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feuilleton (under construction)

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der folgende Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. “textcode option” included. reprintanfragen können an die unter “about” (navigationsleiste) sichtbaren mailadressen gesendet werden.

apk für wn030, 1.6.2009

wort

Das Leben ist kein Ponyhof und wenn, dann Ponys für Alle!“

absatz

Prenzlauer Berger Lesarten einer Streetart-ähnlichen Sprühaktion.

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Wer Anfang Mai mit Augen eines Großstädters – geöffnet, wachsam möglichen wartenden Fallen auf dem Bürgersteig ausweichend – die Schönhauser Allee entlangspazierte, dem dürften sie aufgefallen sein: weiß, klassisch-schlicht, drei Worte und ein Ausrufezeichen. Auch wer aus Wedding seine Schritte Richtung Mauerpark lenkte, womöglich um nebenbei den Reifegrad der noch grünen zukünftigen Mirabellenfrüchte am Mauerstreifen abzuschätzen, dem dürfte das Weiß des gesprühten Slogans in die Augen gesprungen sein.

absatz

 

“Ponys für Alle!” – Was will dieser Spruch? Bei dem Gespräch mit einem Anwohner der Kopenhagener Straße, die an beiden Enden auf einzelne dieser Sprühspuren stößt – einige davon sind selbst ende Mai noch gut zu erkennen – äußert der Anwohner die Vermutung, der gesprühte Slogan müsse etwas mit “Das Leben ist kein Ponyhof” zu tun haben. Dieser auf den Erfahrungsschatz westlichen Vorortnachwuchses anspielende Spruch zierte den Titel einer Demonstration im Jahr 2005. Die Demonstration wurde 2008 auf indymedia literarisch nachbearbeitet, als nach einer langen Vorlaufzeit schließlich der Freispruch eines Demonstrationsteilnehmers auf dem zum Theatersaal erklärten Gerichtssaalparkett – im III. Akt des über Vernetzungslisten angekündigten Stücks “Kamera-Arschloch” – erklärt wurde.  Alle Teilabschnitte des Gerichtssals-Theaters bis zum Freispruch wurden von Rezensionen auf indymedia begleitet. Spruch und Demonstrationstitel gehen auf die Suche von Studiengebührengegnern nach einem geeigneten Ort für das “Summercamp of Resistance” 2005 zurück, denen nach dem Scheitern von Verhandlungen über den Kreuzberger Mariannenplatz von der damaligen Bezirksbürgermeisterin ein Ponyhof als Alternative angeraten wurde. Aufgegriffen wurde der Spruch anschließend von einer Hochschulgruppe, die sich im Folgejahr als linke Liste an der Freien Universität Berlin zur Wahl gestellt hatte. Über Aufkleber verbreitete sich der Spruch schließlich über studentische Räume wie die Offene Uni BerlinS, Toiletten linker Kneipen sowie generell im universitären Raum. Gut möglich, daß der Anwohner, der, obwohl selbst kein Student, regelmäßig studentische Räume nutzt, deshalb diese Vermutung äußert.

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Bei genauerer Betrachtung des Streetart-Spruchs zwingen sich aber auch andere Parallelen auf. Die Wahl des “Bildgrunds” – der Bürgersteig -, das Weiß der gewählten Farbe, das Ponymotiv – wird hier dem Vorbild Rosinantes nachgeeifert? Oder hat sie hier vielleicht selber ihre Finger im Spiel?

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Rosinante ist Schöpferin der Pferdehufe-Abdrücke, die in den Sommern 2006 und 2007 Straßen, Bürgersteige und vereinzelt auch Hauswände in Berlin geziert hatten, darunter auch – schräg und eigenwillig, über Gitter gleichsam hinwegspringend, den Übergang über die Eberswalder Straße zum Mauerpark und dessen Begrenzung zur Gleimstraße hin. Die Hufe hatten einen Bericht auf Radio Eins und einen Beitrag in der Morgenpost (vom 17.6.2007) nach sich gezogen, in dem Wolfgang Krause, in den 90er Jahren Hauptakteur der Aktionsgalerie “O2”, Organisator der Knochengeld-Aktion von 1993 und früherer Gastdozent an der Kunsthochschule Weißensee, dem ihm unbekannten Schöpfer der Hufe 100 Euro für die benutzte Schablone geboten hatte.

wort

 

Zwischen dem Hufabdruck als Zeichen und der Wahl der Buchstabencodierung von “Ponys für Alle!” steckt zwar ein zu großer medialer Bruch, um nicht über mögliche Beweggründe dieser drastischen Änderung zu sinnieren, doch wer wollte einem Künstler den Wechsel in Form, Stil und Medium absprechen?

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Höchstens der Künstler selbst. Bei einem Gespräch mit wn030 teilte “Rosinante”, die sich derzeit in Wien aufhält, wn030 gegenüber mit, daß ihr das Auftauchen von “Ponys für Alle!” bereits von mehreren Seiten zugetragen wurde. Der Hintergrund des Spruches sei ihr zwar unbekannt, doch die “Mischung aus Kleinmädchencharme und subkultur-typischer Forderung ‘Für Alle!'” empfindet sie als gelungen. Trotz der Parallelen hat sie jedoch nicht den Eindruck, daß der Sprühspruch ihre Hufe-Spuren rekurriert, die zwar bereits 2007 von vielen Berliner Mitaktivisten und mittlerweile auch von Künstlern in anderen Städten aufgegriffen wurden, doch unter Beibehaltung der Form und meist gut vernetzt, so daß von einer regelrechten Künstlergruppe der “Hufonauten” gesprochen werden kann, die “Horse Art” in den großstädtischen Raum, u.a. auch nach St. Petersburg und Miami trägt.

 

Unmittelbar zu ihren Hufabdrücken angestoßen wurde sie nach eigener Aussage vor drei Jahren von den Vorbereitungen für die Fußball-WM 2006 in Deutschland, die verdeutlicht hätten, wie stark dieser Sport trotz allem immer noch als Männersport die Alltagserfahrung von Männern auch jenseits der Jugendjahre prägt. Sie sieht darin ein weiteres Zeichen für die Rückständigkeit der Gleichberechtigung in einer nur scheinbar emanzipierten Gesellschaft. Während Männer ihren Lieblingssport aktiv und passiv bis in das hohe Alter beibehalten können ohne ihre persönliche Integrität dabei zu gefährden, seien Mädchen gezwungen, spätestens bei Erreichen der Volljährigkeit ihrem Jugendsport zu entsagen: “spätestens mit 17, 18 muß das Mädchen das Reiten aufgeben, sonst macht es sich – in der Schulklasse, im Freundeskreis – lächerlich”, so Rosinante. Sicherlich eine Problematik, die einen begrenzten Anteil des weiblichen Nachwuches berühren dürfte, gilt doch das Ponyreiten bis heute eher als Hobby von Kindern aus besser situierten westdeutschen Reihenhaussiedlungen – als kleiner Gegenpol zur 2006 das gesamte Land überziehenden Fußballhysterie jedoch eine sympathische Geste.

wort

 

Mittelbaren Anstoß bot die Auseinandersetzung mit dem großstädtischen Raum als offenem Freiraum, der zur Brechung gewohnter Sichtweisen, aber auch zur ‘privat-autonomen’ künstlerischen Infragestellung stadt- und verkehrsplanerischer Unsitten einlade. “Am Ende der Oderberger Straße, hin zum Mauerpark hatte man plötzlich diese Absperrungen aufgebaut”, sagt sie wn030 gegenüber. “Niemand verstand, wozu diese Absperrungen gut ein sollten, früher kam man ohne Hindernisse über die Straße”. Folgerichtig führten auch ihre Hufspuren über das Absperrgitter hinweg, als stünde dort nichts – und sie überquerten die Straße in eigenwilliger Wiederaneignung des Straßenlands: schräg, zielsicher führten sie vom Absperrgitter direkt in das Grün des Parks, als stille Absage an Normierung und Straßenverkehrsordnung auf einem seit Jahren von Fußgängern dominierten Stück Straßenland. Mit den “Berliner Pferdesprungveranstaltungen” hatte Horse Art schließlich 2008 aktionistisch den Sprung über Straßenabsperrgitter geübt. Unweit der Galerie Engeler an der Kreuzung Schwedter Straße / Kastanienallee (Erste Pferdesprungveranstaltung) und an der Hufelandstraße (Zweite Pferdesprungveranstaltung) wurde vom Freundeskreis  der “Hufonauten” das Absperrgitter zum Aktionsobjekt und herausfordernden, überwindbaren Hindernis umfunktioniert.

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Und “Ponys für Alle!”? Auf der Bloqseite einer Musikband, die eine Platte mit gleichnamigem Titel veröffentlich hat, werden im Mai 2009 Äußerungen lesbar, die einem Bekenntnis zum gesprühten Spruch gleichen und eine Vereinnahmung der Sprühaktion für eigene Werbezwecke vermuten lassen. Der Anwohner der Kopenhagener Straße schüttelt dazu den Kopf: “Das wird nicht gelingen. Es wäre nicht das erste Mal, daß sich der Kommerz beliebte Streetartstile und Underground-Formen einverleiben will. Das kann es nicht sein. Leben ist kein Ponyhof und wenn, dann Ponys für Alle!” ergänzt er schmunzelnd. Vom Freispruch des Teilnehmers der „Das Leben ist kein Ponyhof“-Demonstration hatte er als grundsätzlich analoges Wesen zwar noch nichts gehört, doch mit seiner Vermutung könnte er recht haben – ist der Demonstrationsteilnehmer schließlich vom Verdacht freigesprochen worden, ein in der deutschsprachigen Literatur schon 225 Jahre zuvor geadeltes klassisches Wort (s. „Götz von Berlichingen“) beleidigend verwendet zu haben. Die klassische Schlichtheit des Formats, das klassische Weiß – versteckte Hinweise auf den politischen Subtext des Spruches? Der Anwohner zieht weiter: „Jetzt jedenfalls schon.“

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Mag sein, daß die Band in in Charlottenburg oder Wilmersdorf mehr Erfolg damit gehabt hätte, die Sprühaktion für sich zu vereinnahmen. Im Prenzlauer Berg scheint jedoch die Aussagekraft anderer Lesarten klares Obergewicht zu behalten. Die Rezeptionsästhetik spricht dem Text – und sei er noch so kurz – eine „Intention“ entschieden ab. Der Leser und nur er erschafft den Text Kraft seiner Wahrnehmung. Ein Beispiel, wie Repolitisierung kommerzieller Aktionismen in widerständigen Kiezen funktionieren kann.

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Image Hosted by atpic (c) anna panek

 

 

nachtrag 29.1.2011. “auf der in weißen Buchstaben geschrieben steht: Das Leben ist kein Ponyhof”.

About “feuilleton”

(wn030 26.5.09)

entgegen den üblichen publikationsgewohnheiten von wikinews030 [zeitnah erscheinende berichte, kurzreportagen , längere beiträge und kürzest-update-ticker] handelt es sich bei “feuilleton” um eine auf dauer angelegte ressort-sparte, die feuilleton-beiträge aus dem bereich engagierter kunst und literatur sowie den schnittstellen zwischen protestbewegungen und den von ihnen evozierten künstlerisch nicht unbedeutsamen demo-kunstwerken (sogenannte “tranpis”, flugblattkunst, ähnliches). feuilleton wird diese beiträge gesammelt auf einer seite zum lesen (und für den reprint) anbieten. sofern möglich, werden hier auch archivbeiträge aus anderen beiträgen erscheinen, wofern es sich um beiträge handelt, deren urheberrecht die bei uns einsendenden autoren besitzen.

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diese seite befindet sich derzeit (26.5.09) noch im ausbau. eine andeutung auf “hintergründe, zusammenhänge und prioritäten divers” kommender feuilletonthemen auf wikinews030 ermöglicht eine  kurze überschau über das update dieser seite.

absatz

absatz

 

die uns bisher angekündigten themen:

noch ein wort

1. “PONYS FÜR ALLE!” – bekommt die nur offiziell derzeit inaktive liste DAS LEBEN IST KEIN PONYHOF nun einen neuen slogan oder hat nur ein streetart-neuling rosinantes spuren findig aufgegriffen? – über frische (bottom-up-rezipierbare, da von bürgersteig in die augen des flaneurs sendende) kunstaktionsspuren (gesichtet mai 2009) im prenzlauer berg (schönhauser allee, in der nähe des moritzhofs, die brücke nach wedding entlang). incl.: o-ton interview mit der derzeit in wien weilenden schöpferin der hufspuren in berlin-prenzlauer berg und berlin-mitte des sommers 2007 und 2008, rosinante herself. (mitglied und treibende kraft der hufonauten, die die hufspuren bereits u.a. nach st. petersberg und miami getragen haben.)

mit unwiderlegbaren argumenten räumt der beitrag mit einem schlag alle gerüchte vom tisch, daß es sich bei  dieser streetart nur um die kopie des streetart-verfahrens und im grunde um den bloßen werbegag einer durchschnittlichen band handelt, die slogan wie aktion derzeit auf einer bloqseite auf ihre fahnen zu schreiben beginnt.


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2. “WAS IST DIE FLIEGENDE UNI?” – ein feuilletonbeitrag incl interview mit dem schöpfer einer polit-literarischen lesereihe, die derzeit v.a. im berliner kaffee burger sich ihres daseins weiterhin freut.

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3. DER DEMOFLANEUR. eine gründlicher auf die flaneur-theorie von walter benjamin eingehende rezension eines bestimmten sekundenbruchteils der improvisationstheater-szenerie vom berliner alexanderplatz, gesichtet anläßlich der kundgebung der soligruppe brunnenstraße 183 aus dem jahre 2009 (zur kundgebung selbst siehe update weiter unten auf https://wikinews030.wordpress.com/2009/05/15/brunnenstrase-183-sieht-immer-roter/ )

sowie

möglicherweise, diese einsendung ist uns bisher nur angedeutet, noch nicht sicher versprochen worden

möglicherweise ein beitrag zum thema “KUNST- UND KÜNSTLERPHOBIE BEI INDYMEDIANERN – verschwindende beiträge und ihr zusammenhang mit sprachlicher hypernormierung der linken szene”. hintergrund ist die sichtung einer löschmeldung auf einer indymedia-seite. das schwinden eines beitrags zu einer tanzperformance vom mai 2009 (das thema tanzperformance myfest berlin schwand durch die löschung eines beitrags vom 13.5., wie eine kürzlich sichtbar gewordene ergänzung auf indymedia uns mitteilt) scheint der person, die uns die einsendung angekündigt hat, offensichtlich den einsatz einiger schreibarbeitsstunden wert. es handelt sich, nebenbei bemerkt, um einen beitrag des weddinger matthias von hoff, den ein ahnungsloser indymod(erator) aus den ressorts soziale kämpfe und kultur gelöscht hat. wie eine forumseite vermeldet, zieht eine wachsende gruppe langsam wütend werdender berliner gegen eine hamburger indygang (und ihre vereinzelten berliner freunde) zu felde. moderates moderrare humanum est, aber too much moderare est eines feuilletonbeitrags wert.

wort

und last not least: WIE GEHT ES NACH DEM ZITAT AUS T.A.Z. von hakim bey weiter? – Teil zwei eines Textgewerks mehrerer schreibender Hände (<- link 1), (link 2->)die potenziellen Textpartner des zweiten Teils sind noch in Diskussion. beziehungsweise im gespräch, um noch genauer zu sein (<- link 3), beziehungsweise im schreibgelaber, um es ganz auf den punkt zu bringen (<- link 4).

 

 

 

 

Written by wn030

May 26, 2009 at 11:26 am

Posted in kultur, literatur, medien

14 Responses

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  1. Liebe Kollegen,

    ich finde “about” nicht, deswegen an dieser Stelle meine Frage, ob ich obiges pony-feuilleton in den blog “hier spricht der aushilfahausmeister” (taz.de) kopieren darf. Die ganaze Zeit habe ich mich gefragt, wer diese wunderbare aktion “ponys für alle” sich ausgedacht hat. Nun habe ich bei euch eine erschöpfende antwort gefunden.
    Gruß
    Helmut Höge

    Helmut Höge

    June 2, 2009 at 8:20 pm

    • Hallo lieber Helmut Höge,

      wir entschuldigen uns für die verspätete Antwort auf Deine liebe Anfrage. Hier spricht die Vertretung des Kassenwarts, der Kassenwart ist seit den frühen Junitagen am Kassefüllen irgendwo. Wo genau, will der Kassenwart nicht verraten. Er hat uns aber durchgegeben, ihr könnt die Zeilen haben. Was sollen wir dem Kassenwart ausrichten?

      Die Vertretung (und Putzkraft), die gerade “About” beim Aufräumen gefunden hat: weiter nach da –> und dann nach oben.

      teeater

      August 12, 2009 at 11:16 pm

  2. Liebe Kollegen,

    vielen Dank für eure Antwort, sie kam nicht zu spät – viele “Ponys für alle” sind noch lesbar auf dem Pflaster der Großstadt. Richtet dem Kassenwart bitte aus: Alles wird gut!

    Dank und Gruß
    Helmut Höge

    Helmut Höge

    August 18, 2009 at 12:26 pm

  3. Lieber Helmut Höge,

    vielen Dank für Deinen prompten Besuch, wir richten das dem Kassenwart gerne aus. Zwecks Zusatzfinanzierung – es muss ja nicht gleich eine Onlinepoker-Werbung sein (furchtbar, wer hat euch das an die Hacken geklebt damals? Schön, dass man diesen Banner bei euch nicht mehr so häufig sieht)… aber wegen den Nachrichten an den Kassenwart. Man könnte ja sehen, ob sich nicht Spannenderes findet zur Zusatzfinanzierung an der Seite. Vielleicht was mit Fahrrädern? Die Putzkraft kennt da jemand. Oder nochmal was zum iPhone? Da kennt der Kollege der Putzkraft (der steht nur rum, macht nicht viel, ist aber irgendwie der Kollege der Putzkraft, wir haben da auch keine Ahnung) – der jedenfalls, sagt die Putzkraft, könnte vielleicht dort was ans Land ziehen. Jetzt also wegen Zusatzfinanzierung.

    Oder wie jetzt?

    … ps. macht euch wegen Onlinepoker damals nicht zu viele Sorgen, eure Nachbarschaft hat da ganz lustige ähnliche Probleme derzeit :] ein onlinegärtnerspiel beim armen ND, beizeiten genauer, meine güte….

    teeater

    August 18, 2009 at 1:16 pm

  4. nachtrag. neulich gefunden: ponytext bei hausmeister. noch ungeklärt: http://blogs.taz.de/hausmeisterblog/2009/06/23/das_soziale_herstellen/#comment-58249

    teeater

    September 7, 2009 at 7:40 pm

  5. Lieber Wn30,

    deine/eure Frage muß ich leider zurück geben: Was soll ich denn nun machen – was hinzufügen, den Text löschen…? Bitte melde dich. Ansonsten sei noch erwähnt, dass ich den Text nicht einfach so übernommen habe, sondern vorher gefragt, ob ich das tun darf.

    freundliche grüsse
    Helmut Höge

    Helmut Höge

    September 11, 2009 at 3:51 pm

  6. Lieber Helmut Höge,

    schön, dass Du Dich nochmal gemeldet hast, wir haben hier nämlich wirklich ein problem bei diesem fall. Wir können das nicht alleine entscheiden, es wird über den fall debattiert und – es ist keine leichte angelegenheit. vielleicht entscheiden wir das wirklich lieber mit Dir zusammen, wir fassen uns so kurz wie möglich.

    1.) “sondern vorher gefragt, ob ich das tun darf.”

    aw wn030: das ist richtig, allerdings hast Du den text vor unserer antwort übernommen, und zwar in dem folgenden zustand:

    – integriert in deinen blog. unser autor sagt: das ehrt ihn. wir sagen: ja, aber.
    – integriert ohne angabe der quelle (weder ausgeschrieben noch verlinkt)
    – und (vor allem… das ist schwierig, denn wir hier sind schon an unsere angaben gebunden. vielleicht hast Du die entsprechenden seiten schon entdeckt, einige unserer leser lesen das, was in ‘About’, und ‘Erwartbares’ steht) – sogar ohne autorkürzel. unser medium ist, wie gesagt, seit kurzem soweit legalisiert, dass wir VG Wort – chiffres werden bald eingliedern können, allerdings ist dies nur eine behelfsmaßnahme. das war ein vorschlag unseres autors, der gesagt hat, dass man dann eben bei Dir die chiffre einsetzen kann. damit es wenigstens nach außen ein bißchen … Du verstehst.
    – und nein, wir würden und möchten uns nicht darüber streiten, warum weshalb wir das netz als solches nicht für einen selbstbedienungsladen halten, zumindest in welchen fällen und warum. und da wir es bei Ihnen/bei Dir mit einem publizierten (da sind sogar solche edel-szene-verlage dabei wie basisdruck, wie wir kürzlich erfahren haben) autor zu tun haben, ist die integration eines textes a) in den offiziellen blog einer zeitung b) und dann auch noch in den blog eines autors dieser zeitung, der nunmal, was die eigentliche zeitung betrifft, nunmal zweifelsfrei sagen wir – nun doch schon mit der zeitung einiges zu tun hat… (beschreiben wir´s mal so), c) eines publizierten buchautors d) in einem vollkommen ‘für lau’-zustand einfach für uns – schwer – schwer tolerierbar. unser autor sagt: a) bis c) macht ein auge zudrücken möglich, wir sagen: ganz im gegenteil. eben weil a) bis c), ist die integration, so wie sie bisher ist, … für uns ein ungelöster fall. unser autor sagt außerdem: e) da wäre ein text in einem digitalen kiezszenen-literaturheft (link können wir nachreichen), das von unserem autor mal redigiert wurde, da sei Dein text auch drin usw. daher sagt der autor: auge zudrücken möglich. wir sagen hingegen: auf keinen fall. das andere heft ist eine angelegenheit zwischen Ihnen und unserem autor. der text “Ponys für Alle!” ist ein text, der über unser medium vermittelt wurde. daher… – wie Sie sehen/wie Du siehst, nicht einfach.

    wir haben daher folgenden bearbeitungsvorschlag:
    1.) nachgetragene chiffre-integration (vg wort), müßte durch die bearbeitung der blogseite Deinerseits erfolgen. (wir geben die dann an Dich durch, die zahl.)
    2.) nennung des autorkürzels.
    3.) nennung des ursprungsmediums (“wikinews030”) mit verlinkung (verlinkung nicht zur feuilletonseite – der link lautet https://wikinews030.wordpress.com/ )
    4.) ver.di wird sich zunächst ein bißchen dagegen zu sperren versuchen, das als printnachweis zu akzeptieren, aber das thema übernehmen wir. wird nicht einfach, wir werden da ein bißchen erläuternd diskutieren müssen (können wir jetzt schon aus erfahrung absehen), aber wie gesagt – das problemchen nummer 4 hieven wir auf unsere schulter hier.

    wäre das ein vorschlag?

    wn030

    teeater

    September 11, 2009 at 5:53 pm

    • autor hier und das ist totaler quark. das mit der übernahme von dem sein text in unser sonderkiezheft ist ne vorher normal besprochene sache gewesen, angefragt, text hatte ich dann erhalten. hab’s dann nach erhalt weitergegeben an redax vons kiezsonderheft. so und wenn der hausmeister jetz[t] finger hochnehmen und meinen will, dass das auch hier dann sage ich (auch ich)

      ~:] klar.

      “be-wei-se…”

      (und so.)

      .

      .

      wn030: tippfehler wurde korrigiert. (da stand “jetz”)

      .

      quark

      February 22, 2011 at 10:48 am

  7. auf die frage zur vg-wort-chiffre setzt die taz erst am 30.11. etwas online, das sich fast wie eine antwort lesen ließe…

    http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/taschengeld-fuer-autoren/

    teeater

    November 30, 2009 at 11:19 pm

    • spät-update: ne, dazu wird es eine nach-antwort geben, weil das doch gehen soll, soweit hier zu hören ist. dass die noch nicht drin sind, liegt nur daran, dass irgendwoher die bezahlung für den text ja nun kommen muss. und nun arbeite als “professionelles irgendwas” und kümmere dich gleichzeitig um diese chiffrensache, die gar nicht so unspannend aussieht oder hoffnungslos, von meiner seite des schreibtisches aus zumindest. hab ja den stapel vor mir. seit einer weile. mit den bestätigungen für dies und das.

      ich muss mir mal urlaub buchen für nen monat oder so. nicht jetzt sofort, aber ich glaub, dafür buch ich mir mal urlaub und dann quatschen wir nochmal. wollen wir doch mal sehen..

      autor auf urlaub

      July 10, 2011 at 4:35 pm

  8. Hm.

    Das scheint ja ein bißchen in Richtung dieser Thematik hier zu gehen, oder täusche ich mich:
    http://www.neunetz.com/2010/06/25/ctrl-verlust-auch-faz-redakteure-missachten-cc-lizenzen/

    (Unterschied: Hier gab es keine CC-Lizenz, der Beitrag war ziemlich offensichtlich als geschützt markiert. Schon komisch.)

    gast

    June 26, 2010 at 1:02 pm

  9. ok. HALLO LIEBER HELMUT.

    da ja nun ein weilchen verstrichen ist und wir etwas zeit hatten, darüber weiter zu beraten, etc pp., kurzundgut: hier ist unser beschluß.

    – weil, Du schreibst ja oben fragend, ob Du den text dort löschen solltst. unsere antwort: NEIN, BLOß NICHT! lass den da, der ist da gut aufgehoben.

    solange aber die vor einem jahr gegebenen bedingungen nicht erfüllt sind.
    als da wären – scroll up for it –
    1.) deutliche nennung des autorenkürzels auf deiner seite (kürzel siehe beitrag, der stand da auch da, bevor Du ihn kopiert hattest. wir wissen das, du weißt das.
    2.) direkte verlinkung hierher. (fehlt auch immer noch)

    und: ein bißchen “klingeling”. ein paar nette groschen. et-was (…leider…) von den festen-freien-kröten, weil der vermieter unseres autors will blö-der-weise auch jeden monat was, genauso wie Deiner und ein text ist ein text.

    kostet. keine diskussion.

    an unser redaktionskonto, der süße betrag, wir haben hier auch sachen zu finanzieren.

    schicken wir zu, aber direkt. die anfrage nach unserem konto muß von Dir kommen.

    bis uns diese mail nicht erreicht, soll heißen solange das nicht erledigt ist, zahlt die taz in “tages-sätzen statt strafe” ab.

    dann hätten wir das, glauben wir, geklärt.

    wn030.

    teeater

    August 2, 2010 at 9:31 am

  10. wn030-21 (zum bild oben)

    …also ich lese RÜFPONALYSE.

    .

    [hat jemand ein wörterbuch?]

    teeater

    February 20, 2011 at 10:43 pm

  11. erm..

    teeater

    January 19, 2012 at 3:48 pm


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