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“Kotti” Berlin. Am Kottbusser Tor in der Hauptstadt machen am 18.5.09 ein paar Leutchen einen auf “Studentenprotest”.

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update / nachbemerkung. sicherlich kann gegen polizeiseitig unternommene versuche, pressefreiheit zu behindern, nicht massiv genug vorgegangen werden. und sicherlich zeigen sich die details einer angelegenheit, auf die wir unerwarteterweise durch die zufällige entdeckung eines schnell gemachten ergänzungs-nebenbei-postings auf indymedia unter “freiräume” stießen, bei genauerer betrachtung in einem licht, das eine angemessene skandalisierung des vorfalls geboten scheinen läßt. trotzdem bleiben wir als wn030 bei unserer unten verbalisierten meinung, die von der ersten linksichtung ausgelöst worden war: “pressegespräche” – zumal gespräche, in denen über den kommenden bundesweiten bildungsstreik gesprochen werden soll, gehören nicht in einen organisationsrahmen, in dem “17+1” sich auf die füße treten. gespräche dieser art gehörten ordentlich organisiert und vernünftig angekündigt. bundesweite bildungsstreiks sind keine angelegenheit für kaffeekränzchen.

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[Berlin Pankberg 19.5.09 – wikinews030] Am 18.5.09 haben einige Berliner Überraschungseier am Kottbusser Tor inmitten des vorsommerigen (und nicht etwa vorsommerlichen) Berlin der Polizei einen kleinen Schreck eingejagt. (Und zwar, um genau zu sein, keinen Schrecken, sondern einen Schreck.) Noch genauer gesagt haben die Berliner Überraschungseier zufällig so tun können, als seien sie fast eine “Sache”, über die  die Berliner Polizei jedoch aus “polizeitaktischen Gründen” nichts genaueres sagen kann. Komischerweise sind jedoch auch einen Tag später bis auf das arme reingefallene vermaledeite Verfassungsschutzexperimentobjekt “jungeWelt”-Blatt im Grunde ein bis auf die Tatsache der erbarmungswürdigen Zeilenpreise und schlicht eine Halsabschneider-BEZAHLUNG – fast – empfehlenswertes Blatt, zumindest wenn man sich gelegentliche und nur einige der dort erscheinenden Artikel genauer vornimmt… – also bis auf ebenDAS Blatt, von dem hier soeben die Rede ist, sind fast andere Medien auf die “Nachricht” hereingefallen und sind der Meinung, daß es gute Gründe gibt, so seine und ihre Bedenken zu haben, ob es sich hier um eine Medienthema”Sache” handelt (über die aus medientaktischen Gründen nicht genauer berichtet werden kann) und wenn ja dann um welche der beiden – das eigentliche hier kurz angedeutete de.indyseitenthema  eines fröhlichen gutgelaunten 19.5.09 unter “Freiräume” oder die dort reinplatzende “übrigens”-Ergänzung.

Aber nur fast. Denn einige der anderen Medien bleiben dabei: indy ist indy, Nachricht ist Nachricht, Thema ist Thema und aber nur Paarpips sind halt nur ein paar pips. Wem die zur Information notwendigen Listenadressen nicht mehr bekannt sind, über die ein paar Radiosender mehr als nur MotorFM (des Seitenthemas) oder ein armer Schlucker (in einem halsabschneiderartig zahlenden Blatt) hätten informiert werden können, der mag sich halt erst einen Tag später an die blaugepuderte Nase fassen.

Womit nicht gesagt sein soll, daß MotorFM zum Beispiel zu diesen zwei speziellen Sendezeiten (kurz nach 6 Uhr und kurz nach 18 Uhr, zur besten Angi-VerarscheZeit) nicht gelegentlich ein absolut empfehlenswerter Sender wäre, da schließlich nicht jeder in dieser Stadt einen Sender gerne den ganzen Tag hören muß, das zwar für Erwachsene sein mag, das aber selbst DIETERinterview-Serien zu senden sich nicht zu schade ist. (“dieter” ist der vorname nicht nur des berliner polizeipräsidenten, sondern auch des derzeitigen angeblichen immer-noch-FU-präsidenten, der nur sich als gewählt bezeichnet, wozu er glaubt, per unistatuten befugt zu sein, sehen halt einige leute anders. und ja, RadioEins kann sich hier nichts ausreden, soweit geht das schon. und zwar kein DIETERinterview-witz oder interview-joke oder sonstiges mit Kopf sondern die sendeten kürzlich eine ganzer Serie solcher tatsächlicher Schmiere-Sachen, genannt “Interviews”, ein andermal genauer dazu.)

Aber kommen wir zurück zu der beinahe-themennahen-Ergänzungsuploadaktion einerseits und dem kleinen Reinfall der jungen Welt vom 18.5. nebenbeiübrigens-andererseits. Ein Journalist behauptet dort (in der jW am 18.5.09), es hätte ein bißchen Polizeistreß gegeben bei studentischen Aktionen in der letzten Zeit hier und da. Die Frage bleibt jedoch – auch wenn  und obwohl das Problem der Polizeipräsenz an und AUF Universitätsgelände allerdings ein seit Jahren kochendes und von Jahr zu Jahr brodelnder pfeifendes ist –, von welchen studentischen Aktionen, Veranstaltungen und sonstigen ‘Actions’ dort die Rede sein kann, wenn selbst die Studenten an der eigenen Uni bei Nachfrage, ob sie von Ankündigungen von “Pressegesprächen mit Studierenden in anderen Ländern” etwas gehört haben, erstaunt an den Schopf fassen sich fragend, was damit schon wieder gemeint sein könnte. Dabei sind diese Studenten an der eigenen Uni vielleicht gar nicht so unbedarft im Suchen nach Informationen und Ankündigungen, sind also damit durchaus befähigt, sich als Aussagereferenz zu bezeichnen.

Daher halten wir hier von wikinews030 uns besser an unsere Informanten, die grinsend die jW beglückwünschen zu einer gelungenen studentischen Ente und dem studentischen Enterich wünschen wir weiterhin viel Erfolg bei der Platzierung nächster Witze, weil wir der Meinung sind – “warum denn auch nicht. wo ein Blatt so mies zahlt, da kann man auch schon mal ein Fast-Thema unterschummeln”.

Ansonsten empfehlen wir zu studentischen Protesten eher

diesen Link hier

als zuverlässigere Informationsquelle zum Thema Bildungsprotest.

—-

ps. grüße an den kollegen und könnt (oder einer von euch oder zwei oder wieviele auch immer das da immer sind) ihr endlich mal aufhören, unser medium ständig abzusuchen nach dem einen beitrag, der ja laut interview offiziell als ein interview – für den Fall, daß die jW sperrt – dann als interview offiziell für dieses medium hier besprochen war und wenn wr von jW den satz nicht kapiert hat und jb von jW den satz in 20 jahren nicht kapieren wird, dann wenigstens ein paar leser sollten die chance noch haben und JA das NACHUPLOAD des einen beitrags mit DIESEM EINEN SATZ der kommt noch, wird aber wie üblich als eine upload-update-edit-ergänzung nach unten reingesetzt werden und zwar wird der beitrag gesetzt werden in genau diese eine FU-KINDERKRAMthemaseite, die ihr ständig anklickt. JA DOCH! MORGEN VIELLEICHT JETZT IST ZU TUN. und – beim thema dieser seite verbleibend hier – kurzum zur traurigen wahrheit genauer in dem einen studentenprotest-3.0-beitrag, er ist laut unserer backstage-datenbank schließlich nicht wirklich ungelesen und wir bleiben bei dieser meinung. das ganze läßt sich sogar noch knapper zusammenfassen: zuwenig leute zieht immer die bullen an. wen die privat erwischen, wen also die bullen in den eigenen vier wänden sogar überfallen als wäre man das tier, an dem der bulle sich schon immer mal so richtig austoben wollte, den erwischt es privat, daraus werden eben privatklagen. (wenn man die zeit für die findet.) aber wer als student bei thema “studentenprotest” das basis-alphabet der information (meinetwegen auch ‘medienwisschenschaftlicher’ information, wenn´s dann verständlicher wird) nicht beherrscht, dem ist beim besten willen nicht mehr zu helfen. mfg.

(zwei jemands von wn030 schauten gerade zu einem taz-schreibtisch rüber und zwar einem, über dem ein dach sich befindet, von dem man zu diesem einen bestimmten springer-glashaus so rübergucken kann und schauen dann von dort wieder zum schreibtisch zurück und sagen: “HI LIEBE TAZ WIE WAR NOCHMAL DER SPRUCH MIT DEN “ASTA-FRITZEN ” WIR HIER FINDEN DEN NÄMLICH IMMER NOCH GELUNGEN. DEN SPRUCH.)


(…nagut. wenngleich die raucherterrasse von der jW auch einen schicken ausblick hat, zugegeben. was kann das blatt dafür, daß ja WAS KANN DAS BLATT dafür daß es so bezahlt, wie es pro printzeile immer noch bezahlt. wären leute von wn030 beispielsweise demnächst wiedermal bei einer ver.di-veranstaltung – die es ja immer mal wieder gibt – würden ein paar dieser leute von wn030 leuten von ver.di zuflüstern, daß dies genau das thema wäre, über das man sich z.B. bei ver.di unter “ver.di.anern.” genauer mal unterhalten könnte.)


letztes schlußwort:

SOVIEL ZUM THEMA “THEMENNAHE ERGÄNZUNGEN AUF INDY”

und thematisch nähere bildungsprotestlink-empfehlungen.

UPDATE 20.5.09.

am 22.5.09 läuft das germanwide digitales Nachsitzen zu Thema “perfekt vorbereitete Pressegespräche zu studentischen Themen und gelungene Zeitungsenten”. Hier ist der Link und wenn Sie geduldig suchend zum Datum (22.5.09, May 22th 09) herunterscrollen, finden Sie auch den Direktlink dorthin, wo die digitale Nachsitzstunde stattfindet.)

update 2 (am 21.5.09): weil die entengrippe in der zeitungslandschaft derzeit ihre runde macht, hier die beiden zusatz-ergänzungs-indylinks mit dem themenbetreff, sozusagen mit den themenabouts dieser Seite. links, die Sie sicher hier schon erwartet haben. gerne entlassen wir Sie, lieber leser, nicht dorthin, weil: Sie haben von diesem medium hier erst die hälfte erkundet, aber wenn Sie`s denn so zieht: zurückhalten werden wir Sie nicht. link zu Entengrippe 1Entengrippe 2. (was an einem pressegespräch mit studentischen themen ein pressegespräch sein soll, was die studentischen themen da sollen, wenn ein haufen studis sagt: zu spät brüllen ist zu spät entweder vorher richtig informieren oder sich über spüche später nicht wundern” – das – können Sie, lieber leser, anhand dieser entengrippelinks hier selber herausfinden.)

update zum thema “intermediales herumgemotze”. (update 21.5. kurz vor mittag.) auch wenn man gedacht hätte, daß z.b. studis gezielter kommentieren, fühlen wir uns geehrt, einen jüngst gesichteten anmotzversuch wenigstens gefunden zu haben – zwar nur unter entengrippe eins gefunden zu haben – aber immerhin gefunden zu haben. die ergänzung ist zwar an die entengrippe-leserschaft verfaßt, was uns aber nicht davon abhalten soll, die “wortmeldung” dort genauer unter die lupe zu nehmen. begründung: wir fühlen uns davon angesprochen, weil die wortmeldung sich auf eine ergänzung mit einem link zu unserem medium zu beziehten scheint.  unter entengrippe 1 motzt es sich also derzeit wie folgt: “bescheuerte Ergänzung” von steffi (ob steffi m oder steffi w, hat steffi nicht dazugeschrieben) am 20.05.2009 – 20:19 – und zwar des wortlauts: “Finde es gerade etwas merkwürdig wie hier (eine oder mehrere Personen?) den Versuch starten das ganze als Presseente darzustellen. Habe bis letzten Sommer selber in Berlin studiert und war dort auch in einem studentischen café aktiv. Allein zu den jährlichen Wahlen zum Studierendenparlament treten dort mehr als 40 Gruppen an. Einige davon sind zwar nicht so aktiv, aber dafür gibt es auch einige aktive Gruppen die nicht bei den Wahlen mitmachen. Ich kann nur für mich nur sagen, dass ich obwohl ich hochschulpolitisch interessiert und engagiert war von allen Veranstaltungen die in Berlin gelaufen sind rechtzeitig etwas mitbekommen habe. Da es sich bei der Sache am Kotti außerdem um ein Pressegespräch gehandelt haben soll frage ich mich wirklich was einige Leute erwarten – das vorher in der Mensa geflyert wird? …” – daraus läßt sich also erschließen, daß steffi m oder steffi w (eine von denen oder vielleicht sogar beide) im “letzten sommer” entweder im roten café an der FU oder in der krähe “aktiv” gewesen ist, soso. dann belehrt uns steffi m/w, daß  “Allein zu den jährlichen Wahlen zum Studierendenparlament …dort mehr als 40 Gruppen” antreten. von welchem “dort” nun die rede ist, muß der “dort”kenner allerdings alleine erschließen. weiterhin erfahren wir von steffi m/w, daß es  (“dort”) “auch einige aktive Gruppen” gäbe, “die nicht bei den Wahlen mitmachen”, was wir, weniger erstaunt als uns unterstellt werden könnte, sogar sofort abkaufen. Dann fragt steffi m/w, ob die einigen von der entengrippe angesteckten erwartet haben, daß (steffi ist hier ein das/daß-fehler rausgerutschttippt, aber sei´s drum…) daß “vorher in der Mensa geflyert wird?” – der entengrippeseite ist jedoch zu entnehmen, daß  diverse wortmeldungen deutlich auf kosten- und zeitfaktoren analoger mitteilung hingewiesen haben und gerade bei dem hinweis auf vermuteten schnellschuß-extrasuper-pressegespräch-vorbereitungsdrang der profi-orga-leute dort (von welchem “dort” auch immer hier die rede sein kann…) – daß also gerade unter dem hinblick auf die vermuteten randbedingungen der profi-organisation des pressegesprächs sachte hingewiesen wurde, daß das versagen in punkto information VOR dem pressegespräch statt mediengelabere HINTERHER -> daß genau dieses das pünktchen ist, auf das auch dieses medium wie oben zu sehen möglichst freundlich hinzuweisen versucht. es gibt “dort” (“wo auch immer”) einen haufen funktionierende mitteilungskanäle, darunter einige günstigere, schnellere und zuverlässigere (zuverlässigere obwohl gefährlich modern-digitale) als selbst analoge flyer und plakate, die den extraprofi-pressegesprächorganisateuren zumindest zum teil sehr gut bekannt sind. die ausrede zur kommunikations-bauchlandung würde uns daher bis heute sehr. SEHR. interessieren. die wortmeldung / der satz “ich kann nur für mich nur sagen, dass ich obwohl ich hochschulpolitisch interessiert und engagiert war von allen Veranstaltungen die in Berlin gelaufen sind rechtzeitig etwas mitbekommen habe.” ist in diesem themazusammenhung auf den ersten blick ingteressant, bis uns steffi m/w aber die weiterleitung der originalen – rechtzeitig vorinformierenden – a) z.b. listennachricht zugeschickt hat oder b) die adresse einer wikiseite mit dort unter verlauf sichtbarem datum der vorabnachricht – also keine nachgetragene sondern rechtzeitig dort gesetzte vorabinformation,  oder auch den direktlink nach “dort vielleicht so” – mit – ‘dort’ – sichtbarem datum der rechtzeitigen setzung der information – bis wir eines wenigstens davon erhalten, lesen wir diesen satz als eben das: mag sein, daß steffi m/w FRÜHER mal an dieser uni bestimmte infos zu “sachen divers wo auch immer” manchmal rechtzeitig bekam, bis ersie uns jedoch den beweis (mailadressen unter “about dieser seite”) zugeschickt hat, ist das aber kein satz, der IRGENDETWAS mit dem thema “perfekt vorbereitete sonderhyperpressegespräche mit studis von außerhalb und zwar aus dem jahre 2009” zu tun hätte. am wunderbarsten finden wir in dem letzten zitierten satz von steffi das wörtchen “obwohl”, das – lassen wir jetzt aber mal unkommentiert stehen (wie man sieht.). wn030.

UPDATE. und tatsächlich stürzt sich > am 20.5.09 auch die taz < auf das brandheiße Thema des von der Polizei gestörten “Pressegesprächs” – hier werden langsam Details erkennbar. Die Rede ist von sage und schreibe ganzen 17 Studenten, die sich in einem Café versammelt hatten. Zu einem Gespräch mit der “Presse”. Um genau zu sein, mit einem jW-Journalisten. Die taz spricht zwar von “Medienvertretern” in Plural, jedoch ist selbst auf den dritten Blick nicht nachvollziehbar, wie sie zu dieser Mehrzahlformulierung kommt. Also zumindest wn030 kann man vieles vormachen, aber daß eine studentische Kungel-Kaffeerunde von 17+1 sich als “Pressegespräch” von Studierenden bezeichnet, das wollen wenigstens wir nicht übernommen haben. Zu Pressegesprächen mit Studierenden gehören eigentlich mehr. Sowohl auf Studierenden- wie auf Medienseite.

Zurückkehrend vom Gemeckere an studentischen Organisationsfähigkeiten – und hier hapert es in punkto Protestorganisation an der Freien Universität bisher [Stand 26.5.09] an allen Ecken und Enden, so berichten Studierende von fehlenden Informationsangeboten an ihrer Universität zum kommenden Bildungsstreik, der schließlich in nur zweieinhalb Wochen in Deutschland stattfinden soll, und an dem sich zumindest am 19.6. auch studentische Gruppen in Frankreich, Belgien, Spanien und Italien beteiligen werden. Wer digital noch unvernetzt ist, wird in vielen der studentischen Cafés im Hauptgebäude der FU bespielsweise diesbezüglich im Regen stehen gelassen. Auch außerhalb der Universität ergibt sich ein ähnlich enttäuschendes Bild: bis auf vereinzelte zwei bis drei Restplakate zum Bildungsstreik (ab dem 15.6.), die an wenigen Alleebäumen um die FU noch zu sehen sind, ist hier bisher erstaunlich wenig unternommen worden. Innerhalb des Gebäudes wiederum springen ein paar gelbe Aufkleber an den Hauptstraßen der FU-Silberlaube ins Auge, aber auch nur dem, der danach sucht. Gezielt verteilt wurde hier offenbar noch gar nichts oder erschreckend wenig. – Zurückkehrend jedoch vom notwendigen Gemeckere an studentischen Protestorganisations”fähigkeiten”, ergibt die Beschreibung des Vorfalls, wie sie der taz zu entnehmen ist, ein anderes Bild mit neuen Fragen. Lassen wir das “Pressegespräch” außen vor. Hier will der Veranstaltungstitel dem Leser etwas vormachen, was der Leser nicht unbedingt aufgreifen wollen muß. Nehmen wir aber die studentische Kungel-Runde als solche, also als was sie ist, eben als studentische Kungel-Runde, dann wird genau hier trotzdem interessant, weshalb die Polizei nach Gutdünken meint, bei Treffen welcher Art auch immer, Fotografier- und Telefonverbote erteilen zu dürfen. An diesem Punkt wird das Verhalten der Polizei erstaunlich.  Auch das Abführen von  Caférundenbeteiligten zu Einsatzfahrzeugen mit Durchsuchungen und Personalienaufnahmen ist keine Lappalie: polizeiliche Datenbanken zeigen sich nicht selten als digitale Bestie mit viel Appetit,  immer für das Zufüttern mit neuen Namen für neue polizeiinterne Datenvitas dankbar. Umso leichter fällt der Übergriff bei jeder späteren Wiederbegegnung bei – echten – studentischen Veranstaltungen, bei Protestaktionen oder Demonstrationen. Fällt innerhalb einer Auseinandersetzung inmitten eines späteren Interessenkonflikts – beispielsweise des Konflikts zwischen Pressefreiheit und dem illegitimen, von der Polizei jedoch trotzdem häufig gezeigten Interesse am Ausschluß der Öffentlichkeit bei eigenen Vorstäßen ins Rechtlich Fragwürdige –  oder auch inmitten des Interessenkonflikts zwischen dem Anspruch auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit und dem Interesse von Einsatzleitern, deren Kenntnisse von Grundrechten nachweislich selten lückenlos sind – das Stichwort, der/die sich im Konflikt mit der Ordnungsmacht Befindliche sei “bei uns bereits bekannt”, wie manchmal die Formulierung hierfür lautet, wird umso hemmungsloser, unkontrollierter und tabufreier zugeschlagen. Insofern ist auch die willkürliche Abführung von einem Cafésitzplatz und anschließende Personalienaufnahme keine Lappalie…

Written by wn030

May 19, 2009 at 12:26 pm

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