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Archive for May 2014

TTIP (Freihandelsabkommen USA/EU) – unsere Lektürehilfe zu den Europawahlen am 25. Mai 2014

with 22 comments

Wir finden, Gutenacht-Lektüre war schon immer eine nette Idee. Aber vorsicht: Gutenacht-Lektüren können sich manchmal als Horror-Thriller erweisen. Sagen Sie bitte nicht, wir hätten Sie nicht vorher gewarnt. Sie dachten, was Sie essen, wissen Sie in etwa, weil es gibt ja Kennzeichnungspflichten? Weil es vielleicht Ihr gutes Recht ist, manchen Stoffen zu mißtrauen (vielleicht gerade WEIL Síe etwas von Chemie und Biologie verstehen)? Oder noch besser: Sie dachten, Sie haben Gewerkschaftsrecht? Ja dann: selber schuld.

Können Sie sich noch an amazon erinnern? Und jetzt zählen Sie mal zusammen, wieviele das Folgende betreffen wird. Fangen Sie schön unten an, gleich bei McD und nehmen Sie sich Zeit für jede einzelne Stufe der äh – “Leiter”.

Lektüreempfehlung 1 - zu TTIP

Lektüreempfehlung1 – zu TTIP

(source)

Lesen Sie sich bitte die weiteren Unterpunkte zu 4. durch, 3.2. solle man sich auch zu Gemüte führen.

Sehr hübsch finden wir auch die Anmerkung, dass die Grünen wenigstens eine Rücktrittsklausel einbringen wollen, selbst die ist – Überraschung! – nämlich gar nicht vorgesehen, ob Sie das nun glauben oder nicht. Schauen Sie selbst, ob das was für Ihr Kopfkissen ist für heute Nacht. Und wenn ja: Super! Dann können Sie in unser Liedchen mit einstimmen: “Oh-ne Krim-mi geht die Mim-mi nie ins…”

Und wenn Sie lieber was Moderneres singen möchten, wie wäre es damit?

"For everyone BUT..." (Klick öffnet Video)

“For everyone BUT…” (Klick öffnet Video)

OK. Sie wollen wissen, wo man dazu was sagen darf. Sie wissen nach Ihrem Gutenacht-Ständchen jetzt: der Mann, der 28 Staaten repräsentiert, denkt dass er Recht hat. Was Sie auch wissen, ist, dass Sie das nicht besonders interessiert, weil Sie können lesen und haben Ihre eigene Meinung dazu. Auch wissen Sie, dass der gemeine Gewähltwerdenwoller (Politiker) Ihre Unterschrift nur müde belächelt, Sie wollen sie ihm aber trotzdem um die Ohren hauen.

Hier wären Ihre Links dazu:

campact —- Grüne: Nein zu TTIP —- DIE LINKE: TTIP stoppen.

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(Und stellen Sie sich bitte Ihren Wecker am 25. Mai 2014.)

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Wenn uns – also uns, wn030 – jemand fragt, ist unserer Kommentar dazu ziemlich simpel. Wir sind der Meinung dass es, wenn schon niemandem sonst, dann den Konzernen aus dem Pleiteland USA definitiv gelingt, D-Land in den endgültigen Bankrott zu treiben.  Das werden hübsche Investitionsschutz-Klagen. Und was, wenn die Leute hier, selbst wenn sich “Staub über Fukushima” gelegt hat, immer noch keine Lust verspüren, die Uhren zurückzudrehen? Was, wenn die Umweltschutz- und Arbeitsrechtgesetze einigen Leuten hier etwas stärker am Herzen liegen als gedacht, was dann? Was, wenn die was für ihre Sonnenkollektoren übrig haben? Und auch für ihr Streikrecht? Und was, wenn die Trecker der Gorlebener auch nächste und über nächstes Jahr noch gut geölt sind? Ja, was dann? Wer soll für die Klagen zahlen, etwa die Leute, die dann streiken müssen weil sie müssen? Von was?

Vorschau. Weil es den Herren bei Philipp Morris nicht passt, sollen die verstörenden Sprüche von den Zigarettenschachteln runter. Aber auch die Herren von GM oder Ford haben Ansprüche – diese unnötigen Tafeln, man soll immer vom Tempo treten, das nervt nur und senkt doch den Absatz. Außerdem: Auspuffgase? Klimawandel war gestern, das war doch alles gefaked, weiß man doch. Es soll zwar Städte geben, in denen die Leute ihr schönes Make-Up unter Smoggesichtsschleiern verstecken müssen, aber macht ja nichts – seit 6000 Jahren dreht sich die Erde von Gottes Gnaden (weiß man doch) und Klimawandelpfuscher ohne Schimmer von Wissenschaft haben mal genauso die Klappe zu halten wie Sie jetzt. Und dann diese unglaublich naive Story mit den Sonnenkollektoren, Sonnenenergie bringt nichts. Die echte Kohle fließt nunmal woanders, das müssen die Leute schlucken.

Joaaahhh…. “müssen sie”. Wenn man Europäer behandelt wie Mastvieh, grunzen sie irgendwann und fragen: “soll ich nun darin schwimmen oder soll ich das unverdünnt trinken”? Hat von den werten Herrn Verhandlern und Durchwinkern in Brüssel jemand schon mal einen Produktionsfehler in der Hand gehalten, darf man wenigstens das mal fragen? Wissen Sie, wie das chlorgebadete Hühnchen riecht, wenn es vom Band gefallen und in der Eile an der falschen Stelle wieder drauf kam, wie das nunmal passiert im Tempo an Arbeitsplätzen ohne Geschwerkschaftsrechte? Nein? Pech für Sie, wir nämlich schon. Und ja, solche Produktionsfehler gelangen auch auf Teller. Selbst “korrekt produziert”, also gewaschen nach dem Chlorbad ist genug von dem Zeug noch drin, um Ihnen den Appetit zu verderben, aber Produktionsfehler sind, glauben Sie uns, ein extra Schmankerl.

Aber wen interessiert das, solange die Klagen “irgendjemand schon bezahlen wird”. Jemand ohne Kontakte zu den Kaiman-Insteln, ohne noch unentdecktes Schweizer Konto. “Hat ja bei der Bankenkrise gut geklappt, warum sollte das jetzt anders laufen”…

Oh-oh… Marke “Made in Germany”. Da wollte das mal für Qualität stehen und dann sowas. Wie kann man sich nur freiwillig derart abzocken lassen. Auch für die hiesigen Arbeitslosenzahlen sagen wir eine besorgniserregende Entwicklung voraus. Würdet ihr ohne Gewerkschaftsrecht arbeiten (egal jetzt wo)?

Die Entwicklung in der viel, viel weiter entfernten Zukunft, die wird dann noch etwas spannender. Würde wn030 nämlich Knarren produzieren, würden wir unsere Klage, ehrlich gesagt, jetzt schon aufsetzen, die wir D-Land in 10, 15 Jahren auf den Tisch knallen werden: “‘gun laws’? Die denken wohl, die dürfen alles…”

Aber bevor das soweit ist, haben wir erstmal 2014 und ach, Moment – vermissen Sie noch ein Osterei?

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Written by wn030

May 16, 2014 at 1:21 pm