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“Das sind ja interessante Nachrichten”. – Zum Fall Nichtwilhelm vor und auf Allesgutti. – UPDATE 1.3.2011 – Guttenberg tritt zurück – UPDATE: Comebackspiele.

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[Titel von wn030-21][[Text von wn030-8] urheberrechtlich geschützter text übrigens, auch dieser hier. das gilt übrigens auch diesmal auch für hausmeister.UPDATE 1.3.2011: Guttenberg tritt zurück

(20.2.2011) Spätestens seit es der Süddeutschen gelungen ist, eine ausnehmend visuell sprechende und anschaulich aufbereitete Digitalisierung des “Dissertations”-Bravourstücks von Herrn Nichtwilhelm in Form des direkten Vergleichs zwischen besagtem CutAndPaste-Text und dem Ursprungstext des eigentlichen Autors in ihrem Onlineblatt zu platzieren sowie seit zeitgleich ein durchaus vorzeigbar begabter Programmierer sich beim SPIEGEL an eine ebenfalls absolut präsentable Lösung der Digitalisierungsidee gesetzt hat, hat der gemeine Netzbesucher  so einiges zu staunen.

Spätestens jedoch seit Medien wie Monitor (auf deren Webseite zu entsprechendem Themenbeitrag) und etwas vorher auch der Stern (über diesen Link zu finden) in ihren Beiträgen direkt zum GuttenPlagWiki verlinken, werden die aufgesperrten Münder beim Staunen noch etwas breiter und nicht nur länger. Und spätestens seit genau diesen Zeitpunkten kann er nicht nur staunen, der gemeine Netzbesucher, sondern seinem Staunen Luft machen (sich in GuttenPlagKommentaren äußern) und mithelfen, was das Zeug hält.

Die ebenfalls vorzeigbare Digitalisierung im GuttenPlagWiki selbst – die übrigens alle Nase lang neu aktualisiert werden muss – gibt auch kräftig Grund zur Frage, was nach Beendigung dieser Untersuchung (die jedoch noch eine Weile anhalten muss, da nun in der nächsten Phase auch die Überprüfung auf Plagiate analoger Quellen (aus Magazinen von Bibliotheken) sowie der zwar digitalisierten, jedoch nicht im allgemeinen Netz zugänglichen weiteren stark in Frage kommenden Quellen erfolgen muss [Fachzeitschriften]) – was nach Beendigung dieser Untersuchung also geschehen soll oder anders formuliert: spätestens jetzt kann mit FUg und Recht gefragt werden, wie es angesichts der  überraschenden Fundstelle (über die auch wir erst kürzlich informiert wurden)  nun mit Guttis Hochschulabschluss denn eigentlich aussieht.

Korrekt, eigentlich hat Seehofer Vorrang (Zitat “…Seehofer erklärt, Guttenberg habe die “volle Solidarität und Unterstützung seiner Partei”). Nun, wer sich so beeilt, sich hinter die nachgewiesenen (und noch nicht mal zu Ende nachgewiesenen – die Prüfung wird noch eine geraume Weile anhalten) Praktiken des Herrn Nichtwilhelm zu stellen, der gibt allen Grund zur ernsthaften Auseinandersetzung mit dieser Praktikenverteidigung. Ohne Grund werden solche Sätze selten formuliert, so schnell zumal… das im Entstehen begriffene Plagiate-Wiki mit größerem Fokus wird es sich definitiv nicht nehmen lassen, nach dem Diebstahl aus wissenschaftlich weder zitier- noch sonst verwendbaren Arbeiten nach spannenden Vorfällen auch in Herrn Seehofers schulischer und mittelreifer Ausbildungsphase zu suchen (bei Seehofer kommt Spickerei in Betracht, eine solche Äußerung aber mit einem zu leicht vor sich hin gesagten “nunja, Leute, die vom wissenschaftlichen Arbeiten nunmal keine Ahnung haben können…” wäre etwas zu simpel in diesem Fall. Zurückkehrend zu Guttenberg zählen zu den nicht verwendbaren Arbeiten – wir erinnern –  studentische Hausarbeiten, zumindest deren Fließtext. Das einzige Zugelassene ist das Suchen und Forschen nach spannenden Bibliographien in anderer Leute Hausarbeiten, und auch die nicht zum Kopieren, sondern zum nachträglichen Selberlesen der dort vermerkten Quellen zwecks Überprüfung auf Verwendbarkeit – als korrekt ausgewiesenes Zitat – für das eigene Hausarbeit-Thema. Ansonsten gilt aber: Finger weg von Hausarbeiten. Normalerweise dringt das zu Studenten im ersten Semester ziemlich deutlich durch, an Herrn Nichwilhelm ist das offenbar selbst bis zur “Dissertation” vorbeigegangen). Da die angebliche Dissertation Nichtwilhelms derart gravierende, sich schon für eine jede Erstsemestler-Arbeit verbietende Verstöße sichtbar werden lässt, darf nunmehr eingefordert werden, dass des gemeinen Bürgers eigenes Recht auf Informationsfreiheit nicht anzutasten versucht wird. In diesem Land sind auch Leute mit halbem Realabschluss wählbar (die schreiben wenigstens in den seltensten Fällen ab), der Posten des Herrn Nichtwilhelm ist daher nicht wirklich die Frage. Wenn jedoch die sich herauszeichnende Haltung zu ganz anderer Menschen Leistung, Fähigkeiten, Textformulierungs- und Denkfähigkeit (als schlicht und einfach Dieb an anderer Menschen geistigem Eigentum) etwas älter und länger anhaltend sein sollte, was angesichts der Sachlage alles andere als auszuschließen ist, muss das GuttenPlagWiki die studentischen Hausarbeiten, die zur Erlangung des Hochschulabschlusses dazugezählt wurden, unter die Lupe nehmen.

Kurz gesagt muss der aufgeklärte moderne Wählbürger – den es schon seit ein paar Jahrhunderten geben soll nach Auskunft von Geschichts-Nachschlagewerken – wissen, ob der vorgeschlagene Vertreterkandidat denn nun überhaupt Abi hat. Schriftlich ist dem Wählbürger zugesichert, dass es auch ein Müllfahrer sein kann, ob nun mit oder ohne Haupschulabschluss  (mit den fehlenden hat ja die NPD ein bisschen zu kämpfen, aber das nur am Rande). Jedenfalls sollte der Wählbürger schon erfahren, dass der Kandidat nur eventuell Abi hat. bevor er das aber erfahren kann, muss er darüber aufgeklärt werden, dass der Kandidat nur eventuell einen Hochschulabschluss hat. Und dies zu überprüfen wird kaum eines anderen Netzwerkes Aufgabe werden können als das des GuttenPlagWiki. [Und für die eine oder andere Zeile haben wir zur Not sicher auch noch Platz.]

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Update: Kurz vor Mittag des 1. März 2011 teilt Guttenberg in einer kurzfristig angekündigten Erklärung vor der Presse den Rücktritt von allen politischen Ämtern zurück. – (dieweil jedoch werden bereits im Rücken Hände gerieben und Wiedereintritte vorbereitet. Kürzlich hierzu gesichteter Kommentar im Netz: ” an editor64 Vorschlag: Guttenbergs Hausarbeiten für den Fall eines Comebackversuchs aufbewahren – Gültigkeit Uniabschluss”)

Update 2: seit dem 3.3.2011 beginnen sich erste Medien zu fragen, ob sie nicht einer weiteren Flunkerei Guttenbergscher Machart aufgesessen sind – siehe hierzu u.a. Frankfurter Rundschau: “Bei der wundersamen FanVermehrung des Ex-Ministers auf Facebook tauchen Ungereimtheiten auf” (weitere Links zum Thema gekaufte Facebook-“Freunde” sind in dem von uns restaurierten Pressespiegel zur Plagiatsaffäre Guttenberg  zu finden – siehe nach dem Klick im unteren Drittel der Seite, Abschnitt “Nachtrag. 3.-5.3.2011 – Guttenberg-Fans”)

Update 3. Durch einen sehr wertvollen Hinweis sind wir auf die Tatsache aufmerksam gemacht worden, dass die Verwendung nicht zitierbarer, schlichtweg wissenschaftlich nicht verwendbarer Texte (studentische Arbeiten) und der Diebstahl an geistigem Eigentum der Autoren dieser Arbeiten sich nicht auf die oben angemerkte, am OSI-Institut der Freien Universität Berlin im Jahre 2003 abgegebene Arbeit beschränkt. Es sind weitere Hausarbeiten betroffen. Hier die soweit bekannten Fälle: studentische Arbeit Nummer 2 – auch eine Arbeit aus dem Jahr 2003. Hier der Direktlink zu dieser Arbeit (GRIN). Die Arbeit ist mit einem Auszug aus Heines “Wintermärchen” eingeleitet. Studentische Arbeit Nummer 3 – eine Hauptseminararbeit aus dem Jahe 2002 (Geschichtsstudium, Neuere Geschichte, eine Bamberger Uni). Hier der Link zu dieser Arbeit bei GRIN. An dieser Arbeit wurde sich gleich an mehreren Stellen bedient.

Update 4: Zu Giovanni di Lorenzo als Steigbügelhalter und der peinlichen Rolle der Zeit in dieser Zeit: kein Kommentar.

Update 5: Comebackspiele. “Machen wir“.

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Copy-Paste - Das können Sie sich in die Haare schmieren

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Written by wn030

February 20, 2011 at 2:34 pm

10 Responses

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  1. teeater

    February 27, 2011 at 3:12 pm

  2. teeater

    February 27, 2011 at 3:13 pm

  3. teeater

    March 3, 2011 at 4:15 pm

  4. teeater

    March 3, 2011 at 10:27 pm

  5. und am heutigen 5.3. lässt sich aktuell fragen: ob man wohl die damen und herren aus diesem film heute bei den demos wieder sieht? ;] [heute-show, november letzten jahres. kaffeefahrt nach guttenberg]

    teeater

    March 5, 2011 at 10:35 am

  6. .
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    (gefunden auf GuttenPlag)

    Hintergrund:

    Guttenberg-Kandidatur. SMS: “Machen wir”.

    und SPIEGEL zum selben Thema

    Kurze Erinnerung an die Tatsache, dass es sich bei Guttenberg nicht nur um ein bewiesenes Plagiat gehandelt hatte, nicht nur um den Diebstahl anderer Leute Arbeit. Wiederholung: es wurde auf 3 (derzeitiger Kenntnisstand, weitere Vorfälle gerne an dieser Stelle zu ergänzen) – 3 studentischen Arbeiten vergriffen. Wiederholung: was sind wissenschaftlich nicht verwendbare Arbeiten? Wir stellen fest, dass die Arbeit, selbst wenn das “verzettelt”-Märchen sich als verkäuflich erwiesen hätte, selbst bei nur “vergessenen” Quellenangaben wäre die Arbeit selbst für einen Erstsemestler unakzeptabel und ein Reinfall höchster Güte. Wie will so jemand behaupten, überhaupt jemals ein Studium abgeschlossen zu haben? Die paar Pünktchen, die sich herr befriedigend vor einem durchgefallenen Studium gerettet hatte, sind extrem zweifelhaft.

    gefunden: ein Kommentar auf GuttenPlag: “Machen wir.

    Update 20.1.2012: SPIEGEL: Kein Guttenberg-Comeback. Vorerst abgeschrieben.
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    wn030-5

    January 14, 2012 at 2:57 pm

  7. …übrigens… zum Thema Ghostwriting, Ghostediting und “professioneller Hilfe” fanden wir das hier besonders gelungen:
    .
    Projektausschreibung vom 18.2.2011
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    Antwort: Soll die überarbeitete Arbeit persönlich angeliefert werden oder lieber in der nähe von Kulmbach in einem hohlen Baum deponiert werden?

    wn030-4

    December 16, 2012 at 5:33 pm

  8. Hi, nach welchem Prinzip habt ihr denn die Pressespiegel erstellt? Genau genommen die Guttenberg und Schwavan Plagiatsaffären? Kann ich den als Grundlage für die Erhebung meiner Diplomarbeit nehmen?

    Merci euch

    Antwort wn030: :-] Hm, nur Diplomarbeit… eine Doktorarbeit wäre uns lieber…

    Das Prinzip sah wie folgt aus: ein paar rege Guttenplagwiki-Nutzer fühlten sich damals besonders zum Editieren und Vervollständigen des Pressespiegels berufen und übernahmen den “Job” (den die meisten anderen auch gar nicht haben wollten, es gab ja bei der Suche nach den verwendeten und beklauten Quellen genug zu tun). Als die Affäre heiß zu werden begann, war ein Teil der Pressespiegel-Leute im Guttenplagwiki überzeugt, die BILD müsse mit erwähnt werden, ein anderer Teil war der Meinung: “auf gar keinen Fall”. (Zu diesem zweiten Teil soll auch das eine oder andere FU-Studi gehört haben.) Dann führte das kurzzeitig zu einem kleinen Editier-Krieg im Guttenplagwiki, daraufhin trennten sich der offizielle vom zweiten offiziellen, dann wurde weitergemacht: die einen mit der BILD an Bord (also auch mit Links zur BILD), die anderen ohne. Der Teil ohne machte, wie gesagt, im bildung-schadet-nicht-wiki weiter (bei “wikibildung”). Genommen wurde alles was rein kam, für das Thema relevant und in einem verlinkenswerten Medium erschienen war (was nach Meinung der zweiten Gruppe BILD ausschloss). Gut, die x-te Wiederholung in einem Regionalblatt… aber sonst: wo die Arbeit eines Journalisten erkennbar war, galt: immer her damit (also: journalistische Beiträge. Was nach Meinung der zweiten Gruppe BILD ohnehin ausschloss…).

    Wirklich keine Doktorarbeit?

    stefanie

    September 25, 2013 at 3:43 pm


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