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Wie aktuell ist Deine so?

with 2 comments

update 16.3.09: entscheidung wird – unter druck (kanzler droht mit durchsetzung hausrecht) – für den heutigen abend erwartet. unileitung rechnet damit, die sache gewonnen zu haben. details folgen. update 17.3.: und zwar folgen sie seit 20:30 hier.

Wie aktuell ist Deine so?

Die Redaktionen der Taz und JungenWelt tun sich zuweilen schwer mit der Pflege ihres Onlinebeitragbestandes. So manches Thema verlangt zwar nach einem update – doch nicht viele Redakteure scheint das zu jucken: hauptsache, ‘s twittert in den Bäumen.

Eine Blattkritik von Tygrysek w czerwone kropki.

So manche stuchwortbasierte Onlinearchiv-Suche führt bei den Tageszeitungen Taz (http://taz.de ) und jungeWelt ( http://jungewelt.de ) schon zu ziemlich untergepflegten Ergebnissen. Tippt ein Zeitungsleser mit freiwilligem Tagesklickabo (das freie Leserabo für Werbeeinnahmen) an einem 6. März in beide Suchformulare (kleines Suchfenster dort oben) beispielsweise die Begriffe “AstA Druckerei” oder “Container Rosa Luxemburg” ein, wird er erstanunter Leserzeuge einer Aktualität, die in beiden Fällen ziemlich genau gleiche Werte ergäbe, wenn sich “Aktualität” auf einer Werteskala von 1 bis -100 darstellen ließe. Der Wert müßte bei offener Skala zwar eher bei -451 liegen, also dem negativen Zeitungspapierbrennwert, aber darstellbar wäre er immerhin.

Vielleicht ließe sich sogar eine adäquate AFP-Infografik zum Schmucke der Wertebildung hübsch kostspielig präsentieren. Hauptsache, es twittert zwischen den Bäumen, nur wo ist der Blätterwald?

Wirft der informationssuchende Taz- oder jungewelt-Leser seine Flinte schließlich ins Roggenkorn und klickt schulterzuckend ins indymedia-Netz, erreicht ihn jedoch womöglich dieselbe Enttäuschung: ganze alte Stände von ganz alten Dingen. Auch wenn es schneit über den tälernden talarernen Talern, die Medien scheinen den Frühling schon zuversichtlich eingeläutert zu haben – kein Grund, sich aufzuregen, das nächste Tauwetter kommt bestimmt. Eiszeit im Pressesektor? Nicht wirklich.

Wenngleich die genannten Zeitungen ihre Leserschaft wissentlich unterinformiert halten, gibt es noch weitere Hürden, die eine wirksamere mediale Betreuung z.B. des AstA-Druckerei-Themas erschweren: des Kanzlers Klaunereien werden im Stillen und Leisen gebastelt, Anfagen neugieriger Journalisten weicht die Universitätsleitung der “Freien” Universität Berlin standhaft aus, möglicherweise nach dem Motto “das wird schon wieder aufhören, das beruhigt sich bestimmt, nur noch ein bißchen abwarten”. Worum geht´s. Vor Monaten informierten studentische Druck- und Webmedien über des Kanzlerbüros wirtschaftlich-kreative Anwandlungen und Sonderpläne für das Druckereigebäude des FU-AStA.

Der Kanzler – Peter Lange, seines Zeichens früherer Spezialist für “ökonomische Kreativität” bei der Projektwerkstatt GmbH (Zwischenruf von Faules Flußpferd: nicht mit anderen Projektwerkstätten vergleichen!) und seit 2000 Drachentöter-Kanzler an der FU, suchte sich ein Projekt, dessen Lobby seiner Meinung nach unschlagbar und in der Lage sein müßte, das Druckereimonster ganz zu erledigen.  Mit vereinter Mamikraft müßte sich die Mordsmaschine doch alle machen lassen. Daß aber vielleicht sogar Muttis (studentische wie unterbezahlt Angestellte) nicht ganz verstehen wollen müssen, weshalb unnötig Kohle in einen teuren und zudem vermeidbaren Umbau gesteckt werden soll, wenn nebenan ein geeigneter Raum für die dachsuchende zweite KiTa angeboten wird – genau dies wäre eigentlich die Vermittlungsaufgabe einer Zeitung, die wenigstens gelegentlich was auf sich halten will. Auch vielleicht nebenbei die Klärung, woher die Schwerhörigkeit Alternativangeboten gegenüber so kommt. Des Kanzlers Büro schaltet derzeit jedenfalls auf Anrufbeantworter, der Job muß hart sein.

Der Leser möge also getrost zu einer der beiden Newspaper-Adressen tippspazieren und sehen, was ihm das Maschinchen der “verläßlichen Medienquellen” ausspuckt: unter uns, bißchen dürftig, das dortige Themen-Arrangement. Gammelt ein wenig, da liegt schon leichter Schimmel auf dem Ergebnisdatum. Es gibt also Neues, in Relation zum Stand der Dinge der digitalen Stadtnewspapers auf jeden Fall. Solange jedoch Journalisten in Redaktionen glauben, daß es reicht, daß die Redaktion bescheid weiß und mit der Information ihrer Leserschaft auf “Brennende Hot News und mindestens 20 Tote” analog zur Erwartungshaltung einiger Spezialisten-Nachrichtenredaktionen wartet, wird der neugierige und wissenshungrige Leser weiterhin im Duschtern tappen.



Foto: Anna Panek

Lange lange her: Kanzler stellt sich studentischer Kritik am 28.6.2007. Heute hüllt sich das Kanzlerbüro in hallendes, echovolles Schweigen.

edit: ein Hinweis auf diesen Beitrag erschien am 6.3.09 um 13:18h  auf http://de.indymedia.org/2009/03/243362.shtml

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wir erlauben uns an dieser stelle, eine jüngst auf der o.g. indymedia-bildung-seite “entbrannte” miniatur-“diskussion” aufzugreifen und ergänzen einige uns als fehlend erscheinende begriffe wie folgt:

“…ans schwanger werden oder schwängern in so nem saftladen. …es gibt geeignetere räume und auch noch umsonst für das KiTa-Projekt

im übrigen sind wir, was die “zu versteckenden” und “nicht zu versteckenden” ergänzungen und kommentare auf der o.a. indyseite betrifft, anderer meinung als der indy-moderator der heutigen nachtschicht und bleiben bei der ansicht der spätschicht von 20 Uhr:


indyarchiv-undweitergehts2

Written by wn030

March 6, 2009 at 11:52 am

2 Responses

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  1. mensch, das war ja wirklich mal uninteressant. die presse schreibt keine aktuellen sachen zur astadruckerei. ach was. bist ne blitzmerker_in.
    anstatt selber recherche zu betreiben und einen gut fundierten artikel auf indymedia zu stellen (dafür ist indy schlauerweise da), stellst du einen absoluten Nicht-Artikel hinein, wo du wirr vor dich hinlamentierst, dass keine_r fundierte infos veröffentlicht. ich sag mal: sehr hilfreich, vielen dank für gar nichts.

    bla

    March 7, 2009 at 3:12 pm

  2. zum kommentar von “bla” am 7. März (“mensch, das war ja wirklich mal uninteressant. die presse schreibt keine aktuellen sachen zur astadruckerei. ach was. bist ne blitzmerker_in. anstatt selber recherche zu betreiben und einen gut fundierten artikel auf indymedia zu stellen (dafür ist indy schlauerweise da), stellst du einen absoluten Nicht-Artikel hinein, wo du wirr vor dich hinlamentierst, dass keine_r fundierte infos veröffentlicht. ich sag mal: sehr hilfreich, vielen dank für gar nichts.”) :

    lieber bla.

    auch wenn wir hocherfreut sind über Deine selbst-materialisierung auf dieser kommentarseite, möchten wir Dich schon mal darauf aufmerksam machen, daß dieser bloq sich an die indy-kriterien übergeordneter art hält, also nicht nach dem de.indy-prinzip verfährt. wir moderieren die kommentare nicht. das heißt: alles. auch das lustigste winzigste schröttchen, kommt hier online.

    wir bearbeiten kommentare, wenn sie z.b. aus der rechten ecke stammen insofern, daß wir ggf. eingesetzte links zu rechten seiten oder ähnliches streichen, das ist aber eine der wenigen ausnahmen. deshalb, lieber bla, bleibt auch Dein kommentar hier leider online, lesbar, unstreichbar und unlöschbar dokumentiert.

    inhaltlich.

    “die presse schreibt keine aktuellen sachen zur astadruckerei. ach was. bist ne blitzmerker_in”

    nun, verrate uns doch einfach, woher Du ohne den “absoluten Nicht-Artikel” mit solcher absoluten sicherheit wüßtest ob oder ob nicht die presse sich zu den neuen vorschlägen des drachentöters geäußert hat. vom googeln? – erlaube mir ein schmunzeln an dieser stelle, aber spätestens seit dem “gentrifizierungs”-googlefehler der berliner polizei (zu der es u.a. durch einen übersetzungsfehler im suffix-bestandteil des gesamtbegriffes und durch die leider bodenlose ahnungslosigkeit des googelnden beamten gekommen ist) müßten es die meisten eigentlich gelernt haben, daß man auf die wenigsten verläßlichen inhalte durch das eintippen eines wortes in die google-suchmaske stößt.

    also woher sonst: durch das rasche überblättern von zeitungen? die berliner regionalblattbeilagen sind aber in den hamburger zeitungen selten mit dabei oder mit welchem stadtbürger haben wir es bei “bla” zu tun?

    zu “du wirr vor dich hinlamentierst”:

    liebe/-r bla, tut uns leid, Dir das an dieser stelle deutlich sagen zu müssen, aber davon, mit Dir per Du zu sein, weiß in der wikinews030-redaktion niemand und auch die autoren des von Dir monierten beitrags (Tygrysek und ein zwischeneinwurf von Faules Flußpferd) schütteln dazu erstaunt mit dem kopf und zucken mit der schulter.

    au revoir, les gerne rein, wenn Du hier was spannendes findest, aber bei kommentaren in zukunft vielleicht vorsichtiger, hm?

    an die leser dieses beitrag nebenbei – zu “anstatt selber recherche zu betreiben”. – gut, so kann jeder kommentierer sich als unterinformiert outen, kann ja passieren, und gerade frische medienportale werden gerne mal unterschätzt. ansonsten empfohlen wird für leser, die sich für recherchen an und um die FU interessieren, der folgende link:
    http://30jahre.taz.de/2009/01/post-von-mckinsey
    sowie, bei bedarf, insbesondere
    http://30jahre.taz.de/2009/01/post-von-mckinsey/comment-page-1/#comment-140
    .
    .
    .

    teeater für wikinews030.

    teeater

    March 8, 2009 at 5:02 pm


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