Krieg gerettet haben, ein wackeres deutsches “Nicht willkommen!” entgegengerufen:

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…denn wo kommen wir da hin, wenn man daheim uffm warmen Sofa beim Dschungelcamp-Schauen von nervigen Nachrichten gestört wird.

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In der Pause zwischen patriotischem Dschungelcampgucken, echt deutschen Tiraden gegen Asylbewerber und Antifa ist noch Platz, mal eben mit seinem “Lieblingssozi”, dem zweifellos größten TTIP-Fan der SPD zu posieren:

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Wen interessiert schon der Verlust von Arbeitnehmerrechten, die Gefährdung okölogischer Standards, undemokratisches Zustandekommen von Dokumenten in Geheimverhandlungen oder, bah, Maulkörbe für Abgeordnete, wenn man mit genau dem Lieblingssozi posieren kann, der die Kritik an TTIP für dummes hysterisches Gelaber hält?

Mit dieser Grundhaltung wird dann selbst der folgende Tweet nachvollziehbar, oder?

chr-p-93.jpg

Also merkt euch: streiken meinetwegen, wenn es sein muss, aber dann bitte so, dass es keiner merkt. Arbeitskampf ist so 2014…

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So erklären sich denn auch Christophers eigenartige Fans. Einer seiner Follower ist uns kürzlich unerwartet durch den Twitteraccount der “Heute Show” aufgefallen, als sie das streng statistische Zuschauerauswertungsergebnis von Raisa getweetet haben. Und wen finden wir unter den Accounts, denen Raisa so folgt? Richtig, Pietsch wie er pietscht und zwitschert, in direkter Nachbarschaft von Frauke Petry.

 

 

 

 

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(…this is in progress, please revisit around Feb 5th…)

Written by wn030

February 2, 2016 at 5:42 pm

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Publikative: Gensing und Steiner versenken Jahre (nicht nur ihrer eigenen) Arbeit im Orkus und alle sagen brav “danke”.

with 8 comments

(wn030)

OK, also eins vorab: wir haben wirklich versucht, uns hier so gut es ging rauszuhalten. In der Hoffnung, dass die “Jungs von nebenan” (die Leute einen Klick weiter) wieder nüchtern werden, zur Besinnung kommen, etwas Verstand tanken und uns schließlich doch News erreichen, die sich  wieder anders lesen, aber dem ist nicht so.

Und weil dem nicht so ist, geben wir nun doch unseren Senf zum besten.

Und der liest sich so:

SAGT

MAL,

HABT

IHR

SIE

NOCH

ALLE?!

 .

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Es gibt keine Begründung, die das Löschen der Inhalte weniger hirnrissig erscheinen lassen würde, als es ist. Keine Argumentklamotte dürfte den Beitrag weniger nackich machen, als er ist. Dass die Leute “von nebenan” keine Exportfunktion für ihre eigenen Beiträge (und die ihrer Gastautoren) haben sollten erscheint ebenso wenig glaubwürdig wie Behauptung, eine anständige Archivierung ließe sich nur mit einer solchen fachgerecht bewerkstelligen.

Es bleibt wie es ist: solange Hoffnungen auf die Webadresse gelegt wurden, hat man sich um seine Inhalte gekümmert. Als die Hoffnung verflog, etikettierten sich die Netznachbarn ihre eigene Arbeit zu Netzschrott um, der löschentsorgt werden kann. Wer als Leser was retten will, soll sich das gefälligst selbst abholen.

Byte für Byte wird genau mit solchen Prozessen dem Lager “AfD+” die Arbeit erleichtert. Zwei Monate später versucht ein Text, zu einem kürzlich gelesenen Publikativebeitrag zu verlinken und erlebt ein “ätsch, das hast Du nur geträumt”. Drei Monate später findet ein weiterer Netzschreiber den nunmehr kürzeren und linklosen Text und verzichtet auf einen Abschnitt in seinem eigenen. Vier Monate später…

Aber ihr kennt das ja.

Was uns erstaunt, ist die Stille. Die Gastautoren schwimmen gerne im Orkus? Alle? Das einzige, das man hört ist “danke”? Von allen? Ein Publikationsnachweis, der nur in einem Screen erscheint, der ebenso ein Fake sein könnte (da online nicht aufzufinden) – ist das dann noch einer?

Wir haben uns entschlossen, uns den “Danke”-Fähnchen nicht anzuschließen. Und fragen uns, welches Gesöff die Jungs wieder nüchtern machen könnte. Ein Mordsmocca ohne Milch und Zucker (einer, “in dem der Löffel stehen bleibt” – so nennt man den bei uns)? Oder lieber ein Kombucha, der 2 Monate reifen durfte (Zweimonatskombuchas sind eigentlich nicht genießbar, essigsauer ist nichts dagegen, eine Vierteltasse davon dürfte auch den verkatertsten Blogger wieder auf die Beine bringen).

Was ihr wollt – wir schicken euch das gerne frei Haus, Leute. Wollen dann aber auch Ergebnisse sehen. Schiffchen verkenken spielte man mal auf Papier, wisst ihr. Passt zum  Netzmedium nicht mehr so wirklich.

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Written by wn030

January 31, 2016 at 7:21 pm

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2016: weiter zu #TTIP

with 9 comments

Themenseite mit Linksammlungen Nr. 4 (zur Übersicht)

 

Kleiner Pressespiegel zur Studie “Dangerous Regulatory Duet” von Lobby Control und Corporate Europe Observatory (“Ein gefährliches regulatorisches Duett. Wie Bürokraten und Großunternehmen durch die trans­atlantische regulatorische Zusammenarbeit bei TTIP dem Gemeinwohl schaden könnten”):

Spiegel Online 18.01.2016: “Er und seine Co-Autoren von der Nichtregierungsorganisation Corporate Europe Observatory (CEO) haben sechs Fälle ausgegraben, die belegen sollen, dass längst Praxis ist, was Kritiker bei TTIP fürchten. Die Studie lag SPIEGEL ONLINE vorab exklusiv vor. … Torpediert wurde auch ein EU-Vorschlag aus dem Jahr 1997, verstärkt gegen die Ozonschicht zerstörende Stoffe vorzugehen – durch eine sogenannte Kältemittelgruppe innerhalb des TABD. Einer der Teilnehmer der Gruppe, die die später doch verbotenen Kältemittel H-FCKW und Brommethan verteidigten, sagte Jahre später einem Forscher: “Wir waren glaubwürdig, nur weil wir im TABD waren.”…”

Taz 19.1.2016 “…All das zeige, dass der in TTIP geplante „Regulierungsrat“ eine große Gefahr darstelle, warnt Kenneth Haar vom Corporate Europe Observatory (CEO). Denn damit erhielten Lobbyisten noch mehr Möglichkeiten, Umwelt- und Sozialgesetze aufzuweichen oder zu verhindern. …”

jW 22.01.2016 “…Die zusammen mit der Partnerorganisation Corporate Europe Observatory (CEO) entstandene Untersuchung blickt sowohl zurück als auch nach vorn. Bisher geschieht die wechselseitige Einflussnahme zwischen EU und USA beim Bestreben, dies- und jenseits des Atlantiks optimale Verwertungs- und Profitbedingungen zu schaffen, ohne feste Regeln. Allerdings ist es fest eingeplant, den Prozess im Rahmen des Transatlantischen Handelsabkommens (TTIP – Transatlantic Trade and Investment Partnership) zu institutionalisieren. Damit werde das Instrument »weit verbindlicher« und »damit gefährlicher«, warnen die Autoren. …”

n-tv, 19.1.2016: Eine Studie von Lobbykritikern zeigt, wie ein Interessenverband von Konzernen der US- und EU-Wirtschaft schon jetzt die Gesetzgebung in Europa beeinflusst. Im umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP soll die Praxis festgeschrieben werden. …

correctiv, 26.1.2016: Maulkorb für Abgeordnete. USA drohen mit disziplinarischen Maßnahmen, wenn TTIP-Texte durchsickern

 

 

 

 

 

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Written by wn030

January 26, 2016 at 9:55 pm

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Aktuelle Verfassung der EU #Rigaer #Rigaer94 #Berlin #Blumenkübel #nurso #EIL

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AKTUELLE VERFASSUNG DER EU

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Written by wn030

January 22, 2016 at 7:59 am

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Linksammlung zur polizeilichen “Begehung” der #Rigaer94 vom 13.1.2016

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Linksammlung in progress, Tweets werden im Kommentarbereich eingebettet

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Berliner Zeitung, 14.1.2016: “…Von der Bäckerei aus war auch zu sehen, dass am Mittwochmittag ein Kontaktbereichsbeamter angegriffen wurde, der Parkverstöße geahndet hatte. „Verprügelt wurde der nicht, eher geschubst“, sagt der Bäckerei-Inhaber….”

Vice: Schläge, Beleidigungen, Drohungen – wenn das SEK Berlin eine Hausbegehung macht

Berliner Zeitung, 15.1.2016: Polizei bricht ohne Durchsuchungsbeschluss Wohnungstüren auf

Tagesspiegel, 15.1.2016: “…Es waren keine “Neugierigen”, die in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain am Donnerstagabend mit Eisenstangen angegriffen wurden. Sondern bekannte Rechtsextremisten….”

taz, 15.1.2016: “…Oder aber es geht darum, dass hier noch ein ganz anderer Stärke zeigen will: ein Innensenator etwa, der in seiner bisherigen Amtszeit oft mit Abwesenheit glänzte und nun mit einem Knalleffekt das Wahlkampfjahr einläuten möchte.…”

Patrick Gensing: Rigaer94: Polizei hat Polizei

ND, 16.1.2016 (online am 15.1. abends): “…Thomas Neuendorf, Pressesprecher der Berliner Polizei, bestätigte auf nd-Nachfrage den Vorwurf von Bewohnern, Polizeibeamte hätten sich sehr wohl Zutritt zu Wohnungen verschafft und dafür Türen aufgebrochen, obwohl es keinen Durchsuchungsbeschluss gab. …”

tagesspiegel 15.1.2016 u.a. zur Fragestunde im Abgeordnetenhaus mit Zitaten von C. Lauer, C. Bayram und Henkels Antworten sowie mit Raktionen aus dem Internet

Tonaufnahme von der Pressekonferenz der Rigaer 94 am 14.1.2016 (“…gleichzeitig verlangten wir nach einem Durchsuchungsbeschluss, der nur mit einem Lachen quittiert wurde…”) –
Beschreibung von Körperverletzungen und Beschädigung der Einrichtung, Nennung der zwei Tonnen entwendeter Heizkohle und Hinweis darauf, dass den Bewohnern kein Beschlagnahmungsprotokoll ausgehändigt wurde

rbb-online: “…Nach Informationen des Tagesspiegel und mehrerer Bewohner hat es sich bei den dreien um Rechtsextreme gehandelt, die von den Angreifern erkannt wurden….” – “…Außerdem sei der Kohlenkeller mit zehn Tonnen Kohlen leergeräumt worden, auch alle Gasflaschen seien entweden worden….” – “…Zum Vorwurf, die Berliner Polizei gehe nicht mit gleicher Entschlossenheit gegen rechtsextremistische Übergriffe auf Aylbewerberheime vor, bemerkte Henkel, dass dies bereits geschehe.” – (Anm. wn030) dies lässt sich allerdings, mit etwas neutralem Abstand betrachtet, leider nicht bestätigen: Siehe hierzu zunächst einmal alleine die Tatsache, dass Henkel die beiden Rechtsextremen [unter anderem in der rbb-Abendschau am 14.1.2016] nicht einmal als solche klar benannt hat, obwohl gerade die Polizei über die nicht unbekannten “Besucher” informiert hätte sein müssen, will Henkel bei diesem Satz bleiben – er hat sie statt dessen dargestellt, als hätte es sich um Stadtflaneure oder Touristen gehandelt… – doch es gibt Raum für weitere Zweifel, betrachtet man beispielsweise die aktuellen Zahlen in  (1) und (2).

Rand-Eskalationen: am 16.1. informiert der Tagesspiegel über einen Autobrand im Prenzlauer Berg, der mithilfe einer “Selbstbezichtigung” auf indymedia (beim TS verlinkt) mit der Rigaer Straße in Verbindung gesetzt wird. Wir stufen das als mediale Gerüchteküche ein, ein Brand im Prenzlauer Berg ist schwerlich mit Polizeiaktionen in einem entfernten Bezirk verbindbar. Genauso könnte man das gestohlene Bahn-Fahrrad von 10.02 Uhr in Wilmersdorf, die verletzte linke Hundepfote in Spandau und den heruntergefallenen Blumentopf in Treptow der Rigaer in die Schuhe schieben. Das abgebrannte Elektroauto geht auf das Konto entweder durchgeknallter Jugentlicher oder Provokateure. Es ist sogar denkbar, dass es zunächst einen zusammenhanglosen Brand gegeben hat und daraufhin erst eine Fake-Selbstbezichtigung verfasst wurde, sie -kann- von denen stammen, die es angezündet haben, -muss- es aber nicht.

Falls sie aber von denen stammt, die es angezündet haben: der folgende Satz ist an euch: na toll. Was die Rigaer jetzt am Dringendsten braucht, sind Spinner, die ihr Testosteron nicht im Griff haben. Das Teil war ein Elektroauto. Ihr habt es geschafft, eins der wenigen Teile zu zerlegen, die die Stadtluft etwas leichter zum Atmen machen. Super.

17.1.: Am Sonntag wurde nach Aussagen auf Twitter anlasslos, ein Kuchen-Nachmittag von der Polizei gestört. Die Polizei dagegen behauptet, mit Gegenständen beworfen worden zu sein, was sie zum Anlass einer erneuten Durchsuchung (diesmal nach Aussagen eines TS-Journalistem mit Durchsuchungsbeschluss) genommen hat. Es heißt, der Tagesspiegel-Reporter könne das Bewerfen bezeugen, wonach Fragen auf Twitter laut wurden, wer den TS-Journalisten im Hof gesehen hat. Daraus ergibt sich: falls es ein Bewerfen gab, geschah das im Hinterhof. Erst daraufhin gab es den Durchsuchungsbeschluss. Dann muss folglich, wenn sie beworfen wurde, die Polizei wieder im Hinterhof gewesen sein, wo zu dem Zeitpunkt der Kuchen-Nachmittag stattfinden sollte. Was genau hatte sie da zu suchen? Auch wir verteidigen nicht das Bewerfen von Leuten mit Dingen, die Sonntagsschichten schieben, nur damit ein ihnen fremder Vermieter später seinen Profit daraus ziehen kann. Sie “machen ja nur ihren Job”, Hinterfragen ihrer Einsätze ist in der polizeilichen Hierarchie nicht gerade gern gesehen, dann schiebt man halt Sonntagsschichten, wie befohlen. Natürlich heißen wir das Bewerfen nicht gut, könnten das gar nicht, denn das Einzige, was daraus entsteht, ist ein perfekt gelieferter Vorwand für die nächste B.Z.-Schlagzeile, für die nächste Durchsuchungsaktion bei der nächsten Spät- und Feiertagsschicht der nächsten 500 Leute, es gibt ja sonst keine Probleme in der Stadt.

Aber das ändert nichts an der eigentlichen Frage: was hatte die Polizei in dem Hof an einem Kuchen-Nachmittag zu suchen? Diese Störung war anlasslos und führte erst zur Eskalation (wenn das Bewerfen denn stimmt). Bei dieser Störung, bevor es zum etwaigen Bewerfen kam, wurde auch Winterkleidung der Bewohner beanstandet? Wenn die Polizei das will, sollte sie die nächste Begehung dann aber auch in T-Shirts und Boxershorts machen. Mützen und Schals gehen Poliziebeamte nichts an. Auch 70-minütige Passkontrollen sprechen nicht für Polizeiarbeit, sie wirken eher als zähe, zermürben sollende Taktik auf dem Rücken der Rechte der Anwohner.

Kurz nach 20 Uhr meldet die Berliner Polizei am 17.1., dass ein heruntergeworfener Müllsack der Auslöser gewesen sei. Gut, dann konkretisieren wir die Frage an die Berliner Polizei: Wo genau habt ihr euch befunden, als der Müllsack heruntergeschafft wurde (ein doch durchaus netter Zug, Sonntags sollte man nicht extra Treppen steigen müssen, und nachdem sich die Berliner Polizei in der Rigaer in den letzten Tagen als Hilfs-BSR profiliert hat, ist die Geste doch im Grunde eine freundliche…) – wo genau habt ihr euch befunden, dass der Müllsack beim Herunterfallen euch so ins “Herz” getroffen hat? Die Polizei bestätigt, dass der Müllsack zum Anlass genommen wurde, einen Durchsuchungsbeschluss zu holen. Sie erklärt die Durchsuchung um 20:08 Uhr für beendet.

17.1.2016: “Ich muss kein Freund der Rigaer sein, um Grundrechtsverletzungen scheiße zu finden” (Metronaut) – “…Als dann am Sonntag in der Rigaer Straße um 14 Uhr ein veganer Kuchenbasar stattfinden soll, erscheint eine halbe Stunde davor die 14. Einsatzhundertschaft mit 70 Mann und fängt wieder mit der Begründung “Gefahr im Verzug” mit behelmten Polizisten an den Hinterhof und die Mülltonnen zu durchsuchen. Nach Aussagen auf Twitter (bei Metronaut verlinkt mit Quelle) fliegt dann mit der Vorwarnung “Braucht ihr noch mehr Müll?” ein blauer etwa 5 kg schwerer Müllsack aus einem Fenster und landet neben den Polizisten am Boden. Die Polizei wertet dies als tätlichen Angriff und erwirkt beim Amtsgericht erstmalig einen Durchsuchungsbeschluss, der ab etwa 16 Uhr gegen mindestens eine Wohnung durchgesetzt wird. Bis in die späten Abendstunden werden Personalien im Kiez festgestellt….”

an eine Polizeisprecherin wurde offenbar weitergegeben, sie solle “Behälter mit Schutt” sagen (wurde dann so von rbb übernommen), die Anwohner beharren darauf, dass es eine Mülltüte war. (Soweit also in Übereinstimmung mit der bereits angemerkten polizeilichen Kurzmitteilung.)

Am 18.1.2016 bestätigen sich die Vermutungen: es war eine (übrigens weiße) Mülltüte, die nicht auf die Polizisten geworfen, sondern in den Hof fallen gelassen wurde, wo sie etwa 10 Meter von den Polizisten entfernt am Boden ankam. Desweiteren bestätigt sich, dass ein Tagesspiegel-Journalist unzuverläsiges Material liefert (nach dem Klick leicht hochscrollen).

 rbb-online 19.1.2016: “…Diese Szene aus dem Friedrichshainer Nordkiez wurde auf einem knapp 30-minütigen Video festgehalten, das am Montagabend auf einer Video-Plattform veröffentlicht wurde. Es soll zeigen, dass die Bewohner der Rigaer Straße 94 zwar einen Müllbeutel in den Innenhof geworfen, dies aber vorher angekündigt haben. Außerdem flog der Sack offenbar weit an den herumstehenden Polizisten vorbei, die geschützt im Hauseingang stehen….”

Tagesspiegel, 18.1.2016: Polizeieinsatz in der Rigaer Straße in Berlin – Frank Henkel ist eine Gefahr für Sicherheit und Ordnung

Radio Eins 18.1.: Streit um Polizeieinsätze in Rigaer Straße

Morgenpost, 18.1.: Der Müllsack, der den Einsatz an der Rigaer auslöste

B.Z., 19.1.: Rigaer 94: Video zeigt den angeblichen Müllsackwurf auf Polizisten

Berliner Zeitung 25.1.: Fragwürdige Rechtsgrundlage für Razzia in Rigaer Straße

ND 26.1. (online am 25.1.): Nach umstrittenen Polizeieinsätzen in der Rigaer Straße: Anna Biselli (Netzpolitik-Autorin) wirft Polizei rechtswidriges Vorgehen vor und warnt vor Gefahrengebieten

 

 

 

 

 

 

 

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Written by wn030

January 15, 2016 at 7:49 pm

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KOD (Komitet Obrony Demokracji) protestiert in Berlin am 9.1.2016 gegen das PiS-Regime und die umstrittene Medienreform

with 4 comments

(wn030)

Am heutigen Samstag hat KOD (Komitee zur Verteidigung der Demokratie – Komitet Obrony Demokracji) wie angekündigt, landesweit in Polen Protestveranstaltungen sowie Demonstrationen gegen die PiS-Regierung und die umstrittene Medienreform durchgeführt. Wir haben einen kleinen Pressespiegel zu Berichten über die Proteste in deutschsprachigen Medien hier zusammengestellt.

Auch außerhalb Polens wurde in mehreren Großstädten (darunter u.a. Prag, Berlin und London) demonstriert. Wir zeigen Impressionen von der Berliner Protestveranstaltung.

Die Kurzerläuterung einiger Plakate für deutschsprachige Leser ist unter den Fotos zu finden.

Daniel Bouhs hat freundlicherweise Filmaufnahmen von der Veranstaltung zum Einbetten zur Verfügung gestellt.

Fotos: (c) Anna Panek

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“Najgorszy sort Polaków” (sichtbar auf den T-Shirts sowie als Anspielung in mehreren Plakaten auf der Protestveranstaltung bezieht sich auf einen Ausspruch Kaczyńskis, in dem er Polen, die sich ihm kritisch gegenüberstellen, als “Polen der übelsten Sorte” bezeichnet hat. Die Kritiker seien “Spitzel”, die Polen als Land im Ausland (Feindesland! Alles!) verpetzen und “verraten”, das liege ihnen “genetisch im Blut” (das sind Originalzitate). Auf dieses Zitat referiert auch “Popkulturwa” an mehreren Stellen (Sortheid zwischen “Polen” und “Nichtpolen”). Der KOD-Demonstrant auf der Straße – grundsätzlich jeder, der ihn kritisiert und sich gegen PiS stellt – ist laut Kaczyński beileibe nicht Kritiker seiner Politik und Person, sondern wird von ihm kurzerhand definiert als Antipole, Volksverräter und genetisch programmierter Agent für das feindliche Ausland. Bei 82% “Nichtpolen” der “übelsten Sorte” ein doch ganz schön angeschlagenes Land…

Wörtlich bedeutet “Najgorszy sort Polaków” eben: “Polen der übelsten Sorte”

Einige der handgefertigten Plakate sind bilingual und erübrigen einer Übersetzung.

Auf dem Mond-Plakat steht: “Kaczyński auf den Mond! (aber auf dessen dunkle Seite)”

Das gedruckte Plakat sagt: “Ihr wurdet gewählt von 18% (Anm.: der Bevölkerung, Bezugnahme auf den tatsächlichen Prozentsatz der PiS-Wähler bei Einberechnung der Nichtwählerzahlen) – beurteilen werden euch 100%”

“Bezwolne Media” (mit dem durchgestrichenen “bez”) ist ein nur im Polnischen mögliches Wortspiel: “bezwolne” heißt soviel wie willenlos, ohne Rückgrat. “Wolne Media” heißt freie Medien.

Die Kartoffel bezieht sich auf die stadtweit bekannte “Kartoffelaffäre” (ausgelöst von diesem Text).

Das Fahrrad mit dem Gemüsekorb ist eine Referenz auf Waszczykowskis kürzlich europaweit bekannt gewordenen Ausspruch über die “marxistische” Plage der “Fahrradfahrer und Vegetarier”. Das Plakat daneben ist an Fr. Szydło adressiert (mit einem Ratschlag, das Fahrradfahren doch mal kennenzulernen).

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Written by wn030

January 9, 2016 at 11:42 pm

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Linksammlung #Nolympia Berlin

(wn030)

In Anbetracht der Tatsache, dass die Webseite für Nolympia Berlin off ist, wie auch angesichts des seit März 2015 schweigenden Twitteraccounts sammeln wir hier einige ausgewählte Links zum Thema, wie immer im Kommentarbereich (Herunterscrollen, wenn Sie schon auf der Seite sind oder auf “Kommentare” klicken, falls Sie diesen Eintrag von der Übersichtsseite aus überfliegen).

Damit auch der letzte verschlafene Leser mitbekommt, dass es einen guten Grund dafür gibt, dass die Seite off und der Twitteraccount-Zwitscherer heute anderes zu tun hat.

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Written by wn030

January 8, 2016 at 11:44 am

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