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Archive for August 2010

Tic-Tac-Toe der Worte. Eine Gegenüberstellung. (WikiLeaks – Document, the NATO master narrative. Facts vs. Fiction.)

with 30 comments

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Tic-Tac-Toe der Worte.

Eine Gegenüberstellung.

(wn030)  Im Jahr 2009 sickerte die Nato-Richtlinie “NATO in Afghanistan: Master Narrative” des NATO Media Operations Centre durch die Dichthalte-Maschen der “ISAF – OFFICIAL USE ONLY”, für deren Verwendung das Dokument ursprünglich gedacht war, und landete schließlich auf der Plattform WikiLeaks (die in den Medien in den vergangenen Tagen und Wochen weidlich vorgestellt wurde, weshalb wir die Vorstellung an dieser Stelle nicht wiederholen, die Webadresse lautet wikileaks.org). Es ist auf der WikiLeaks-Seite als eines von 4 Dokumenten präsentiert, die, als Direktive, die Strategie der öffentlichen (medialen) Selbstdarstellung der NATO aufdecken. Das Hauptdokument ist – alternativ – auch über diesen Link herunterladbar.

Das Dokument wurde von Julian Assange am Tag vor der Veröffentlichung des jüngsten Red Cell Memorandums auf einem Pressekonferenzseminar (wir recherchieren noch an der korrekten Bezeichnung und klären auf, sobald wir Konkretes dazu erfahren) vorgestellt, Julian geht auf die Direktive vor der Präsentation der “War Diary”-Dokumente und ihrer Visualisierungen ein (Teil 1 der Aufnahme). Die Master-Direktive der NATO stammt aus dem Jahr 2008, die Öffentlichkeit hat – sofern sie von der Möglichkeit Gebrauch machte – seit einem Jahr Zugriff auf das Dokument.

WikiLeaks selbst und einige früh aufmerksame Medien haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die Zugänglichkeit von Dokumenten alleine dem Material noch nicht zu einer angemessenen öffentlichen Aufarbeitung verhelfen kann. In vielen Fällen sehen sich Leser schwer rezipierbaren Daten gegenüber, die, so WL z.b. am 25.8., von spezialisierten Journalisten am ehesten zu einer transportierbaren Information aufbereitet werden können. Dies trifft mit Sicherheit auf Dokumente im Umfang und von der Form der War-Diary-Materialien zu, die in ihrer Gänze erst über Visualisierungshilfen zugänglicher werden, auch wenn sich hieraus noch  nicht ergibt, weshalb dies nicht parallel erfolgen kann, bei bereits vorhandener Verfügbarkeit der Materialien für die Netzbevölkerung und Medienschaffende (Stichwort informationsfreiheit). Wie sieht es im Gegensatz zu großen Datensätzen abrer mit Dokumenten wie der Nato-Direktive aus, wie rezipierbar mag sich das Material in den Augen rühriger Internetnutzer und webakklimatisierter Online-Medienleser präsentieren?

Wir haben uns zum Versuch entschlossen, hierauf eine Antwort zu finden. Unsere Methode:  die knappe Gegenüberstellung einer Auswahl von Originalzitaten der NATO-Direktive mit einer Auswahl von Originalzitaten im Netz. Originalzitate, die einer global vernetzten, weit versteuten und personell nicht zu unterschätzenden Webcommunity gut bekannt sind.

(NATO Master Narrative Oct 2008, p.6)

Let’s take a look at how the NATO values the life of every single person. Beim Irakkrieg hat  – das müssen wir hoffentlich nicht extra nachweisen – die USA als NATO-Gründungsmitglied eine gewisse den Krieg antreibende Rolle gespielt. Als Initiator und Bestandteil der nach der UN-Ablehnung ins Leben gerufenen Koalition der Willigen, zu der auch NATO-Staaten  gehörten, ist sie aus selbiger nachträglich kaum auszuschließen. Wir dürfen daher annehmen, dass die folgende Sequenz als eine Sequenz betrachtet werden kann, die nicht nur US-Militär exklusiv betrifft, sondern – schon aufgrund der NATO-Gründungsmitgliedschaft der USA – die Frage gestellt werden darf, ob dies genau die Art ist, wie die NATO “values the life of every single person“..

 

 

 

 

 

 

You think, this is out of context? Please scroll down a bit, then.

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(source. and more about source.)

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Nun ließe sich argumentieren, das sei “aus dem Kontext herausgegriffen”, nicht wirklich am Thema der Direktive und generell nicht mehr aktuell. Nun, Hinterbliebene könnten bei der Frage der Aktualität anderer Meinung sein. So leicht, wie sich der Satz “nicht im Kontext” ausspricht, ist der hier im Bild sichbare Reuters-Mitarbeiter nicht ins Leben zurückzuholen.

Aber gut, Leser könnten einwenden, ein Nato-Gründungsmitglied könne nichts für seine Nato-Mitgliedschaft im Jahr 2008 und außerdem handele es sich in der NATO-Direktive ausdrücklich um die Richtlinie zur medialen Selbstdarstellung während des Afghanistan-Krieges. NATO values the life of every single person, das unterscheidet sie, sagt sie, von Terroristen. Sehen wir uns mal im gewissen Kontrast hierzu das Folgende genauer an:

Es ist kein Versehen oder Vertipper, diese Meldung hier spricht von dem Land, das derzeit von einer Flutkatastrophe schwer getroffen ist. Allison Kilkenny besieht sich die Meldung genauer und titelt folgerichtig: “Bombing the Pakistan Flood Victims Into Submission”. Sie unterstreicht die seltsame Formulierung der Meldung, die in der ersten Zeile von “wahrscheinlich Militaristen” spricht, um in den folgenden Zeilen zuzugeben, dass es sich mindestens um “eine Vielzahl” Zivilsten handelt, die unter den Getöteten und Verletzten sind.

Aber unsere Leser könnten mit den Köpfen schütteln: die USA ist nur Gründungsmitglied der NATO, was hat  der Angriff eines NATO-Gründungsmitglieds auf ein Dorf in Pakistan denn nun mit der NATO und Afghanistan zu tun? Pakistan liegt doch meilenweit entfernt, fast auf einer anderen Erdhalbkugel

Also gut, rücken wir etwas genauer ran. Ist das folgende Zitat – Afghanistan, NATO-Angriff – eventuell nahe genug am “Kontext”?

…NATO “values the life of every single person”…

“…The airplanes came (N.A.T.O.) and started the bombardment. A lot of innocent people were killed, old and young, women and children were all martyred. Some had no heads or hands. Body parts were scattered all over the place. People were screaming one yelled out that for God’s sake someone should go to the government and tell them they are killing innocent people! We are not Taliban! Stop the bombing! These people were waiting for your help!…” (source)

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Auf Seite 6 der NATO-Direktive heißt es, man hätte die taktische Direktive überarbeitet, um das Risiko der Gefährdung von Zivilisten zu minimieren –  dazu gehört auch (S. 7):

 

Laut Selbstaussage, die über Sprecher der NATO an die Medien weitergegeben werden soll, kümmert sich die NATO also um die rasche Anerkennung von Kollateralschäden und eine transparente Untersuchung solcher Vorfälle. Soweit das Drehbuch der Communication-Science-Fiction. Wie steht’s mit den Facts?

Das oben zitierte Collateral-Murder-Video wurde vom Militär des Nato-Gründungsmitglieds jahrelang unter Verschluss gehalten. Einzelne Reuters-Redakteure hatten das Video in einer kurzen einmaligen Vorführung  im Jahr 2007 sehen dürften, Kopien des Videos wurden ihnen vorenthalten. WikiLeaks notiert auf der eigens zur Veröffentlichung des Videos eingerichteten Seite nur knapp: “Reuters has been trying to obtain the video through the Freedom of Information Act, without success since the time of the attack”. Auf Anfragen von Reuters (verlinkte Reuters-Meldung, Zitat: “…Video of the incident from two U.S. Apache helicopters and photographs taken of the scene were shown to Reuters editors in Baghdad on July 25, 2007 in an off-the-record briefing. U.S. military officers who presented the materials said Reuters had to make a request under the Freedom of Information Act (FOIA) to get copies. This request was made the same day. “It has now been approximately one year since our original request was submitted and we still have not received a formal response or written initial determination in accordance with FOIA’s statutory requirements,” Reuters News Chief Counsel Thomas Kim wrote in a letter to the U.S. Central Command.  …”) – auf Anfragen von Reuters also wurde der Nachrichtenagentur geantwortet, die Angriffe hätten den US-amerikanischen Angriffsrichtlinien entsprochen (woraufhin WikiLeaks die Richtlinien veröffentlichte, die kurz vor, während, und kurz nach dem Angriff galten).

Hier wären wir wieder an der Stelle, an der akkurate Leser einwenden können, das NATO-Gründungsmitglied könne nichts für seine NATO-Mitgliedschaft im Jahre 2008 (Datum der NATO-Selbstdarstellungsdirektive) und Geheimhaltung zum alleinigen Zweck der Vertuschung von Kriegsverbrechen seien ein Sonderfall des US-amerikanischen Militärs, der genau an dem Punkt ende, an dem dasselbe US-amerikanische Militär als Bestandteil des NATO-Militärs in Aktion trete. Was allerdings dann etwas erstaunt, wenn im Jahr 2010 offizielle Töne des US-Militärs auftauchen, die zunächst den “Blood on your hands”-Mythos in US-Medien streuen und dieselbe  Communication-Science-Fiction nur mit leichter Verspätung plötzlich von einer deutschen Nachrichtenagentur an eindrucksvolle Provinzblätter gesendet wird (die Märkische Zeitung soll laut Netzgerüchten am späten 28.8.2010 unter den ersten Dienstwillligen Papierblättern gesichtet worden sein, im Netz ist ihr Kniefall am 29.8. noch nicht zu finden) – bezüglich der Bereitwilligkeit zur Aufklärung von  “Kollateralschäden” und Kriegsverbrechen können auch 2010 überraschenderweise keine augenfälligen Unterschiede zwischen dem Verhalten des US-Militärs Reuters gegenüber und jenen festgestellt werden, die der NATO/ISAF-Direktive eigentlich unterliegen müssten. Fast  keine – bis viellicht auf die Tatsache, dass hier von der passiven Vertuschung zur aktiven gewechselt wird.

 

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— under construction —

 

 

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Written by wn030

August 26, 2010 at 5:32 pm

“FU Berlin Sexparty” – Ominöses Dokument auf Wikileaks stiftet Verwirrung. Journalistische Niederungen, professoraler Abgrund oder frühe Folgen von Bologna in ihrer skurrilsten Form? – Eine Betrachtung.

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(wn030) Auf der in den vergangenen Wochen in Medien weidlich besprochenen Plattform Wikileaks (die wir deshalb an dieser Stelle nicht weiter vorstellen, Webadresse lautet üblicherweise wikileaks.org, in Angriffszeiten unter http://213.251.145.96/ sowie unter wikileasks.ch abrufbar) ist ein mit dem Suchbegriff “Berlin” auffindbares Dokument sichtbar, das – gelinde gesagt – einen etwas dubiosen Eindruck erweckt. Da wir bisher von keiner der sonst gelegentlich zu Scherzen aufgelegten Seiten ein Kommentar hierzu erhalten haben,  haben wir uns schließlich zu einer genaueren Betrachtung entschlossen.

Um uns des nicht unkomplexen Problemchens annehmen zu können, bedarf es einer lesbaren Sichtbarkeit des seltsamen Papier-Etwas. Nicht jeder unserer Leser muss auf anhieb pdf.torrents öffnen können, daher machen wir es Ihnen und uns etwas leichter und präsentieren Ihnen das Dokument in einer lesbaren Screenshot-Kopie (Verlinkung nach Wikileaks weiter unten).

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Auf der – äußerst knappen – früheren Wikileaks-Diskussionsseite zu diesem Dokument [Anm. 2011, Februar. in der Zwischenzeit wurden mehrere digitale Angriffe gegen die Seite gestartet, wie kaum jemandem entgangen sein kann, der zuminest gelegentlich eine Zeitung zur Hand oder auf den Monitor nimmt. Die Seite zum Dokument befindet sich daher nach einem weiteren dadurch notwendig gewordenen Umzug derzeit hier: WL-Link1 – die erwähnte Diskussionseite  ist derzeit hier direkt zu erklicken: WL-Link2 – falls Sie das Pech haben  sollten, auf den Link in  einem ungünstigen Augenblick zu klicken, nehmen Sie lieber den folgenden, dort ist die Seite archiviert: 1.) WL-Diskussionsseite zu diesem Dokument – 2.) WL-Dokumentseite] – update. aber die archiv-seite wurde von malware angegriffen, daher verlinken wir eine weitere achivversion an eben dieser stelle in wenigen minuten, klicken Sie bald wieder rein] Auf der – äußerst knappen – Diskussionsseite zum Dokument also wurde bereits vermerkt, dass die sprachlichen Mängel auffällig sind und nicht eben zur Glaubwürdigkeit des Dokuments beitragen. Ein Kommentierer weist auf die Tatsache hin, dass die Erstellung eines solchen Dokuments angeblich in einem Parteigebäude in Anwesenheit eines Journalisten schwerlich mit den sichtbaren sprachlichen Mängeln in Einklang zu bringen ist. Eine  weitere Stimme merkt dagegen in englischer Sprache an, dass der Vermerk, es sei ein Strafverfahren wg. §§ 185 ff. StGB (u.a. üble Nachrede, Verleumdung) gegen den Journalisten eingeleitet worden, das Dokument durchaus weiterhin eines näheren Blicks wert mache. Um dies jedoch besser beurteilen zu können, setzen wir eine Untersuchung der hier verwendeten Sprache (bzw. ihrer Verunstaltung) einer Ausgestaltung möglicher Theorieansätze voraus.

Vorab: die eidesstattliche Erklärung trägt die Jahresangabe 2006. Der vermerkte Journalist war zu diesem Zeitpunkt also bereits seit 6 Jahren Landesvorsitzender. Die vorsorgliche Einleitung des Verleumdungs-Strafverfahrens wurde vom namenlosen Staatsanwalt 2008 am unteren Rand des Dokuments vermerkt, bei dem es sich allem Anschein nach um ein Fax handelt. Das genaue Datum des Faxstempels am oberen Rand ist nicht zur Gänze lesbar, zeigt jedoch – wie der Vermerk des namenlosen Staatsanwalts unten – die Jahresangabe 2008. Zwischen welchen beiden Stellen das Dokument herumgefaxt wurde und wo sich das Schriftstück in der Zeit 2006-2008 herumgetrieben hat, ist dem Schriftstück nicht zu entnehmen.

Zum Textinhalt. Auch bei Außerachtlassung von Tippfehlern wie “an Eides Statt” (steht für anstatt/anstelle eines Eides, “die Statt” ist im Deutschen schon lange kein Nomen mehr, siehe auch Duden zur Schreibweise)* fällt auf Anhieb auf, dass selbst an der seit Beginn des Bologna-Prozesses 1999 schwer angeschlagenen und allerdings um Sicherung wenigstens einer Restqualität ihrer Lehre ringenden Freien Universität Berlin lange nach einem Studenten gesucht werden muss, der mit “Kommulitonien” an Veranstaltungen welcher Art auch immer teilnimmt (Z. 7).

Auch wenn Sprachschludrigkeiten wie Kommafehler (Z. 5) und deplatzierte Apostrophe (Z. 6 und 10) bei Muttersprachlern verbreitet sind, lässt sich ihre Gesamthäufigkeit in einem Dokument, das von Studenten oder zumindest in ihrem Beisein verfasst und von ihnen selbst unterzeichnet worden zu sein scheint, nicht anders als mindestens erstaunlich bezeichnen.

Das “teil auch teil” in Zeile 8 erweckt den Eindruck, der Text des Dokuments wäre diktiert worden. Weshalb jedoch Studenten – die, durch so manchen Hausarbeitenstreß eher zu einer gewissen Pingeligkeit in sprachlichen Fragen neigen – das Schriftstück einem Schreiber mit Schreibschwäche diktiert haben oder diktiert haben lassen sollen, um das schwächelnde Dokument  anschließend samt seiner “Kommulitonien” zu unterzeichnen, stellt sich als eine nicht auf Anhieb erklärliche Ominösität  des digitalisierten Blatts Papier dar.

Wohlgemerkt ist die Rede von “Kommulitonien”, die eine Zulassung “um Studium … auch erschlafen habt” (Z. 8). An dieser Stelle wird das Schriftstück spannend. Geht es um das “Erschlafen” um Studienplätze her”um”? Dass Studenten gelegentlich zu Sleep-Ins neigen (in späteren Semestern, selten bei oder vor dem Einstieg ins Studium) ist uns bekannt, aber… “Erschlafen” von Studienplätzen? Auch an der Freien Universität galten 2006 normale Zulassungsverfahren. Wenngleich natürlich – bundesweit – Gefahren dieser Art nicht ausgeschlossen werden können, wenn Studienplätze von Extra-Zulassungsprüfungen abhängig gemacht werden und damit von der Bewertung weiterer Einzelpersonen als der Abiturnoten ausstellenden Lehrer – so ist trotzdem vom Jahr 2006 die Rede, und zwar wohlgemerkt Januar. Die unterschreibenden “Studenten” waren somit, falls sie denn tatsächlich über eine Immatrikulation verfügten, 2006 nach der Jahreswende immatrikuliert, was einen Studieneinstieg – falls es sich um sogenannte “Erstis” (Erstsemestler) handelt – spätestens Herbst 2005 voraussetzt (wenn nicht sogar noch früher, da die Semesteranzahl nicht vermerkt ist). Die ersten Bachelorstudiengänge waren zu diesem spätesten nach Dokumentlage möglichen Studieneinstiegszeitpunkt erst in enigen Fächern eingeführt, Sonderzulassungsprüfungen befanden sich damals erst in der Planungsphase. Das Jurastudium wiederum – und das Dokument behauptet Studenten der Rechtswissenschaften – ist darüber hinaus ein ZVS-Studiengang, was die Einflussnahme von Berlin nach Dortmund über ‘Sonderveranstaltungen’ der im Schriftstück behaupteten Form noch etwas schwerer vorstellbar macht als ohnehin schon.

Der “Student” männlichen oder weiblichen Geschlechts (falls es sich denn wirklich um einen oder eine Immatrikulierte handelt) scheint darüber hinaus eine erstaunliche Fähigkeit entwickelt zu haben, ganze Semester lang sich eher auf Sonderveranstaltungen als auf wenigstens ein anständiges Nachholen der verschlafenen Deutschstunden zu konzentrieren. Drei Zeilen nach der Behauptung des “auch Erschlafens” (um Studienplatz um Dortmund herum) vermerkt er oder sie, dass auch der Verbleib an der Universität in ihrem oder seinen Fall von Sonderveranstaltungen der behaupteten Form abhängig gewesen wäre. Nun, die Universität fragt gemeinhin erst bei einem Überschreiten der Regelstudienzeit um 2 Semester den Nachweis einer Prüfungsberatung an, was – theoretisch – sich als einzige Möglichkeit zur institutionellen Druckausübung konstruieren lässt. Damit hätte der/die Studentin im mindestens 11. Semester zum Zeitpunkt der Unterschrift 2006 sein müssen, um beide Angaben stimmig zu machen – bei einem Studienbeginn 2001/2002 herum und 5,5 Jahren, die weniger mit Lesen und Schreiben als mit Sonderveranstaltungen erfüllt waren?

Dubios.

Diese Prüfungsberatungen – obligatorisch bei Überschreiten der Regelstudienzeit – können wiederum von einer ganzen Anzahl hierzu befugter Professoren erteilt werden. Wohlgemekt von Professoren des Studiengangs. Ein oder eine Studentin, die sich eine solche Beratung bei genau dem Professor abholen würde, dem er oder sie aus dem Weg gehen will, würde hier nicht wirklich logisches Verhalten an den Tag legen. Die im Dokument bezichtigte Person wiederum gehörte der Universitätsverwaltung an. Und hier gerät unsere Analyse an einen Knackpunkt. Sollte der/die Studentin tatsächlich mit einer erbrachten üblichen Prüfungsberatung – signiert von einem Professor ihres/seines Fachbereichs  – an einer Stelle der Universitätsverwaltung scheitern (was allerdings ein Skandal wäre), wäre üblicherweise genau dies der Augenblick (also der Zeitpunkt, an dem er oder sie deutliche Hinweise wahrnimmt auf den Versuch eines Universitätsverwaltungsmitglieds, die eigene Position zu mißbrauchen), an dem er oder sie in der studentischen Rechtsberatung in der Asta-Villa der FU antanzen müsste. Die FU verfügt nämlich über eine solche. Im 11. Semester wissen selbst Jura-Studenten das üblicherweise. Uns sind zwar keine Studenten bekannt, die nicht – so gut wie ausnahmslos – gelegentlich zu saftigen Nörgeleien an den “Asta-Fritzen” (zitat taz) neigen würden (oh, wenn wir damit nur anfangen würden, käme schon etliches zusammen. Man denke nur an die fehlenden Klos beim Campus-Camping 2008, von dem uns Studenten berichtet haben…), aber – um das Vorhandensein der studentischen Beratung wissen sie, normalerweise, und wissen dies auch an “Kommulitonien” weiterzugeben in heiklen Fällen, üblicherweise. Falls sie denn gelegentlich mit Mitstudenten kommunizierten, die “Kommulitonien” des vorliegenden Dokuments.

Nur nennt das Dokument nicht nur das Mitglied der Universitätsverwaltung, sondern auch einen beteiligten Professor.

An dieser Stelle wird die Situation etwas kritisch, da der genannte Universitätsprofessor (ursprünglich Hamburg, der aktuellen Personaldatenbank der FU nicht bekannt) kein unbeschriebenes Blatt ist (taz: Ein Juraprofessor muss sich wegen Bestechlichkeit verantworten: Er ließ sich für die Betreuung von Doktorarbeiten bezahlen und vergab gute Noten gegen Sex.) Im Jahr 2008 und 2009 informierte der Spiegel über den Skandal, jedoch mit Schwerpunkt auf dem Handel mit Doktortiteln. Falls das Dokument trotz aller dubios wirkenden Form einen Tatsachennachweis darstellt, müssten einige Details geklärt werden. Die Formulierung “sich ein Studium erschlafen”  kann – in einer schludrigen Satzformulierung – ausdrücken, die Studentinnen (gehen wir von weiblichem Genus der “Kommulitonien” aus) hätten sich den Fortgang des Studiums, also “Studienerfolge” –  “erschlafen”.

Was zweifelhaft wäre, da es sich laut Dokument um Studentinnen der Freien Universität gehandelt hat und ein längerer Aufenthalt des im Dokument genannten ehem. Professors der Hambuger Juristischen Fakultät an der Freien Universität zumindest laut digitaler Selbstauskunft der FU (Personendatenbank und zugängliche Seitencaches) nicht bekannt ist.  Das – wenngleich nicht als zuverlässig geltende, jedoch in eine Betrachtung selbstverständlich mithineingehörende – wikipedia-Profil des beteiligten Professors weiß zumindest Ende August 2010 ebenfalls nichts von expliziten ehemaligen Zusammenhängen zwischen dem genannten Hamburger Jura-Professor und der Freien Universität Berlin. Das Dokument bezeichnet den beteiligten Professor als einen Freund des FU-Universitätsverwaltungsmitglieds. Durch die Medien sind nachgewiesene Studien”erfolgs”vergaben des Professors, wie sie im Dokument behauptet werden,  in Bezug auf seine Lehrtätigkeit in Hamburg aufgeführt. Zu der Deutung der Formulierung “Erschlafen von Studienplätzen” als das Erschlafen von “Studienerfolgen” würde jedoch eine nachweisliche länger währende Lehrtätigkeit an der FU zu den Voraussetzungen gehören. Auch wenn die Universität nicht mehr aktuelle Einträge in Personendatenbanken gelegentlich löscht – ein Aufenthalt an der FU, der lang genug gewährt hätte, um Studien”erfolgs”nachweise der genannten Form zu ermöglichen, hätte Spuren im Netz hinterlassen.

Steht jedoch hinter “sich ein Studium erschlafen” bereits der Erhalt eines Studienplatzes, im genannten Fall sogar um die Dortmunder Zentrale Studienplatzvergabe herum –  und noch vor der Durchsetzung von Reformen, die Studienplätze generell, nicht nur das ZVS-Fach Jura  zu einem Bückwaregut umgestalten – ließe sich der Fall als ein, gedämpft ausgedrückt, skurril-anschauliches Exempel bezeichnen, das eindringlich auf Gefahren der Einengung von Studienzugängen sowie der künstlichen Rationierung von Studienplätzen hinzuweisen in der Lage ist. Mißbrauch universitärer Positionen ist nur in korruptionsfreundlichen Bildungssystemen umsetzbar. Weniger gedämpft ausgedrückt, könnten jetzt einige bisher geduldige Studienbewerberinnen tief Luft holen, wenn sie erfahren, dass dank Bologna ihr wegrationalisierter Studienplatz auf Bückwarewegen nunmehr sogar an Bewerber vergeben werden kann, die nicht einmal ihre eigene Sprache beherrschen. Und dabei ging es doch – wir wollen uns erinnern – bei den Elite-Studienzugängen und Sonder-Zugangsprüfungen um nichts anderes als die Aufrechterhaltung der, erm,  “Qualität”, oder? Genau, die  erm Qualität, um genau die ging es. Mit Elite-“Kommulitonien” hinein ins nächste Eliteuni-Semester, Glückwunsch, liebe Freie Universität.


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footer and finish comment. to be honest, usually we have no time for stuff like this, we’re not a medium with tendency for BILD-like contents (maybe with the exception of our exclusive “wikinews030 im BILDe“, our superspecial extraordinary Ramsch-page). we finally simply had to  include this “FU sexparty” article because the mentioned strange doc on wikileaks.org simply got on our nerves for app. 3 weeks now and we felt like – due to all the fuzz about a hot saturday topic recently attracting new readers to the mentioned platform – it may be good to publish a comment about this file. butif you also prefer something more interesting to read about the FU, please feel free to follow our link recommendation. This will guide you to a topic about a Besetzung instead of a “Party” and about students being able to read and write, so maybe you will also find this a bit more interesting, making sense, logical and simply more worth a media content entry than this quite-a-strange stuff above.  Or you are interested in other extremely spannend events in the FU? Perfect, how about this event, then.

update ein paar tage später, weil was sich gehört: ein kleiner süßer taz-backlink dazu. Kommentarkommentare zu “Endstation Bachelor” von Anna Lehmann.

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* PS für Philologen. Ja, wir wissen. Wir wissen, dass es den einen oder anderen Autor gibt, der das Wort als Nomen gelegentlich auffrischt. Aber das Argument zählt nicht aufgrund Irrelevanz. Das waren Jura-Studenten. Die hatten von dem Autor keine Ahnung. Und Jura-Studenten, die von dem Autor eine Ahnung haben aufgrund reiner Neugier neben dem Studium, die machen keine solchen anderen Fehler rein, wie im Text zu sehen, also Fall abgeschlossen, es bleibt beim Tippfehler von Muttersprachler-Nichtbeherrschlern, die irgendwelchen Leuten verklickern wollten, jemand von “Verwaltung” würde Einfluss auf Profs haben, die Profs sind, Seminare machen und Scheine unterschreiben und dazu noch auf die anderen Leute in den Instituten (siehe Kommentarfelder dieser Seite dazu).

Written by wn030

August 22, 2010 at 3:54 pm

Berlin Streetart: Wikileaks reaches arts hemisphere in Eastern Berlin (WikiLeaks topic number 5) (UPDATE-Link inside. Arrest warrant against Assange WITHDRAWN. 21.8.2010 – 5:45 p.m. gmt+1 central european time)

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(wn030) One of the photographers of our network recently discovered a fresh art piece at the storefront of the famous “Heftbar Straßentapete”, a busy atelier in Eastern Berlin, Prenzlauer Berg, nearby the Mauerpark. We won’t make many words about it, simply feel invited to take a look at the arts exhibit: (here is some information about the artist involved [Beitrag von Franziska Felber im tagesspiegel, “Kunst in der Schachtel] – the Pizzakarton is named “4rtbox”, which looks almost like: “artbox”.)

We could call this artpiece also: “Juan van Grey walking away from the former Wall of Berlin (or, at least from where it stood back then) and while walking away, he comes across an analogous wallpaper.”

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Pizzakarton mit extra

Frische Sardelle auf alter Straßentapete oder “Pizzakarton mit extra”

.Foto: (c) anna panek, licensed directly by wn030

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…Obwohl, mit einem kleinen Spruch das Werkchen zu kommentieren erlauben wir uns am Rande doch. Während der Pentagon auf einer friedlichen, von der Außenwelt abgeschlossenen Insel der Voratari-Steinzeit eine Rückgabeforderung nach der anderen an die zunehmends überraschte Außenwelt morst, zeigt die Berliner Streetartszene  sich bereits mitten in der Phase “Reanalogisierung des Digitalen” (die wir übrigens gerne hiermit wieder re-digitalisieren, anm. wn030-7).  Wir hoffen auf mehr und wünschen auch unseren Lesern ertragreiche Spaziergänge.

update. am 21.8.2010 zeigt sich, dass Pentagon gerne mit bezahlten Mädchen arbeitet. linksampler-update ist hier. – Die Rücknahme des Haftbefehls gegen Assange wurde um 5:45 GMT+1 mitteleuropäischer Zeit bekannt. Siehe Link.

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(unser eigener Kommentar zu dem Ganzen paar Jahre später lautet: “2010… Mensch, ist das lange her und wie die Zeit vergeht…”. Diesen Kommentar konnten wir uns anlässlich unseres Wiederbesuchs dieser Seite nicht verkneifen. Eines Wiederbesuchs übrigens, der möglich wurde, weil wir den tagesspiegel-Text zur Verlinkung durchaus für geeignet halten.)

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Written by wn030

August 20, 2010 at 11:46 pm

Hi Pentagon. (An article in stylish “letter outfit”, under construction.) – Topic WikiLeaks, Nr. 4 – UPDATE. reactions to smear campaign started Aug 21st 2010 – UPDATE: CIA paper release announced for wednesday, aug 25th 2010 – incl. first media reactions to RED CELL paper release

with 27 comments

(wn030. since letters seem to be quite up to date nowadays, as we  have to assume, reminding of the last lines in the linked complement – we’re happy to join the funky trend and add ours in a  stylish letter-like outfit too, now. ) – UPDATE – first web reactions to smear campaign started by Pentagon-  Aug 21st 2010 THE ARREST  WARRANT WITHDRAWAL INFORMATION WAS AVAILABLE FOR PUBLIC SINCE 5:45 pm GMT+1 central european time (update linking to: CNN/AP/Reuters/BBC and quite-a-some other). – UPDATE: CIA paper release announced for wednesday, 25th 2010 – UPDATE: first reactions to CIA red cell memo release

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General Council of the Department of Defense

1600 Defense Pentagon

Washington D.C. 20301-1600

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Re: WikiLeaks, your letter stamped with the date aug 16th.

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Hi Pentagon.

nice to read your funny last letter after a full set of quite good jokes – respect for this, seriously – jokes we will definitely not be able to stop laughing about that soon, to be honest. You seem to have missed some pages online in the last weeks at least, and some tons of article replies  to your official statements – we understand, you’re busy, but reading newspapers from time to time could be maby a good idea, even for pentagonpips, if you allow us to mention. So let us please repeat some of the main points  – points you might have missed – in this few lines.

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Re your first line. We understand that you represent yourself as the lawyer-background voice of the pip who’s packing his box in this moment and who we wish a soon and relaxing retirement time, we stress the word soon in this sentence. Indeed, you seem to have been contacted regarding the “some 15.000” docs, still missing parts of the Afghan War Diary. In this your sentence opening the letter, you call these documents classified. Listen, we have some questions about this. If you take a look at e.g. the “Collateral Murder” video (the video your military structure had so many problems to find for quite a long time, isn’t it?) and take a look at some seconds of this video. Let’s take, for example, the shooting at an obviously seriously injured person at the ground, trying to rescue himself from your killers – or let’s take the second with the “bastards” sentence… would you call the documents (and yes, we are in fact talking about digital ones, docs) as classified as this video?

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For a time longer now than two presidental periods in office, your country got used to the thought it’s not bound to any other legal bounds than your own private definitions. You call a doc revealing a war crime a “classified” doc and expect the rest of the globe will see a yellow color when looking at the sky, just because you defined it as yellow, out of your  fun of it? Ever developped the idea in your mind that aside of you at your pentagon desk there, the secretary, and of course those  interesting congress con clowns, aside of those few  – there might be quite some pips on this globe, on more than one continent only, seeing still a blue color when looking up and seeing still a war crime, how ‘classified’ ever you wished to cover it?

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Let’s take a look at some next parts of this convincing piece of paper of yours. (article under construction. to be continued soon. next paragraphs: about “demanding back” a digital doc. a short training in digital era basics and clarification of ridiculousness of “demanding a doc back”. to be followed by a paragraph about calling a pure and simple publication announcement a “threat” – incl. short clarification to remind pentagon how to differentiate between those both.)

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You end your impressive opening sentence with claiming, WikiLeaks is “holding” documents and “threatening” to make them public. May we please remind you that “threatening” in this context is an expression launched to the media by you. What WL in fact did was an announcement of the publication at a press conference. Threatening, dear Pentagonpip, is something else. You threat someone when you order or let people publicly call for crime actions on foreign ground, as one of your fellows for example recently did. You threat people, when you order or allow people to publicly call for a “legal” murder, so obviously “in line with” one of the main books your civilized country claims to build its grounds on. You do more than just a threat when you push your ‘ok’-buttons to let things happen like this or these ones.

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Now let’s come to the expression “holding”. Listen. We understand you’re used to conversations with pips who hardly see anything else around them but stuff they are “holding”. We will explain later why “holding” a piece of paper in front of your nose is something else than sev. thousands copies of docs on clouds, in networks, on harddrives  CD’s,  USB-Sticks and and and. First let us please clarify something else. We understand that due to your usage to stick to people with a “holding” tick – connections you knew how to activate in order to let the treason of a young person with the ability to think and with the ability to critisize happen. To let this treason happen for money, as far as we’re informed, isn’t it.

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Still may we please remind you that using this terminology – typical for you and the place you’re sitting at – is a bit dislocated in this context? Holding? WL is not a paper bank interest securities cell,  mister, we have no idea how you developped this strange complex other than simply sticking to the structure of your brain while talking and forgettign that there are more than one, two, three hundred, four thousand or five millions pips listening. They might combine to more horizons than the one of a safe. So do next time choose your words a bit more carefully, please. There’s no need to turn to bank securities terms  in letters just because you see yourself confronted with something like this 1,4 GB there.

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Now let’s turn to the shorter, 2nd paragraph of your letter. Nice to read that you believe your position re. given digital docs and the publication announcement to be “clear”. We understand this as a next sympathic pointe of a running gag, let’s shorten it up with a back-joke which for sure you will also find an extremely good one. The joke goes: “How many Winblows admins do you need in order to change a light bulb? – No one, winblows declares obscurity as a standard.” For sure you noticed the usage of philosophical terms in this joke. We understand therefore the usage of the term “clear” (and the not yet used nominization “clarity”) as your clear wish to create a new form of this joke, turning its beginning to “How many Pentagon pips do you need in order to change a light bulb…” – we’ll take care to get a perfect cartoon fitting to your wish. We know to value good jokes, and this one was definitely another one hitting the black center of a dart board.

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Alright, now let’s come to your next paragraph. This contains some statements which are able to deeply confuse the  readers of your statements for quite a while now, maybe this way we’ll be able to shed some light on the complex. You will understand we ignore the repetition of the “holding” term in the first line of paragraph three, after our explanation given above. But what’s striking in this line is the claiming, WL has access to something which is a “property” of the United States. Listen, we coincidentally found something like this online a couple of days ago, while watching the news. And we – coincidentally – have seen some replies to this. If you take a look at them, you’ll see the curiousity about you demanding ‘docs’ back as if they were pieces of paper and claiming it’s yours although usually – if it’s yours and since they are in fact docs – then what for haven’s sake is going on in your office? Why can’t you find your own stuff on your own? Was the cartoon author (cartoon visible here after click’n’scrolling down) right? You ask WL to help you to get your office cleaned up a bit? To find stuff you can’t find on your own?

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Seriously, it could be a bit not-that-easy to communicate this your wonderful first sentence in the third paragraph to the pips online worldwide, for a simple reason: – they – look at the stuff using a monitor.

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But let’s come back to the next connotation of your “ownership”/”property” claim. Listen. If a Pentagon person tomorrow sais: “We have invented a new law. From today on everybody who wears blue T-Shirts can be shot legally.” Or: “From tomorrow 5 o’clock in the morning everybody who drinks black coffe deserves death penalty.” Or: “The new law saying whoever clicks on wikileaks.org from tomorrow on is free to be shot down if seen on the street, legally.” Or: “If you sit in a heli and see pips with a cam, you can shoot them down, legally. Don’t worry, we will afterwards say it’s “just war”” – Do you think the pips on all those nice continents around you will simply nod and shut up? Tell us – have you, finally, ever heard about Den Haag? Does the idea that there might be laws stronger than a Pentagon new brilliant “legal” idea existing on earth finally reach you there in this idyllic Pentagon digitalfree, pre-Atari, newspaperfree island of yours? We understand that you try not to read one, two, three, fifteen, thirty newspapers. But there might be a moment when things are getting ridiculous. Pips might start to ask: ok, if Pentagon seems neither no know what a computer is nor to be able to read a.n.y. newspaper – d.o. they read, at all? Sure, all of them are alphabetized? R.e.a.l.l.y. sure? It simply is slowly making a quite surprising impression.

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(to be continued soon…) (http://wp.me/psdI6-O3)

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Written by wn030

August 19, 2010 at 12:50 am

One Hour Translation: Einfach nur ein “nettes kleines Unternehmen”? (Biz/Wirtschaft/Arbeitsrecht)

with 9 comments

(wn030-8 und wn030-5) One Hour Translation (OHT) – ein Unternehmen, das wir eine Zeitlang, wenn auch unauffällig, leicht unterstützt und sogar um die Ecke beworben haben, überraschte uns heute mit einem Auftritt, der einen Textbeitrag und eine Neubewertung der Frage, ob das Unternehmen als ein empfehlenswertes bezeichnet werden kann, dringend nötig macht.

Aufmerksam auf Mißstände im Umgang mit den Zuarbeitern des Unternehmens (Übersetzern) sind wir  vor wenigen Wochen geworden, als Zuarbeiter uns über eine seltsame Neuerung im Unternehmen informiert hatten. OHT hatte  im Frühsommer dieses Jahres der “Belegschaft im Keller” mitgeteilt, dass nunmehr Umsonst-Arbeit angesagt ist, wer im Netzwerk “sich behaupten” und “erfolgreich” sein oder werden will.

Kurz nach dieser Ankündigung erschien auf der Webseite von OneHourTranslation ein unauffälliger kleiner Hinweis. OHT teilte mit, es verfüge jetzt über eine “patentierte Methode” zur Qualitätssicherung der Lieferungen dieses Unternehmens. Wir wurden aufmerksam und begannen, Kontakte zu den Übersetzern im Netzwerk zu sammeln.

Was wir bisher erfuhren: bei der “patentierten” Methode handelt es sich um reine schlichte Kommentar-Textfelder, in die Übersetzer – unter Rückgriff auf ihre Ausbildung, ihre Erfahrung und Kenntnisse – Bewertungen anderer Übersetzungen abgeben. Dies, wohlgemerkt, kostenfrei. One Hour Translation behauptet offiziell, hierbei handele es sich um nichts weiter als eine freiwillige zusätzliche Zuarbeit. Gleichzeitig jedoch vergibt OHT, damit wurde nach Auskunft von Übersetzern im Netzwerk kurz vor dem Beginn der Umsonstservice-Aufforderung begonnen, sogenannte Status-Punkte. Der Status eines Übersetzers steigt nur dann, wenn er brav kooperiert, also Umsonstdienste leistet. Und nur dann, wenn sein Status steigt, erhält er ein Recht auf einen eventuellen Auftrag. – Freiwillig?

Diese Strategie wurde kurz nach Start der “patentierten” Kommentarfelder, in die Übersetzer Ergebnisse unbezahlter Arbeit eintragen dürfen, in einem Fachforum für Übersetzer (Proz.com) heftig diskutiert.

Die Antworten auf die Anfrage an Fachleute, wie groß die Bereitschaft zu einem solchen Mißbrauch eigener Arbeitskraft sei, war einhellig und aufschlußreich. OneHourTranslation wurde auf dem Umweg über das Proz.com-Forum, dessen scharfe Diskussionen Monate zuvor über ihre frühe Preisgestaltung (somit Bezahlung der Arbeitskräfte) nicht zum kleinen Teil zu der Neuberechnung der Preise bei OHT geführt hatten, bezüglich der aktuellen Neuerungen auf für das Unternehmen unangenehme Tatsachen hingewiesen. OHT versucht, sich an einem Markt zu behaupten, indem es sich mit einem Briefkasten-Fuß in New Yok, mit dem anderen in Israel aufstellt. Der Fuß in New York jedoch könnte sich für das Unternehmen als minder vorteilhaft, oder konkreter: als minder zukunftsfähig erweisen. Amerika verfügt zwar noch nicht über stark ausgebaute gewerkschaftsähnliche Strukturen für Freiberufler, eine Interessensvertretung für Übersetzer jedoch ist vorhanden und wird international anerkannt, die American Translators Association (ATA). Wer als Unternehmen am Markt nicht nur bis zur zweiten Startphase durchreifen will, sondern dort auch bleiben und überleben will, sollte nicht blauäugig versuchen, ATA’s Code of Conduct zu umgehen, als wäre er plötzlich unsichtbar.

Genau dies unternimmt OneHourTranslation seit dem Start ihrer “patentierten Kommentarfelder”, aka kostenfreie Bewertungsgutachten von Übersetzern. Mit der derzeitigen Gestaltung ihrer Business-Strategie ist eine Aufnahme bei ATA kaum wahrscheinlich. Am Markt ohne diese Mitgliedschaft zu wachsen, noch weniger.

Um Licht in die Situation zu bringen, wurde ein temporärer Korrespondent darum gebeten, der Leitung des Unternehmens in Israel Fragen ins Büro vorbeizubringen, in denen sie sich zu den Vorgängen äußern können. Trotz der bestätigten und akzeptierten Ankündigung des Termins und der Zusage von OneHourTranslation, zu diesem Termin die Fragen in Empfang zu nehmen und zu beantworten, wurde unserem temporären Korrespondenten im Büro des Unternehmens von Ofer Shoshan mitgeteilt, er “wüßte nichts” von dem Termin. Weshalb das Unternehmen eine derart offensichtliche Furcht vor unangenehmen Fragen verspürt, ist uns noch unbekannt, aber wir bleiben auch an diesem Thema weiterhin länger dran, vielleicht erfahren wir dazu Näheres. Dass die Beantwortung unangenehmer Fragen für ein Unternehmen immer besser ist als die verzweifelt wirkende Hoffnung, der Bruch des ATA-Code of Conduct ließe sich unter den Teppich kehren, müsste der Leitung und selbst dem zum Sprecher auserwählten Ofer Shoshan bekannt sein, genau das gehört zu den Grundkenntnissen von PR-Verantwortlichen, üblicherweise. Wir sind von der heutigen Antwort-Verweigerung noch selbentags in Kenntnis gesetzt worden.

Während unserer Vor-Recherchen zu diesem Thema – als noch der passende Termin vor Ort für die Übergabe der Fragen gesucht wurde – setzen wir uns mit weiteren Übersetzern bei OHT in Verbindung. Was wir erfahren haben, wirft in seiner Gesamtheit kein gutes Licht auf das Unterehmen. Wir erfuhren von einem Fall, in dem ein Spanisch-Übersetzer den Auftrag zu einer Übersetzung im vierfachen System-Tempo erhielt (bestimmte Aufträge werden auf der Leitungsetage mit den Kunden besprochen und erst dann an die Zuarbeiter weitergeleitet. Bereits das übliche “System”-Tempo straft einen jeden Kunden, der hierbei echte Qualität erwartet, Lügen ob dessen eigener Management-Fähigkeiten. Hier jedoch wurde ein ‘extra und gesondert’ besprochener Auftag schließlich mit der Auflage des 4fachen System-Tempos von OHT akzeptiert und weitergeleitet). Anschließend wurde selbiger Übersetzer sang- und klanglos vom Geschäftsführer des Unternehmens (Yaron Kaufmann) gefeuert.  Nicht weil der Auftrag nicht ausgeführt worden wäre. Sondern aufgrund Wochen später geäußerter clever-business-ideas des zahlenden OHT-Kunden, der mit der Begründung von “Qualitätsmängeln” der 4fachTempo-Übersetzung das ausgegebene Geld wieder zurückholte. Und OHT spielte mit. Die eigene Verantwortung für das Akzeptieren eines unerfüllbaren Auftrags, dessen Weiterleiten an einen Zuarbeiter, im Wissen, dass bei einer solchen Auftragsformulierung jeder Anspruch auf “Übersetzungsqualität” verloren gehen muss, das anschließende Akzeptieren einer “Beschwerde” des Kunden wurde anschließend, um selbst sauber zu bleiben und keine Verantwortung tragen zu müssen, mit der Entlassung des Übersetzers beantwortet (totale Sperrung seines eigenen Accounts  mit Löschung des dort befindlichen Guthabens. Ob der Übersetzer die ausstehende Zahlung erhalten hat, ist uns nicht bekannt. Wir haben nur die Aussage zur Nachzahlungsabsicht*** erhalten).

Damit der betroffene Übersetzer über diese beeindruckende Geschäftsführungs-Leistung nicht allzuviel Wind machen kann, wurde er anschließend, als er sich im Unternehmens-Forum zu Wort meldete, klammheimlich stummgeschaltet. Der Geschäftsführer teilte damals zwar mit, dies sei ein Sonderfall und das erste Mal, das ein Forumteilnehmer schlicht “abgeschaltet” werden musste, doch die Idee, Menschen lassen sich – bei gleichzeitiger Selbstwerbung, man wisse Human Quality Übersetzungen zu schätzen – “abschalten”, muss ab diesem Augenblick der Geschäftsführung gefallen haben. Übersetzer berichten uns jedenfalls von weiteren Vorfällen. Ebenfalls zur selben Zeit mehrten sich Stimmen im Forum, die Unternehmensleitung entziehe sich merklich immer häufiger Antworten bei auftretenden Problemen, auch der Mailverkehr werde vom Unternehmen offensichtlich nicht mehr beherrscht. Diese Stimmen erhielten alle eine einmalige kurze Antwort (“wir kümmern uns darum”), waren aber nach ihrer Wortmeldung nie wieder im Forum zu hören. Uns fiel bei der Recherche auf: Zu Beginn, kurz nach der Gründung und in der ersten Wachstumsphase war genau das – die Fähigkeit zu kommunizieren und die Fähigkeit, den Begriff “Transparenz” zu schätzen, einer der Pluspunkte der damals noch zukunftsträchtig erscheinenden Plattform.

Die Stimmen der Übersetzer stellen dem Unternehmen, zu dem es sich verwandelt hatte, ein anderes Zeugnis aus. Ganz am Rande bemerkt wirbt das Unternehmen unverhohlen damit, die US Army zu ihren größten Kunden zu zählen.

Anläßlich der endgültigen Blockade und Verweigerung, Stellung zu beziehen und sich den Fragen zu stellen, können wir – als wn030 – nur in den Chor anderer Medien einstimmen und mitteilen, dass auch wir die Gewöhnung an Lecks als Normalzustand – und das gerade in globalen Vernetzungsstrukturen (mit Übersetzern auf allen Kontinenten) – als durchaus empfehlenswerte Ideengebung betrachten.

Fußnote.

*** Laut Yarons Aussage hat das Unternehmen durch den betroffenen spanischen Übersetzer 50 Tausend verloren (Dollar, amerikanische). Der Spanisch-Übersetzer war über diese Aussage etwas erstaunt, denn er wusste noch, was er übersetzt hatte. Yaron bedauerte also den Verlust eines Kunden, der ihm offensichtlich Aussichten auf 50 Tausend gemacht haben muss. Was davon zu halten war, hätte ihm spätestens da auffallen müssen, als die “Qualitätsmängel” durch den Abnehmer benörgelt wurden, der eine 4fach-Systemtempo-Übersetzung bestellt hatte. Sicherlich – Freelancing ist Freelancing, der Spanisch-Übersetzer hätte diesen Auftrag niemals annehmen dürfen. Inwiefern dies Yaron befreien sollte, ist uns jedoch schleierhaft – er selber war es, der den Auftrag dazu vom Kunden annahm, als Geschäftsführer des Unternehmens. Normen der Übersetzerbranche hätten ihm zu diesem Zeitpunkt bekannt sein müssen. Unter welchen Umständen welche Beanstandungen welches Gewicht haben, auch. Die Beanstandung hatte unter solchen Vorzeichen keine andere Grundlage als die, dass Yaron einen Kunden behalten wollte, der ihn offensichtlich an der Nase herumzuführen versucht hat. Und der Spanisch-Übersetzer sollte dafür bezahlen, indem er seine Arbeitszeit nachträglich dem Unternehmen und dessen sagenhaften wirtschaftlichen Fähigkeiten schenken sollte, ohne gefragt zu werden, ob er das auch will – nein, es gibt AGBs und es gibt eine vertragliche Grundlage, dass zu vergüten ist, was geleistet wurde. Von unangenehmen Verpflichtungen trennen, geht in solchen Fällen normalerweise nicht, es sei denn, die Zusammenarbeit geschieht über eine Plattform und ein Geschäftsführer kommt zum ersten Mal auf den Gedanken, einen Übersetzer-Account mal einfach so zu löschen. An jüngere Leser unserer Plattform, jüngere volljährige Übersetzer, die den Freiberuflerweg einschlagen wollen, können wir nur den Tip geben: wenn ihr so etwas macht, sichert euch ab. Wir erfahren über Proz.com, dass Versuche dieser Art extrem verbreitet sind. Bereitet euch darauf vor,  sorgt etwas vor – regelmäßige Screenshots eurer Benutzerkonten sind in solchen Fällen sehr hilfreich.

http://wp.me/psdI6-MN

Some Facts about “Interesting times…” – UPDATE Russia exports Tschernobyl to Iran (engl. “zipped” version visible after scrolling down. middle of page and complements)

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Ein chinesisches Sprichwort lautet “mögest Du in interessanten Zeiten Leben…”

es ist kein guter Wunsch auf den Weg, es ist ein Fluch. Interessante Zeiten bedeuten hier: schwierige, gefährlich-turbulente, Kriegszeiten.

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(wn030, sekretärin der putzfrau) Während auf der einen Seite Nachrichtensender die Fluten in Pakistan nicht aus den Augen verlieren, donnert die Springerpresse weiter. Am heutigen Tage hat sich das Springer-Medium WELT aus noch unerfindlichen [nicht unwahrscheinlich finanziellen] Gründen bereit erklärt, in die Vorbereitung eines nächsten Amerikanischen Supergaus zu investieren.

Das Schachbrett der “hohen Diplomatie” sieht derzeit wie folgt aus: wir spielen immer noch Religion gegen Religion, ultrarechtes Regime im Iran gegen Israel. Es wird der Welt – schon wieder – versucht weiszumachen, die Atomgefahr im Nahen Osten sei größer denn je. Derzeit wird über russische Investitionen in den Iranischen Atomkraftwerkbau spekuliert. Iran soll schon in wenigen Wochen etc.

Grund: die Kriegstreiber brauchen was, worauf die Leute reinfallen. Und sei es der Joke, der Iran sei in der Lage von heute auf morgen nach nebenan Atomzubombummen, nur damit danach weder Iran noch Isael (letzteres übrigens genauso abrüstungswillig wie die USA, wie Russland, China, Deutschland…) – nur damit also hinterher beide Staaten erstmal eine Weile nach ihren post-Generationen suchen dürfen.

Krasse Story, liebe “Welt”, wir warten auf den nächsten Bericht. Bisher ist nur bekannt, dass sich bereits jetzt 50.000 Mütter in den USA auf gerahmte Papierkunst an der Wand vorbereiten, frische Importkunst aus dem Nahen Osten. Was, wenn das Land sich den Spaß genauso wenig leisten kann, wie?

Warum verbrät die USA 600 Mio an Steuergeldern (offiziell nur 550, 50 kommen als Sonderstrafzahlung von BP, warum so wenig, ist uns unbekannt und wir wären hier nicht allzu erstaunt zu erfahren, dass auch diese 50 Mio im Grunde Steuergelder sind bzw. wären, müssten sie nicht extra eingetrieben werden. Jedenfalls gehören diese 50 nicht eigentlich in den grünen Topf? Wer zahlt sonst – jetzt – für den Zustand vor Ort? Aber statt dessen aha “national erm border security”.) – verbrät also 600 Mio, nur um für “national border security” sorgen zu können? Wo bleibt die Sozialunterstützung für Kriegsveteranen? Wo das kostenfreie Studium? Ihr könnt für eure eigenen Leute nicht anständig sorgen, aber als Wächter der “Demokratie”, “Freiheit” und – war es noch, moment, achja, der “Gerechtigkeit” aufzutreten? So wie euer Thiessen? Und der Kongress-Hampelmann?

Die Leute hatten Zusagen, politische Zusagen gewählt. Eine Stimme ist kein Freibrief für Betrug nach der Wahl. Wir warten auf Antworten aus dem Weißen Haus. Gebt zu, daß ihr so pleite seid, wie selten zuvor. Trotzdem 600 Mio. glaubt, ungefragt für Zwecke ausgeben zu dürfen, denen kaum die Mehrheit eurer Bewohner zustimmt (oh aha, überzeugt, dass doch? Wo ist das Wahlergebnis zu dieser Entscheidung)? Gebt zu, dass ihr das Geld rausschmeißt, während die Welt sich fragt, ob Pakistan mit der Flut nun alleine gelassen wird.

Und das alles innerhalb von nur 2 Tagen. Wir sind gespannt auf die nächsten Schritte.

Krasses Land. Voll fortgeschritten, aber Solarkollektoren zu buchstabieren hat dort noch kaum einer gelernt. Oh Ölo mio…

How To Do A SuperWar: a) Let people believe in “national security” and make them forget about how to abbreviate that.  throw 600 mio away for border security while pakistan flood, while own country is broke like anything [no real free university places for students (tuition free studies unknown in this country)… social ensurance for unemployed missing (basic income)) … war veterans left alone after misused for “high diplomacy” aims and interests…] b) Let them – the US media consumers – fear the Atombomb stuff forgetting that they are a bit more away than the real neighbours of each other in ME. c) let them believe the stupid heads in iran just like those in israel are stupid enough to use munition which will kill their own people d) sell some weapons in the meantime (“hardware business”) e) make some secret military movements , take care to make e) QUITE SOME PIPS dependend on this “justakillbuttonnothingserious” system, i.e. the trigger system and to believe in this and f) never ever ever mention the word solar collector at the wall street (strictly TOP SECRET and strictly forbidden!) – oh and don’t forget to forbid the word “bycicle” there. FORBIDDEN! bikes are “typical chinese!” must be a “CHINESE SPY CODE!” (where was amsterdam?). and finally: ask your former “enemy” to ship some old tech rubbish – some of the famous russian tschernobyl quality – to the place of interest so you afterwards both have a better hardware deal.

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(update wn030-5) Zurück also zu dem via Springerpresse verbreiteten Gerücht. Wir gestehen an diesem Punkt – auch wir haben unsere Schwächen. So, wie Fefesblog gerne neue Verschwörungstheorien annimmt – nehmen wir gerne Gerüchte auf, zum genüsslichen Auseinanderkauen. Was haben wir hier? Russland. Das gerade für seine Achtung von Menschenrechten, die Wahrung der Bürgerrechte und natürlich für den Respekt vor der Pressefreiheit (Anna Politkovskaja…) brühmte Land soll derzeit also einen Transport in den Iran vorbereiten, damit deren AKW schneller einen eigenen Tschernobyl hautnah erleben kann. So gesehen – auch kein schlechter Schachzug. SuperGAU-Profis bringen jetzt das SuperGAU-KnowHow in den Iran. Warum denn auch nicht – erstens lässt sich hinterher prächtig am nächsten next big deal mitverdienen und gleichzeitig bekommt man dadurch etwas von dem “explosiven Stoff” aus dem Land, auf das die Länder um einen herum so unangenehm mit den Fingern weisen.

Oh ja. Muß ein wahrer “Freund” des Iran sein, das gute Russland. Einer, auf den man “bauen” kann, am besten Sarkophage. Mit dem zuverlässigen russischen Tschernobyl-HighTech (Ukraine ist jetzt zwar Ukraine, aber der, der das Problem exportieren will, hat welche Technik genau geerbt?) … mit dem zuverlässigen russischen Tschernobyl-High-Tech lässt sich tatsächlich am ehesten ein Land auf die Knie zwingen. So gesehen, haben wir hier einen USA-Aliierten in Action, verstehen sich wohl derzeit besser, die beiden “Großmächte”. Weiss man schon, wer den Sarkophag im ME zimmern soll? So, wie wir die Planung auf “hohem diplomatischen Parkett” kennen, werden den hinterher iranische Frauen mit bloßen Händen hochziehen dürfen. Der Tic-Tac-Toe-Streich geht an RU, ohne Frage – wir sind baff ob der überwältigend überzeugenden Strategie.

Hallo Putin!  Und natürlich hallihalo vorinstallierter Nachfolger, hi Medwedjev! Grüße aus einer anderen Großstadt. Wir hätten einen anderen Vorschlag für Ihre Exportinteressen. Wenn Sie sich ein bißchen beeilen, haben wir schon ein Endlager für Ihre Tschernobyl-HighTech vorbereitet, also das Zeug, dass die “Solarkollektoren-nicht-sehen-nicht-hören-nicht-sagen-Äffchen” in Ihrer allernächsten Umgebung gerne dringend loswerden wollen. Wenn Sie hier klicken und auf der dortigen Seite (bevor die Seitenergänzungen beginnen) unten die paar roten Zeilen lesen, sehen Sie ganz genau, wohin Sie Ihren Schrott “exportieren” können. Mit bester Fotogrüße-Ästhetik a lá Anspielung auf vergessene Phasen aus eines Landes vergessener Geschichte. Ihres ganzganz ureigenen Landes. Aber ganzganz. Durften Ihre Leute über die Exportpläne abstimmen? Ja? Wenn ja, waren das zwei oder drei? Nein, durften Sie nicht, weil? Weil Sie haben das nicht nötig? Nun, genau das in etwa hatten wir erwartet.  – Billiger geht: ab damit unters Bundeskanzleramt. Andererseits stimmt, der Transport könnte bißchen teuer werden, weil die Dame ja auch Nachbarn hat. Blöd. Wie wär’s sie packens dann statt dessen, in exakter Analogie, unter Ihren eigenen Hintern im Kreml? Günstigste Variante für alle Beteiligten, ist nur unser kleiner Vorschlag.

http://wp.me/psdI6-LO

Written by wn030

August 13, 2010 at 3:03 pm

META: Journalism worldwide.

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Foto - web snapshot - made by wn030foto: web photo. made by: wn030.

.http://wp.me/psdI6-Lh

http://fliiby.com/folders/116507/vid.html http://bit.ly/WLaugC.

(wn030) upfront: this meta page here is an exception. it’s not an article page. this is a place sampling links and sentences treated as voices in a discussion.

journalism in digital age / age of communication. 21st century – how does our work change.

combined with media topics related to observed dangers to free, serious, non-embedded journalism taking care for the values of research. research here meaning both: “vor ort” (life) and research meaning access to data belonging to public space. data and information which are, if hidden for only one reason – to hide crime – “classified” illegally. to open, reveal and research cases like this is what people call investigative journalism for quite a time. US might have forgotten in last administration age and it will be still a long way for them to remember. but there’s at least one plus. this middle age country is – for a suprising funny paradoxon – already online. so it looks like it might be at least on it’s way.

topic wikileaks / Julian Assange on wn030 link1link2link3

meta-discussion recent (WL-inspired)

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http://www.guardian.co.uk/commentisfree/libertycentral/2010/aug/11/raw-data-journalism-wikileaks
(Why raw data sites need journalism – The public is not interested in sifting through data. So without the analysis of journalists, the WikiLeaks logs may have died unread …)

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Foto: web photo made by wn030. an almost web-conference (although channels for implementing typed skype chat are there…) – maybe next time they’ll manage to make it a real online meeting with more pips involved. and with a bit more than just one communication (sending) direction. anyway: this was august 12th 2010.

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Freitag steigt – gekonnt – in die Debatte zur Thematik ein.

“…Das Leck als neue Standardsituation öffentlicher Kommunikationsprozesse steht somit vor einer großen Karriere. Der damit verbundene Grundgedanke, dass Transparenz als Basis politischen Handelns noch stärker in den Vordergrund rückt, liegt ebenso nahe wie die Vermutung, dass Medien hier eine wichtige Rolle spielen. Dabei ist eine Akzentverschiebung weg von einer durch die „alten Massenmedien“ geprägten Struktur hin zu einer Vielfalt aus miteinander vernetzten Klein- und Kleinstmedien zu erwarten. …”

http://www.freitag.de/kultur/1032-die-ethik-des-lecks

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Radio freies Europa:

“…RFE/RL: What does an entity like WikiLeaks ultimately mean for journalists?

Jeff Jarvis: The WikiLeaks story is interesting because we see big media not sure what to do with them. “The New York Times,” “The Guardian,” and “Der Spiegel” cooperated with WikiLeaks and became their distributor. On the other hand, WikiLeaks opened up more than the newspapers would have, and that’s where the controversy comes from…”

http://www.rferl.org/content/Interview_WikiLeaks_The_Future_Of_Journalism_And_The_Internet_As_A_New_Government/2125190.html

meta-discussion older (the taz link) – Das alte System ist kaputt (taz/guardian) –

Reporters Sans Frontiers: journalists killed in iraq – Reuters staff killed – Report about it  in London, 2007

META zu WL konkreter – Daniel Ellsberg’s wish list (in WashingtonPost) – and – wn030 wish list. (in wikinews030.) (click&scroll down a bit.)

an approach to META from readers’ point of view (quotation: “…But with WikiLeaks we have information that is accessible to anyone with a modem– those who want to read it all for themselves can and those who want to wait for their favourite media to make it more digestible can wait. The difference with this leak is that we are treated to a multitude of opinions and angles on it – rather than it being restricted to a single news outlet’s viewpoint. We can literally watch the media at work as they pore over these documents….”)

“Datenjournalist” widmet sich auf einer ganzen Seite der Meta-Perspektive“… Das Potential des Datenjournalismus hat der Guardian unter großer internationaler Aufmerksamkeit demonstrieren können: Er bot das der Informationsmenge angemessenste Angebot.  Die britische Zeitung übt dafür aber seit nunmehr über einem Jahr in seinem Datablog den Umgang mit Datensätzen aus journalistischer Perspektive – und war somit am besten auf einen großen Datensatz vorbereitet. (…) Datenjournalismus und große Datensätze – Big Data – (stellen) ein neues Format dar: Es geht nicht primär um den Skandal, den einzelnen “Scoop”, sondern den Hintergrund eines komplexen Geschehens wie des Afghanistankriegs zu erhellen. …” – Ergänzung wn030: die Rede ist von dieser Guardian-Seite, die unter den bisherigen Visualisierungs-Ansätzen mit leichter Bedienbarkeit, relativ kurzer Ladezeit und vor allem Übersichtlichkeit hervorsticht.

etwas vor-ort-META, wer sich gerade in texas herumtreibt: am 26. august 2010 – WikiLeaks, Backlash and the future of OpenSource Journalism. (supported u.a. by austin.indymedia and CodePink) – quotation: “…University of Texas journalism professor Robert Jensen, Texas Observer managing editor and former AP war correspondent Chris Tomlinson, and members of the newly revived Austin Indymedia … a discussion on the importance of the WikiLeaks documents, backlash, and open-source journalism.”

Europa/Amsterdam: “…Developing the know-how to use the available data more effectively, to understand it, communicate and generate stories based on it, could be a huge opportunity to breathe new life into journalism. Journalists can find new roles as ’sense-makers’ digging deep into data, thus making reporting more socially relevant. If done well, delivering credible information and advice could even generate revenues, opening up new perspectives on business models, aside from subscriptions and advertising. In this context, the European Journalism Centre in collaboration with the University of Amsterdam organises the first round table on data-driven journalism. The one day event brings together specialists in fields which intersect with data-driven journalism …” (source, talking about a round table on 24 August, 2010, Amsterdam, chaired among others by Deutsche Welle, incl. speakers from University Amsterdam and New York Times)

some further META from web publishers’ point of view: click. quotation: “…And so the new trend of transparency opens up a level of inquiry we might never have thought possible. The ideals of thinkers like Michel Foucault and John Stuart Mill suddenly become thinkable, according to which those with power are the ones with knowledge; ideals according to which a citizen should be competent with the facts in order to vote…” (CE) wn030: we’d say: in order to vote. full stop. it does not have to be voting for a “leader”, as you said. actually, we’re talking about ability for democracy, in general. so far, you have a few options. you can vote for a president (in us, for example), a party (in ger, for example or in us for their congress like in nov soon). there are, actually, possibilities available for a longer time now to let people vote for a bit more. you can check the citizen’s ok or dis-ok. e.g.: are people confident with 600 mio for national erm border security while pakistan flood.. while university still costs tuition fees…, while veterans are first misused for the sake of hardware interests and then left without an appropriate social security and and and. pips might say “well no, not really, we have the feeling the money is needed somewhere else than in ‘national security’ channels.” – but whatever the pips are expected to vote – for a president, a party, a concrete decision – they need information. they will hardly allow anyone to keep them blind and stupid just in order to let them vote as a dumb sheepherd for the rifle club or texas babe’s fanclub’s wallets. – anyway, so far it seems like the pip in the pentagon who recently promised to pack his box soon still is desperately trying to make some strange black deals – probably naively hoping this way might be perfect to … ? to get some extra con voices in nov into the congress? fear of losing power? looks a bit like that.

And some WL-inspired backstage-META: Let’s talk about money

back to meta. frontlineclub: https://frontlineclub.com/blogs/theforum/2011/01/wikileaks-holding-up-a-mirror-to-journalism.htmlWikiLeaks: Holding up a mirror to journalism?

link received on July 13th, 2011: 6 Ways to Communicate Data-Journalism on the “Online Journalism Blog

“Last week I published an inverted pyramid of data journalism which attempted to map processes from initial compilation of data through cleaning, contextualising, and combining that. The final stage – communication – needed a post of its own, so here it is. …”

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Written by wn030

August 12, 2010 at 2:46 pm