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Bildungsstreik-Demo Berlin, 17. Nov. 09 – 25.000 Schüler und ein paar Studenten auf der Straße

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Foto: urheberrechtlich geschützte arbeit. bei interesse bitte an den “autor” der aufnahme wenden.

[wn030, 17.11.2009] In Berlin haben sich am heutigen Tag 25.000 Schüler auf die Beine sowie, nach Gerüchtelage, ein paar halb ausgeschlafene Studenten mitfahrend auf den Weg begeben, um auf der Route der heutigen Bildungsstreik-Demonstration ein paar Fassaden zwischen dem Roten Rathaus und dem Kottbusser Tor zu sagen, “was sie von dem Ganzen so halten” (Quellenangabe der Zahlenangabe: Durchsage während der Demonstration. Zeitangabe: letztes Viertel, also ca. 13 Uhr. Einschätzung unserer Berichterstatter vor Ort: durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen. Auch diese Demonstration wuchs schrittweise, hatte mehr Teilnehmer beim Loslaufen als beim offiziellen Auftakt und nahm auf der Route weitere Leute auf. Bundesweit waren es übrigens knapp über 35.000. Die bisherige Zahlenverdrehung geht auf eine der studentischen Pressestellen zurück, die die erste Teilnehmerzahl von 15.000 zu früh durch den Äther gegeben hat. Es waren in Berlin knapp 25.000 [es gibt Aufnahmen und Nachweise], bundesweit 10.000 dazu. Insgesamt nach Adam Riese 35 Tausend bildungshungrige junge Bürger dieses Landes auf der Straße. Natürlich – in Anbetracht der gesamtstaatlichen Sachlage an den Schulen und Universitäten fürchterlich wenig, das ist aber noch kein Grund für studentische Pressestellen, das, was da ist, auch noch zu untertreiben.). Ein Lauti schaffte es, zwischendurch auch ein paar bildungspolitisch relevante Themen an die Jugendlichen sowie die jungen und mittleren Erwachsenen zu bringen. Der Jugendlichen-Antifa-Block ganz am Kopf der Demo hatte zwar seinen Spaß, doch es wurden ein paar Stimmen gehört, die zu bildungspolitischen Themen “Bla-bla” gemurmelt haben, was ein wenig bedenklich stimmen kann. Generell jedoch kann und muß festgestellt werden, daß das Verhalten der Berliner Polizei auch dieses Mal so einiges zu wünschen übrig ließ. Auffällig war das Herumtragen von Waffen (O-Ton zu ihrer Ausrüstung befragte Polizistin: “Das ist ein ganz normaler Pistolen-hmhmhm” (das hmhmhm war ein unglaublich nuschlig ausgesprochener “Halfter” oder “Polster”. Es erschließt sich selbst nach dem zigsten Versuch, beide Varianten miteinander vergleichend ins Laborgefäßchen der puren Logik zu befördern und dortselbst einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen nicht, was Pistolen an den Seiten von Polizisten zu suchen haben, die eine Demonstration mit größtenteils minderjährigem oder höchstens knapp volljährigem Durchschnittsalter begleiten.) Generell eine der als “friedlich” bezeichneten Demonstrationen mit einer Zwischenkundgebung vor einem Glashaus mit viel Historie. Es flogen jedoch nur Worte gegen die olle Fassade.

Die mit so viel Mühe und Pinselgeduld gemalten weißen Transpis von der FU haben sich entweder ans letzte Schwänzchen der Demo verkrümelt oder den Termin verschlafen.  (Oder es handelt sich hier um einen weiteren zufälligen Nachweis, daß es doch etliche mehr waren, als von den besorgten Studis im Presseteam angenommen, die sich für die Zahl von 11 Uhr s.t. entschieden hatten für ihre PM, aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer: denn diese besagten (FU-)Transpis wären eigentlich un mö g lich zu übersehen gewesen. Daß die untertauchen – das geht nur in einer Riesenmenge,  in diesem Fall einer Menge, die genau zweieinhalbmal fetter gewesen ist als “10 000”  um 11 Uhr oder die “15 000” von 11:55 Uhr.). Auf dem Rückweg von der Demonstration befindliche Jugendliche (mehrere  Einzelpersonen und kleinere Grüppchen) sprachen aber ausnahmslos von einer Demonstration, mit der sie zufrieden waren. Die sich doch ziemlich im bescheidenen Rahmen (als Hauptstadt, im Vergleich zu anderen Großstädten) haltende Teilnehmerzahl erklären sie mit der miserablen Wetterlage (es tropfte zum Auftakt und nieselte wenige Minuten vor dem ‘Schlußpfiff’ um 14 Uhr ein bißchen.  Der Plakatierer-Gruppe ist jedenfalls tatsächlich Faulheit nicht eben vorzuwerfen, die haben tolle Arbeit geleistet und da diese Stadt allerdings, was ihr sonstiges, im Grunde interessiertes “Latschpublikum” anbetrifft, tatsächlich zu Bequemlichkeit, Trägheit und einem gehörigen Maß an Digitalizität bei nasser Wetterlage neigt, wäre das nicht eben auszuschließen. Die Demonstration scheint förmlich um eine baldige, noch ein bißchen besser gelungenere Fortsetzung zu bitten).

Die HU (bzw. konkreter ihr besetzter Audimax-Teil) lud im Laufe der Demo zu ihrem heutigen Plenum um  18 Uhr ein. Die FU (bzw. konkreter ihr besetzter Plenarraum-Anteil) verhielt sich auf dem größten Teil des Weges unverhältnismäßig still. Christian Ströbele wurde jedoch zuvor life bei Auftakt der Demo (am Fronttranspi) zum wiki eingeladen (weil – er hielt schon die ausgedruckten Forderungen der TU in der Hand…).

Edit wn030-5: Kleines, winziges, fast ganz überhör- und überlesbares Komment am Rande: Dotter sollen (auch mit Honig) gegen Heiserkeit helfen und das steht hier nicht ohne Grund, ich stand ja inmitten der Leute, die sich den Redebeitrag angehört haben und hab deren Reaktionen darauf gesehen…(…und gehört…). Ich sag dazu nur: Oje, das waren aber schon viele Redebeiträge seit dem soundsovielten in Wien.

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(15h/update mit fotos 17h) -shortlink: http://wp.me/psdI6-yp

Written by wn030

November 17, 2009 at 2:02 pm

One Response

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  1. […] korruptionsfreundlichen Bildungssystemen umsetzbar. Weniger gedämpft ausgedrückt, könnten jetzt einige bisher geduldige Studienbewerberinnen tief Luft holen, wenn sie erfahren, dass dank Bologna ihr wegrationalisierter Studienplatz auf […]


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