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Räumungsgefahr in Berlin Friedrichshain – Demonstration am 8.9.2009

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(platzhalter, vorbereitend. fotos und bericht zur demonstration im laufe des abends vom 8. auf den 9.9.2009) – anm. 21h: weitere fotos und ergänzung des beitrags ab 23h (verwaltungsbezirk friedrichshain-kreuzberg)

[wn 030, Berlin] Am heutigen Dienstag haben in Friedrichshain 700 Menschen (anm.: s.w.u.) unter dem Motto “Keine Räumung unter dieser Nummer” für die Erhaltung räumungsbedrohter Hausprojekte demonstriert. Zur Demonstration hatte die Kampagne WBA – Wir Bleiben Alle! aufgerufen. Im Fokus standen v.a. das seit 19 Jahren bestehende Hausprojekt in der Liebigstraße 14, die  ebenfalls räumungsbedrohte Brunnenstraße 183, die Rigaer Str. 94 und die Wagenburg Schwarzer Kanal: Haus- und Wohnprojekte, die der Stadt demnächst verloren gehen könnten.

Foto: Anna Panek


Konkreten Anlaß zum Demonstrationstermin gaben drei Prozesstermine gegen Mieter der Liebigstraße 14, ein 1990 besetztes und 1992 zunächst legalisiertes Hausprojekt mit 27 Bewohnern. Nachdem 1999 das Haus an die LiLa GbR verkauft worden war, kündigte Suitbert Beulker, einer der beiden Gesellschafter der LiLa GbR, den Mietern fristlos. Die Mieter der Liebigstraße gewannen daraufhin zwar zunächst die meisten Prozesse, 2008 jedoch ist es Beulker gelungen, die Kündigungen vor dem Amtsgericht Berlin durchzusetzen (Klagegrund war u.a. die Regelung der Bestimmung von Nachmietern und die Höhe von Mietminderungen, zu den Anlässen der neuen Kündigungen vgl. Blogseite der Bewohner –Link-). Bei insgesamt 9 Wohnungen im Haus sind in vier Fällen die Kündigungen auch in zweiter Instanz (im Juni 2009 – siehe hierzu Peter Nowak in der taz vom 7.9.09 und 10.6.2009) bereits bestätigt worden.
Für den Morgen des heutigen Tages waren drei weitere Prozesstermine vor dem Berliner Landgericht anberaumt. Die Gefahr einer Räumung hängt bei Abweisung des Widerspruchs sehr real über den Köpfen der Bewohner. Zunächst ist die Urteilsfindung jedoch auf den 9. Oktober verschoben worden: wie über indymedia um 16 Uhr des heutigen Tages bekannt gegeben wurde, konnte der neue Anwalt der LiLa GbR keine Vollmacht des zweiten Gesellschafters, Edwin Thöne, vorlegen. Das Gericht soll aber bei dem heutigen Termin bereits angedeutet haben, dass die Abweisung der Berufung der auf Räumung beklagten Mieter nach Vorlage der Vollmacht  von Thöne zu erwarten ist.

Das Verhalten des Vermieters Beulker, dem die Bewohner vorwerfen, auch auf illegale Methoden zurückzugreifen, um sich der unbequemen Bewohner seiner Immobilie zu entledigen, dürfte – neben wirtschaftlichen Interessen – von persönlichen politischen Vorlieben mit angetrieben sein. Die Bewohner der Liebigstraße 14 erwähnen eine zitierwürdige Aussage von Suitbert Beulker  vor Gericht, er wolle “mit so Leuten, die nach Heiligendamm fahren, nichts zu tun haben”. So gesehen, müßten sich jetzt 80.000 Menschen fragen, ob die eigene Unterschrift unter ihrem Mietvertrag noch gültig ist. Beulker ist neben der Liebigstr. 14 Eigentümer dreier weiteren Immobilien in Friedrichshain (Rigaer Str. 94, 95 und 96).

Die Bewohner werfen dem Gericht politisch motivierte Entscheidungsfindung vor, wozu sie einige Berechtigung haben dürften: bereits im Juni hatte der Anwalt der beklagten Mieter (in der taz vom 10.6.) das Augenmerk auf den Mißstand gelenkt, dass eine Kündigung nur bei wichtigen und berechtigten Interessen des Vermieters Bestand haben könne. Dass eine in den Augen des Gerichts ungerechtfertigte Mietminderung in fünf Fällen als schwerwiegender beurteilt wird als eine überhöhte Mietforderung der Vermieter in 12 Fällen, erschließe sich daher kaum.

Die Kampagne WBA und die Bewohner der Liebigstr. 14 lenkten daher bei der heutigen Demonstration das Augenmerk auf stadtpolitische Fehlentwicklungen, die ihrer Ansicht nach die Durchsetzung einer “kapitalistischen Normalität” (WBA) zu Lasten von Mieterschutz und sozialer Wohnungsstruktur vorantreibe.

Zur Demonstration selbst: durch technische Probleme mit dem Lautsprecherwagen leicht verzögert begonnen (anm hierzu s.w.u.), verlief sie bis 20 Uhr friedlich. Berichte über den weiteren Fortgang finden sich hier: Link 1 (indy), hier werden 1500 Teilnehmer gezählt, und Link 2 (indy), mit der Angabe “über 500 Teilnehmer”. Da auch wir uns auf polizeiliche Angaben nicht verlassen wollten, wurden Teilnehmer der Demonstration zu ihrer Schätzung der Teilnehmerzahl befragt, wobei eine erstaunliche Spannweite von “350” bis “knapp über 1000” zustande kam. Wir wählten angesichts der Länge und Dichte der Demonstration zum Zeitpunkt 19:45 ein möglichst realistisches Mittelmaß für unsere o.g. Angabe. Inhaltlich angereichert wurde der Demonstrationsauftakt von Redebeiträgen von United We Stay sowie einem Gruß der  Wittenberger Besetzer, die, nach Ihrer Aufgabe der Besetzung der Wallstraße 1 am 25.8., für den kommenden 19.9. um 15 Uhr zur Demonstration am Bahnhof Wittenberg aufrufen. Zu den Auflagen bei dieser Demonstration: WBA wertet am 9.8. (indy) die auffällig und ungewöhnlich milden Auflagen aus und fragt sich, ob dies als Änderung der bisherigen Auflagenpraxis interpretiert werden kann oder als einmaliger Ausnahmefall gewertet werden sollte.

Links: die Broschüre der Kampagne WBA gegen Stadtumstrukturierung, Verdrängung von Einwohnern mit geringen Einkommen (Gentrifikation oder auch Gentrifizierung) und die Vertreibung alternativer Projekte ist hier digital abrufbar.

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anm. an einen indyergänzer bezügl. technische probleme: der ursprüngliche lauti war laut demoorga zum zeitpunkt des geplanten beginns der demo kaputt, die plane betraf den ausweichlauti, bitten also verspätet auftauchende kommentierer, sich zurückzuhalten oder gründlicher+pünktlicher zu recherchieren (“recherchieren”, falls der ergänzer m/w es hätte besser wissen müssen) bzw. sich einfach mal kurz umzuhören, bevor er seinen senf dazu gibt (“umhören”, falls der ergänzer m/w einfach nur mal was loswerden wollte). – anm. zur anm. nach nachkorrektur des bemängelten kommentars: nagut sei´s drum, kann ja mal passieren.

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…und ein kleiner nachsatz von hier aus an die taz, der am 7.9. ein aufmerksamkeit erregender tippfehler gelungen ist: ja, so kommt das. kurz durchlesen, bevor man beiträge in die zeitung setzt, sollte man dann doch schon. die rede war wohl von der brunnenstraße 183, wir erinnern: das hausprojekt, dem gegenüber ein verknallter erpel kürzlich (offiziell mit der frau entenmama) – 5? 7? – jedenfalls ein grüppchen eindeutig rötlich angehauchter linker kleiner enten gezeugt hatte. (anhänger der bio- und zoologisch orientierten berichterstattenden akuratesse, die in vergrößerungen der beweisbilder winzige leckere fliegen auf der roten wand entdeckt haben wollen, bitten wir, von weiteren hinweiskommentaren darauf abzusehen, für beiträge über erpelerdnüsse und sonstigen knabberkram sind wir nicht zuständig.) der erpel ist eindeutig kunstkenner und ein farbverliebter noch dazu, also hört endlich auf, ihn als ‘bloß verfressenen tagedieb’ zu verunglimpfen. (dafür ist die offizielle frau entenmama zuständig.)

…nachtrag zum thema: “5? 7?” – oder sagt selbst: könntet ihr das grüppchen so auf anhieb schätzen? (übrigens pssst… :] die sind jetzt schon im teenie-alter.) so sehen sie aus jetzt:(…und nochmal pssst… man beachte die farbe von der soli-kunstaktion im hintergrund: die hat bis heute gehalten…)


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nachtrag: am selben tag gab es auch eine kundgebung mit gysi und lafontaine am brandenburger tor in berlin um 17 Uhr, der anlass (gegen afghanistaneinsatz, protestkundgebung gegen den von der bundeswehr angeforderten NATO-luftangriff vom freitag, 4.9.2009) ist gewichtig und uns eine verlinkende erwähnung wert. mit ein bißchen geduld kommen Sie über einen kleinen umweg (indy und flickr-album von PM_C) zu fotos von der kundgebung.

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Written by wn030

September 8, 2009 at 12:17 pm

4 Responses

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  1. “Peinliche Veranstaltung” testete am 9.9.09 unser medium mit dem folgenden Kommentar:

    “Ich fands ne peinliche Veranstaltung. Passanten wurde der Stinkefinger gezeigt und Sie wurden angepöbelt.”

    dazu aw (das ist eine abkürzung für antwort) von wn030 red (abkürzung für wikinews030 redaktion):
    “nun, liebe “Peinliche Veranstaltung”, wir werden unsere berichterstatter nochmal diesbezüglich fragen, aber soweit wir bisher wissen, hat keiner von ihnen über eine anpöbelei geklagt. vielleicht einer von Ihnen?”
    erläuterung zur antwort: bringen Sie bitte zukünftig Ihre Sie/sie-rechtschreibkenntnisse vor dem posten weiterer kommentare in ordnung alias auf den neuesten, nämlich den auch bisher allgemein üblichen stand.

    die nächste zeile des test-kommentars von “Peinliche Veranstaltung”:
    “Nicht jeder der im Fhain auf ein Bierchen geht ist automatisch Bonze, Yuppie oder Gegner.”

    aw von wn030 red: ähm hier fehlen gleich zwei kommas. das nur zur form und inhaltlich: uns ist bisher nicht bekannt, dass die demonstration am 8. September 2009 thematisiert hätte, “jeder oder jede, die ein bierchen in fhain trinkt, ist bonze, yuppie oder gegner”. wir haben kein derart lautendes transparent gesichtet. details dazu also bitte gerne. und konkret: Sie wurden bei der demonstration also angepöbelt, weil Sie am rand standen? saßen? mit einem bier? ist aber ein bißchen unüblich für demos (nach bisherigem erfahrungsstand unserer redaktionsmitglieder und berichterstatter), dass sie leute anpöbeln, die am rand wortlos bierchen trinken. sind Sie sicher, dass Sie keinen anlaß gegeben haben? wenn ja, könnten Sie uns den augenblick genauer beschreiben? worin bestand nun die anpöbelei, im stinkefinger selbst, begleitet von einem wort? wenn beides ja: welches wort genau? und Sie sind sicher, dass von Ihnen vorher kein wort der demo gegenüber fiel? wir lassen uns von Ihrer antwort überraschen, sogar ziemlich gespannt auf selbige.

    “Die hälfte der Demonstraten war nicht mal echte Berliner. Die haben aber auch sowas von gar kein Recht irgendwas mit den Worten zu fordern, es wäre Ihr Stadtbezirk!”

    dazu geben wir Ihnen bei gelegenheit ein paar passende nachleselinks, wenn wir dazu die zeit finden. bis dahin muss Ihnen reichen, dass es hierzulande glücklicherweise keine regelung dazu gibt, welcher region genau ein demonstrationsteilnehmer entstammen muss, um an einer solchen berechtigt teilnehmen zu können. dies aber nur nebenbei, denn hauptsächlich interessiert uns an Ihrem satz, woher Sie so genau wissen, welchen regionen welche teilnehmer entstammen. überaus gespannt auf Ihre antwort. ansonsten eine kurze frage: Ihnen ist aufgefallen, dass demonstrationen oft mit politischen forderungen verbunden sind? dass es selbige eher zu sein scheinen, die teilnehmer zu demonstrationen zieht, über regionale verbundenheit hinaus? auch hätten wir von Ihnen gerne erfahren, welchen richtmaßstab Sie an die definition “Berliner”, “Neuberliner” und “Nichtberliner” knüpfen, die variiert nämlich in dieser stadt von kiez zu kiez. es gibt kieze, in denen Sie erst nach 7 Jahren steuer zahlen und nachgewiesenen berlinischkenntnissen als berliner gelten, was jedoch Sie/sie-rechtschreibung und kommas nicht ausschließt, hier müßten Sie also vor Ihrer konversion noch ein bißchen üben. in anderen kiezen muß man einen berliner vorfahren bis in das 18 Jhr. vorweisen können, können Sie das? in noch anderen kiezen muß man jemanden in einem hausprojekt kennen und dort wenigstens einmal gepennt haben, um als “Frischberliner” durchgehen zu können, können Sie wenigstens das vorweisen? dürfen wir zweifeln?

    der letzte satz des testkommentars lautete:
    “Es muss mal mit dem [zensiert wegen verbaler gewalttätigkeit und vulgärer ausdrucksweise] aufgeräumt werden. Sonst nimmt einen keiner mehr Ernst.”

    aw wn030 red: herr/frau Peinliche Veranstaltung, nennen Sie uns bitte Ihre dienstnummer? sonst ist uns nämlich nicht nachvollziehbar, weshalb ausgerechnet Sie sich nicht ernstgenommen fühlen, wenn die polizei nicht menschenunwürdig mit lebewesen umgeht, die ihr demonstrationsrecht wahrnehmen. ansonsten nehmen wir Sie und Ihre großschreibung “Ernst” und sagen “Ernst”, und zwar ernst, im Ernst und allen Ernstes ernst, dass allerdings niemand einen ständig “Ernst” nehmen muss. warum sollten aber auch alle berliner, nichtberliner, frischberliner und zugezogene kommentierer “Ernst” von vornherein mit vornamen kennen? nein, nicht alle müssen. jetzt kennen wir ihn halt, lieber Ernst.

    PeinlicheVeranstalltung

    September 9, 2009 at 1:35 pm

  2. “nun, liebe “Peinliche Veranstaltung”, wir werden unsere berichterstatter nochmal diesbezüglich fragen, aber soweit wir bisher wissen, hat keiner von ihnen über eine anpöbelei geklagt. vielleicht einer von Ihnen?””

    Habe ich davon gesprochen, dass die Berichterstatter mich angepöbelt haben? Ich glaube doch nicht!

    aw win030 red.: s.o. unsere – doch ausreichend detaillierte – begründung der antwort. nein, Sie haben nicht davon gesprochen, dass die demonstration Sie angepöbelt hat, sondern einen unserer berichterstatter bzw. sogar jemanden von unserer redaktion. wir können das bis heute entschieden dementieren. und Sie?

    “wir haben kein derart lautendes transparent gesichtet. details dazu also bitte gerne. und konkret: Sie wurden bei der demonstration also angepöbelt, weil Sie am rand standen? saßen? mit einem bier? ist aber ein bißchen unüblich für demos (nach bisherigem erfahrungsstand unserer redaktionsmitglieder und berichterstatter), dass sie leute anpöbeln, die am rand wortlos bierchen trinken. sind Sie sicher, dass Sie keinen anlaß gegeben haben?”

    Dann waren Sie warscheinlich nicht im hinteren Teil der Demo. Dort gingen Demonstraten an den Cafes vorbei und pöbelten die Gäste an.

    Soviel dazu.

    aw wn030 red: demonstrationsteilnehmer im hinteren teil der demonstration pöbelten cafégäste in friedrichshain an. haben Sie trotzdem details? anpöbeln und anpöbeln kann weit auseinandergehen, das verhält sich ähnlich wie mit “Berliner”-definitionen. abgesehen von der frage “eßbar oder nicht”, haben wir Ihnen das für die abteilung “nicht eßbare berliner” bereits angedeutet, also fehlen uns hier gründlichere details, um genaueres dazu antworten zu können. Sie sagen also, nicht Sie persönlich wurden angepöbelt, sondern Sie haben (mit Ihrer dienstnummer, die wir hier einmal im raum stehen lassen: ________________) gehört und gesehen, wie cafégäste in berlin verbal und gestisch angepöbelt wurden. das gestische haben Sie bezeichnet, das verbale nicht und welche cafégäste genau und was den uns unbekannten verbalen anpöbeleien voranging, ebensowenig.

    “können Sie wenigstens das vorweisen? dürfen wir zweifeln?”

    Klar. Könnt ich. Und Berliner ist, wer in Berlin geboren ist.

    aw wn030 red.: gut also für Sie gilt die geburtsurkunde.
    frage 1: A. Meier kommt im zug nach berlin auf der höhe potsdam zur welt. wächst in berlin auf (schöneberg), eist sich vom leicht zur langweiligen bürgerlichkeit tendierenden elternhaus los und verbringt die jahre 19-22 in kreuzberg (soll heißen: “gammelt ein bißchen in nicht empfehlenswerter gesellschaft herum”). ist jetzt 24, die letzten zwei jahre hat A. Meier in Unterpfaffenhofen verbracht, ein aushilfsjob hat ihn dahin verschlagen. A. Meier will aber nach berlin wieder zurück (wegen studieren, in den meisten anderen städten wärs zu dröge, das studium, und in den in frage kommenden anderen zu teuer) – darf er, wenn er 25 ist, auf eine friedrichshainer demonstration? A. Meier telefoniert übrigens täglich mit einem bekannten, dem kürzlich die wohnung gekündigt wurde, der gegen die kündigung geklagt hat. Der bekannte erfährt erst im oktober, wie die gerichtliche entscheidung lautet, befürchtet aber keine besonders guten chancen, weil jemand auf einer demonstration angepöbelt wurde. A. Meier versteht nicht wirklich, warum der bekannte glaubt, eine anpöbelei könnte ihn seinen mietvertrag kosten und befürchtet ganz andere beweggründe des gerichts. A. Meier liest übrigens gerne friedrichshainer zeitschriften und findet den begriff “gentrifikation” bzw. “gentrifizierung” nicht nichtssagend. Darf er das auf einer demonstration mit seiner anwesenheit mitteilen?
    frage 2: B. Meier heißt eigentlich Majerowitsch und wurde in Petersburg schon geboren, als Petersburg noch nicht davon zu träumen gewagt hatte, einmal wieder Petersburg zu heißen. seine gesamte kindheit und schulzeit hat B. Meier aber in Berlin verbracht, hier wohnt er bis heute, derzeit in einem 1-zi-plattenbau in Marzahn, das amt hatte ihm, als er als langzeitarbeitsloser in die jahre kam, gesagt, dass er sich aus seiner Friedrichshainer (früher mal gar nicht so teuren, für den maschinenbauer bezahlbaren) 2-Zi-whg verpissen soll. darf B. Meier auf eine demonstration in Berlin?
    frage 3: C. Meier ist in Berlin geboren, zog aber im alter von drei jahren mit den eltern nach Stuttgart. dort lebt er jetzt, verheiratet, zwei kinder, reihenaushälfte. C. Meier ist vieles (fußballfan, neigt manchmal zum abhängen vor dem fernsehgerät, morgenmuffel, gutverdiener) und neuem nie abgeneigt (wenngleich er selten dazu kommt), aber er korrigiert, wenn ihn jemand als “Berliner” bezeichnet: tut Herr Meier das zurecht?

    Zum Rest sage ich mal so, viel Mühe gegeben den Inhalt ins lächerliche zu ziehen. Weiter so. Es war lustig zu lesen.

    aw wn030 red.: schön, das es Ihnen gefallen hat. wir freuen uns.

    Nochmal zum Thema. Bei solchen Demos sind doch zugegebenermaßen, immer einige dabei die über das hinausstoßen was die Initiatoren beabsichtigen.

    aw wn030 red.: zugegeben, auf Ihrer seite leider auch. jedoch mit anderen mitteln. und mit anderen folgen für die betroffenen.

    Wollen Sie dem wiedersprechen?

    wn030 red.: wollen Sie uns widersprechen?

    Vielleicht sollten Sie sich nicht persönlich angegriffen fühlen.

    wn030 red.: das tun wir nicht.

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dem so war.

    wn030 red.: dass gepöbelt wurde? dass jemand jemandem etwas undefinierbares zugerufen hat? wir wissen nur, dass diesmal keine schlagstöcke zum einsatz kamen.

    Schönen Tag noch.

    wn030 red.: gönnen Sie sich mal eine ruhige schicht. wenn wir hier schon bei Ihrerseitigen schriftlichen pöbeleien zensieren müssen, dann muss dies trotz allem ein schwer aufregender abend gewesen sein.

    PeinlicheVeranstalltung

    September 10, 2009 at 7:40 am

  3. Warum zerpflücken Sie immer mein Post?

    wn030: weil Ihr Post ein kommentar ist, und die leute auch nur so lesen können, wie sie zu lesen gelernt haben. wenn wir jede Ihrer zeilen im paket beantworten würden, würden die leute schon im zweiten abschnitt vergessen, was im ersten eigentlich war. und das wollten Sie doch nicht, unterschätzt werden oder nicht ernst genommen werden, lieber Ernst.

    Können Sie nicht in einem eigenen Antworten?

    wn030: doch, theoretisch und praktisch schon, geht ja nicht ums können hier.

    Da sie das Post ja immer schön zerfplücken hier mein Zitat (von oben 1:1 kopiert).

    [wn030: an die leser – wir sind sicher, ihr und Sie findet und finden den kommafehler hier.] [ohne gleich nur das niedlich rasch getippte zerf zu plücken :] ]

    >>“Ich fands ne peinliche Veranstaltung. Passanten wurde der Stinkefinger gezeigt und Sie wurden angepöbelt.”

    Ihr Kommentar:
    >>aw win030 red.: s.o. unsere – doch ausreichend detaillierte – begründung der antwort. nein, Sie haben nicht davon gesprochen, dass die demonstration Sie angepöbelt hat, sondern einen unserer berichterstatter bzw. sogar jemanden von unserer redaktion. wir können das bis heute entschieden dementieren. und Sie?

    Wo steht in meinem Kommentar jetzt etwas von Ihrer Redaktion?

    wn030: nun (wir müssen uns jetzt hier ein grinsen unterdrücken, verzeihen Sie uns das?) – nun… (wie sagen wir das jetzt am besten. am besten so:) sagen Sie uns bescheid, wenn Sie ihr eigenes kommentar nochmal in ruhe durchgelesen haben. dazu die paar zeilen, die wir in der ersten antwort darunter beantwortend angedeutet haben. wir (verzeihen Sie uns das leichte grinsen) – wir – wußten nicht, daß das so kompliziert ist. werden würde. aber wir haben zeit. und nehmen uns alle zeit der welt für Sie. lesen Sie also nochmal in ruhe.

    >>mit Ihrer dienstnummer

    ?😉

    Schöne Anspielung, leider falsch (ZONK).
    Ich bin kein Grünhelm. Es ist komisch zu hören das Sie nicht glauben können, dass es Menschen gibt, die nicht den Grünhelmen angehören und trotzdem die Verbalattacken “einiger weniger” Demonstranten für unzumutbar halten.

    wn030: siehe oben, sich als nicht-grünhelm zu bezeichnen ist leicht, wir bleiben skeptisch, weil wir Ihnen die begründung unserer annahme deutlich beschrieben haben. wenn Sie auf die begründung unserer annahme deutlicher eingehen, unterhalten wir uns nochmal darüber, wieviel grün und was für ein helm wo.

    Ich war Passant und trank mein Bier😉.

    wn030: hieß es nicht weiter oben, Sie hätten nie behauptet, angepöbelt worden zu sein? :]

    Sie können es drehen und wenden wie sie wollen. Auch alles in den Dreck ziehen was ich sage. Es wird nichts ändern, dass Sie die meine Aussagen als lächerlich darstellen und verdrehen.

    wn030: oh, das… ist was in einer pfütze gelandet? Sie sehen einen Ihrer sätze in einer pfütze? zeigen Sie mal her, was ist das denn für ein zettel, auf dem Ihr satz gestanden hatte, bevor er in der pfützenbierlache versank. steht auf dem zettel was oben drüber? welches gewicht hat das papier?

    In diesem Sinne. Gönnen Sie sich mal eine ruhig Schicht😉.

    wn030: wir stellen mal Ihre syntax auf die füße (statt an Ihrer grammatik herumzukorrigieren) und sagen – in ordnung, wir gönnen uns mal ruhig eine schicht. (mit creme! lecker! und zuckerguss. kommen Sie nie drauf, was das für eine torte ist.)

    .

    .
    [off-ton hintergrund der redaktion: (jemand ist leicht mies gelaunt wegen einem pflichttext den er m/w gerade schreiben muß und nuschelt unter der nase) “…tortenjob, allerdings. da haste mal was gesagt. hätte det “volksfront von datenschutz und datenschutzfolksfront” nicht jemand andret machen können? muß det immer die textputzkraft? und kümmert euch gefälligst diesmal um einen vernünftigen lieferanten für den dritten abschnitt, ich mach das nämlich nicht mehr lange mit so. der vom zweiten abschnitt vom letzten war nüscht, der muß noch üben. so eine riesenvorlage und der läßt den dritten abschnitt dermaßen absaufen, bis heut könnt ich hochgehen, echt jetzt. wie lange braucht ihr noch für euer “herumrequirieren”?! mir tun die fingerspitzen langsam weh und außerdem warten 20 ganz ganz andere, viel wichtigere texte. …” (und noch eine ganze tirade in etwa ähnlich. würden Sie ne halbe stunde zu lesen haben :] wenn ich das hier alles so wiedergeben würde, wie es hier verbal durch den raum läuft. morgen kauf ich mir kopfhörer. und ne packung ohropax. – kurze unterbrechung, ticker tickt… AHA, sieh an, TERMINE!

    PeinlicheVeranstalltung

    September 11, 2009 at 3:28 pm

  4. …updates 2010 gibt es hier

    teeater

    February 26, 2010 at 1:58 pm


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