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oDesk – so sieht man sich wieder.

with 10 comments

[wn030, 3.4.2013]

Wir haben gerade eine Kommentarkopie von jemandem erhalten, der in Kontakt zu einer Informantin steht – es geht mal wieder um oDesk – die Seite, die das Hardcore-Outsourcing anbietet, Sie erinnern sich.

Hier also gibt es News zu denen. Viel Spaß beim Lesen. Eingesandt von einem, der sagte, das Freischalten des Kommentars dauert etwas zu lange bei Peer Wandiger. Die Übersetzung des Interviews, die bei Peer lesbar ist, soll laut Einsender von einer Webeagentur beauftragt worden sein, die die Übersetzung bestellt und unbezahlt gelassen hat, das Ganze organisiert mithilfe der Plattform namens, na?

kommentarkopie

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Einsender sagte uns noch, die Informantin war hocherfreut, das Arbeitsergebnis unverkennbar eindeutig online zu finden. Sie lässt  schöne Grüße ausrichten, die Werbeagentur solle sich auf die Rechnung im Posteingang vorbereiten. Wir würden auch sagen, das Ganze macht nicht den Eindruck, als lassen sich über oDesk Aufträge abwickeln, die sich Aufträge nennen können, mit Kunden, die als “Werbeagentur” oder “Kunde” zu empfehlen wären. Nutzung einer unbezahlten Dienstleistung für die Werbung für eine Plattform, die solche Dienstleistungen abzuwickeln “helfen” will, ist ja spannend. – Einsender sagt, der O-Ton der Informantin war: “meinem schlimmsten Konkurrenten wünsche ich solche Arbeitsbedingungen nicht ans Bein”.

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Für Leser, die sehbehindert sind und den obigen Screenshot nicht lesen können, haben wir hier den Inhalt nochmal reingesetzt, den unser Einsender in einer beigefügten txt-datei nettwerweise dazugepackt hatte.   Von Peer hören wir soeben, dass er gerade noch ein paar Löffelchen Götterspeise futtert, was sich als witziger zweiter Grund anbietet,  den Inhalt dieser zugesandten txt-Datei bei uns lesbar werden zu lassen, und zwar noch ein kleines Bisschen schneller, als ursprünglich vorgesehen: 

Kommentar Nr. 7

von: interessierter leser

kommentierte am 03.04.2013 um 17:10 Uhr “Kommentar muss noch moderiert werden und wird erst dann freigegeben…”

Sehr gutes Interview, vielen Dank für das Posten.

Ich habe mich etwas umgehört und erfahren, dass für die Übersetzung dieses Textes nicht gezahlt wurde.

Es soll sich um eine via oDesk bestellte Übersetzung gehandelt haben, so die Informantin.

Interessant, dass diese nicht bezahlte Übersetzung nun als PR für die “Bezahlgarantie” bei oDesk verwendet wird.

1. Die via PR und Springermedien-Zuhörbereitschaft angepriesene “Bezahlgarantie” bezieht sich ausschließlich auf Aufträge, die stundenweise abgerechnet werden. Das als generelle Information für alle. oDesk ist ein “Meeting Place” für Auftraggeber und Auftragnehmer. Ein Treffpunkt, nichts weiter. Norm in vielen Branchen ist die Bezahlung “fixed”, also als Honorarabrechnung, also werden auch viele Aufträge entsprechend der Norm gepostet. Für diese Aufträge gibt es keinerlei Sicherheit, hier ist auch keine Lösung für die Zukunft zu erwarten, wie auch der offiziellen Antwort einer oDesk-Mitarbeiterin aus dem letzten Jahr zu entnehmen ist:

https://www.odesk.com/community/node/24611

2. Auch für stundenweise abgerechnete Aufträge gilt die “Bezahlgarantie” nur unter bestimmten Auflagen, die vielen jungen Anfängern im mehr oder weniger freiwilligen Selbständigendasein nicht bekannt sind, wenn sie die Details der von ihnen online akzeptierten Nutzungsbedingungen und AGBs nicht genau durchlesen – die Garantie greift nur, wenn der Auftragnehmer seine Arbeit unter Beobachtung ausführt, dazu ist eine sogenannte “Tracking”-Software da, die ins System nicht unweit eingreift und das Geschehen auf dem Bildschirm aufzeichnet. Jetzt mal kurz überlegen, wieviele Kunden Lust darauf haben, sich in die Details ihrer Firmenverträge blicken zu lassen (und inwiefern das nicht gehackt werden kann, lässt sich den Presseberichten über die New York Times neulich entnehmen, nicht?).

Insofern ziehen Auftraggeber logischerweise Lösungen ohne Aufzeichnung vor, z.B. über “Hourly” (= stundenweise abgerechnet), aber der Betrag wird z.B. als einmaliger Bonus gezahlt.

Na prima! Denn – wo bleibt dann die hochgelobte “Bezahlgarantie”, die doch nur greift, wenn der Auftragnehmer die Arbeit an der Firmenvertragübersetzung aufzeichnen lässt?

“Professionelles Outsourcing…”

Diese Seite ist nach all den Jahren ihrer Existenz immer noch ohne Escrow (Treuhandkonto) unterwegs und es fällt von den hiesigen Lesern und Kommentierern niemandem auf? Ein Auto macht auf Mercedes auf der Autobahn und das auf drei Rädern, in der Gegenrichtung, und Sie denken, das sei jetzt in Mode?

Written by wn030

April 3, 2013 at 7:07 pm

10 Responses

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  1. wn030

    April 3, 2013 at 8:38 pm

  2. wn030

    April 3, 2013 at 8:41 pm

  3. wn030

    April 3, 2013 at 8:42 pm

  4. wn030

    April 3, 2013 at 8:43 pm

  5. wn030

    April 3, 2013 at 8:44 pm

  6. wn030

    April 3, 2013 at 8:45 pm

  7. wn030

    April 3, 2013 at 8:46 pm

  8. Lieber oDesk-“social media online worker”. Eine Firma, die “offizielle Antworten” mit “offiziellen” PR-Schnipseln postet, dies im Namen von “oDesk” tut (das haben Sie als Name in Ihrem Kommentar angegeben) aber dies nur von einer Adresse namens “reply_2013@gmx.de” kann, können wir leider nicht ernst nehmen. Die Informantin lässt auf unsere Anfrage hin nochmals grüßen und richtet aus, dass bei Ausbleiben der Bezahlung (sie sagt, die direkte Rechnungstellung folgt diese Woche) die Angelegenheit notfalls wird gerichtlich geklärt werden müssen.

    wn030

    April 5, 2013 at 3:32 pm

  9. hier wn030-7.
    Zwischenbericht.

    Ich habe eine kleine Ergänzung zum eingesendeten Kommentar (dem Screenshot oben auf dieser Seite).

    Ich habe mich etwas umgehört, u.a. in deren Forum. Dort habe ich erfahren, dass die Bezahlform selbst auch nur einen Bruchteil der Risiken für Freelancer bei oDesk darstellt. Es gibt Leute, die berichten von sogenanntem “Feedback-Blackmailing”, zum Beispiel Dateneingabe für ein paar Groschen aus der “dritten” Welt mit Netzanschluss. Leute werden, nachdem man sie auf einen, einen halben, ein Drittel Dollar die Stunde gedrückt hat (und selbst das ist noch nicht der Boden des Fasses), nach einer halben, ganzen, gerne auch erst nach zwei Wochen um die “garantierte” Bezahlung gepresst – man ist zufrieden mit der Arbeit, schreibt denen, dass sie weiter liefern sollen, und wenn der unerfahrene “Freelancer” das letzte Paket der Dokumente/Dateien liefert, drückt man ihnen ein Feedback auf, mit dem sie keinen weiteren Kunden bekommen würden, wenn das stehen bliebe. Sich des Feedbacks entledigen können sie nur nach Rückzahlung des Betrages. Das macht der kleine Freelancer dann, um beim nächsten auf denselben Witz reinzufallen. Die Verwendung der Dokumente, mit denen der “Kunde” im Feedback “unzufrieden” zu sein vorgibt, lässt sich nicht in allen solchen Fällen nachweisen, da nicht bei allen Fällen Dateien ausgetauscht werden, die zur Veröffentlichung bestimmt sind – firmeninterne Dokumente.

    Auf Grundlage dessen, was ich gehört habe – ich kann dem Begriff “Hardcore-Outsourcing” zustimmen. Hardcore mit einem gewissen Hang zu organisierter Kriminalität, sowohl bei der Häufigkeit unebzahlt bleibender Dienstleistungen als auch, was die Tätigkeiten selbst anbetrifft: es kommt darauf an, über welche Auftragsarten genau die sich im Forum so unterhalten (es werden dort auch Aufträge zu nächsten Doktortitelschummeleien gepostet). Aber ich bin erst bei der ersten Hälfte meiner Recherche, mal sehen, was ich noch herausbekomme.

    wn030-7

    April 5, 2013 at 3:54 pm

  10. an “reply_2013”

    Sie, “reply_2013”, an Ihrer Stelle wäre ich vorsichtig mit Ihrer Behauptung, Peer hätte kein Geld für das Onlinesetzen des PR-Totalschadens bekommen.
    Wenn Sie so weitermachen, steht Peer mit heruntergelassener Hose vor dem Onlinelesepublikum da, Spot auf den Armen drauf und das Gelächter der Netzleserschaft: “… und dann hat der das auch noch umsonst gemacht… weiß er nicht, was seine Kollegen dafür verlangen? “selbstständig”?

    HAAAAAAAAHAHAHAHA!”

    Wollen Sie das?

    wn030-2

    April 5, 2013 at 4:05 pm


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