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Archive for the ‘kultur’ Category

Weihnachtsgrüße

with 4 comments

…passend zum Kalender und so…

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also wir konnten es uns nicht verkneifen und möchten uns hiermit als Gesamtredaktion von wn030 den folgenden Grüßen anschließen und auch 2012 ein frohes Weihnachtsfest wünschen… woanders.

GUTE HEIMFAHRT!

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Ostberlin wünscht dir eine gute Heimfahrt! - Plakate im Prenzlauer Berg

Ostberlin wünscht dir eine gute Heimfahrt! – Plakate im Prenzlauer Berg

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Written by wn030

December 8, 2012 at 11:07 am

Gustl Mollath: Über esoterische Gutachten und Richter, die Autoren spielen.

with 28 comments

(wn030-5)

Es gibt doch Sachen, von denen denkt man sich als Fahrradfahrer: so, das war jetzt der geistige Achttausender meines Lebens. Es gibt Skandale, Affären, von denen man sich strampelnd denkt: wow, jetzt habe ich aber etwas erlebt in meinem Leben, Höhen unerahnte, krassestes an Unmöglichem, mehr geht gar nicht, wenn an der nächsten Ampel einer vergißt, auf die Bremse zu treten, werde ich mit dem Gedanken abschließen: “Es hat sich gelohnt”.

Dinge, von denen man hört, liest, die eigentlich gar nicht gehen, “theoretisch”. Praktisch aber, siehe da, gehen sie doch. Bestellte Ghostwriter im Dunkeln an tiefen Astlöchern, Doktormacher, beklaute Studenten, nein, also es gibt Skandale und Affären, von denen darf man sich denken – höher geht nimmer.

Und dann strampelt man weiter und stellt fest: Nanu, Achttausendfünfzig. Theoretisch ist hier kein Berg laut Landkarte und dann ist da plötzlich doch einer. “War ja klar – Apple Maps, warum hab ich bloß nicht auf die Warnung gehört. – Nun gut, dann also Gebirge” (sagt sich der Fahrradstrampler) und hält die Hand an die Augen, da die Sonne gerade so fröhlich blond strahlt. “Sieht nach Bayern aus.”

Gustl Mollath, der ehemalige Maschinenbaustudent, der seit 2006 für etwas in der Psychiatrie festgehalten wird, das, beliest man sich in der Urteilsbegründung, der neueste Roman aus einem Brigitte-Verlag werden hätte können, wäre der Richter nicht abgewiesen worden und hätte er nicht versucht, aus Frust statt dessen Romane in Urteilsbegründungen zu schreiben.

Zitat: “obwohl er 1976 unglücklich verliebt war, legte er das zweitbeste Abitur der Schule ab”. (Zitat aus der Urteilsbegründung 2006 – das pdf kann von der Chronologie-Seite der Unterstützer heruntergeladen werden)

Was denkt man sich da als Literaturkritiker zum Ergebnis eines Richters, der sich nicht entscheiden kann, ob er einen Bildungsroman verfassen will oder später von Trivialliteraturexperten begutäugt werden möchte? Denkt man sich da – interessante Einleitung, sehr nett eingefädelt, der Satz, gleich von vornherein direkt zum angepeilten literarischen Motiv, aus dem Autor wird noch mal was? Könnte schon sein, dass man sich das denkt. Als Literaturkritiker.

Und als Fahrradstrampler? – Sieht nach Bayern aus. Dirndlbuch mitten in einer Urteilsbegründung, wer hätte das erwartet.

Keine zwei Kilometer höher jedoch kommt noch eine Überraschung. Kennen Sie Esoterik? Das sind so “Ganzheitlichkeit” und “Fixpunkte”, Wasser,  Steine, Brettl, goldene und etwas Geld verdienen. Manche etwas weniger, manche etwas heftiger. Wenn Sie mit mir (ich strampele auf einem unterwarteten und auf der Landkarte nicht verzeichneten Berg, auf aktuell 2550 Höhenmetern) – wenn Sie mit mir wetten wollen würden, wo Sie die heute nun nicht gerade erwartet hätten, wo wäre das in etwa? Bei drei Kilometern? Verloren.

Zitat: “Ein anderer Gutachter sei 2011 zum Ergebnis gekommen, Mollaths Gedanken “kreisten um einen fernen Punkt von Unrecht, das sich in der Welt ereigne und der den Kristallisationspunkt der wahnhaften Störung” darstelle.”

Ist das nicht irre? Ich sagte Ihnen doch, es gibt Sachen, von denen hätte man vorher nicht gedacht, dass die einen derart hammerhart umwerfen, dass man gar nicht weiß, woher man auf die Schnelle genügend Kissen und Matratzen zum weichen Landen organisieren soll. (Sie haben’s erraten. 3050 Meter, ich liege gerade im Gras und ich sage Ihnen, der Rest bis 8050, der wird nicht schlechter.)

Ich erreiche langsam die 3070. (Ich schiebe jetzt lieber ein Stück, ab jetzt bin ich auf alles gefaßt, denke ich.) Was finde ich vor, auf dreitausendundsiebzig Metern? Möchte jemand einen kleinen Einsatz wagen? Meine Warnung: machen Sie das lieber nicht. Dieses Spiel ist nicht zu gewinnen, Sie werden verlieren, egal, was Sie auf 3070 vermuten möchten.

Ich finde nämlich, mitten in dieser herrlichen Gebirgslandschaft…

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ein…

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Kunstmuseum. Name: “LouvreManouvre.” [Link Mona Lisa Bavaria 1] [Mona Lisa Bavaria 2] [Mona Lisa Bavaria 3] [Mona Lisa Bavaria 4] [Mona Lisa twittert] [und wird angetwittert] [update: doch, doch, wird] [Link zur vollen Länge]. Der Name der Ausstellung lautet: Documenta XL.

Der “Link zur vollen Länge” ist übrigens eine Klanginstallation. Und weil wir hier in Bayern sind, im Gebirge, erzeugt diese Klanginstallation ein Echo. Und wie Echos eben so sind… (“Ich habe nicht “strikt vertreten”, dass Herr M. “zurecht weggesperrt ist”, sondern …”)

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Auf 3075 schalte ich auf “SloMo”. Nein, ich schalte nicht den Gang meines edlen  Statussymbol-Rennrads auf 2, mit dem ich zu dieser Tour de Ferd(inand) angemeldet worden bin, denn das edle Drahtross liegt ja dort hinten kaputt im Gras. Mir wurde für den nächsten Abschnitt eines dieser uralten Herrenrad-Dinger in die Hand gedrückt, bei dem ich so arg hoch greifen muss. (Ihr wisst schon, die Dinger so, wie sie gebaut wurden, als es noch darum ging, “auf Augenhöhe” mit den Reitern zu bleiben.) – Ich muss also ziemlich hoch greifen.

Mit diesem Uralt-Teil an der Hand, ganz langsam Schritt für Schritt gehe ich im SlowMotion-Tempo weiter nach oben.

Also ernsthaft jetzt – vorsichtiger kann man doch nicht sein, oder?

Auf 3080 liege ich aber schon wieder im Gras, denn ich bin eben von einer Schülerdemo überrannt worden. Stampede. Meine Haare sind ganz durcheinander, aber wenigstens lebe ich noch. (Glaube ich.)

Ich rappele mich wieder auf und bekomme ein nächstes Ersatzradl in die Hand gedrückt, diesmal aus Bambus*. Es sieht so aus, als hätte es Chancen, bis zum vorletzten Tausender durchzuhalten (der letzte ist für ein bestimmtes Edelrad reserviert, das kommt noch, aber die 3970 bis zum Umstieg auf das reservierte Besondere hätte ich lieber etwas sicherer in der Hand jetzt, also Bambus*). Ich schwinge mich auf das Teil und stelle den Gang zuerst auf 0,314, bevor ich mit Überraschung feststelle, dass o,42 auch geht. Ich fühle mich sofort wie auf dem Heimtrainer oder vor einem Bluescreen und atme tief durch, denn jetzt heißt es in die Pedale treten, ich sehe schon von weitem das nächste Ziel – unweit in Fluglinie, bei der Steigung jedoch eine erkleckliche Anzahl von Umdrehungen entfernt leuchtet ein Schild. Das sieht nach einem spannenden Schuppen aus – und vor dem Schuppen hängt ein Plakat. Darauf, von meinem jetzigen Tretpunkt gut zu erkennen, die Worte: AUTORENLESUNG.

“Aha”, sagt der zu meinem Team gehörende Literaturkritiker, “sieh an, der Dirndlbuchschreiber mit der Unterschriftenurlaubsvertretung hat es also doch zu etwas gebracht, ein Verlag hat ihm das abgekauft?” – “Bayern”, antworte ich kräftig in die Pedale tretend.  “Die stehen auf Dirndlromane. Zahlungskräftiges Publikum, da hat dann wohl ein ‘Literatur’-Verlag am Ende auf die Qualität gepfiffen.”  Wir wollen uns beide diese Lesung nicht entgehen lassen,  also los.

Ab da überstürzen sich die Ereignisse allerdings etwas. Auf dem Weg zu dem angesagten Schuppen geraten wir urplötzlich in eine Schlägerei zwischen zwei verfeindeten Gangs, die sich um einen sogenanntes Stimmviech, eine genetisch eher konstruierte Dolly prügeln. Dolly ist aber im Labor etwas unkoordiniert abgelaufen. In ihrer Schnauze steckt ein Hefter. Die beiden Gangs prügeln sich anschließend mit Dolly um den Hefter, dabei wird das Ding völlig zerrissen und landet in einer Pfütze. Dolly beißt den Anführern beider Gangs kräftig in die Hand und entkommt quer durch die Alm.

Leicht perplex radle ich langsam durch das Schlachtfeld, der Literaturkritiker sitzt auf meinem Gepäckträger. Ich manövriere vorsichtig durch die Papierfetzen, abgerissene Hemd- und Handtaschen sowie herumliegende Knöpfe.

Kaum sind wir beide uns halbwegs sicher, das Schlimmste wenn schon nicht bereits hinter uns, so doch zumindest sehr bald hinter uns zu haben, da uns nun auf dem Weg zu dem angesagten Schuppen mit der Autorenlesung nichts mehr in den Weg kommen kann, werden wir knapp vor dem Eingang von einer Polizeirazzia überholt.

Es herrscht etwas Aufregung, also halten wir uns etwas abseits und überlegen, wo wir nun heute die geplante Streckenpause einlegen, da ja das Kulturevent offensichtlich ausfällt.

“Psssst…”, werden wir da plötzlich von der Seite angeflüstert. Eine unscheinbar wirkende Gestalt in grauem Schlapphut und Trenchcoat schiebt uns einen Zettel zu. Der Literaturkritiker nimmt ihn entgegen und wir starren gemeinsam auf den Zettel. Der Kritiker entfaltet ihn (er mag aussagekräftige rhetorische Pausen, auch wenn er sie gelegentlich in Gesten statt in Worte packt, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt).

Auf dem Zettel steht (jetzt entfaltet der Kritiker das vorletzte Drittel des Zettels…):

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“AUTORENLESUNG Umzug zur Scheune. Beginn wie geplant. Beeilt euch.”

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Wir sehen uns um und entdecken etwas weiter hinter dem angesagten Schuppen tatsächlich eine halbverfallene Scheune, um die weitere unauffällig-unscheinbare Gestalten herumstehen. Wir sehen uns an, der Literaturkritiker hat jetzt richtig schön hohe Augenbrauen. Mehr Bestätigung brauche ich nicht, also machen wir uns jetzt, ebenfalls sehr unauffällig-unscheinbar aus dem Razziageschehen davonstehlend, auf dem Weg zur nur leicht verschobenen Kulturveranstaltung.

Wir betreten den Schuppen. Auf der Bühne sehen wir, schwach beleuchtet und vom Dunkel der restlichen Bühne umrandet, einen Schreibtisch und ein Telefon.

Die Lesung beginnt.

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Wir bemühen uns, eine gute Figur als Zuschauer der Vorstellung zu machen. Mein Begleiter zählt die literarischen Stilmittel mit – “hörst du diese Exklamationen”, sagt er, “sehr gekonnt”.  Das begeisterte Publikum klatscht andächtig, dann betreten 3 Figuren in Anzug und Krawatte die Bühne, in den Händen ein goldener Pokal. Der Literaturkritiker packt seinen Zettel aus und faltet nun auch das letzte Drittel des Blattes auseinander, darauf steht: “PS: mit Preisverleihung im Anschluss!”

Wenige Minuten später (es wurde etwas stickig im Raum) stehen wir wieder vor dem Schuppen. Doch wie es scheint, können wir heute mit einer längeren Nacht rechnen: nur knapp oberhalb der Stelle, an der noch vor kurzem die Schlägerei tobte, sammelt sich nun eine neue  aufgeregte Menge. Wir treten an die Gruppe heran. “Unerhört!” Hören wir einen Bauern schimpfen, “unerhört!” – Wir befragen einige der mit Mistgabeln und Rechen bewaffneten Personen und erfahren, dass die Ikone des naheliegenden Dorfes besudelt worden sein soll. Einige Journalisten sollen dem Kunstmodell (dem aus dem Museum LouvreManeuvre) nachgesagt haben, sie hätte sich faceliften lassen – “unerhört!”, schimpfen die Bauern. “Unsere Mona Lisa eine Lügnerin? Niemals!” – Bedrohlich recken die Bauern ihre Mistgabeln und Rechen in die Luft.

Und da kommt sie – die Dorfschönheit selbst. Die Bauern verstummen andächtig, erwartungsvolle Stille liegt nun in der Luft. Sie nähert sich der Bauernmenge, stolz ragt ihr Kopf über dem Mob.

Da, plötzlich  – ein Rascheln hinter uns, wir drehen uns um. Aufgeregt kommt eine Bauernhofdame den Berg hochgerannt, es raschelt aus den Dirndl-Unterröcken.

Es raschelt,

und raschelt,

und raschelt,

die Bauernhofdame atmet etwas schwer, als Sie vor dem Kunstmodell steht. “Ihro Hoheit” – stammelt sie entrückt, die Stimme versagt etwas vor Atemlosigkeit. Sie händigt dem Kunstmodell ein Papier aus. “Ihre Rehabilitation.” – Sie macht einen geübten, vor dem SPIEGEL sichtlich mit viel Fleiß trainierten Bauernhofknicks, eine Art Dorftanzpirouette, den sogenannten Odlplattler.  “Selbstgeschrieben“, fügt sie noch nach, in ihren Augen glänzt ein Freudetränchen.

“Spieglein, Spieglein.”  Sagt ein älterer Herr mit Brille und grau meliertem Bart, der sich gerade zu uns gestellt hat. Er und der Literaturkritiker nicken sich zu. Offensichtlich Arbeitskollegen. “Es geht doch nichts über ein gestandenes literarisches Kulturerbe”, fügt er noch nach. – “Märchentradition bester, grimmigster Sorte – hatte mal mit dem Gedanken gespielt, mich darauf zu spezialisieren”, sagt der Literaturkritiker.  “Da sehen Sie mal, welch einträgliches Material Ihnen entgangen ist, eine wahre Goldgrube”, erwidert sein Arbeitskollege und verschwindet, mit seinem Spazierstock wedelnd, durch die Menge der noch immer andächtig schweigenden Bauern.

“Wenn man bedenkt”, sagt der Literaturkritiker, “dass wir erst auf 3090 Meter sind…” – Wir beschließen, dass wir uns auf diesem Streckenabschnitt nunmehr lange genug aufgehalten haben. Der Kritiker setzt sich auf meinen Gepäckträger und ich trete in die Pedale.  Die Gangschaltung auf, wie gehabt, o,42 – wir haben noch viel vor.

Auf den nächsten Metern wird die Steigung allerdings beträchtlich. Ich muss herunterschalten, wenn ich den Literaturkritiker auf meinem Gepäckträger, der gerade mit einer Bergbauarbeiterlampe auf dem Kopf in ein Buch vertieft ist (Sie erinnern sich – es war Nacht, als wir – ohne Pause in der netten Gesellschaft mit den Rechen und Mistgabeln einzulegen, weitergefahren sind), wenn ich den Literaturkritiker auf meinem Gepäckträger also nicht herunterwerfen will, womöglich auch noch auf mich drauf beim Herunterfallen. Also 0,314, geht aber immer noch schwer, jetzt 0,21 – auch nicht, schließlich schalte ich auf 0,1984.

Jetzt geht es endlich wieder spürbar voran.

Der Literaturkritiker fragt, ob er mir aus dem Buch vorlesen soll.

 

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(dieser text ist noch im entstehen, bitte etwas geduld, klicken Sie bald wieder vorbei…)

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Fußnote: Auswahl weiterer empfohlener Links.

Medienecho gesammelt (verlinken wir, damit unsere Twitter-Updates da unten diese Seite nicht ganz so vollknallen, dass die erst nach Stunden aufgeht…)

Codewortzeile: “Alle nachprüfbaren Behauptungen haben sich als zutreffend herausgestellt. …  Das birgt die Gefahr, dass …”

Nebenthemen.

* Das mit dem Bambusrad ist nur Keyworddropping, lasst euch davon bitte nicht ablenken, ihr könnt beizeiten nach “Bambusrad SPIEGEL” suchen und dort weiterklicken, wenn ihr ein Fahrrad braucht, ist hier irrelevant, wirklich nur Keyworddropping.

Written by wn030

November 18, 2012 at 11:49 pm

Sauglockenläutn (Feuilleton)

with 17 comments

(ja, wir sind immer noch in der Frühlingspause aus Gründen divers. trotzdem hier eine unserer berühmten Ausnahmen.)

bei dem Folgenden handelt es sich um eine Kopie von der deutschsprachigen Wikipedia-Seite. die Gründe für die hier erfolgende Kopie sind auf der Seite der deutschsprachigen Wikipedia zu diesem Beitrag zu sehen.

Hier also: Tusch, Dong, Läut:

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”’Sauglocknläutn”’

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quell-links: quell-link 1 – quell-link 1 – quell-link 3 – update: aktuell quelle 4

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(da die seite bei uns gerade restauriert wird, bitten wir um verständnis, wenn die zahl der entsprechenden einzelnachweise vorübergehend nicht mit den einzelnachweisen übereinstimmt, weil die nummerierung – siehe quelltext-links und dann das verzeichnis des artikels – ständig von zweifelhaftem personal umgestellt wurde.  wir bemühen uns, die entsprechenden nachweise korrekt ihrer entsprechung im text wieder zuzuordnen. zwischenzeitlich finden Sie in den quell-links die nummerierung jeweils mit der korrekten ziffer verknüpft.)

Sauglockenläutn ist ein bayrisches Mundart-Kabaretttrio aus der Holledau.

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Geschichte

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Gegründet wurde die Gruppe als Quartett 1998 in München von Walter Zinkl (Bass), Peter Röckl (Gitarre), Johannes Danner (Percussion) und Robert Merkel (Akkordeon). Johannes Danner verließ 1999 die Gruppe. 2004 ging Robert Merkel und Ritsch Ermeier trat an seine Stelle als Akkordeonspieler.

Seit 1998 spielt die Gruppe im bayrischen und österreichischen Raum auf den verschiedensten Kleinkunstbühnen, bei Stadt- und Dorffesten sowie Kulturvereinen[1][2]. Im Laufe der Zeit arbeitete die Gruppe auch mit bayrischen Volksschauspielern wie Hans Schuler und Sepp Schauer (Opern auf Bayrisch) sowie Ottfried Fischer[3] zusammen. Sie bestritten auch gemeinsame Auftritte mit Sigi ZimmerschiedLizzy Aumeier und Alfred Mittermeier.

Musikalisch lässt sich die Gruppe der neuen Volksmusik zuordnen. Ihre Lieder sind bayrische Volksmusik mit Anlehnung an andere Musikstile, wie Reggae, Blues oder Rock/Pop. Die Texte, durchwegs in bayrischem Dialekt gesungen, reichen von satirisch-humorvollen Inhalten bis hin zu sozialkritischem, politischem Kabarett.[4] Sie begleiteten beispielsweise eine vom Bund Naturschutz in Bayern organisierte, im September 2009[5] veranstaltete Demonstration gegen die geplante dritte Start- und Landebahn am Flughafen München musikalisch und haben dabei „die Planung mit Volksmusik und Kabarett kritisiert“.[6] Ihre Texte greifen auch tagespolitische Inhalte auf. So kommentieren sie die Affäre um den Anruf des früheren CSU-Pressesprechers Hans Michael Strepp bei der ZDF-Redaktion mit: “Einer, der werd gwiss nix mehr, der Pressesprecher Strepp. / Der Rücktritt war vorprogrammiert, auf Strepp do reimt sich Depp. / Am Fernsehn song, wos sendn soin, des is ganz schee bläd / A, wenns da Dobrinth ogschafft hod, des macht ma einfach ned.”[7] Der sozialkritisch-politische Aspekt ihres Wirkens ist auch an der Titelwahl ihrer Programme abzulesen: so lautet der Name des Programms, mit dem die Gruppe im Münchner Wirtshaus im Schlachthof aufgetreten sind “Wegwärts”, dabei heißt es in der Programmankündigung vordergründig unbeschwert: “Laufend, wandernd, mit dem Radl, Auto, Motorrad? Das wichtigste beim Weg ist, dass wir vorwärts kommen. Oder gibt’s doch auch den Weg zurück? Ist der sinnvoll?”[8]

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Name

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Den Namen ”Sauglocknläutn” findet man in der bayrischen Literatur. Er ist ein altbayrischer Ausdruck und steht ursprünglich für schlüpfriges, derbes Dahergerede. Im übertragenen Sinne bedeutet es grad raus reden, mit nichts hinterm Berg halten, sagen, was wahr ist, auch, wenn es mal unangenehm ist.

Zitate aus der Literatur:
*Im Kapitel “Unappetitlichkeiten” steht auf Seite 102: ”„… die Sauglocke, die einer läutet, der sich “´s Maul ned ausgwaschn hat“ – der Zoten auftischt.” (Aus „Kraftbayrisch – Ein Wörterbuch der erotischen Redensarten der Altbayern“, herausgegeben von Georg Queri im Verlag R. Piper & Co., München 1912.)
*”„Er trank sich einen Rausch an und geriet mit dem Wirt, dem Berberger und dem Walk ins Streiten, weil sich die drei aufhielten über sein allzugrobes, übertriebenes „Sauglockenläuten“ in Anwesenheit der zwei Wirtstöchter Sephi und Vroni.“” (Aus „Sturm über Wachelberg“ – eine Erzählung aus dem großen Bauernspiegel von Oskar Maria Graf. Kapitel IV, Absatz 2.)

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Kontroverses

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Überraschend für Linguisten dürfte die Einschätzung der Band zur aktuellen Situation des Bayrischen sein, das Sauglockenläutn im Gegensatz zum Hochdeutschen nicht von Anglizismen bedroht sehen, sondern vom – Hochdeutschen: “Der “linguistische Supergau” sei das Wörtchen “lecker”, für das es keine adäquate bayerische Übersetzung gebe.” [7]

Für Belesene in der Anglizismus-Debatte hierzulande handelt es hier um einen echten Schocker, je nach Positionierung in diesem, schon ätliche Jährchen alten Diskurs. Wir lesen also, dass der größte Sprachvirus des Sprachkreises in Bezug auf D-Land [also unter Ausschluss von Österreich und Schweiz, dort können sich die Geister weiterstreiten] – quasi ein kleineres Übel ist in einem zu diesem Sprachkreis gehörenden Dialekt, dessen linguistische Antikörperchen schlagen eher bei der Sprache des Gesamtsprachkreises an.

Wir finden: das ist einen hammerharten Sauglockenläutn-Tusch wert (ohne zweites g lesen bitte) und freuen uns auf die Fortsetzung in derselben Debatte.

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Programme (Auswahl)

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* 2000 – Auftritt beim „Singats“ im Theatron in München
* 2000 – Programm „Die Wirtsdirn von Haslbach“ mit der Schauspielerin und Kabarettistin Angelika Sedlmeier.”„Wenn die vier loslegen, gibt es kein Halten mehr. Der Abend ist gelungen“.” (SZ-München)
* 2002 – Programm „Opern auf Bayrisch“ mit Hans Schuler, Sepp Schauer und Corinna Binzer
* 2003 – Premiere des ersten eigenen Programms “Aufm Berg oda im Tal” ””Das Trio kombiniert bissige, skurrile Texte mit nur scheinbar harmlosen Volksmusik-Melodien.”” (SZ-München)
* 2004 – Programm „Ozapft is! – das Wiesnprogramm“ zusammen mit dem Mainburger Kabarettisten Werner Gerl
* 2005 – Programm „Das Beste“ ‘„Ganz anders als bei Volkstümelei oder beim Pochen auf Althergebrachtes bleiben die bayrischen Wurzeln beim Sauglocknläutn nicht im Boden stecken. Aus ihnen entwuchs auf humorvolle Weise etwas Neues, hinein in eine Welt, die eben nicht im Gestern stehen bleibt.“” (Münchner Merkur)
* 2006 – Präsentation des Wiesn-Hits „American Oktoberfest“
* 2007 – Die dritte CD „Do lacht de Sau“ und das dazugehörige Programm
* 2008 – „Prima Klima in Bavaria“ – Premiere des Programms
* 2011 – Premiere von „Wegwärts“, dem bisher sechsten Bühnenprogramm, und Veröffentlichung der gleichnamigen CD

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Diskografie.

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* 2001: ”Jodeln daad i – wenn i kannt”
* 2004: ”Aufm Berg oda im Tal”
* 2007: ”Do lacht de Sau”
* 2008: ”Prima Klima in Bavaria”
* 2010: ”Des Holledauer Liad und andere boarische Schmankerl”
* 2011: ”Wegwärts”
* 2012: ”Stresstest” (Single, download)

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Einzelnachweise.

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Einzelnachweispaket Nr. 1 (dürfte mit den relevanten Angabenziffern aus Abschnitt Geschichte und Kontroverses übereinstimmen)

  1.  http://www.mundartageh.de/index.php?option=com_comprofiler&task=userProfile&user=105&Itemid=11
  2.  Pressemitteilung Bund Naturschutz 2009, Information über die geplante Veranstaltung
  3.  Pressemitteilung Bund Naturschutz 2009, Bericht zur Veranstaltung
  4.  Webseite der Band, Unterseite “Dilemma”, abgerufen am 16. November 2012
  5.  Aus „Kraftbayrisch – Ein Wörterbuch der erotischen Redensarten der Altbayern“, herausgegeben von Georg Queri im Verlag R. Piper & Co., München 1912.
  6.  Aus „Sturm über Wachelberg“ – eine Erzählung aus dem großen Bauernspiegel von Oskar Maria Graf. Kapitel IV, Absatz 2.
  7.  ovb-online 9. November 2011, abgerufen am 16. November 2012
  8.  „Wenn die vier loslegen, gibt es kein Halten mehr. Der Abend ist gelungen“. (SZ-München)
  9.  “Das Trio kombiniert bissige, skurrile Texte mit nur scheinbar harmlosen Volksmusik-Melodien.” (SZ-München)
  10.  „Ganz anders als bei Volkstümelei oder beim Pochen auf Althergebrachtes bleiben die bayrischen Wurzeln beim Sauglocknläutn nicht im Boden stecken. Aus ihnen entwuchs auf humorvolle Weise etwas Neues, hinein in eine Welt, die eben nicht im Gestern stehen bleibt.“ (Münchner Merkur)

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Einzelnachweispaket Nr. 2 (Wenn sie eines da oben noch vermissen.)

  1.  So u.a. im Münchner Bildungszentrum, Quelle Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 17.11.2012
  2.  So zum Beispiel u.a. auch im Münchner Wirtshaus im Schlachthof
  3.  Einzelnachweis Beispiel einer gemeinsamen Veranstaltung mit Ottfried Fischer: “Ottfried Fischer und die Sauglockenläutn live”, Zitat: “Kabarett vom feinsten! Provokante Politsatire mit original bayrischer Würze. Ottfried Fischer in einer einzigartigen und unglaublichen Kombination mit den Musikkabarettisten: Sauglocknläutn”. Veranstaltung vom 21. Juli 2011, Veranstaltungshinweis abgerufen am 17. November 2012
  4.  http://www.mundartageh.de/index.php?option=com_comprofiler&task=userProfile&user=105&Itemid=11
  5.  Pressemitteilung Bund Naturschutz 2009, Information über die geplante Veranstaltung
  6.  Pressemitteilung Bund Naturschutz 2009, Bericht zur Veranstaltung
  7.  Webseite der Band, Unterseite “Dilemma”, abgerufen am 16. November 2012
  8.  Aus „Kraftbayrisch – Ein Wörterbuch der erotischen Redensarten der Altbayern“, herausgegeben von Georg Queri im Verlag R. Piper & Co., München 1912.
  9.  Aus „Sturm über Wachelberg“ – eine Erzählung aus dem großen Bauernspiegel von Oskar Maria Graf. Kapitel IV, Absatz 2.
  10.  „Wenn die vier loslegen, gibt es kein Halten mehr. Der Abend ist gelungen“. (SZ-München)
  11.  “Das Trio kombiniert bissige, skurrile Texte mit nur scheinbar harmlosen Volksmusik-Melodien.” (SZ-München)
  12.  „Ganz anders als bei Volkstümelei oder beim Pochen auf Althergebrachtes bleiben die bayrischen Wurzeln beim Sauglocknläutn nicht im Boden stecken. Aus ihnen entwuchs auf humorvolle Weise etwas Neues, hinein in eine Welt, die eben nicht im Gestern stehen bleibt.“ (Münchner Merkur)

Written by wn030

November 18, 2012 at 8:17 pm

Berlin Streetart: Wikileaks reaches arts hemisphere in Eastern Berlin (WikiLeaks topic number 5) (UPDATE-Link inside. Arrest warrant against Assange WITHDRAWN. 21.8.2010 – 5:45 p.m. gmt+1 central european time)

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(wn030) One of the photographers of our network recently discovered a fresh art piece at the storefront of the famous “Heftbar Straßentapete”, a busy atelier in Eastern Berlin, Prenzlauer Berg, nearby the Mauerpark. We won’t make many words about it, simply feel invited to take a look at the arts exhibit: (here is some information about the artist involved [Beitrag von Franziska Felber im tagesspiegel, “Kunst in der Schachtel] – the Pizzakarton is named “4rtbox”, which looks almost like: “artbox”.)

We could call this artpiece also: “Juan van Grey walking away from the former Wall of Berlin (or, at least from where it stood back then) and while walking away, he comes across an analogous wallpaper.”

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Pizzakarton mit extra

Frische Sardelle auf alter Straßentapete oder “Pizzakarton mit extra”

.Foto: (c) anna panek, licensed directly by wn030

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…Obwohl, mit einem kleinen Spruch das Werkchen zu kommentieren erlauben wir uns am Rande doch. Während der Pentagon auf einer friedlichen, von der Außenwelt abgeschlossenen Insel der Voratari-Steinzeit eine Rückgabeforderung nach der anderen an die zunehmends überraschte Außenwelt morst, zeigt die Berliner Streetartszene  sich bereits mitten in der Phase “Reanalogisierung des Digitalen” (die wir übrigens gerne hiermit wieder re-digitalisieren, anm. wn030-7).  Wir hoffen auf mehr und wünschen auch unseren Lesern ertragreiche Spaziergänge.

update. am 21.8.2010 zeigt sich, dass Pentagon gerne mit bezahlten Mädchen arbeitet. linksampler-update ist hier. – Die Rücknahme des Haftbefehls gegen Assange wurde um 5:45 GMT+1 mitteleuropäischer Zeit bekannt. Siehe Link.

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(unser eigener Kommentar zu dem Ganzen paar Jahre später lautet: “2010… Mensch, ist das lange her und wie die Zeit vergeht…”. Diesen Kommentar konnten wir uns anlässlich unseres Wiederbesuchs dieser Seite nicht verkneifen. Eines Wiederbesuchs übrigens, der möglich wurde, weil wir den tagesspiegel-Text zur Verlinkung durchaus für geeignet halten.)

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Written by wn030

August 20, 2010 at 11:46 pm

Berlin – Tacheles zu Tacheles – Räumungsdrohung akut, späte Berliner Szenenrache und das alte “qui bono”… – Demonstration am 26.07.2010

with 8 comments

UPDATE: am Donnerstag, dem 29.7.2010 teilt das Tacheles eine vorläufige Aussetzung des Hungerstreiks mit, als Grund gibt das Tacheles eine beobachtete Bewegung auf stadtpolitischer Ebene an. Hier die offizielle Pressemitteilung des Tacheles zu diesem Schritt mit weiterführenden Links.

Foto (c) Anna Panek. Lizenz zur Verwendung auf dieser Seite direkt erworben.

Schmiedewerkstatt/Hof des Kunsthaus Tacheles in Berlin Mitte.

(wn030) – nur eine miniaturseite dazu von uns an dieser stelle. vorab: hier zwei indyseiten zur anstehenden räumung des kunsthaus tacheles in berlin.

indylink1 —- indylink2 — und, etwas älter (2009), ein Printmedienlink (jungeWelt)

die beiden indylinks stammen vom 20. und 21.7.2010.

wir richten diese seite u.a. für ein kommentar ein, das uns zugesandt wurde, weil der kommentarautor – wie uns der urheber des kommentars im mail-begleittext mitteilte – nicht erfolgreich war beim upload des kommentars zu einer  dieser indymedia-seiten, aus noch ungeklärten technischen gründen. der urheber schreibt, der upload sei mehrfach versucht worden, hätte bei jedem der versuche ewigkeiten gedauert und zu keinem abschluss geführt, das bestätigungsfenster des erfolgreichen uploads wäre ausgeblieben. daher hatte der urheber sich schließlich an uns gewendet mit der bitte, den kommentar bei uns einzubinden, was hiermit geschieht.

cut in zugesandter kommentar:

Betr.: “… Außerdem sollte hier auch schon einmal betont werden, dass es die Betreiber (das ist wohl in diesem Fall der passendere Ausdruck) des Tacheles waren, die die Zusammenarbeit mit linken Projekten schon vor der Mainzer-Räumung aufgekündigt haben, als sie Verträge abschlossen, um sich explizit vom politischen Teil der damaligen Bewegung zu distanzieren, deren Häuser akut räumungsbedroht waren. …”

Klär mich mal auf. Im Klartext heißt das für Dich, heute kann der Häuserszene das Tacheles am A… vorbei, weil mal Mainer Straße? Wieviele unter den heute aktiven Jüngeren sind denn in der Lage, die Straße auf dem Stadtplan zu orten, geschweige denn, eigene Biographien mit ihr zu verbinden? “Augen zu und das Haus kann mich mal”, weil irgenwelche Leute vor Ewigkeiten einen Wisch mit unterzeichnet haben? Das Haus hat Signalfunktion und ist Touristenanziehungspunkt, es hat eine andere Funktion als ein aktives Haus. Außerdem war/noch ist für das Tacheles seine Bedeutung in der Kunstszene selbst relevanter. Künstler dieser Sorte (mit Hang zu ‘Undergroundigem’) neigen eher dazu, vor Leinwänden politisch zu werden, nicht alle von ihnen lesen Rundmails oder hocken Ewigkeiten der besseren Info halber vor Monitoren herum. Und ja, nicht jeder von ihnen schafft es regelmäßig auf Demos. Und? Deswegen scheißegal? Die wegen-Mainzer-Straße-Haltung hier kann einen echt vor den Kopf stoßen, Mann. Krass zu sehen, wie bereitwillig Berlin selbst sich ins Fleisch schneidet bzw. von Hamburgern schneiden lässt (ganze Busladungen werden doch im Sommer vor deren Türen ausgeladen. wieviele Touri-Führer müssen dann umgeschrieben werden…). Aber dass euch dieser Irrsinn keinen Feuer unterm Hosenboden macht, ist sogar noch ein bißchen erstaunlicher. .

ein ebenfalls nicht mehr ganz frischer beitrag zur räumungs- und zwangsversteigerungsbedohung ist – von Nina Apin und Rolf Lautenschläger – in der taz am 2. märz 2010 erschienen. zitat: “…Klaus Wowereit (SPD) sprach sich am Montag mit Verve für den Bestand des Künstlerhauses Tacheles an der Oranienburger Straße aus. Allen Beteiligten müsse klar sein, “dass eine Zwangsversteigerung des Tacheles zu unterbleiben hat”, sagte er im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses. Er wolle alles für den Erhalt des Standorts tun. “Kunst dort einfach plattmachen, nein, das geht nicht.” Man wünschte sich ähnliches Engagement von Wowereit für andere Alternativprojekte.” – wn030 dazu: bewohner des ehem. besetzten hauses in der brunnenstraße, die ebenfalls hamburger machenschaften unterlegen war (die joop-tochter hatte einen vom eigentümer akzeptierten immobilien-tausch unmöglich gemacht und dadurch die räumung der brunnenstraße vorangetrieben)  hatten beispielsweise in der endphase vergeblich Wowereit um unterstützung gebeten, der sich zuvor in die unterstützerliste  der brunnenstraße 183 eingetragen hatte. – der erwähnte taz-beitrag jedenfalls ist unter dem titel “Wowereit redet Tacheles” zu ergoogeln.

Für den Montag, 26.07.2010 ist eine Demonstration – im offenen Brief des Kunsthaus Tacheles Berlin an Wulff – angekündigt worden. Start: 16h (vorverlegt worden auf) 13h – vor dem Tacheles, Berlin Oranienburger Str.

update wn030 25.7.2010 – hier ist der flyer zum demoaufruf des tacheles:

update 26.7.2010 – es heißt, beim Auftakt der Demonstration hätten sich annähernd so viele Medienvertreter wie Teilnehmer vor Ort eingefunden. Erste Bilder vom Auftakt sind hier zu sehen.

in der zwischenzeit etwas medienlinksammlung von nebenan: radio: rbb (kurzbericht mit hungerstreik-ankündigung, dazu nettes foto und ein audiolink) –  sehr schön auch der beitrag von dradio – bei der presse: morgenpost/dpa heute besonders flink: ein 19-Zeilen-Bericht ist dort seit 16:44 online)(bei der jungenWelt heute ein überraschungs-Ausrutscher. die jW hat die Demo-Ankündigung einer Agenturmeldung vom Vortag unter dem falschen Datum einsortiert) – dagegen immer noch lesbar, verlinkbar und frischer als der weiter oben angemerkte märz-beitrag ist der hier verlinkte, am 23. in der taz erschienene artikel tacheles bleibt ungeräumt.

Diesem letzten verlinkten Beitrag ist von unserer Seite kaum etwas hinzuzufügen, bis vielleicht auf die Tatsache, dass der angedeutete Konflikt zwischen den Vereinsmitgliedern und den “Gastronomen  im Erdgeschoß” (taz) – gemeint sind die Betreiber des Café Zapata – ziemlich konkret zu sein scheint. Ein im Verein engagierter Teilnehmer der heutigen Protestveranstaltung teilte wn030 gegenüber mit, dass das Problem einer seit 10 Jahren vom Café Zapata nicht mehr gezahlten Miete keine Lappalie ist. Ursprünglich war vor zehn Jahren angedacht und geplant gewesen, durch die Vereinsgründung etwas Luft in die leicht miefig gewordene Atmosphäre zu bringen, die sich aus allzuviel Selbstbezogenheit und -genügsamkeit im engen Kreise einzelner ehemaliger Hausbesetzer zu entwickeln begann. Um die Enge etwas aufzubrechen und das Haus für Kunst und Kultur wieder zu öffnen, wurde der Verein gegründet, wobei allen Beteiligten klar war, dass Kunst – darunter auch die  alljährlich neu ausgeschriebenen Ateliers im Hause zum Betriebskostenpreis – auch im Tacheles nicht urplötzlich zu einer gewinnträchtigen oder sich selbst tragenden Sparte würde. Die Mieten, die dem Zapata vom Tacheles-Verein auferlegt worden waren, waren als Querfinanzierung für das kulturelle Geschehen vor Ort gedacht. Eine Aufgabe, der sich das Zapata seit 10 Jahren entzieht.

(shortlink: http://wp.me/psdI6-FC )

Written by wn030

July 22, 2010 at 9:04 am

Wieviel Betonring verträgt ein Mauerpark, ohne zu IMplodieren?

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[wn030, Berlin, Nachtrag zum 14.11.09 am 15.11.09] – Wie soeben aus zuverlässiger Quelle zu erfahren, haben am vergangenen Samstag ein Künstler m/w mit spannender Transparent-Leinwandgestaltung sowie knapp 3000 Menschen ihre Stimmen und Füße gehoben, um Berliner Entscheidungsträgern ( :] und nicht den BE-Theaterinsassen, denn – kurzer Themenwechsel – denn der rührigen Humboldt-Uni hätte man nach Wiener Studentenprotest-Nachrichten über die Burgtheater-Besetzung für ein Aufgreifen einer solchen Aktionsidee eher die “Bühne mit dem 5. Rad am Wagen im Logo” empfohlen, deren erstaunliche Ruhe und Geduld gegenüber einem Naziladen direkt vor der Nase bis heute Augenbrauenrunzeln verursacht – Themenwechsel Ende) zu zeigen, wo der Hammer so hängt (zum Transpimachen), wo die Stifte so liegen (zum Unterschreiben von Listen und Meinungen zusammentragender Zettel) sowie, wo die Bäume so bleiben (und neue zu werden haben).

(fertig.)

(fast.)

denn: am 26.11.09 gibt es leider als update einen taz-link zu melden. (bebauungspläne werden vorgestellt, draußen demo. in berlin läuft das stück “SPD gegen den rest der welt”.)

Written by wn030

November 15, 2009 at 2:11 pm

feuilleton (under construction)

with 14 comments

der folgende Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. “textcode option” included. reprintanfragen können an die unter “about” (navigationsleiste) sichtbaren mailadressen gesendet werden.

apk für wn030, 1.6.2009

wort

Das Leben ist kein Ponyhof und wenn, dann Ponys für Alle!“

absatz

Prenzlauer Berger Lesarten einer Streetart-ähnlichen Sprühaktion.

absatz

 

Wer Anfang Mai mit Augen eines Großstädters – geöffnet, wachsam möglichen wartenden Fallen auf dem Bürgersteig ausweichend – die Schönhauser Allee entlangspazierte, dem dürften sie aufgefallen sein: weiß, klassisch-schlicht, drei Worte und ein Ausrufezeichen. Auch wer aus Wedding seine Schritte Richtung Mauerpark lenkte, womöglich um nebenbei den Reifegrad der noch grünen zukünftigen Mirabellenfrüchte am Mauerstreifen abzuschätzen, dem dürfte das Weiß des gesprühten Slogans in die Augen gesprungen sein.

absatz

 

“Ponys für Alle!” – Was will dieser Spruch? Bei dem Gespräch mit einem Anwohner der Kopenhagener Straße, die an beiden Enden auf einzelne dieser Sprühspuren stößt – einige davon sind selbst ende Mai noch gut zu erkennen – äußert der Anwohner die Vermutung, der gesprühte Slogan müsse etwas mit “Das Leben ist kein Ponyhof” zu tun haben. Dieser auf den Erfahrungsschatz westlichen Vorortnachwuchses anspielende Spruch zierte den Titel einer Demonstration im Jahr 2005. Die Demonstration wurde 2008 auf indymedia literarisch nachbearbeitet, als nach einer langen Vorlaufzeit schließlich der Freispruch eines Demonstrationsteilnehmers auf dem zum Theatersaal erklärten Gerichtssaalparkett – im III. Akt des über Vernetzungslisten angekündigten Stücks “Kamera-Arschloch” – erklärt wurde.  Alle Teilabschnitte des Gerichtssals-Theaters bis zum Freispruch wurden von Rezensionen auf indymedia begleitet. Spruch und Demonstrationstitel gehen auf die Suche von Studiengebührengegnern nach einem geeigneten Ort für das “Summercamp of Resistance” 2005 zurück, denen nach dem Scheitern von Verhandlungen über den Kreuzberger Mariannenplatz von der damaligen Bezirksbürgermeisterin ein Ponyhof als Alternative angeraten wurde. Aufgegriffen wurde der Spruch anschließend von einer Hochschulgruppe, die sich im Folgejahr als linke Liste an der Freien Universität Berlin zur Wahl gestellt hatte. Über Aufkleber verbreitete sich der Spruch schließlich über studentische Räume wie die Offene Uni BerlinS, Toiletten linker Kneipen sowie generell im universitären Raum. Gut möglich, daß der Anwohner, der, obwohl selbst kein Student, regelmäßig studentische Räume nutzt, deshalb diese Vermutung äußert.

wort

 

Bei genauerer Betrachtung des Streetart-Spruchs zwingen sich aber auch andere Parallelen auf. Die Wahl des “Bildgrunds” – der Bürgersteig -, das Weiß der gewählten Farbe, das Ponymotiv – wird hier dem Vorbild Rosinantes nachgeeifert? Oder hat sie hier vielleicht selber ihre Finger im Spiel?

wort

Rosinante ist Schöpferin der Pferdehufe-Abdrücke, die in den Sommern 2006 und 2007 Straßen, Bürgersteige und vereinzelt auch Hauswände in Berlin geziert hatten, darunter auch – schräg und eigenwillig, über Gitter gleichsam hinwegspringend, den Übergang über die Eberswalder Straße zum Mauerpark und dessen Begrenzung zur Gleimstraße hin. Die Hufe hatten einen Bericht auf Radio Eins und einen Beitrag in der Morgenpost (vom 17.6.2007) nach sich gezogen, in dem Wolfgang Krause, in den 90er Jahren Hauptakteur der Aktionsgalerie “O2”, Organisator der Knochengeld-Aktion von 1993 und früherer Gastdozent an der Kunsthochschule Weißensee, dem ihm unbekannten Schöpfer der Hufe 100 Euro für die benutzte Schablone geboten hatte.

wort

 

Zwischen dem Hufabdruck als Zeichen und der Wahl der Buchstabencodierung von “Ponys für Alle!” steckt zwar ein zu großer medialer Bruch, um nicht über mögliche Beweggründe dieser drastischen Änderung zu sinnieren, doch wer wollte einem Künstler den Wechsel in Form, Stil und Medium absprechen?

wort

 

Höchstens der Künstler selbst. Bei einem Gespräch mit wn030 teilte “Rosinante”, die sich derzeit in Wien aufhält, wn030 gegenüber mit, daß ihr das Auftauchen von “Ponys für Alle!” bereits von mehreren Seiten zugetragen wurde. Der Hintergrund des Spruches sei ihr zwar unbekannt, doch die “Mischung aus Kleinmädchencharme und subkultur-typischer Forderung ‘Für Alle!'” empfindet sie als gelungen. Trotz der Parallelen hat sie jedoch nicht den Eindruck, daß der Sprühspruch ihre Hufe-Spuren rekurriert, die zwar bereits 2007 von vielen Berliner Mitaktivisten und mittlerweile auch von Künstlern in anderen Städten aufgegriffen wurden, doch unter Beibehaltung der Form und meist gut vernetzt, so daß von einer regelrechten Künstlergruppe der “Hufonauten” gesprochen werden kann, die “Horse Art” in den großstädtischen Raum, u.a. auch nach St. Petersburg und Miami trägt.

 

Unmittelbar zu ihren Hufabdrücken angestoßen wurde sie nach eigener Aussage vor drei Jahren von den Vorbereitungen für die Fußball-WM 2006 in Deutschland, die verdeutlicht hätten, wie stark dieser Sport trotz allem immer noch als Männersport die Alltagserfahrung von Männern auch jenseits der Jugendjahre prägt. Sie sieht darin ein weiteres Zeichen für die Rückständigkeit der Gleichberechtigung in einer nur scheinbar emanzipierten Gesellschaft. Während Männer ihren Lieblingssport aktiv und passiv bis in das hohe Alter beibehalten können ohne ihre persönliche Integrität dabei zu gefährden, seien Mädchen gezwungen, spätestens bei Erreichen der Volljährigkeit ihrem Jugendsport zu entsagen: “spätestens mit 17, 18 muß das Mädchen das Reiten aufgeben, sonst macht es sich – in der Schulklasse, im Freundeskreis – lächerlich”, so Rosinante. Sicherlich eine Problematik, die einen begrenzten Anteil des weiblichen Nachwuches berühren dürfte, gilt doch das Ponyreiten bis heute eher als Hobby von Kindern aus besser situierten westdeutschen Reihenhaussiedlungen – als kleiner Gegenpol zur 2006 das gesamte Land überziehenden Fußballhysterie jedoch eine sympathische Geste.

wort

 

Mittelbaren Anstoß bot die Auseinandersetzung mit dem großstädtischen Raum als offenem Freiraum, der zur Brechung gewohnter Sichtweisen, aber auch zur ‘privat-autonomen’ künstlerischen Infragestellung stadt- und verkehrsplanerischer Unsitten einlade. “Am Ende der Oderberger Straße, hin zum Mauerpark hatte man plötzlich diese Absperrungen aufgebaut”, sagt sie wn030 gegenüber. “Niemand verstand, wozu diese Absperrungen gut ein sollten, früher kam man ohne Hindernisse über die Straße”. Folgerichtig führten auch ihre Hufspuren über das Absperrgitter hinweg, als stünde dort nichts – und sie überquerten die Straße in eigenwilliger Wiederaneignung des Straßenlands: schräg, zielsicher führten sie vom Absperrgitter direkt in das Grün des Parks, als stille Absage an Normierung und Straßenverkehrsordnung auf einem seit Jahren von Fußgängern dominierten Stück Straßenland. Mit den “Berliner Pferdesprungveranstaltungen” hatte Horse Art schließlich 2008 aktionistisch den Sprung über Straßenabsperrgitter geübt. Unweit der Galerie Engeler an der Kreuzung Schwedter Straße / Kastanienallee (Erste Pferdesprungveranstaltung) und an der Hufelandstraße (Zweite Pferdesprungveranstaltung) wurde vom Freundeskreis  der “Hufonauten” das Absperrgitter zum Aktionsobjekt und herausfordernden, überwindbaren Hindernis umfunktioniert.

wort

 

Und “Ponys für Alle!”? Auf der Bloqseite einer Musikband, die eine Platte mit gleichnamigem Titel veröffentlich hat, werden im Mai 2009 Äußerungen lesbar, die einem Bekenntnis zum gesprühten Spruch gleichen und eine Vereinnahmung der Sprühaktion für eigene Werbezwecke vermuten lassen. Der Anwohner der Kopenhagener Straße schüttelt dazu den Kopf: “Das wird nicht gelingen. Es wäre nicht das erste Mal, daß sich der Kommerz beliebte Streetartstile und Underground-Formen einverleiben will. Das kann es nicht sein. Leben ist kein Ponyhof und wenn, dann Ponys für Alle!” ergänzt er schmunzelnd. Vom Freispruch des Teilnehmers der „Das Leben ist kein Ponyhof“-Demonstration hatte er als grundsätzlich analoges Wesen zwar noch nichts gehört, doch mit seiner Vermutung könnte er recht haben – ist der Demonstrationsteilnehmer schließlich vom Verdacht freigesprochen worden, ein in der deutschsprachigen Literatur schon 225 Jahre zuvor geadeltes klassisches Wort (s. „Götz von Berlichingen“) beleidigend verwendet zu haben. Die klassische Schlichtheit des Formats, das klassische Weiß – versteckte Hinweise auf den politischen Subtext des Spruches? Der Anwohner zieht weiter: „Jetzt jedenfalls schon.“

wort

 

Mag sein, daß die Band in in Charlottenburg oder Wilmersdorf mehr Erfolg damit gehabt hätte, die Sprühaktion für sich zu vereinnahmen. Im Prenzlauer Berg scheint jedoch die Aussagekraft anderer Lesarten klares Obergewicht zu behalten. Die Rezeptionsästhetik spricht dem Text – und sei er noch so kurz – eine „Intention“ entschieden ab. Der Leser und nur er erschafft den Text Kraft seiner Wahrnehmung. Ein Beispiel, wie Repolitisierung kommerzieller Aktionismen in widerständigen Kiezen funktionieren kann.

wort

 

Image Hosted by atpic (c) anna panek

 

 

nachtrag 29.1.2011. “auf der in weißen Buchstaben geschrieben steht: Das Leben ist kein Ponyhof”.

About “feuilleton”

(wn030 26.5.09)

entgegen den üblichen publikationsgewohnheiten von wikinews030 [zeitnah erscheinende berichte, kurzreportagen , längere beiträge und kürzest-update-ticker] handelt es sich bei “feuilleton” um eine auf dauer angelegte ressort-sparte, die feuilleton-beiträge aus dem bereich engagierter kunst und literatur sowie den schnittstellen zwischen protestbewegungen und den von ihnen evozierten künstlerisch nicht unbedeutsamen demo-kunstwerken (sogenannte “tranpis”, flugblattkunst, ähnliches). feuilleton wird diese beiträge gesammelt auf einer seite zum lesen (und für den reprint) anbieten. sofern möglich, werden hier auch archivbeiträge aus anderen beiträgen erscheinen, wofern es sich um beiträge handelt, deren urheberrecht die bei uns einsendenden autoren besitzen.

wort

diese seite befindet sich derzeit (26.5.09) noch im ausbau. eine andeutung auf “hintergründe, zusammenhänge und prioritäten divers” kommender feuilletonthemen auf wikinews030 ermöglicht eine  kurze überschau über das update dieser seite.

absatz

absatz

 

die uns bisher angekündigten themen:

noch ein wort

1. “PONYS FÜR ALLE!” – bekommt die nur offiziell derzeit inaktive liste DAS LEBEN IST KEIN PONYHOF nun einen neuen slogan oder hat nur ein streetart-neuling rosinantes spuren findig aufgegriffen? – über frische (bottom-up-rezipierbare, da von bürgersteig in die augen des flaneurs sendende) kunstaktionsspuren (gesichtet mai 2009) im prenzlauer berg (schönhauser allee, in der nähe des moritzhofs, die brücke nach wedding entlang). incl.: o-ton interview mit der derzeit in wien weilenden schöpferin der hufspuren in berlin-prenzlauer berg und berlin-mitte des sommers 2007 und 2008, rosinante herself. (mitglied und treibende kraft der hufonauten, die die hufspuren bereits u.a. nach st. petersberg und miami getragen haben.)

mit unwiderlegbaren argumenten räumt der beitrag mit einem schlag alle gerüchte vom tisch, daß es sich bei  dieser streetart nur um die kopie des streetart-verfahrens und im grunde um den bloßen werbegag einer durchschnittlichen band handelt, die slogan wie aktion derzeit auf einer bloqseite auf ihre fahnen zu schreiben beginnt.


wort

2. “WAS IST DIE FLIEGENDE UNI?” – ein feuilletonbeitrag incl interview mit dem schöpfer einer polit-literarischen lesereihe, die derzeit v.a. im berliner kaffee burger sich ihres daseins weiterhin freut.

wort

3. DER DEMOFLANEUR. eine gründlicher auf die flaneur-theorie von walter benjamin eingehende rezension eines bestimmten sekundenbruchteils der improvisationstheater-szenerie vom berliner alexanderplatz, gesichtet anläßlich der kundgebung der soligruppe brunnenstraße 183 aus dem jahre 2009 (zur kundgebung selbst siehe update weiter unten auf https://wikinews030.wordpress.com/2009/05/15/brunnenstrase-183-sieht-immer-roter/ )

sowie

möglicherweise, diese einsendung ist uns bisher nur angedeutet, noch nicht sicher versprochen worden

möglicherweise ein beitrag zum thema “KUNST- UND KÜNSTLERPHOBIE BEI INDYMEDIANERN – verschwindende beiträge und ihr zusammenhang mit sprachlicher hypernormierung der linken szene”. hintergrund ist die sichtung einer löschmeldung auf einer indymedia-seite. das schwinden eines beitrags zu einer tanzperformance vom mai 2009 (das thema tanzperformance myfest berlin schwand durch die löschung eines beitrags vom 13.5., wie eine kürzlich sichtbar gewordene ergänzung auf indymedia uns mitteilt) scheint der person, die uns die einsendung angekündigt hat, offensichtlich den einsatz einiger schreibarbeitsstunden wert. es handelt sich, nebenbei bemerkt, um einen beitrag des weddinger matthias von hoff, den ein ahnungsloser indymod(erator) aus den ressorts soziale kämpfe und kultur gelöscht hat. wie eine forumseite vermeldet, zieht eine wachsende gruppe langsam wütend werdender berliner gegen eine hamburger indygang (und ihre vereinzelten berliner freunde) zu felde. moderates moderrare humanum est, aber too much moderare est eines feuilletonbeitrags wert.

wort

und last not least: WIE GEHT ES NACH DEM ZITAT AUS T.A.Z. von hakim bey weiter? – Teil zwei eines Textgewerks mehrerer schreibender Hände (<- link 1), (link 2->)die potenziellen Textpartner des zweiten Teils sind noch in Diskussion. beziehungsweise im gespräch, um noch genauer zu sein (<- link 3), beziehungsweise im schreibgelaber, um es ganz auf den punkt zu bringen (<- link 4).

 

 

 

 

Written by wn030

May 26, 2009 at 11:26 am

Posted in kultur, literatur, medien