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Formulardisfunktionen und verschwindende Anzeigen

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Eine auffällige kaputte Kommentarfunktion unter thematisch spannendem Beitrag in der taz vom 28. Februar 2009 macht doppelt Sorgen.

Beitrag von Faules Flußpferd.

Erfreut konnte am Morgen vor der Anti-Thor-Steinar-Demonstration am 28. Februar 2009 im Berliner Kiez Friedrichshain eine die nur wenige Haltestellen entfernt liegende Redaktion der tageszeitung taz einen seltenen Fall polizeilicher Abkehr vom üblichen Gruppenbildungs- und -hörigkeitsverhalten mitteilen: “Polizisten zeigen Kollegen an. Polizeibeamte erstatten Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung – gegen die eigenen Kollegen. Eine ungewöhnliche Meldung: “Polizeibeamte zeigten Polizeibeamte an”, ließ die Polizei die Redaktionen am Freitag wissen. Die Täter in den eigenen Reihen – so etwas veröffentlicht die Behörde von sich aus sonst selten.” teilte der Beitrag von SVE in der taz am Samstagmorgen mit.  siehe hier.

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Foto: Anna Panek

Ob sich diese Beiden mal gegenseitig der rechtlich zweifelhaften Filmerei auf Demonstrationen anzeigen würden?

Bereits am Tag des Erscheinens wurde die Taz-Redaktion über die 30JahreTaz-Bloqseite in einem ersten Hinweis darauf aufmerksam gemacht, daß der Beitrag von SVE eine – zu diesem Zeitpunkt noch für eine bloße kleine digitale Fehlleistung eines Online-Redaktionsmitglieds gehaltene – Disfunktion aufweist. Wer als Leser versuchte, ein Kommentar unter dem Beitrag zu setzen, mußte feststellen, daß der Klick auf das entsprechende Eingabewort nicht, wie üblich, das normale Kommentarformular öffnet, sondern schlicht – wie eine Seite, die sich bei just diesem Thema nicht mit ihren Lesern unterhalten will (was eine für die taz ungewöhnliche Streumediumverhaltensweise wäre) zur – reinen Artikelübersicht der Berlin-Ausgabe verlinkt: Zum “Nur Lesen ausschließlich”. Die Fehlverlinkung fiel auf. wiederholung: quellenlink. führt zum hier beschriebenen taz-beitrag mit der kaputtgemachten kommentarfunktion.

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Der Hinweis verschwand zunächst aus dem 30jahre-taz-bloq.  Ungewöhnlich, denn der Bloq zeigt normalerweise sehr wohl dialogische Qualitäten [Beispiellinks – Antwortfähigkeit auf Leseranfragen. Beispiellink1: McKinsey-Beitrag1 McKinsey-Beitrag2 Beispiellink3: Studis und der Tazkongreß].

Um sicherzustellen, daß es sich bei der Löschung nicht um ein Versehen gehandelt hat, wurde das Hinweiskommentar – bei erstem wie beim zweiten Male mit deutlichem Titel, der das wort “Polizei” enthielt – gesetzt. Seltsamerweise verschwand auch der zweite Eintrag hierzu ungewöhnlich rasch – ist sein Titel aufgefallen und vor allem: wem? Wer alles in – und vor allem wer auch außerhalb der Redaktion hat Zugang zum Bloq, wer ist löschbefugt? Wie sicher ist der Bloq vor Eingriffen von außen? Die Löschungen scheinen gezielt gewesen zu sein, jedenfalls fiel das zuvor seltene Löschen gerade bei dieser Thematik / Titelgebung ins Auge.

Die ersten drei Einträge – allesamt ausschließlich Hinweise auf die gebrochene Kommentarfunktion – (der dritte von Wikibildung beobachtete Eintrag trug den Titel “studi, der was ab und an die taz liest”) wurden noch nicht digital-grafisch dokumentiert.

Die Wikibilung-Dokumentation begann erst beim vierten Eintrag, er ist im 30jahretaz-bloq a, 4.3. noch zu sehen. Sollte der Eintrag verschwinden, werden an dieser Stelle die snapshots des Eintrags hochgeladen.

Absatz zu:

Kommentarfunktion am 3.3. immer noch außer Kraft gesetzt. Alle anderen Artikelkommentar-formulare funktionieren wie immer. Der kaputte Link lautet http://www.taz.de/#skpagecommentform und verlinkt nur zur Übersicht von Berlin-artikeln – allerdings zur berlin-übersicht für ? Bildungsinteressierte oder so, jedenfalls sind auf der seite die Freßthemen  vom 3.3.09 anders geordnet. ”’DIE VERLINKUNG ZU EINER ARTIKELÜBERSICHT NACH DEM KLICK AUF “kommentieren” IST DENKBAR UNGEWÖHNLICH UND AB SO LUT UN TYPISCH.”’ wikinews 030.

Stand der Thematik am 4.3.2009, 14:05: noch immer ist die Kommentarfunktion unter dem genannten Beitrag wh link zum tazbeitrag ‘polizisten zeigen polizisten an’, orig.titel ‘polizisten zeigen kollegen an’] außer Betrieb.

Selbst nach Zustellung eines deutlichen Hinweises auf die Disfunktion der Kommentarfunktion mit eindeutigem Link durch einen befreundeten (eher  nur bekannten. entfernt bekannten.) Briefkasten am 4.3. direkt an die Berlinredaktion der Taz – bleibt die Kommentarfunktion selbst am 5.3. (Stand 8:18h) außer Betrieb.

Werbehinweis thematisch akkurat an dieser Stelle: Kommende Anti-Thor-Steinar-Demo in Berlin: 7.3.2009, 14h/2 p.m. S Warschauer Straße. PS.: Die Plakate in der Baiz kommen an – aber wo bleiben die, die das Morgenrot beliefern sollten?

link zum demoaufruf [de.indy]

ein hinweis auf diesen beitrag erschien auf de.indy am 5.4.09 um 9:45h

both last links will stay visible as long as article stays visible, otherwise the demo-infolink will be re-directed to a newspaper or a wikibildung-page.

nebenbei bemerkt könnte der nachrichtenwert – derzeit 10:30 a.m. am 5-3.09 über die kommentarfunktion von de.indy angefragt und dort beantwortet – könnte dieser angefragte nachrichtenwert sogar höher sein als vermutet: schließlich ist die online-taz auch ein bißchen überregional anklickbar.

Written by wn030

March 5, 2009 at 7:37 am

6 Responses

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  1. Lieber Autor, ich habe inzwischen zweimal versucht, dir auf deine Kommentare in 30jahre.taz.de per Email zu antworten – leider offenbar vergeblich. Ich vermute, du hast bei deinen beiden Beiträgen falsche Email-Adressen angegeben. Gelöscht habe ich deine Kommentare, weil wir zu den Beiträgen in 30jahre.taz.de Diskussionen haben wollen, die sich mit dem Thema der Blogbeiträge beschäftigen. Für Fragen anderer Art, etwa zu vermeintlichen Fehlfunktionen auf taz.de, kannst du mir und meinen Kollegen per Email schreiben, etwa an 30jahre@taz.de.

    Zu deiner Frage: Dass wir unter dem angebenen Artikel auf taz.de keine Kommentarfunktion anbieten, liegt schlicht und einfach daran, dass es kein Beitrag im Kernangebot von taz.de ist, veröffentlicht und betreut von unserer Onlineredaktion, sondern einer jener Beiträge, die automatisiert nach dem Redaktionsschluss unserer Printausgabe online gehen. All diese Beiträge haben leider keine Kommentarfunktion. Wir halten das auch nicht für optimal, aber sind gegenwärtig leider nicht in der Lage, eine Kommentarfunktion unter allen Beiträgen anzubieten. Ich hoffe, du hast dafür Verständnis.

    Jan Michael

    March 5, 2009 at 10:39 am

  2. Lieber Jan Michael,

    “Ich vermute, du hast bei deinen beiden Beiträgen falsche Email-Adressen angegeben.”

    nein. die kommentare, von denen ich das aussagen kann, sind mit korrekter mail eingegeben worden. einige davon werden von mehreren leuten genutzt, gelöscht ist sicher nichts worden, aber trotz der nutzung vieler dieser boxen durch mehrere leute kann halt auch hier nicht jeder alle nase lang in die box sehen. gut zu wissen, daß da was ist, ich schau´s mir an.

    aber eine erklärung ist das nicht: die hinweise auf die gebrochene kommentarfunktion sind keine direkt-kontaktaufnahmen irgendwelcher art gewesen, die eine persönliche mail-antwort verlangt hätten, sondern schlicht der post in einem bloqformular, von dem mich interessieren würde, warum er nicht hätte online bleiben sollen. tazleser sind ein bißchen cleverer, so viel sorge um die angebliche “antiwerbung” (wenn so eine sorge dabei gewesen sein sollte) würden die sich verbieten, die hätten gerne vielleicht auch ein bißchen früher erfahren, was da los ist. warum also nicht normal im öffentlichen bloqraum, warum als “exclusiv”-antwort an den autor des posts?

    “All diese Beiträge haben leider keine Kommentarfunktion. Wir halten das auch nicht für optimal, aber sind gegenwärtig leider nicht in der Lage, eine Kommentarfunktion unter allen Beiträgen anzubieten. Ich hoffe, du hast dafür Verständnis.”

    absolut nicht. weder ich noch sonst jemand in diesem medium. und auch kein taz-leser – auch kein onlinetaz-leser muß dafür verständnis hben. technisch gesehen ist das keine befriedigende antwort. technisch gesehen gibt es keinen unterschied zwischen “kernangebot” und automatisiertem onlinegehen nach redaktions-schluß. könnt ihr uns mitteilen, wann das problem behoben ist. möglicherweise leuchtet euch ein, daß diese frage – gerade z.b. für leser am 7.3. – die z.b. etwas könnten schreiben wollen unter einen thematisch passenden beitrag (einen “automatisiert online gegangenen”) – daß diese frage von relevanz ist. für diese leser wie auch für – und zwar hier a l l e taz-autoren. (wh leiser hinweis auf eigentlich “unbezahlbare” informantentips.)

    gerade unter beiträgen zu dieser thematik ist die fehlende kommentarfunktion eine katastrophe.

    teilt uns mit, wann ihr damit soweit seid.

    wenn ihr einen datenbankprogrammierer dafür brauchen könnt, hab ich einen echt polnischen “schwarzarbeiter” (aus OPPELN klingeling…) für euch, “günstig abzugeben” bzw. günstig zu “verleihen”, schlicht zu vermitteln, aber auch das nur auf ausdrückliche anfrage von euch.

    teeater

    March 5, 2009 at 11:04 am

  3. Die Kommentarfunktion unter dem Polizei-Text wurde nicht “kaputtgemacht”. Sondern die Kommentar-Funktion gibt es grundsätzlich bei der taz nur für längere Texte. Unter kürzeren Texten kann man dagegen nicht kommentieren, siehe etwa auch diese Beispiele:

    http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/?dig=2009%2F03%2F05%2Fa0128&cHash=d7e1ebb66d
    http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/?dig=2009%2F03%2F05%2Fa0137&cHash=70b5bda28f
    http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/?dig=2009%2F03%2F05%2Fa0131&cHash=4a15f73096

    S. Gardski

    March 5, 2009 at 11:05 am

  4. Hmm, nun ja, danke für deine Antwort. Ich bin ja ganz persönlich nicht der Auffassung, dass Newssites quasi verpflichtet sind, eine Kommentarfunktion überall anzubieten – der Betreuungsaufwand, will man nicht ständig vors Gericht gezogen werden (Stichworte: Abmahnungen, strafbewehrte Unterlassungserklärungen, Prozesskosten), ist schließlich enorm. Aber ich freue mich auch zu hören, dass du als taz-Leser so eine Funktion unbedingt erwartest. Das ist gutes Futter fürs Argumentieren für mehr Partizipations- und Feedbackmöglichkeiten (manche nennen das auch pauschal „Interaktivität“) auf taz.de. Ich geb’ das gern weiter, aber versprechen, dass wir das in 3 oder 6 Monaten hinkriegen, kann ich dir es nicht. Mit einem Datenbankprogrammierer ist es ja nicht getan – wie gesagt: das hängt auch von der Betreuung der Kommentare ab. Die sollte ja am besten sogar von den jeweiligen Autoren übernommen werden, aber davon ist die gesamte Journalismus-Branche wohl noch weit weg. Bei uns in der taz würden das manche sicher gern tun – einige Kollegen haben auch schon ausdrücklich den Wunsch bekundet –, aber andere Autoren hätten darauf gar keine Lust. Aber wir arbeiten dran.

    Jan Michael

    March 5, 2009 at 11:16 am

  5. moment ma, nur damit wir uns hier richtig verstehen. erst versuchst Du, lieber jan-michael, den indy- und taz-lesern zu verklickern, es sei ein rein “technisches” problem, und dann erst in der zweiten antwort bekommt man ein bißchen konkretes ans tageslicht:

    “Hmm, nun ja, danke für deine Antwort. Ich bin ja ganz persönlich nicht der Auffassung, dass Newssites quasi verpflichtet sind, eine Kommentarfunktion überall anzubieten – der Betreuungsaufwand, will man nicht ständig vors Gericht gezogen werden (Stichworte: Abmahnungen, strafbewehrte Unterlassungserklärungen, Prozesskosten),”

    und jetzt würde ich wirklich von Dir gerne erfahren, wo genau die sorge davor gelegen hat, daß womöglich uniformträger sogar unter artikel kommentare hätten posten können über dies und das, was sie in ihrem werten kollegenkreise erleben.

    bisher ist bei “zusammenstößen divers” die absolute unhinterfragte selbstsichere überzeugung bei der sorte beruf leider offenkundig – nicht wenige beamte gehen selbtverständlich davon aus, daß die von ihnen z.b. bei einer schülerdateidemo oder auch bei anderen gelegenheiten – geleitete truppe ihnen bis zum gerichts-saal die meutetreue halten wird.

    ohne kommentarfunktion als chance für die, die sich ein bißchen grips anlesen und anlesen wollen, und zwar für die unter ihnen, die an dem einen oder anderen im eigenen kollegenkreise durchaus kritikwürdiges feststellen – soll wie genau eine lösung dafür gefunden werden, hm?

    nunja und für die, die berichtenswertes, anzeigbares feststellen also beobachten – z.b. am 7.3. – sowieso…

    “(manche nennen das auch pauschal „Interaktivität“)”

    ja manche so, manche nennen es dialogizität und berufen sich auf so autoren divers (bei gelegenheit genauer).

    “Ich geb’ das gern weiter, aber versprechen, dass wir das in 3 oder 6 Monaten hinkriegen, kann ich dir es nicht.”

    ja mei, dann frag doch schlicht, wie teuer er wäre, der “schwarzarbeiter”, der kriegt das nämlich bißchen schneller hin -> ich wette darauf nen kasten bier oder eine aldi-shiraz-kiste (je nachdem ob Du wein- oder biertrinker) wer wettet mit?

    “Mit einem Datenbankprogrammierer ist es ja nicht getan –”

    na, ganz ohne…

    “wie gesagt: das hängt auch von der Betreuung der Kommentare ab.”

    :] habt ihr einen job zu vergeben? sagt das doch deutlich. unsre leser werden sich freuen über die kleine info. an wen sollen sie die bewerbungen adressieren? die bewerbungen zu “kommentarbetreuung TZ – studijob”.

    “Bei uns in der taz würden das manche sicher gern tun – einige Kollegen haben auch schon ausdrücklich den Wunsch bekundet –, aber andere Autoren hätten darauf gar keine Lust. Aber wir arbeiten dran.”

    ey, moment mal -> haben eure leute nicht genug zu tun? ob das klappen wird ohne eine stellenausschreibung?

    wo wollt ihr die stellenausschreibung veröffentlichen?

    teeater

    March 5, 2009 at 11:57 am

  6. hi lieber abonnent. derzeit laufen themen: 1. man wartet auf diskussionsstoff aus märz, thema bundespresserat muss sich “was bitte? exklusivverträge mit spiegelhochglanz?! wer zahlt die rechnung dann?” beschäftigen und 2. außerdem die warterei auf “anfang januar” während anfang januar schon vorbei, diese warterei nervt tierisch. (nur falls abonennt gerade lust auf frischthemen.)

    teeater

    January 7, 2011 at 9:49 am


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