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Archive for the ‘umwelt und klima’ Category

TTIP (Freihandelsabkommen USA/EU) – unsere Lektürehilfe zu den Europawahlen am 25. Mai 2014

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Wir finden, Gutenacht-Lektüre war schon immer eine nette Idee. Aber vorsicht: Gutenacht-Lektüren können sich manchmal als Horror-Thriller erweisen. Sagen Sie bitte nicht, wir hätten Sie nicht vorher gewarnt. Sie dachten, was Sie essen, wissen Sie in etwa, weil es gibt ja Kennzeichnungspflichten? Weil es vielleicht Ihr gutes Recht ist, manchen Stoffen zu mißtrauen (vielleicht gerade WEIL Síe etwas von Chemie und Biologie verstehen)? Oder noch besser: Sie dachten, Sie haben Gewerkschaftsrecht? Ja dann: selber schuld.

Können Sie sich noch an amazon erinnern? Und jetzt zählen Sie mal zusammen, wieviele das Folgende betreffen wird. Fangen Sie schön unten an, gleich bei McD und nehmen Sie sich Zeit für jede einzelne Stufe der äh – “Leiter”.

Lektüreempfehlung 1 - zu TTIP

Lektüreempfehlung1 – zu TTIP

(source)

Lesen Sie sich bitte die weiteren Unterpunkte zu 4. durch, 3.2. solle man sich auch zu Gemüte führen.

Sehr hübsch finden wir auch die Anmerkung, dass die Grünen wenigstens eine Rücktrittsklausel einbringen wollen, selbst die ist – Überraschung! – nämlich gar nicht vorgesehen, ob Sie das nun glauben oder nicht. Schauen Sie selbst, ob das was für Ihr Kopfkissen ist für heute Nacht. Und wenn ja: Super! Dann können Sie in unser Liedchen mit einstimmen: “Oh-ne Krim-mi geht die Mim-mi nie ins…”

Und wenn Sie lieber was Moderneres singen möchten, wie wäre es damit?

"For everyone BUT..." (Klick öffnet Video)

“For everyone BUT…” (Klick öffnet Video)

OK. Sie wollen wissen, wo man dazu was sagen darf. Sie wissen nach Ihrem Gutenacht-Ständchen jetzt: der Mann, der 28 Staaten repräsentiert, denkt dass er Recht hat. Was Sie auch wissen, ist, dass Sie das nicht besonders interessiert, weil Sie können lesen und haben Ihre eigene Meinung dazu. Auch wissen Sie, dass der gemeine Gewähltwerdenwoller (Politiker) Ihre Unterschrift nur müde belächelt, Sie wollen sie ihm aber trotzdem um die Ohren hauen.

Hier wären Ihre Links dazu:

campact —- Grüne: Nein zu TTIP —- DIE LINKE: TTIP stoppen.

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(Und stellen Sie sich bitte Ihren Wecker am 25. Mai 2014.)

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Wenn uns – also uns, wn030 – jemand fragt, ist unserer Kommentar dazu ziemlich simpel. Wir sind der Meinung dass es, wenn schon niemandem sonst, dann den Konzernen aus dem Pleiteland USA definitiv gelingt, D-Land in den endgültigen Bankrott zu treiben.  Das werden hübsche Investitionsschutz-Klagen. Und was, wenn die Leute hier, selbst wenn sich “Staub über Fukushima” gelegt hat, immer noch keine Lust verspüren, die Uhren zurückzudrehen? Was, wenn die Umweltschutz- und Arbeitsrechtgesetze einigen Leuten hier etwas stärker am Herzen liegen als gedacht, was dann? Was, wenn die was für ihre Sonnenkollektoren übrig haben? Und auch für ihr Streikrecht? Und was, wenn die Trecker der Gorlebener auch nächste und über nächstes Jahr noch gut geölt sind? Ja, was dann? Wer soll für die Klagen zahlen, etwa die Leute, die dann streiken müssen weil sie müssen? Von was?

Vorschau. Weil es den Herren bei Philipp Morris nicht passt, sollen die verstörenden Sprüche von den Zigarettenschachteln runter. Aber auch die Herren von GM oder Ford haben Ansprüche – diese unnötigen Tafeln, man soll immer vom Tempo treten, das nervt nur und senkt doch den Absatz. Außerdem: Auspuffgase? Klimawandel war gestern, das war doch alles gefaked, weiß man doch. Es soll zwar Städte geben, in denen die Leute ihr schönes Make-Up unter Smoggesichtsschleiern verstecken müssen, aber macht ja nichts – seit 6000 Jahren dreht sich die Erde von Gottes Gnaden (weiß man doch) und Klimawandelpfuscher ohne Schimmer von Wissenschaft haben mal genauso die Klappe zu halten wie Sie jetzt. Und dann diese unglaublich naive Story mit den Sonnenkollektoren, Sonnenenergie bringt nichts. Die echte Kohle fließt nunmal woanders, das müssen die Leute schlucken.

Joaaahhh…. “müssen sie”. Wenn man Europäer behandelt wie Mastvieh, grunzen sie irgendwann und fragen: “soll ich nun darin schwimmen oder soll ich das unverdünnt trinken”? Hat von den werten Herrn Verhandlern und Durchwinkern in Brüssel jemand schon mal einen Produktionsfehler in der Hand gehalten, darf man wenigstens das mal fragen? Wissen Sie, wie das chlorgebadete Hühnchen riecht, wenn es vom Band gefallen und in der Eile an der falschen Stelle wieder drauf kam, wie das nunmal passiert im Tempo an Arbeitsplätzen ohne Geschwerkschaftsrechte? Nein? Pech für Sie, wir nämlich schon. Und ja, solche Produktionsfehler gelangen auch auf Teller. Selbst “korrekt produziert”, also gewaschen nach dem Chlorbad ist genug von dem Zeug noch drin, um Ihnen den Appetit zu verderben, aber Produktionsfehler sind, glauben Sie uns, ein extra Schmankerl.

Aber wen interessiert das, solange die Klagen “irgendjemand schon bezahlen wird”. Jemand ohne Kontakte zu den Kaiman-Insteln, ohne noch unentdecktes Schweizer Konto. “Hat ja bei der Bankenkrise gut geklappt, warum sollte das jetzt anders laufen”…

Oh-oh… Marke “Made in Germany”. Da wollte das mal für Qualität stehen und dann sowas. Wie kann man sich nur freiwillig derart abzocken lassen. Auch für die hiesigen Arbeitslosenzahlen sagen wir eine besorgniserregende Entwicklung voraus. Würdet ihr ohne Gewerkschaftsrecht arbeiten (egal jetzt wo)?

Die Entwicklung in der viel, viel weiter entfernten Zukunft, die wird dann noch etwas spannender. Würde wn030 nämlich Knarren produzieren, würden wir unsere Klage, ehrlich gesagt, jetzt schon aufsetzen, die wir D-Land in 10, 15 Jahren auf den Tisch knallen werden: “‘gun laws’? Die denken wohl, die dürfen alles…”

Aber bevor das soweit ist, haben wir erstmal 2014 und ach, Moment – vermissen Sie noch ein Osterei?

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unser verifiziertes Werbefeld:

"Gats - eine globalisierungskritische Stellungnahme" (Titel der Regisseurin: "Regentonne") - Social Spot von und für Attac, ver.di Jugend und ein ... "K.Projekt" Jahr: 2005

“Gats – eine globalisierungskritische Stellungnahme” (Titel der Regisseurin: “Regentonne”) – Social Spot von und für Attac, ver.di Jugend und ein … “K.Projekt” Jahr: 2005. Regie: Sibylle Kappes

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Written by wn030

May 16, 2014 at 1:21 pm

#occupygezi Occupy Taksim

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AlJazeera http://www.aljazeera.com/news/europe/2013/05/2013531112443894367.html

The Actlantic Cities http://www.theatlanticcities.com/politics/2013/05/violence-tear-gas-greet-protests-save-one-last-public-parks-istanbul/5761/

HuffPo http://www.huffingtonpost.com/2013/05/31/occupygezi-protests-istanbul-taksim_n_3366583.html

ireport CNN: http://ireport.cnn.com/docs/DOC-980179

BBC News via youtube http://www.youtube.com/watch?v=eMazlEcJNyE

Address list for your protest worldwide:

http://www.turkish-media.com/en/us_tr_embassies.htm (Turkish Embassies address list)

Protest Berlin: Sunday, June 2, 2013 14:00 Uhr (s.t. auch wenn einige c.t. ankommen werden, wie immer) Nähe Türkische Botschaft, Tiergartenstraße/Hildebrandstraße  (source: Piratenpartei)

 

#occupygezi #occupytaksim

Written by wn030

June 1, 2013 at 7:46 am

Mauerpark – wieviele Car-Lofts verträgt ein Park in Berlin und wieviele Versuchskaninchen passen in drei Kieze? Ein Langzeit-Experiment am lebenden Objekt an der Schnittstelle dreier Stadtbezirke der Hauptstadt.

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[wn030]

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Für den 12. Dezember dieses Jahres hatte der Verein “Freunde des Mauerparks e.V.” zur Einweihung eines Bauschildes zur Minimal-Erweiterung des Mauerparks geladen – ein Termin, der nach Ansicht des Vereins den Schluss-Strich unter einen Jahrzehnte währenden Kampf markieren sollte.

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Protestierende bei der Bauschild-Einweihung zur minimal-Erweiterung des Mauerparks, 12. Dezember 2012.  Foto (c) Anna Panek

Protestierende bei der Bauschild-Einweihung zur minimal-Erweiterung des Mauerparks, 12. Dezember 2012. Foto (c) Anna Panek

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Doch Protestierende gegen die Mauerpark-Bebauung sehen den Schluss-Strich nicht am Horizont – der ND zitierte am Folgetag Heiner Funken von der Stiftung Welt-Bürger-Park mit den Worten, die Pläne seien ein “Skandal, weil die Wohnungen auf einem Areal entstehen sollen, die im Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesen seien”. Laut Funken führe außerdem “der Vertrag, den das Land mit CA Immo abgeschlossen habe, ein folgendes Bebauungsplanverfahren ad absurdum.” Laut ND will er gegen die Pläne auch juristisch vorgehen.

Die Pläne, in der taz vom 6. November 2012 als “Kuhhandel” bezeichnet, stoßen auf deutliche Kritik seitens der Verfechter einer umfassenden Mauerpark-Erweiterung, zu denen neben der Stiftung Welt-Bürger-Park auch das Initiativen-Netzwerk “Bin Berlin” gehört.

Die Pankower Piraten, die laut eigener Aussage zwar bereit waren “Realitäten zu akzeptieren”, jedoch das von der schwarz-roten Mehrheit in Mitte und – so neben der Stiftung und dem Initiativennetzwerk auch die Ansicht der Piraten – hauptsächlich von Stadtrat Spallek in der Sommerpause 2012 durchgedrückten Pläne zur Mauerpark-Bebauung deutlich ablehnen,  äußerten sich am 12. Dezember merklich desillusioniert, sie befürchten bereits gefallene Würfel. Es wird abzuwarten bleiben, ob sich an dieser leicht winterlich depressiven Stimmung der Piraten in der nächsten Zeit noch was ändert, zu wünschen wäre ihnen dies sicherlich.

Die umstrittenen Flächen befinden sich in den Bezirken Berlin-Mitte/Brunnenviertel und Wedding, siehe hierzu Seite zwei des unten verlinkten Flugblatts der Stiftung Welt-Bürger-Park.

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(text in continued progress. feel free to revisit.)

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Links

Stiftung Welt-Bürger-Park

Initiativen-Netzwerk BinBerlin

Stiftung Welt-Bürger-Park auf Twitter

BinBerlinerIn auf Twitter

Welt-Bürger-Park auf Facebook

Weitere Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten der Stiftung

Flyer mit Positionierung der Stiftung Welt-Bürger-Park zum Nachlesen

“Mauerpark: An Ever Ending Story?” – Chirpstory mit Links zu Hintergrundinformationen

Gleimviertel.de, 12. Dezember 2012: “Spatenstich zur Erweiterung und Bebauung des Mauerparks – Sonntagsreden, Glühwein und Winterwetter” Weitere Informationen zu den Plänen: Großer Mauerpark ade? (vom 8. November 2012)

Die wichtigsten Informationen zum Vertrag sind dem im Beitragstext verlinkten taz-Artikel vom 6. November 2012 zu entnehmen sowie in der Prenzlberger Stimme vom selben Tag: “Mauerparkvertrag: Senat will Immobilienfirma mit Millionen füttern”. Weitere Pressestimmen versammelt der Pressespiegel der Stiftung Welt-Bürger-Park.

Mauerparkretten 14.12.2012: “Geldgeschenk an Immobilienhändler feierlich begangen” (ein Hinweis auf den noch am Tag der Veranstaltung in der Prenzlberger Stimme erschienenen Artikel)

Dossier Mauerpark (Stefan Liebich / DIE LINKE)

Nostalgie-Link: Themennah, da zum Geschehen direkt am südlichen Rand des Mauerparks – wikinews030 vom September 2009: “Richtfest Marthashof – Das Mietenstopp-Bündnis organisiert Protestaktion”

Da wir das Foto redaktionell bearbeitet haben, sind weitere Bilder von dieser Veranstaltung in diesem Fall nicht über einen Klick auf das Foto, sondern über diesen Link zu erreichen.

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Written by wn030

December 18, 2012 at 4:21 pm

Geheimvertrag zwischen Bundesregierung und Atomkonzernen vom 6.9.2010 [LEAK] (bei uns: direkt, ohne Download und mit SPIEGEL-Link) – Vertrag enthält Schutzklausel für Regierungswechsel

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wn030, 9.9.2010 – soeben erhalten auch wir Zugang zu dem nach uns vorliegenden Informationen heute geleakten Geheimvertrag zwischen der Bundesregierung und Atomkonzernen vom 6.9.2010, über den heute u.a. Medien wie der SPIEGEL berichtet haben (“Geheimabsprache mit AKW-Betreibern: Atom-Deal enthält Schutzklausel für Regierungswechsel” – “…Das Papier … enthält unter Paragraph 4 eine Art Schutzklausel für einen möglichen Regierungswechsel. …” – scroll down for it, Erläuterung unterhalb v. S. 10).

Auch wir werden das Dokument zwar einer weiteren gründlichen Prüfung unterziehen, weisen aber vorab bereits darauf hin, dass wir diesbezüglich nicht die ersten sind – bisher sind noch keine stichhaltigen Behauptungen einer Dokumentfälschung [bis 20:40 gmt+1 überhaupt keine, nicht nur keine stichhaltigen] aufgetaucht, das hier vorliegende Blatt digitalisierten Papiers ist bereits durch mehrere medienerfahrene und journalistisch nicht unbedarfte Hände geganden.

Um Ihnen wie uns einen gründlichen kritischen Blick zu ermöglichen, setzen wir das Dokument der besseren Sichtbarkeit halber direkt rein:

Wir zitieren einmal kurz aus dem genannten SPIEGEL-Beitrag: “… In dem Abkommen sichert die Regierung den Konzernen zu, dass die vereinbarten Beiträge für erneuerbare Energien, die sie im Gegenzug für die Laufzeitverlängerung zahlen müssen, sinken, wenn insgesamt oder für einzelne Atomkraftwerke die Bestimmungen zur Laufzeitverlängerung “verkürzt, verändert, unwirksam oder aufgehoben werden oder in sonstiger Weise entfallen”. Noch stärker schützt der Vertrag die Konzerne in Paragraph 4b. Dort ist geregelt, dass die Energieriesen weniger Atomabgaben leisten müssen, wenn “ab dem 6. September gestellte Nachrüstungs- oder Sicherheitsanforderungen einen Gesamtbetrag von 500 Millionen Euro für das betreffende Kraftwerk überschreiten”….” – Die zitierten Stellen finden sich auf Seite 3 und 4 des hier sichtbaren Dokuments.

wn030: Es ist allerdings eine Freude, die Milchmädchenlogik der Lobbyetage pur, nackicht und ungeschmückt in ihrer vollen Schönheit bewundern zu dürfen.

“Vor dem Hintergrund der enormen energie- und klimapolitischen Herausfoderungen hat sich die bundesregierung entschlossen, die Laufzeiten der Kernkraftwerke in Deutschland zu verlängern.”

Das schreibt sich so hin, Prädikat, Subjekt, passt schon. Auf die Details wird niemand so genau schauen. Wer verlangt schon von Verträgen – und gerade geheimen – dass sie in aller Herrgottsfrühe auch noch mit “Realitäten” zu tun haben.

“Enorme energie- und klimapolitische Herausforderungen…” – was genau sollen die Herausforderungen sein. Die Atomlobby, die der Autolobby dabei behilflich sein soll, beide Rädchen schön am Laufen zu halten? Weil die im Kanzleramt  den Gästen in ihrem Kanzlermerzedes gegenüber gerne einen auf schwerhörig macht? Weil Solarkollektoren heute auch hierzulande nur zu gerne zu einem SciFi-Märchen erklärt werden? Das schwarze, nicht mehr flüssige Gold des 21. Jahrhundert auch im Grimm-igen Land gerne als Kubrick-Ufoklötzchen interpretiert werden?

Liebe Leser, wir werden uns dieses Dokuments in den kommenden Wochen und Monaten detailliert widmen und diese Seite Schritt für Schritt zu einer anständigen wn030-page ausbauen.

Klickt gelegentlich mal wieder rein –

wn030-9

http://wp.me/psdI6-VJdie seiten da oben sind übrigens ab dem abend des 9.9.2010 auch schön über diese seite hier zu erreichen http://www.spiegel.de/media/0,4906,24307,00.pdf – ;] LEAK goes trendy…

Written by wn030

September 9, 2010 at 6:46 pm

Wieviel Betonring verträgt ein Mauerpark, ohne zu IMplodieren?

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[wn030, Berlin, Nachtrag zum 14.11.09 am 15.11.09] – Wie soeben aus zuverlässiger Quelle zu erfahren, haben am vergangenen Samstag ein Künstler m/w mit spannender Transparent-Leinwandgestaltung sowie knapp 3000 Menschen ihre Stimmen und Füße gehoben, um Berliner Entscheidungsträgern ( :] und nicht den BE-Theaterinsassen, denn – kurzer Themenwechsel – denn der rührigen Humboldt-Uni hätte man nach Wiener Studentenprotest-Nachrichten über die Burgtheater-Besetzung für ein Aufgreifen einer solchen Aktionsidee eher die “Bühne mit dem 5. Rad am Wagen im Logo” empfohlen, deren erstaunliche Ruhe und Geduld gegenüber einem Naziladen direkt vor der Nase bis heute Augenbrauenrunzeln verursacht – Themenwechsel Ende) zu zeigen, wo der Hammer so hängt (zum Transpimachen), wo die Stifte so liegen (zum Unterschreiben von Listen und Meinungen zusammentragender Zettel) sowie, wo die Bäume so bleiben (und neue zu werden haben).

(fertig.)

(fast.)

denn: am 26.11.09 gibt es leider als update einen taz-link zu melden. (bebauungspläne werden vorgestellt, draußen demo. in berlin läuft das stück “SPD gegen den rest der welt”.)

Written by wn030

November 15, 2009 at 2:11 pm

Mal richtig abschalten: Antiatom-Demonstration in Berlin am 5.9.2009 und Links zum Treck (UPDATED.)

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[platzhalter, vorbereitend.] – [Bericht und Bilder von der Antiatom-Demonstration “Mal richtig abschalten” in Berlin am 5.9.2009 – ab 13h Hauptbahnhof] – [text/fotos: ab Nachmittag des 5.9.2009] [shortlink: http://wp.me/psdI6-o2%5D

update: (hier sichtbar bis zum 16.9.): termininfo folgeaktion (scroll down for it.)

Fotos: Anna Panek

[wn030] Berlin, 5.9.2009. Über 50.000 Menschen haben heute an einer Großdemonstration gegen den Atomkurs der Bundesregierung und für einen endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie teilgenommen (Quelle: 54.000 wurden bei der Schlußkundgebung als erste Schätzung durchgegeben). Aufgerufen hatte ein breites Bündnis von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen mit Unterstützung von 200 Organisationen. Sie forderten die endgültige Stillegung der Atomkraftwerke. Die Schlußkundgebung fand am Brandenburger Tor statt, vor dem die Traktoren des vor einer Woche im Wendland gestarteten Antiatom-Trecks in einer langen Schlange auf der Straße des 17. Juni die Demontration mit vielen Themenwagen schwergewichtig verstärkten.

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Auf seinem roten Trecker verfolgt Bauer Stephan die Schlußkundgebung, sein Hof liegt in der Nähe des AKW Krümmel. Mit Freundeshilfe hat er es zum Treck geschafft, wenn auch mit kleiner Abkürzung. Auf einem Laster hat ein Kumpel seinen Trecker hierher gefahren, erst ab Gatow ist er bei dem Treck dabei. Zur Teilnehmerzahl sagt er: “Um ein Uhr wurde noch gemunkelt, es seien nur 30.000, ich bin froh, dass es wenigstens etwas mehr sind. Sicher hätten es weit mehr sein müssen – viele von uns befürchten Schwarz-Gelb, die Gefahr ist schon sehr real.” Jochen Stay von ausgestrahlt.de kann der Teilnehmerzahl ebenfalls positive Zeichen abgewinnen: es sei immerhin die “größte Anti-Atom-Demonstration in der Bundesrepublik seit 23 Jahren, dem Tschernobyl-Jahr 1986” und führt weiter aus: “Wir haben den Parteien heute gezeigt, womit zu rechnen ist, wenn der lang angekündigte Atomausstieg nicht umgehend umgesetzt wird. Die Anti-Atom-Sonne ist kein Relikt aus den 80er Jahren, sondern das hochaktuelle Symbol einer starken Protestbewegung”.

Am 29.08. ist der erste Antiatom-Treck mit 36 Treckern und 30 Begleitfahrzeugen von Gorleben nach Berlin aufgebrochen. Am 30.8. startete ein zweiter kleinerer Treck von Lüneburg aus, der zum ersten Treck hinzustieß. Eine Woche lang war der Treck – mit Zwischenstops am Schacht Konrad (31.8.), an der Asse (am 1. und 2.9.) und in Morsleben (am 3.9.) –  nach Berlin unterwegs.

In Morsleben ist es am 3.9. gegen 11 Uhr zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen, die Pfefferspray einsetzte.  Ein Polizist hat dabei eine Schusswaffee gezogen (erste Informationen: indy1indy2contratom.de – nachmittags bei der taz: taz.de am 3.9.Frankfurter Rundschau – die gezogene Schusswaffe bei der FR ist auf einem Foto zu sehen – taz geht auf den vorfall am 4.9. nochmal ein).

Der letzte Zwischenstop des Trecks, der laut AP  bereits am 1.9. auf über 100 Fahrzeuge angewachsen war – quelle – , war Potsdam am 4.9. Dort wurde um 12h eine Kundgebung abgehalten.

Der zweite, “schnelle” Treck, startete am Freitagmorgen (4.9.) in Lüchow mit ‘über 200’ (anti-atom-treck.de) bzw. 230 Fahrzeugen (quelle indy).

Onlinemedienlinks:

Graswurzel.tv: Der erste Treck startet am 29.08 in Gorleben Aufnahmen von der Auftaktdemonstration, Start des Trecks graswurzel.tv

Grazwurzel.tv: Filmaufnahmen von der Abfahrt des zweiten Trecks am Freitag (4.9.) in Lüchow: graswurzel.tv

Graswurzel.tv: Impressionen von der Strecke graswurzel.tv

Presse:
taz 31.8.
jW 31.8.
taz 2.9.
taz 3.9. (Rückkehr der Atomveteranen)

30 Jahre nach dem als legendär geltenden Gorleben-Treck 1979 (Gedelitz-Hannover) will die spürbar wiedererstarkende Antiatombewegung an ihren Erfolg vor 30 Jahren anknüpfen. Der Treck war damals am 25.3.79 gestartet und mündete am 31.3. in der “größten Demonstration in der Geschichte Niedersachsens” mit 100.000 AKW-Gegnern in Hannover.

In einem recht kläglich wirkenden Versuch, der erwarteten negativen Öffentlichkeitswirkung zu begegnen, hatte der Energiekonzern RWE für den 4.9. Auszubildende des eigenen Unternehmens zu einer Pro-Atom-“Kundgebung” in Biblis beordert (taz: RWE lässt demonstrieren). Vor Beginn der PR-‘Kundgebung’, an der 1.500 Azubis teilgenommen hatten, ist Greenpeace die Projektion eines riesigen Totenkopfes auf dem Kühlturm des Atomreaktors Biblis A gelungen: Artikel zur Greenpeace-Aktion.

Weitere Links zu contratom, campact, ausgestrahlt.de, BI lüchow-dannenberg (incl. Links zur Bildergalerie mit Fotos von Treck und Auftaktdemonstration) und zu weiteren aktiven Seiten finden sich in den Einträgen zum 29.8. und 5.9. auf dieser Seite. Für die Zeit der Koalitionsverhandlungen kündigen die Veranstalter weitere Aktionen in Berlin an, u.a. eine “Ständige Vertretung” mit Demonstrationen bei den Koalitionsrunden. Details folgen.

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abschließend, aktuell zur kommenden bundestagswahl, unsere videoempfehlung.

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Foto: Anna Panek


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Berlin, vor dem Bundeskanzleramt, 16.9.2009 (Mittwoch):

Folgeaktion der BI Lüchow-Dannenberg mit ausgestrahlt.de.

(name: “Endlagersuche im Regierungsviertel”)

Uhrzeit symbolisch und konkret:

5 vor zwölf, also 11:55 h

ausgewählte visuelle impressionen von dieser veranstaltung können wir hier verlinken und…

…und der text von wn030 zu dieser veranstaltung ist relativ knapp und bündig. einer unserer berichterstatter m/w hat der dame auf der leiter (fotolink klick) eine frage gestellt. sie war recht rasch und deutlich formuliert und lautete wie folgt: “wieviel wetten Sie darauf, dass das endlager sich direkt unter dem bundeskanzleramt befindet, falls es zu einer wiederwahl kommt?”– die antwort darauf war ebenfalls nicht lange ergrübelt und lautete “99!”. die kurze nachfrage (für unsere leser vor ort gestellt worden): “von was?” erhielt die nicht minder prompte antwort (mehrstimmig):

“von der bevölkerung!”


…und weil bis morgen (17.9.) (und 27.9.) noch ein bißchen zeit

für MUCKE ist…

16.9.2009 – 16.09.2009 – sept 16th – september 16th – 16. september – zwotausendundacht.

Written by wn030

September 4, 2009 at 3:33 pm