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Aufnahmenothilfe #LaGeSo

with 14 comments

Folgende Sammlung basiert bis zum einschließlich 7. August 2015 auf den unter Punkt 6 in diesem Pad gesammelten Links. Das Pad gibt darüber hinaus Auskunft zu Beratungsstellen für Flüchtlinge, Anlaufstellen für Spenden und tatkräftige Unterstützung. Übernahme der Presselinks wurde durch einen kurzen Ausfall des Pads erforderlich (8. August).

22. Juni 2015
Dienstag, 28. Juli
 
Dienstag, 4. August:
 
Donnerstag, 6. August:
 
Freitag, 7. August:      

Samstag, 8. August 2015

Sonntag, 9. August 2015

Montag, 10. August 2015

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11.8 und 12.8 wurden (außer dem Vermerk, dass am 11.8. der Senat sein neues Flüchtlingskonzept vorgestellt hat) bei uns kurzzeitig ausgelassen, da einerseits die Thematik zwischenzeitlich auch durch weitere öff-rechtliche Kanäle ging (Erwähnung der Situation am Lageso u.a. in den ARD-Tagesthemen), es andererseits eine weitere Presseberichtesammlung gibt, die diesen Zeitraum abdeckt und insgesamt die Situation sich temporär zu normalisieren schien. Allerdings hört man am 13.8 wieder andere Töne:
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Donnerstag, 13. August 2015

Freitag, 14. August 2015

  • hier ausnahmeweise kein Medienlink, sondern die Beschreibung eines Helfers (Blogeintrag vom 12. August 2015): Wie ich das Flüchtlingsdrama am LAGeSo in Berlin erlebt habe – “… Wir sind schon etwa acht Stunden auf dem Platz, als ein einzelner Mann mit rosa T-Shirt ziellos durch die Gegend irrt. “Do you need help?”, fragen wir ihn. Er nickt und zeigt uns den Infozettel, den er vom Amt bekommen hat. Er habe alle Hostels auf der Liste mit Mühe und Not gefunden, keines wollte ihn aufnehmen. (Eine Problematik, die gerade viele trifft.) Seit Tagen wohne er auf dem Gelände des LAGeSo, er sei verzweifelt, er wolle doch nur irgendwo schlafen. “Please help me”, fleht er uns an. Wir wissen: Auf dem Gelände ist offiziell schon Feierabend, wir werden vielleicht nicht mehr viel erreichen können, aber diesen Mann bringen wir heute Nacht irgendwo unter. Und wenn wir ihn selbst mit nach Hause nehmen. Er fragt mich nach meinem Namen. „Jule, Jule, Jule“, übt er flüsternd, als wäre es ihm wichtig, dass er den Namen einer Person kennt, die hier lebt. Irgendeinen. Jamil kommt aus Pakistan und spricht ein wenig Englisch, das hilft. Geduldig folgt er uns über das Gelände. …”
  • Charlott Tornow (auf mitvergnuegen.com): Eine Hilfsorganisation übernimmt die Betreuung der Flüchtlinge in Moabit (… Dabei wurde folgende Einigung errungen: 1) ab Montag wird eine Hilfsorganisation die organisatorische Leitung übernehmen, 2) für eine angemessene ärztliche Vollversorgung (die bisher vom Deutschen Roten Kreuz mit ein paar Helfern abgedeckt wurde) wird ab Freitag, spätestens Montag gesorgt, 3) es wird eine Fläche vorbereitet, auf der große Zelte stehen werden, um die wartenden Menschen auch vor Unwetter zu schützen, 4) es werden neue Unterkünfte erschlossen – Ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er zu spät kommt. Henniges schreibt in ihrem Post, dass sie am Ende ihrer Kräfte sei. Die Initiative könne die Organisation nicht mehr leisten, “da wir eine Privatisierung der humanitären Hilfe ablehnen und dazu nach dieser Woche so heftig an unsere körperlichen und emotionalen Grenzen stoßen, dass es langsam untragbar wird und natürlich keiner für immer ein Ehrenamt in der Form ausüben kann.” …)
  • Und inmitten der Bemühungen, Hilfe zu leisten, selbige neu zu organisieren und die SItuation für die Flüchtlinge zu verbessern, hat DeMaizière nichts besseres zu tun, als geistige Brandstiftung zu betreiben (Beitrag in der Zeit am 14. August 2015 zu Maizières Aussage, die Leistungen für Asylsuchende zu “überprüfen”. Wir haben Beitrag und eine Auswahl an Kommentaren hierzu unten im Kommentarbereich verlinkt)
  • Für uns (wn030) hat Anna Panek am heutigen Freitag einen Vor-Ort-Bericht verfasst (“…Was dagegen absolutes Problem weiterhin ist, ist die Unterbringung der Leute. Es gibt weiterhin viele Menschen, die nicht wissen, wo sie die Nacht verbringen werden. Es gibt Zelte, die lieblos aufgestellt wurden – Mehrpersonenzelte direkt auf dem sandigen Boden. …”)
  • taz: Aufnahmestelle für Flüchtlinge in Berlin / Ultimatum von Initiative ist erfolgreich – Vor der Erstaufnahmestelle in Moabit darf weiter Essen verteilt werden. Ab Montag sollen auch Ärzte vor Ort sein. Neue Unterkünfte werden dringend gesucht.
  • Tagesspiegel: Flüchtlinge vor dem Lageso Aus Syrien geflüchtet, obdachlos in Berlin – Ibrahim Atwan hat seine Familie aus Syrien über die Türkei und den Balkan bis nach Berlin geführt. Statt Schutz fanden sie Bürokratie. Sie müssen im Park schlafen
  • und man erfährt an diesem Tag auch weitere Details zum Rathaus: Morgenpost: Lage am Lageso verbessert – Ex-Rathaus als Notunterkunft (“…Deshalb wurde am Abend wesentlicher schneller als erwartet das Rathaus Wilmersdorf als Notunterkunft eröffnet, wie eine Sprecherin der Sozialverwaltung mitteilte. Berlin wolle allen Flüchtlingen eine Unterkunft bieten. Die Notunterkunft Karlshorst ist inzwischen mit fast 1000 Flüchtlingen voll belegt. Ursprünglich sollte das Rathaus Wilmersdorf erst Ende August als Flüchtlingsunterkunft eröffnet werden. …”)
  • Fotos vom Umbau des leestehenden Rathauses Wilmersdorf zur Notunterkunft vom 14. August gibt es auf demotix (von Florian Boillot) — (Nebenbei – zur Eröffnung der Unterkunft hier ein Beispiel-Kommentar betr. Schlüsselübergabe)
  • ebenfalls am 14. August wurde die Pressemitteilung des Bezirksamtes Lichtenberg veröffentlicht, in der um einen offenen und vorurteilsfreien Umgang bei Alltagsbegegnungen mit den in der Unterkunft Karlshorst untergebrachten Menschen gebeten wird.

Sonntag, 16. August 2015

Montag, 17. August 2015

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.————– (layout muss soweit reichen. schliff heute abend.) 
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etwas
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mehr
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abstand
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zur
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werbung
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von . wordpress

Written by wn030

August 8, 2015 at 12:44 pm

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14 Responses

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  1. Hintergrundartikel: Die kleine Geschichte rassistischer Debatten und Asylproteste in Deutschland (publikative.org)
    “…Auch die Cover des Spiegel aus jener Zeit bilden gut ab, wie die Debatte geführt wurde. Dominierend und bis heute als sprachliche Mittel verwendet, vor allem die Flut-Metaphorik, welche die steigenden Flüchtlingszahlen wie eine über Deutschland hereinbrechende Naturkatastrophe darstellt….”

    wn030

    August 8, 2015 at 8:36 pm

  2. die Flüchtlinge sollen auf Geheiß des LaGeSo bis September sehen, wo sie bleiben: (via Wolf)

    “Wir hatten endlich Zeit, die Unterlagen der syrischen Familie zu sichten und ich bin geschockt. Es ist unfassbar, dass das LaGeSo ständig öffentlich behauptet, es gäbe kein Probleme und die Leute sein doch alle versorgt. Wie diese Versorgung vor Ort aussieht, haben wir ja in den letzten Tagen schon live erlebt. Sie ist faktisch nicht vorhanden.
    Was ich heute gelernt habe ist mindestens genauso schlimm. “Unsere” Familie, mit zwei Kindern (3 und 7) bekam einen neuen Termin im LaGeSo am 25. September. Für die Zeit bis dahin (sechs Wochen!!) bekamen sie eine Kostenübernahmebescheinigung für ein Hostel oder eine Pension in die Hand gedrückt. Suchen müssen sie sich einen Platz natürlich selber, ohne Deutsch- oder Englischkenntnisse sicherlich nicht ganz einfach. Zumal die Hostel- und Pensionsbetreiber genau wissen, dass das LaGeSo sechs Montate braucht, um die Rechnungen zu prüfen, bevor sie dann zahlen. Da vermietet man vielleicht doch lieber an sofort zahlende Touristen.
    Faktisch wurden diese Leute also in die Obdachlosigkeit entlassen. Wir werden alles dran setzen, ihnen doch einen Platz zu besorgen und so lange nichts gefunden wurde bleiben sie bei uns! Das ist für diese Familie nicht angenehm. Sie fürchten uns zur Last zu fallen. Ich hoffe sehr, dass wir bald eine bessere Lösung für sie finden.
    Die beiden Mädchen und die Mutter brauchen ärztliche Versorgung. Wir haben diverse Adressen von Ärzten, die arabisch sprechen – auch dank eurer großen Unterstützung. Danke dafür!
    Ich denke, wir werden die Situation schon meistern. Aber es gibt noch viele andere Familien und auch Einzelpersonen in Berlin, die in ähnlicher Sitution sind. Der Normalbürger erfährt davon wenig bis gar nichts. Stattdessen liest er in der Zeitung, dass der Behördenchef immer wieder versichert, es gäbe keine Probleme. Mir ist kotzübel!”

    wn030

    August 8, 2015 at 8:49 pm

  3. Wortmeldung von “Moabit hilft” (Diana) zum Pfeffersprayeinsatz der Polizei am 7.8.

    Information von jemandem vor Ort.

    Ungefähr 20 seit Tagen wartende Menschen haben sich widersetzt, weil es zum Ende wohl keine Unterkunft mehr gab. Ihr Aufbegehren wurde leider von ein paar Anwesenden gepushed, welches nicht wirklich deeskalierend und beruhigend wirkt und nix besser macht.
    Dieses Vorgehen lehnen wir von “Moabit hilft” ab und appellieren an alle Helfenden, seid besonnen, ruhig und deeskalierend.
    Bestärkt Menschen mit Hoffnung, nicht mit Aufruhr oder Ärger.

    Die Polizei schritt, so wurde berichtet, sehr forcierend ein, man sprach sogar von Polizeigewalt. Hier müssen wir weitere Infos abwarten.

    Wir alle wissen, dass es dort unhaltbare Zustände sind. Seit Tagen harren diese Menschen aus, in einer unerträglichen Hitze, nach strapaziösen Anfahrten.
    Aber wir alle haben in den beiden letzten Tagen gesehen, wozu wir Berliner_Innen fähig sind.
    Wir helfen, egal woher ein Mensch kommt, wohin ein Mensch will, weil sie in Not sind.
    Und in Not stehen wir zusammen.

    Danke an alle, die so tatkräftig dabei sind, die Trost spenden, die tragen, mit Kindern gemalt haben.
    Danke, dass ihr alle eure Herzen geöffnet habt.

    Liebe Grüße auch von Diana.

    Anm. wn030: Details zum Pfeffersprayeinsatz stehen im Beitrag des ND vom (online) 9.8. (print 10.8.), ist in der obigen Liste verlinkt.

    wn030

    August 9, 2015 at 8:58 am

  4. (Nebenbei: Nicht direkt zum Lageso, aber die Schilderung eines syrischen Journalisten über seine Eindrücke aus den ersten Monaten in Berlin. Süddeutsche Zeitung, 9.8.2015)

    wn030

    August 10, 2015 at 6:51 am

  5. Montag, 8 Uhr vor dem Lageso. Hunderte stehen bereits an. Der Wetterbericht sieht auch für heute hohe Temperaturen vor.

    wn030

    August 10, 2015 at 6:54 am

  6. rbb-info tweetet am frühen Nachmittag über die Lage vor Ort (Kurzinformation zur Zeitangabe: “6AM” ist nicht der Zeitpunkt der Tweetabsendung nach zentraleuropäischer Zeit. Der Tweet wird um Mitternacht als ein Tweet angezeigt, der ca. 9 Stunden alt ist)

    wn030

    August 10, 2015 at 10:00 pm

  7. Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Fabio Reinhardt (PIRATEN) vom 14. Juli 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 17. Juli 2015) und AntwortBeschwerdemanagement für Geflüchtete in Berlin und Kontrolle des Wachschutz

    6. Welche konkreten Vorgaben seitens des LAGeSo gibt es für Heimbetreiber*innen zum Umgang mit Hinweisen und Beschwerden von Bewohner*innen und Beratungsstellen hinsichtlich sexueller Belästigung und tätlichen Übergriffen gegenüber Heimbewohner*innen (durch andere Heimbewohner*innen, durch Mitarbeiter*innen des Wachschutzes, durch Wohnheimpersonal)? (Bitte im Original Wortlaut beifügen.)
    a) Wie viele Beschwerden/Vorfälle/Strafanzeigen über sexuelle Belästigungen in Unterkünften durch Wohnheimpersonal/Wachschutz sind dem LAGeSo bekannt? (Bitte für 2013, 2014, 2015 und Unterkunft aufschlüsseln.)

    Zu 6.: Im Musterbetreibervertrag ist folgende Regelung unter § 8 Abs. 1 vorgesehen: „Der/die Betreiber/in
    informiert Berlin unaufgefordert über besondere Vorfälle in der Gemeinschaftsunterkunft, insbesondere wenn zu erwarten ist, dass über derartige Vorfälle in den Medien berichtet werden kann und wenn andere Behörden (z. B.Feuerwehr, Polizei, bezirkliche Ämter) bereits aktiv wurden. Dazu zählt auch die Unterrichtung über Krankheiten, die nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig sind.“
    Eine statistische Erfassung für den erfragten Zeitraumliegt nicht vor. Anlassbezogene Begehungen bzw. Prü
    fungen werden vorgenommen.

    wn030

    August 13, 2015 at 8:34 pm

  8. Erfahrungen von Helfern vor Ort: Dominik war in Karlshorst. -1- -2-

    wn030

    August 14, 2015 at 7:30 am

  9. Derweil hat DeMaizière – genau der Mann an den Sie sich erinnern, der Mensch, der die 680 Mio für den Diplomatenjoke versenkt hat – nichts besseres zu tun als “Leistungen zu prüfen” – hier eine Auswahl an Kommentaren dazu:

    BenediktFrank Z. schämt sichBenjamin Hoff (Minister für u.a. Europaangelegenheiten und Staatskanzleichef Thüringen) hat einen Vorschlag – Desperado hat einen anderen Vorschlag – naziaufmaersche.de vergibt das goldene Streichholz für geistige Brandstiftung an DeMaizière

    wn030

    August 14, 2015 at 8:24 am

  10. Die Organisation der Hilfe in Karlshorst erfolgt übrigens über folgende Webseite: http://nuk.lichtenberg-hilft.de dort findet man auch die Facebook-Gruppen und den Twitterkanal (@liho_hilft).

    lennaron

    August 14, 2015 at 8:42 pm

  11. kurz zur Erinnerung (und als Aufwecker für alle, die dies bis heute zu verpassen geschafft haben): im Mai davor haben sich 28 Leute ohne anständigen Beruf, nämlich Außenminister von 28 EU-Staaten (darunter natürlich Steinmeier, denn eine solche Abnick-Aktion ohne die SPD, das wäre geradezu unhistorisch) auf militärische Aktionen gegen Flüchtlingsboote geeinigt. Das Dokument dazu ist hier. Sie werden nach dem Durchblättern zuerst evtl. denken – das ist sicher Fake. Muss Fake sein. Weil undenkbar.

    Aber nein.

    Aber nein.

    wn030

    October 25, 2015 at 1:44 am

  12. http://www.borderline-europe.de/

    aktuell (ziemlich hochaktuell, weil in wenigen Stunden): für Flüchtlinge auf der “Balkan-Route” wird Winterkleidung gesammelt. Annahme am Flohmarkt Mauerpark, Einfahrt (also von der Eberswalder/Bernauer Straße rein)

    wn030

    October 25, 2015 at 2:01 am


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