wikinews030.

please note our disclaimer page – we have nothing in common with the Wikimedia Foundation

AStA-Druckerei V – Endgültige Entscheidung in letzter Sekunde noch glücklich abgewendet

leave a comment »

18.3.09 9:43 pm NEBENTHEMA-UPDATE. am abend des 18.3. meldet gerüchteküche, das straßburg-camp sei gefährdet. wir berichten genauer dazu, sobald wir weitere details haben. verlinkung dazu ist über diese seite zu erwarten. – UPDATE 20.3. STELLUNGNAHME DER UNIVERSITÄTSLEITUNG ZU DEN ALTERNATIVRÄUMLICHKEITEN FÜR DIE GEPLANTE ZWEITE KITA TRIFFT AM ABEND DES 20.3.09 BEI FREIER JOURNAILLE EIN. STELLUNGNAHME V. ASTA-SPRECHER DAZU LIEGT VOR. AUSFÜHRLICHE DETAILS NUR ÜBER DIREKTVERLINKUNG ZU EINEM PRINTMEDIUM. DAUER BIS ZUR VERLINKUNGSERSTELLUNG NICHT VON DIESEM MEDIUM  ABHÄNGEND. – 27.3.: nächstes update dazu: “möglicherweise in ein paar tagen”.

—-

geschützter inhalt. zu den modalitäten der verwendbarkeit siehe: 1.) die bemerkung unter diesem beitrag. 2.) das “about” (navigationsleiste, platziert unter den interredaktionellen ‘pages’).  3.) die verlinkung zu “textcode” auf der “about”-seite und last not least 4. ) die interredaktionelle  page “erwartbares”.

– textcode option included, aber nur bei explizitier redaktioneller (finanziell gedeckter) reprintanfrage an uns realisierbar. –

AStA-Druckerei V.

Endgültige Entscheidung in letzter Sekunde noch glücklich abgewendet

Wie Sebastian Schneider vom Hochschulpolitischen Referat des AStA der FU [zitiert hier und hier] am heutigen Dienstag wikinews030 gegenüber mitteilte, konnte die für den gestrigen Abend befürchtete Entscheidung des AStA-Plenums bezüglich der eventuellen Annahme eines Kompromiß-Vorschlags des FU-Kanzlers Peter Lange zur Zukunft der AStA-Druckerei noch abgewendet werden.

Hintergründe.

Wie in den oben verlinkten Beiträgen – erschienen in der print-Taz vom  9.2.09 und der print-jungeWelt vom 5.2.09 – geschildert, befindet sich der AStA der FU derzeit in einer Argumentations-Zange des Kanzlers der Freien Universität. Peter Lange trat im September des Jahres 2008 auf die Studierenden mit der Forderung der Herausgabe der AStA-Druckereiräumlichkeiten zu. Die Forderung war in ihrem ersten Stadium begleitet von einem vollkommenen Ausschluß von Alternativräumlichkeiten, kurzum: die Druckerei sollte weg. Nach ersten journalistischen Recherchen hierzu und den daraufhin erschienenen Printmedienbeiträgen lockerte sich die Haltung des FU-Kanzlers, zu dessen Vita unter anderem die Beschäftigung mit “kreativer Ökonomie” gehört [siehe Beitrag weiter unten auf dieser Seite]. Angeboten wurde – in einem in der zweiten Februarwoche 09 stattgefundenen persönlichen Folge-Gespräch zwischen dem FU-Kanzler, dem “Facility-Manager” Meising und den Studierenden der Umzug der Druckerei nach Lankwitz. Wie Leser des 30jahretaz-Bloqs [siehe hier] seit einer geraumen Weile verfolgen konnten, gingen die Vorschläge an den FU-AStA parallel mit einer zunehmend zähen Antwortverweigerungstaktik des FU-Präsidiums. Bis heute werden Fragen zur Bereitschaft der Universitätsleitung, eine knappe halbe Million auszugeben für einen Umbau, den das Festhalten an den Plänen des Kanzlers erzwingen würde, beantwortet mit ausweichenden “Fast-Antworten” unter Ablenkung von der hier einzig interessiererenden Frage: Wie begründet die Universitätsleitung ihre Bereitschaft zur Verwendung einer halben Million Euro für einen vermeidbaren Umbau (die Studenten haben der Universitätsleitung in einem Fax vom Anfang Januar 09 zwei für die Universitätsleitung günstigere Alternativräume-Lösungen für eine vom Kanzler geplante zweite Kindertagesstätte genannt).

Die geplante Kindertagesstätte, laut den der wikinews030-Redaktion vorliegenden Informationen bis dato noch immer als bezahlter Service für die Kurzzeitbetreuung angedacht, sollte nach den Plänen der FU-Universitätsleitung die Druckerei verdrängen und dem AStA Zusatz-Pflichtausgaben (nach den ersten Raumforderungen wurde in Folge-Vorschlägen der Umzug mit Übernahmeverpflichtung der Umzugskosten durch die Studierenden geplant) bescheren.

Die Relevanz dieser Frage, ihres Zusammenhangs mit der Einstellungspolitik an der Freien Universitäts sollte nicht unterschätzt werden: ein – auch für dieses Medium tätiger – Journalist hatte bei Recherchen vor Ort während der studentischen Proteste bei der Immatrikulationsfeier des FU-Präsidenten im Wintersemester 2008/08 die Gelegenheit gehabt, sich mit Lehramtsudierenden an der Freien Universität zu unterhalten. Sie berichten von Pflichtmodulen, deren Abschlußunmöglichkeit schon zu Beginn des Semesters absehbar war, da der einzige für die Pflichtveranstaltung eingestellte Dozent (Sachkundeunterricht Grundschule) krank geworden war. Fälle wie diese melden Studierende vieler Fachbereiche. Auch die Germanistik verfügt nach Auskunft immatrikulierter Studenten wikinews030 gegenüber im Schwerpunktbereich “Neuere Deutsche Literatur” bei der Besetzung von Moduldozenten für das dritte Studienjahr über sichtbare Löcher, die Studierenden die Abschlußmöglichkeiten erschweren: bei der Verpflichtung zur Belegung von zwei obligatorischen Veranstaltungen werden dort schon mal gerne ganze zwei Pflichtveranstaltungen “zur Auswahl” gestellt.

Was genau ist die Aufgabe einer Universität? Und wo genau könnte die “ökonomische Kreativität” sowie dazugehörige Einfallsreichtümer des FU-Kanzlers sich besser aufgehoben fühlen als bei der Organisation von bezahten Unterbringungsmöglichkeiten für Akademiker. Denn daß Studenten kaum die zielgruppe der Kanzlerpläne sein dürfte, liegt auf der Hand: wer kaum Chancen für einen Abschluß an der gewählten Universität sieht, wird kaum an Familiengründung denken.

Der AStA der FU hatte der Universitätsleitung siganlisiert, daß eine Antwort auf das am 20. Januar gesendete Fax erwartet wird, bevor Versuche unternommen werden, dem AStA seine “Entscheidungsfindung” vorwegnehmend in den Mund zu legen. Offenbar verbitten sich die Studenten bis heute oblatenhaften Umgang mit Worten und verweigern das Niederknien. Wikinews030 teilte Referent Sebastian Schneider mit, daß eine ausformulierte, die Begründung konkretisierende schriftliche Antwort an die FU-Universitätsleitung baldmöglichst aufgesetzt werden wird. Jedoch auch hier gilt es zu relativieren. Die Taktik des gesprochenen Oblaten-Wortes wird von der Universitätsleitung bis heute ungebrochen fortgeführt: auch die neuesten Komromißangebote der Unileitung werden ausschließlich in mündlichen Gesprächen mitgeteilt. Hier könnte die Leitungsetage vielleicht beginnen, das Tippen und Faxe Beantworten zu üben: das Druckereigebäude und die darin beherbergte Maschine ist kein “ferner liefen”-Thema für das kreative verbale Teegespräch (Link zu: ) – Sie könnte schon aufgrund ihres Alters ein wenig mehr Bemühung fordern.

Unnötig zu erwähnen, daß die Planung der zweiten Kindertagesstätte, die parallel zur derzeit arbeitenden, vom Studentenwerk betriebenen KiTa betrieben werden soll, als bezahlter Service auf diesem Wege kaum zu ändern sein wird: wenn eine Universitätsleitung so nachweislich erpicht darauf ist, eine halbe Million auszugeben, werden zusätzliche Investitionen, die günstigere Unterbringungsmöglichkeiten realisieren könnten, unmöglich gemacht: irgendwie muß anschließlich das Geld schließlich wieder reinkommen. Und während der gesamten, “kreative Zusatzausgaben”  anplanenden Zeit wartet ein Fax des FU-AStA vom 20. Januar auf dem Schreibtisch des Kanzlers leise raschelnd auf Antwort.

nnk für wikinews030.

zusatz: — platzhalter online-beitrag vom 27.2.09 von apk – beitrag ist urheberrechtlich geschützt. —

Ökonomische Kreativität

Kanzler Peter Lange kommt den FU-Studierenden entgegen und macht ein interessantes Angebot.

– version „all inclusive“. Zeichenangabe unter dem text. in klammern: alternativ-formulierungsvorschläge für die redaktion. –

Mit manchen Dingen auf der Welt ist es wie mit Fata Morganas: Hat sich da grade was bewegt? In Punkto fortschrittlichem Einfallsreichtum kann sich zumindest der AstA der Freien Universität derzeit über Angebotsmangel nicht beklagen. Seit Monaten bemüht sich FU-Kanzler Peter Lange, an das Gebäude der letzten verbliebenen studentischen Druckerei in Berlin heranzukommen (Taz und jW berichteten). Nun gibt es – nach außen – Zeichen erster Verhandlungsbereitschaft seitens des früher bei der Projektwerkstatt GmbH (red.: siehe projektwerkstatt.com) Spezialist für „Kreative Ökonomie“ (red.: teilt eine Mitarbeiter-Vorstellungsseite der FU mit), einer Verhandlungsbereitschaft allerdings, die Fragen aufwirft. Statt wie zuvor schlicht mitzuteilen, daß die Zeit für ein Ende des studentischen Drucks als solchen gekommen sei (die Druckerei sollte einem „Dahlemer Kinderparadies“ ersatzlos weichen, einer neuen zweiten Uni-KiTa, die trotz vorhandener geeigneterer Räumlichkeiten just im Druckereigebäude untergebracht werden sollte[<- falls das Medium kurz das Thema wiederholen will-], unterbreitet der Kanzler dem AStA nun einen ersten Vorschlag, der auch nicht von schlechten KiTa-Eltern ist: es würde nun „auch hinsichtlich der Möglichkeit eines Ersatzstandortes“ verhandelt, bemüht sich Goran Krstin, Pressesprecher der Universitätsleitung, zu vermitteln.

Peter Lange kann sich – so der jetzige Stand der Verhandlungen nach Auskunft des AStA – zwar vorstellen, den Studenten einen Alternativraum im 40 Minuten entfernten Lankwitz anzubieten, allerdings sei ihm die Studentenschaft dafür etwas schuldig. Nämlich die weiterhin verbleibenen Umzugkosten. Wie er auf diese Forderung angesichts der Tatsache kommt, dass ihm kein Antrag des AStA auf einen Umzug in ein neues Gebäude vorliegt, der vielleicht einen Hintergrund dafür hätte liefern können, warum überhaupt das Druckereigebäude als paradiesischer Kurzzeitbetreuungsraum in das Blickfeld der Universitätsleitung rückte, bleibt aufgrund schwerer Erreichbarkeit des Kanzlers weiterhin ein ungelöstes Mysterium. Der Kanzler ist an die Studenten mit seinen Wünschen herangetreten, nicht sie an ihn. Jedenfalls soll nach dem Willen der Universitätsleitung die Studentenschaft den Umzugsbetrag springen lassen. Auf die Frage, ob es vor September vergangenen Jahres, als die Raumwünsche des Kanzlers den Studierenden in ersten Gesprächen nahegebracht wurden, etwaige Wünsche nach neuen Räumen für die Druckerei an das Kanzlerbüro vermittelt worden waren, antwortet Sebastian Schneider, Referent für Hochschulpolitik im AstA der FU: „Nein – -. Wir würden am liebsten bleiben, wo wir sind. Jeder Cent, den wir jetzt dafür ausgeben müssten, wäre einer, der uns von der Universitätsleitung genommen wird“. Schneider führt weiter aus: „Wir haben die Universitätsleitung darauf hingewiesen, dass es im Gebäude schräg gegenüber der Druckerei drei Räume gibt, deren Belegung mit dem  Career Service zusammenhängt. Sie können für den Zweck einer KiTa kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, das haben wir in einem persönlichen Gespräch erfahren. Auch ein Hochschulsportgebäude verfügt noch über geeignete, kostengünstiger für den Zweck einer Kindertagesstätte nutzbare Räume.  Wenn die Universitätsleitung diese Angebote ablehnt, ist das eine rein politische Entscheidung“. Problematisch an dem Festhalten der Universitätsleitung an ihren Einfällen ist unter anderem, dass das Gebäude nach dem vom Kanzler gewünschten von Studenten bezahlten teuren Auszug der Druckerei kostenaufwendig saniert werden müsste. Ein Baugutachten, das der AStA in Auftrag gegeben hatte, um die Folgeerscheinungen besser abschätzen zu können, ergab die Summe von bis zu 420.000 Euro. Genau diese Summe will die Universitätsleitung nun großzügig den Studenten von den Schultern nehmen.

Ein interessantes Angebot derselben Unileitung, deren Finanzknappheit im Hinblick auf ihren Mangel an Dozentenstellen bekannt ist: am 5. November vergangenen Jahres, als FU-Präsident Dieter Lenzen sich just den internationalen Action Day des International Students Movement zum Datum seiner Immatrikulationsfeier auserkoren hat, haben Lehramtstudierende bei Studentenprotesten am Henry-Ford-Bau der Freien Universität darauf hingewiesen, daß sie wegen eigentümlicher Fokussetzung Ihrer Universitätsleitung einen ganzen Bereich (Sachunterricht an der Grundschule) nicht studieren können, weil der einzige dafür eingestellte Dozent erkrankt ist. Fälle wie diese melden Studenten aus vielen Fachbereichen. Nun soll eine knappe halbe Million für den Umbau des jetzigen Druckereigebäudes ausgegeben werden. Im Hinblick auf die Ausgabefreundlichkeit von Studiengebühren erhaltenden Universitätsleitungen bundesweit gegenüber lehrefremden Aufgaben z.B. wie der Herstellung von Fanartikeln [USB-Sticks] [kurz: im Hinblick auf den Missbrauch von Studiengebühren bundesweit] lässt sich anmerken, daß die Studierenden die knappe halbe Million hätten bei Studiengebühreneinzug in Berlin selbst bezahlen dürfen. Jetzt liegt nach dem jüngsten Angebot des Kanzlers nur noch der saftige Betrag, der für den Umzug benötigt wird, auf ihren Schultern. Ob die Studierenden die derzeit eingezahlten Verwaltungsgelder für einen nicht benötigten Umzug verwendet haben wollen, fragt Lange nicht weiter.

Diese Angelegenheit ist, wie die offizielle Pressesprecherin der FU, Yvonne Wachalski [dem recherchierenden Journalisten gegenüber] zugab, eine hochschulpolitische Angelegenheit. Keine hochschulsoziale, ökonomisch-kreative oder lapidar-einfallsreiche. Was wiederum Herrn Krstin für den Fall zuständig macht. Gleichzeitig erschließt dies [diese Tatsache] den kaum konfliktarm weiterführbaren Plan zum Rausschmiß studentischen Geldes, das der AStA für Immatrikulierte verwaltet, die wütend werden können, wenn Universitätsleitungen, die nicht per Gesetz an „Studiengebühren“ herankommen, versuchen, studentische Gelder anderweitig ihrem Zweck zu entfremden. Diese traurige Tatsache ist gleichzeitig nur ein Krokodilstränchen angesichts der Gegenrechnung universitär versprochener Schnäppchen-Sonderleistungen für den Druckereigebäudeumbau mit ausstehenden Gehaltszahlungen an fehlende Universitätsdozenten. Zu genau dieser Gegenrechnung äußert sich die Unileitung bisher nicht, Nachfragen beantwortet der Sprecher der Universitätsleitung derzeit mit Strg.+Copy: „möchten wir der Entscheidung nicht vorgreifen und wir werden uns daher derzeit hierzu nicht äußern“, teilt Goran Krstin mit, erklärt dazu aber, daß es schwierig ist, andere Antworten zu geben, solange die entsprechenden Leitungspersonen sich unerreichbar halten. Das Kanzlerbüro hüllt sich angesichts dieser Frage in Schweigen.

apk

Textkörper oben: 6341 Zeichen

anm. d. red.: …und “achso, hier fehlt ein bild? soso.” -> unser illustrationsvorschlag: immer noch der weiter unten auf dieser seite sichtbare. fu-kanzler.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: