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Wir werden´s schon aussitzen – Vertreter des Akademischen Senats der FU bemüht universitäres Sitzfleisch gegen das Sitzfleisch der Besetzer

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(urheberrechtlich geschützter beitrag. textcode option. Berlin, 26.11.2009)

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Wir werden´s schon aussitzen

Vertreter des Akademischen Senats der FU bemüht universitäres Sitzfleisch gegen das Sitzfleisch der Besetzer

Bei einem Gespräch zwischen den Besetzern des Hörsaals 1A in der (Werbe)Freien Universität Berlin mit einem Mitglied des Akademischen Senats, Michael Bongardt, wurde den Studierenden am Donnerstagabend, wenige Stunden nach einer für die Studenten äußerst erfolgreichen Vollversammlung mit über 1000 Teilnehmern signalisiert, daß sie vorläufig mit keinem Einlenken, zumindest nicht seitens des Akademischen Senats zu rechnen haben. Das Gespräch, das sich auf eine der studentischen Hauptforderungen konzentrierte, die Abschaffung von Anwesenheitskontrollen, war beherrscht von einem recht bequem wirkenden Delegieren der Verantwortung für diese Entscheidung an Fachbereiche und Dozenten (von denen die Mehrzahl wiederum sich nach Studentenaussagen von verordneten Richtlinien kaum zu lösen traut und nur selten auf betroffene Einzelfälle, wie berufstätige Studenten und studierende Eltern eingeht).

Die Studenten appellierten an Bongardt, den Akademischen Senat ein eindeutiges Signal aussprechen zu lassen, das die Fachbereiche zur Lockerung ihrer Regelungen zu animieren in der Lage wäre. Bongardt ließ die Appelle an sich abprallen und legte den Studenten in sehr höflichen Worten nahe, Aufforderungen dieser Art zu unterlassen, da Anwesenheitslisten in einigen Fachbereichen eine durchaus empfehlenswerte Methode seien, Studierende zur Teilnahme an wichtigen Veranstaltungen zu überzeugen. Darin stecke die Unterstellung, Studenten nähmen an Veranstaltungen nicht teil, wenn man sie nicht kontrolliere, antworten die Studierenden.

Als Reaktion auf studentisches Nachhaken lenkte Bongardt die Aufmerksamkeit auf das Teilzeitstudium als Lösung für Studenten, die arbeiten, um sich das Studium zu finanzieren oder für die von Anwesenheitskontrollen ebenfalls besonders betroffenen studierenden Eltern – ein recht kläglicher Vorschlag für jeden Studenten, der zu Beginn eines Semesters nicht absehen kann, wann der Chef ihn oder sie zu einer unvorhergesehenen Extraschicht ins Büro beordert und damit zur Wiederholung eines ganzen Semesters zwingt, weil die benötigte Anwesenheitsunterschrift fehlt – und zwar vollkommen unabhängig davon, ob die entsprechende Veranstaltung nun Teil eines Voll- oder Teilzeitstudiums war. Deutlich zu spüren war der überraschend onkelhafte Ton in Begründungen wie dem Verweis auf bestimmte Studiengänge, die Anwesenheitskontrollen notwendiger machen würden als andere. Die anwesenden Studenten sprachen sich in vielen Wortbeiträgen deutlich gegen die Untergrabung ihrer Eigenverantwortung aus: „wir können selbstverantwortlich entscheiden, ob wir uns den Abschluß einer Veranstaltung trotz Fehlzeiten zutrauen oder nicht, wir brauchen keinen Professor, der das für uns übernimmt“, sagte eine Studentin.

Falls die Studenten bei dieser Protestwelle konkrete Ergebnisse erzielen wollen, werden sie in nächster Zukunft zwei Aufgaben gleichzeitig bewältigen müssen – einerseits während der zur Bildungsgipfelwoche an der FU parallel weiterlaufenden Phase der Ausarbeitung von Durchsetzungsstrategien die Konzentration auf ihre Arbeit nicht zu verlieren, zu der auch der Schutz vor internen Auflösungserscheinungen gehört – wie z.B. vor singulären personellen Ermüdungen, denen mit 1-2tätigen Streikpausen Einzelner leicht begegnet werden kann – andererseits aber auch ihrem Präsidium möglichst deutlich zu vermitteln, daß ein Einlenken der Institution notwendig sein wird, wenn die Universität den Hörsaal 1A  jemals wieder für Vorlesungen nutzen will.

Während der für kommenden Montagmorgen anberaumten Dringlichkeitssitzung wird sich der Akademische Senat mit studentischen Anträgen anläßlich des jüngsten Bildungsstreiks sowie mit dem Leben nach Lenzen beschäftigen: „Prozedere der Hochschulleitung nach der Wahl des Präsidenten der Freien Universität Berlin zum Präsidenten der Universität Hamburg“ lautet der ebenfalls mit Spannung erwarte Tagesordnungspunkt 2 dieses Tages.

apk

Written by wn030

November 26, 2009 at 9:56 pm

One Response

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  1. ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Tue, 15 Jun 2010 12:53:19 +0200
    Von: XXX An: XXX
    Betreff: Pressemitteilung: Aurfruf zur Teilnahme an der Demo “Bildung ist mehr wehrt”

    Aufruf zur Teilnahme an der Demo “Bildung ist mehr wehrt” (<- wn030: toll und was soll das jetzt? wortspiel von wegen wehrt euch weil bildung mehrwert hat? menno…)

    Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) ruft alle zur Teilnahme an der landesweiten Demo in Dresden auf (wn030-comment: …die stattfindet am irgendwann, laßt die leute nur suchen und selber googeln. studichaos, naja.) (liebe leser, wir fügen das hier fehlende unten ein. bitte runterscrollen.)

    Unter den Motto „Wir sind mehr wert! Wer heute kürzt, zahlt morgen drauf!“ ruft ein breites Bündnis zu einer landesweiten Demo, die sich gegen die geplanten Kürzungen von Milliarden Euro und der Streichung von zehntausenden Stellen ausspricht. Denn die Staatsregierung plant bei Kitas, Schulen, Hochschulen, im Jugend- und Sozialbereich, Kultur und bei der Polizei die massivsten Einschnitte seit 20 Jahren.

    „Die sächsische Landesregierung will den nächsten Landeshaushalt auf einen Schlag um 1,7 Milliarden Euro kürzen. In den kommenden Jahren sollen 17.000 Stellen abgebaut werden“, erklärt Christina Schrandt, Sprecherin des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS). „ Mit diesem Vorhaben setzt sie die die Zukunft und die Bildung von hunderttausenden Kindern, SchülerInnen, Studierenden, Jugendlichen und Benachteiligten aufs Spiel. Es wird Zeit, sich dagegen zu wehren!“, so Schrandt weiter.

    „Für diese kurzfristigen Einsparungen müssen wir alle später doppelt draufzahlen. Dieser einschneidende Sparkurs bedeutet für die Zukunft weniger Bildung, weniger Sozialarbeit, weniger Kultur aber mehr Arbeitslosigkeit, mehr Kriminalität und mehr Rechtsextremismus“, warnt Alexander Lang, ebenfalls Sprecher des ABS. „Wir fordern die Landesregierung den Sparkurs in der Bildung zu stoppen und das sofort“, bekräftigt Lang abschließend.

    Sie erreichen die GeschäftsführerInnen Alexander Lang unter 0163 – 759 084 1 und Christina Schrandt unter 0163 – 759 084 2 oder per Email an abs@studis.de.

    —–

    wn030: alrightalright. kontaktetakte und ihr macht mal bißchen rechtschreibübung zwischendrin, ist doch bißchen peinlich. ist nicht gerade klein, der mailer, also was sollen die wehrtigkeiten da mitten im demotitel.
    LIEBE LESER. diese seite hier empfehlen wir zum zwischenklicken. dort UNTEN ist ein weiterer link, den nehmt ihr danach.

    das mobivideo dazu ist hier z.b. anklickbar zum nachträglichen anschauen: http://videos.apnicommunity.com/Video,Item,36028864927963344.html

    eine weitere hübsche bisschen günstiger ausgefallene kinowerbung (auch ein demovideochen) ist auf http://www.youtube.com/watch?v=Qe9blKKpycQ

    von “bildung” über “sachsen” zu “wir sind mehr wert” ging’s dann auf http://www.linke-bueros.de/termin.php?ID=2262&naviID=366

    unter letzterem titel geruhte auch die jW auf die veranstaltunghinzuweisen: http://www.jungewelt.de/2010/06-15/048.php

    ansonsten gibt es einen link “pressestimmen” auf http://www.mehr-wert-sachsen.de/ – dort klicken und unsere empfehlung: “freie presse” gucken weiterklicken.

    einen der EXTREM WENIGEN ergebnisbeiträge dazu ist es aber dem ND gelungen zu fabrizieren.
    hier ist der link.
    http://www.neues-deutschland.de/artikel/173265.mit-der-schere-an-sachsens-sozialem-netz.html
    (recht fix, die leute, zugeben muss man das. war am 17. draußen, wann genau im laufe des 16. eventuell schon online, wissen wir nicht. wenn’s ein leser beobachtet hat (die uhrzeit, wann die das schon online hatten), sagt uns bescheid. am besten wie bisher auch bitte über das kommentarfeld.) (ps bevor Sie klicken und sich sonstwas versprechen: nixfoto. dafür aber viel TEXTGUT. WORTWARE. geht schon.)

    gast

    June 21, 2010 at 3:27 pm


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