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Berlin – Tacheles zu Tacheles – Räumungsdrohung akut, späte Berliner Szenenrache und das alte “qui bono”… – Demonstration am 26.07.2010

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UPDATE: am Donnerstag, dem 29.7.2010 teilt das Tacheles eine vorläufige Aussetzung des Hungerstreiks mit, als Grund gibt das Tacheles eine beobachtete Bewegung auf stadtpolitischer Ebene an. Hier die offizielle Pressemitteilung des Tacheles zu diesem Schritt mit weiterführenden Links.

Foto (c) Anna Panek. Lizenz zur Verwendung auf dieser Seite direkt erworben.

Schmiedewerkstatt/Hof des Kunsthaus Tacheles in Berlin Mitte.

(wn030) – nur eine miniaturseite dazu von uns an dieser stelle. vorab: hier zwei indyseiten zur anstehenden räumung des kunsthaus tacheles in berlin.

indylink1 —- indylink2 — und, etwas älter (2009), ein Printmedienlink (jungeWelt)

die beiden indylinks stammen vom 20. und 21.7.2010.

wir richten diese seite u.a. für ein kommentar ein, das uns zugesandt wurde, weil der kommentarautor – wie uns der urheber des kommentars im mail-begleittext mitteilte – nicht erfolgreich war beim upload des kommentars zu einer  dieser indymedia-seiten, aus noch ungeklärten technischen gründen. der urheber schreibt, der upload sei mehrfach versucht worden, hätte bei jedem der versuche ewigkeiten gedauert und zu keinem abschluss geführt, das bestätigungsfenster des erfolgreichen uploads wäre ausgeblieben. daher hatte der urheber sich schließlich an uns gewendet mit der bitte, den kommentar bei uns einzubinden, was hiermit geschieht.

cut in zugesandter kommentar:

Betr.: “… Außerdem sollte hier auch schon einmal betont werden, dass es die Betreiber (das ist wohl in diesem Fall der passendere Ausdruck) des Tacheles waren, die die Zusammenarbeit mit linken Projekten schon vor der Mainzer-Räumung aufgekündigt haben, als sie Verträge abschlossen, um sich explizit vom politischen Teil der damaligen Bewegung zu distanzieren, deren Häuser akut räumungsbedroht waren. …”

Klär mich mal auf. Im Klartext heißt das für Dich, heute kann der Häuserszene das Tacheles am A… vorbei, weil mal Mainer Straße? Wieviele unter den heute aktiven Jüngeren sind denn in der Lage, die Straße auf dem Stadtplan zu orten, geschweige denn, eigene Biographien mit ihr zu verbinden? “Augen zu und das Haus kann mich mal”, weil irgenwelche Leute vor Ewigkeiten einen Wisch mit unterzeichnet haben? Das Haus hat Signalfunktion und ist Touristenanziehungspunkt, es hat eine andere Funktion als ein aktives Haus. Außerdem war/noch ist für das Tacheles seine Bedeutung in der Kunstszene selbst relevanter. Künstler dieser Sorte (mit Hang zu ‘Undergroundigem’) neigen eher dazu, vor Leinwänden politisch zu werden, nicht alle von ihnen lesen Rundmails oder hocken Ewigkeiten der besseren Info halber vor Monitoren herum. Und ja, nicht jeder von ihnen schafft es regelmäßig auf Demos. Und? Deswegen scheißegal? Die wegen-Mainzer-Straße-Haltung hier kann einen echt vor den Kopf stoßen, Mann. Krass zu sehen, wie bereitwillig Berlin selbst sich ins Fleisch schneidet bzw. von Hamburgern schneiden lässt (ganze Busladungen werden doch im Sommer vor deren Türen ausgeladen. wieviele Touri-Führer müssen dann umgeschrieben werden…). Aber dass euch dieser Irrsinn keinen Feuer unterm Hosenboden macht, ist sogar noch ein bißchen erstaunlicher. .

ein ebenfalls nicht mehr ganz frischer beitrag zur räumungs- und zwangsversteigerungsbedohung ist – von Nina Apin und Rolf Lautenschläger – in der taz am 2. märz 2010 erschienen. zitat: “…Klaus Wowereit (SPD) sprach sich am Montag mit Verve für den Bestand des Künstlerhauses Tacheles an der Oranienburger Straße aus. Allen Beteiligten müsse klar sein, “dass eine Zwangsversteigerung des Tacheles zu unterbleiben hat”, sagte er im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses. Er wolle alles für den Erhalt des Standorts tun. “Kunst dort einfach plattmachen, nein, das geht nicht.” Man wünschte sich ähnliches Engagement von Wowereit für andere Alternativprojekte.” – wn030 dazu: bewohner des ehem. besetzten hauses in der brunnenstraße, die ebenfalls hamburger machenschaften unterlegen war (die joop-tochter hatte einen vom eigentümer akzeptierten immobilien-tausch unmöglich gemacht und dadurch die räumung der brunnenstraße vorangetrieben)  hatten beispielsweise in der endphase vergeblich Wowereit um unterstützung gebeten, der sich zuvor in die unterstützerliste  der brunnenstraße 183 eingetragen hatte. – der erwähnte taz-beitrag jedenfalls ist unter dem titel “Wowereit redet Tacheles” zu ergoogeln.

Für den Montag, 26.07.2010 ist eine Demonstration – im offenen Brief des Kunsthaus Tacheles Berlin an Wulff – angekündigt worden. Start: 16h (vorverlegt worden auf) 13h – vor dem Tacheles, Berlin Oranienburger Str.

update wn030 25.7.2010 – hier ist der flyer zum demoaufruf des tacheles:

update 26.7.2010 – es heißt, beim Auftakt der Demonstration hätten sich annähernd so viele Medienvertreter wie Teilnehmer vor Ort eingefunden. Erste Bilder vom Auftakt sind hier zu sehen.

in der zwischenzeit etwas medienlinksammlung von nebenan: radio: rbb (kurzbericht mit hungerstreik-ankündigung, dazu nettes foto und ein audiolink) –  sehr schön auch der beitrag von dradio – bei der presse: morgenpost/dpa heute besonders flink: ein 19-Zeilen-Bericht ist dort seit 16:44 online)(bei der jungenWelt heute ein überraschungs-Ausrutscher. die jW hat die Demo-Ankündigung einer Agenturmeldung vom Vortag unter dem falschen Datum einsortiert) – dagegen immer noch lesbar, verlinkbar und frischer als der weiter oben angemerkte märz-beitrag ist der hier verlinkte, am 23. in der taz erschienene artikel tacheles bleibt ungeräumt.

Diesem letzten verlinkten Beitrag ist von unserer Seite kaum etwas hinzuzufügen, bis vielleicht auf die Tatsache, dass der angedeutete Konflikt zwischen den Vereinsmitgliedern und den “Gastronomen  im Erdgeschoß” (taz) – gemeint sind die Betreiber des Café Zapata – ziemlich konkret zu sein scheint. Ein im Verein engagierter Teilnehmer der heutigen Protestveranstaltung teilte wn030 gegenüber mit, dass das Problem einer seit 10 Jahren vom Café Zapata nicht mehr gezahlten Miete keine Lappalie ist. Ursprünglich war vor zehn Jahren angedacht und geplant gewesen, durch die Vereinsgründung etwas Luft in die leicht miefig gewordene Atmosphäre zu bringen, die sich aus allzuviel Selbstbezogenheit und -genügsamkeit im engen Kreise einzelner ehemaliger Hausbesetzer zu entwickeln begann. Um die Enge etwas aufzubrechen und das Haus für Kunst und Kultur wieder zu öffnen, wurde der Verein gegründet, wobei allen Beteiligten klar war, dass Kunst – darunter auch die  alljährlich neu ausgeschriebenen Ateliers im Hause zum Betriebskostenpreis – auch im Tacheles nicht urplötzlich zu einer gewinnträchtigen oder sich selbst tragenden Sparte würde. Die Mieten, die dem Zapata vom Tacheles-Verein auferlegt worden waren, waren als Querfinanzierung für das kulturelle Geschehen vor Ort gedacht. Eine Aufgabe, der sich das Zapata seit 10 Jahren entzieht.

(shortlink: http://wp.me/psdI6-FC )

Written by wn030

July 22, 2010 at 9:04 am

8 Responses

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  1. Wortlaut der dpa-meldung von (dpa-info.com GmbH) vom 21.7.2010 dazu:

    “Berlin (dpa) – Die Räumung von Teilen des Berliner Kunsthauses Tacheles ist am 21. Juli gescheitert. Nach Angaben des Zivilgerichts erschien beim «Café Zapata» und dem «Studio 54» zwar am Morgen der Gerichtsvollzieher. Doch er musste unvollrichteter Dinge wieder abziehen.

    Tacheles-Vertreter sagten ihm, dass sie nicht die von der Räumung betroffenen Nutzer seien. Das Künstlerprojekt in der Kaufhausruine ist von der Schließung bedroht. Eine Bank will das Gelände an der Ecke zur Friedrichstraße zwangsversteigern lassen. Der Berliner Senat setzt sich für den Erhalt des Tacheles ein, das als Touristenattraktion gilt.”

    teeater

    July 23, 2010 at 8:30 am

  2. wir haben heute von einem künstler ein statement dazu bekommen. um ehrlich zu sein, wäre es uns lieber, ihn unveröffentlicht zu lassen (“qui bono…”). aber zensur kommt nicht in frage, hier daher die ziemlich angepißte wortmeldung des künstlers:

    .

    .

    hallo leute,

    ich habe viele jahre im tacheles gearbeitet und weiss genau wie die dinge dort laufen.

    dort hat man sich einen dreck geschert um die gentrifizierung, welche ja auch durch tacheles-politik mitbetrieben wurde. man hat sich nicht für die alternativ-szene interessiert, da ja die ganzen jahre auch geldscheffeln wichtiger war, als der kampf um freiräume.

    es wurden keine mieten gezahlt (aber die künstler_innen dürfen miete an den verein zahlen) und auch sonst kaum abgaben, alles in die eigene tasche gewirtschaftet. Man hat jahrelang in saus und braus gelebt. Die belegschaft (verbot gewerkschaftlicher organisierung, nicht sozialversichert, und keine wirklichen arbeitsverträge) schuftet für wenig geld, während die chefs (!) teure autos fahren und gute zigarren rauchen. – kapitalismus pur!

    dass jetzt aber keiner mehr geld hat, hängt wohl auch damit zusammen, daß man sich jahrelang internen rechtsstreit geliefert hat und mehrere hundert tausend (!!!) Euro an Anwälte und Justizkosten verbraten hat, damit hätte man dutzende gute projekte erarbeiten und/oder fördern können.

    weder der verein, noch die betreiber der cafés und kino haben auch nur einen deut solidarität verdient.

    warum soll ich den kopf hinhalten und gummiknüppel abkriegen??? haben sich die leitenden tachelesianer denn solidarisiert, als sie aufgefordert wurden? selbssüchtiges pack, jetzt heulen sie !!! grosse mafia bekämpfen um eine kleine underground-mafia zu unterstützen, ohne mich.
    ich habe damals versucht strukturen zu organisieren, daß wenn’s mal soweit ist, potenzial zum kampf da ist, rausmobben war die antwort, ausserdem hat schicky-mitty keinen alternativ-space mehr verdient.

    leider kommt jetzt für den tacheles die quittung für die jahrelange inkompetenz und ignoranz der betreiber und chefs !!!
    leid tut’s mir nur wegen der vielen künstlerkolleg-innen, aber die finden neuen unterschlupf bei uns anderen, in friedrichshain, kreuzberg und wedding.

    Die einzige echte chance für den tacheles wäre, den verein entmündigen, die chefs und jetzigen betreiber rausschmeissen und mit den künstler-innen neu besetzen!!!

    wie dem auch sei, ich werde meine energie und arbeit für lohnenswerteres einsetzen.
    aber einen spruch gibt’s trotzdem:

    lasst euch nicht durch pseudos blenden,
    die nur teures geld verschwenden,
    tachelesräumung – alle gaffen,
    nun ist schluss mit raffen, raffen!

    grüsse
    xxx*
    (*name von wn030-red geänd.)

    der fettdruck bei “mit den künstlern neu besetzen” war in der uns zugesandten wortmeldung original so gehalten.

    teeater

    July 23, 2010 at 9:32 am

  3. wahnsinn… – die spinnen, die berliner. die wollen allen ernstes das haus den finanz- und immospekulanten zum fraß vorwerfen, einfach so? wegen lokalhistorischem gezänk einerseits und dann noch wegen angeblichen zigarren? sorry, ich habe mich des öfteren mich leuten aus dem verein unterhalten, eine zigarre hatte bei dem gespräch keiner in der hand und soweit ich weiß, fahren die meisten mit der tram nach hause (zumindest, solang die fährt).

    ey, det hält man doch im kopf nicht aus… – am besten ist es dann, wenn man die sprücheklopfer wiedersieht, wenn die gerade dabei sind, ihre nächste antikapitalistische demo (oder finanzkrisedemo) zu organisieren. hier einerseits häuser zum fraß vorwerfen und “am A… vorbei” und dann aber mitlatscher wollen, na klar doch.

    übrigens, wo wir schon bei dem thema sind. finanzkrisedemo. und beim lockeren herumtratschen zwischen netzseite und netzseite. fußlatscher wie uns fragt ja nie einer, aber wenn eener fragen tät, um ehrlich zu sein: das große medienthema-splitterding von der letzten sah und sieht bis heute nach nichts anderem aus als nach einem von interessierter seite selbst gelegtem thema-ei. die polizeigewerkschaft müht sich derzeit derartig nach kräften, medienwind gegen die namenschilder an uniformen (kennzeichnung von polizeibeamten) zu machen, daß die bereit sind, ein paar kollegen dabei mit zu gefährden, “um der sache willen”. die sind so geschult, dass ist bei denen so. sorry, sieht nach all der zeit leider sehr danach aus.

    aber zurück zum tachelesthema. unsereins kann echt nur noch den kopf schütteln. lokalhistorisches gezänk. “Mainzer Straße…” und das dann als argument für ein nächstes verlorenes haus als futter für die finanzhaie.

    DIE SPINNEN, DIE BERLINER.

    edit wn030: wahrscheinlich wurde hier aneinander vorbeigeredet. siehe hierzu unser kurzes statement zur protestverantaltung am 26.7. im beitrag oben. laut vereinsmitgliedern wurde vom café zapata die miete an den verein seit 10 jahren nicht mehr gezahlt. entweder hatte xxx seinen angriff nicht richtig adressiert oder es mangelte an der nötigen info. die vereinsaktiven, zu denen viele ehrenamtliche – idealistisch angehauchte – kräfte und einige ein-euro-jobber zählen, waren am besagten 26.7. mit interviews zur bedrohten situation des hauses und einem möglichst kreativen protest zu beschäftigt, um sich über zigarrengeräucherte gerüchte den kopf zu zerbrechen.

    gast

    July 23, 2010 at 11:43 am

  4. originalnachricht. datum: Fri, 09 Jul 2010 14:49:27 +0200 Von: Kunsthaus Tacheles An: u.a. wn030 – Betreff: Offener Brief an Bundespraesident Wullf

    Berlin. Ein Offener Brief des Kunsthauses Tacheles erging heute an den Bundespräsidenten Herrn Christian Wulff.

    Offener Brief an den

    Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland

    Herrn Christian Wulff

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident

    Gratulation zur ihrer Wahl, das ist ja nochmal gut gegangen.

    Wir wenden uns in einer ernsten Angelegenheit an Sie, es geht um den Erhalt des zeitgenössischen Kunsthauses Tacheles und die Rettung der kreativen Mitte Berlins. Die HSH Nordbank versucht unter Mithilfe des Eigentümers Anno August Jagdfeld das Kunsthaus zu schließen und zu räumen. In diesem Fall machen Schuldner und Gläubiger, zum Schaden der Bundesrepublik, gemeinsame Sache. Die Landesbank bekommt einen „faulen“ Kredit aus den Büchern, der Schuldner entledigt sich „elegant“ seiner Verpflichtung und das Gemeinwesen trägt den inhaltlichen sowie den finanziellen Schaden.

    Vor dem Hintergrund, dass Herr Anno August Jagdfeld Bundesverdienstkreuzträger ist und sein „Wirken“ der Bundesrepublik, nicht nur im Fall Tacheles (siehe auch: Büropyramide Berlin/Marzahn, Heiligendamm, etc. etc.), großen Schaden zufügt müssen wir Sie, bei allem zu Gebote stehenden Respekt, auffordern Herrn Anno August Jagdfeld diese Auszeichnung sofort abzuerkennen.

    Wir bitten Sie, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, um das Tacheles auch für die Zukunft zu sichern. Eine demokratische Gesellschaft braucht Kunst als Lebensmittel. Geistesarbeit und Kreativität sind ein Motor von Zivilisation und nicht Dekorations- oder Modemarkt.

    Gerne möchten wir Sie auch zu den Demonstrationen am 26.07.2010 „Tacheles erhalten“ und „Megaspree – Rette deine Stadt“ am 10.07.2010 einladen. Beide Demonstrationszüge starten ab ca. 16.00h am Tacheles Oranienburger Strasse. (EDIT WN030: DEMO WURDE ZWISCHENZITLICH LEICHT VORVERSCHOBEN – AUFTAKTVERANSTALTUNG BEGINNT ETWAS FRÜHER – 13 UHR – DEMOSTART SCHON UM 14 UHR SIEHE W.U.) Wir würden uns über Ihre Teilnahme sehr freuen und hoffen auf interessante Redebeiträge Ihrerseits.

    Mit freundlichen Grüßen

    Martin Reiter
    (Tacheles e.V.)

    PS: Außerdem bitten wir Sie, die derzeitige Bundesregierung zu entlassen, da sie den Herausforderungen unserer Zeit in keinster Weise gewachsen ist und die „Dinge“ ohne triftigen Grund nur noch (edit wn030: an dieser Stelle bricht der Wortlaut leider ab)


    Kunsthaus Tacheles
    Oranienburger Str. 54-56a
    D-10117 Berlin

    Tel. +49 (0)30 28 26 185
    Fax +49 (0)30 282 31 30

    http://www.tacheles.de
    office@tacheles.de

    kommentar von wn030 dazu: MIST. GERADE DA, WO’S SPANNEND WURDE. wir erm bemühen uns, für Sie den Rest des offenen Briefes ausfindig zu machen.

    edit wn030-8 um 22h: ok, haben wir jetzt. der rest des offenen briefs ist hier abzuholen. mit logo und allem drum und dran.

    edit wn030-5: demoterminbest. eingetroffen, hier die am späten 24.7. eingetroffenen uhrzeitdetails für montag:

    Die Demo ist am Montag, den 26.7., Auftaktveranstaltung beginnt um 13:00 vor dem Tacheles, die Demo geht dann um 14 Uhr los.

    Im Anhang findet Ihr auch den dazu den Flyer.

    Herzliche Grüße aus dem Tacheles
    LC

    wn030: hallo L, hab vielen Dank für die jpg-zusendung, haben wir in den seitentext oben jetzt eingebunden.

    teeater

    July 23, 2010 at 7:41 pm

  5. Berlin, 29.7.2010

    Die Künstler und Künstlerinnen des Kunsthauses Tacheles an der
    Oranienburger Straße beginnen heute mit dem ersten Schritt der Aktion:
    Hungerstreik für Tacheles.

    Da erhebliche Bewegung in die Verhandlungen um das Tacheles gekommen
    ist, unter andrem auch noch kein Brief zur Eröffnung der Insolvenz über
    den Tacheles e.V. eingegangen ist, müssen wir davon ausgehen das die HSH
    Nordbank ihren Druck auf den vorläufigen Insolvenzverwalter des Tacheles
    e.V., Herrn Joachim Voigt Salus, eingestellt hat. Dies würde dem ersten
    Punkt des am Montag veröffentlichten Tacheles-Forderungskatalogs
    entsprechen.

    Des Weiteren hat die Berliner CDU den Regierenden Bürgermeister
    aufgefordert die Causa Tacheles zu entscheiden und mit der HSH Nordbank
    über den Erwerb des Grundstücks verhandeln. Dies ist ein schöner
    parteiübergreifender Politikansatz.

    Drittens bekundete der Kultursenat sofort mit einem Anruf seine
    Unterstützung, als am Dienstag das falsche Gerücht die Runde machte,
    Vattenfall würde den Künstlern den Strom abstellen.

    Das Bundespräsidialamt beantwortete im Namen des Bundespräsidenten den
    Brief des Tacheles vom 16.7.2010. Am gestrigen Mittwoch hatte Tacheles
    umgehend ein entsprechendes Antwortschreiben an den Bundespräsidenten
    zurückgesendet.

    Es bewegt sich also sehr schnell sehr viel, der Hungerstreik der
    Künstler wird daher bis zum Erlahmen der laufenden Entwicklungen
    ausgesetzt.

    Konsum- und Hungerstreik-Fotoaktionen werden einstweilen internetbasiert
    intensiviert und in den Netzwerken der Künstler und solidarischen
    Institution verbreitet. Menschen aus aller Herren Länder werden mit
    Texttafeln mit Aufschriften wie “Diesen Burger kauf’ ich nicht! –
    Hungerstreik für Tacheles” oder “Heute kauf’ ich nicht! – Konsumstreik
    für Tacheles” vor Konsumörtlichkeiten beim Kauf- oder Essboykott
    fotografiert.

    Die ersten Bilder der Aktion finden Sie unter

    http://super.tacheles.de/ANONYMOUS/hungerstreik_TACHELES/

    Bezüglich der Bilder in hoher Auflösung sowie den Abdruck-Autorisationen
    wenden Sie sich bitte an den Fotografen Petrov Ahner
    (petrov.ahner@yahoo.fr, Tel. 0176 51426739).

    Gleichwohl haben die Künstler des Hauses in Vorbereitung auf den
    Hungerstreik ein erstes Streikteam zusammengestellt. Die medizinischen
    und juristischen Implikationen werden zurzeit abgeklärt, sowie sichere
    Internetübertragungstechnik installiert.


    Pressekontakt:

    Linda Cerna

    Kunsthaus Tacheles
    Oranienburger Str. 54-56a
    D-10117 Berlin

    Tel. +49 (0)30 28 26 185
    Fax +49 (0)30 282 31 30

    http://www.tacheles.de
    office@tacheles.de

    update: das interview der taz mit m. reiter – 29.7.2010, zur vorläufigen aussetzung des hungerstreiks – ist hier zu finden.

    teeater

    July 29, 2010 at 10:00 pm

  6. […] 3. Platz | Thema Kunsthaus Tacheles | z.B. auf kwick.de und wikinews030.wordpress.com […]

  7. (tip vom “besucher.”)

    a – achso… gibt’s hier zufällig gerade leute mit interesse und suchen nach text zu “tacheles”?

    gibt was mit superwürzepreis. ich würde NICHT versuchen, den zu “spinnen” (so nennen die das in amiland) (in “autolandstaaten”) – aber wenn Sie suchen, ja dann warum aber auch nicht. -> ist unter textcode, dort nicht zu verfehlen. der o.a. artikel wurde “hochoffiziell geleased” (und zwar von der jungenWelt) (ja, peter, staunste, hm? :] so heißt das jetzt…) – und zweitabdruck ist immer noch superbillig fast richtig viel billiger als in der jungenWelt.

    .

    .

    wn030-7: wtf ?? – (egal, kann nicht so wichtig sein) wn030-5: weißt Du, seit wann hier sommer ist auf diesem kontinent?

    teeater

    August 7, 2010 at 5:01 am

  8. […] 3. position | topic: Kunsthaus Tacheles | e.g. via kwick.de and wikinews030.wordpress.com […]


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