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Posts Tagged ‘Dresden nazifrei

Alle Jahre wieder (Dresden nazifrei 13. oder 19. Februar) – update: 13 und 19.2.2011 – UPDATE. domestic drones over dresden on feb 13th 2011 (Einsatz von Drohnen am 13. Februar)

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(wn030) Letztes Jahr hatte offensichtlich noch nicht gereicht, die Nazis wollen unbedingt auch dieses Jahr schauen, ob nach Adam Riese alles immer noch beim alten und “Null” kleiner ist als “Ziemlich viele”.

indylink fotobericht vorbereitungen auftakt – öffentliches plakatieren. online ab 7.1. gerade erst freigeschaltet und frischest von uns originalverlinkt an dieser erquicklich leicht zu findenden nicht zu unterschätzenden stelle.

( = start beitragseite zu februar dresden 2011) (wird an einem der beiden im titel genannten kalendertage fortgeführt und weitergeschrieben, diese gerade erst gestartete beitragsseite.) http://wp.me/psdI6-Wo

update: zum thema welches datum erhalten wir am nachmittag eines schönen frühen tages den folgenden tip. Obwohl die suche mit 19.1. auch nicht völlig ergebnislos ist, bereiten sich ein paar mehr eher auf den 13.1. vor. an dieser stelle folgen wir den tip erstmal.

update2: nö, am 10.1. sieht’s doch eher nach 19.2. aus. hier steht’s genauer warum.

update 3:  doch nicht, ist 13. und 19.  (13.2.: “…Die Neonazis haben den Anfang ihrer Veranstaltung auf 16:00 Uhr festgelegt. … Vorsichtige Schätzungen gehen von 1500 Geschichtsverdrehern aus. – 19.2.:  Die Neonazis planen sechs Tage später ein “nationales Großevent”. Drei Demonstrationen wurden angemeldet, was die Vermutungen befeuert, man plane einen Sternenmarsch oder ein Leipziger Konzept. … Die Gegner setzen dagegen wie auch im letzten Jahr auf Massenblockaden. …”) (quelle)

informative bündnisaufruffe und zusatzmaterial ist hier verlinkt.

update 4: hier gibt es eine übersicht der aktionen am 13. und 19.2. (netz gegen nazis)

update 5: 13. februar. nun denn. es geht los. hier die updates zum heutigen sonntag.

13.2.2011 – seit kurz vor 15 uhr wird einsatz von drohnen gemeldet. was zunächst wie eine gesetzte ente, ein schlechter witz wirkt, scheint sich wenige minuten später tatsächlich zu bestätigen. das erste foto von vor ort kann man noch – ungläubig – als schlechte ufo-foto-bastelei abkanzeln – dieses foto hier aber wirkt schon deutlich anders:

drohne dresden 13.2.2011

fotodrohne im inlandseinsatz

wir sind gespannt, welche erklärung der polizei-pressesprecher dresdens hierzu hat.

wer das für einen normalen vorgang hält, dem sei ein medialrezeptions-sprung über den großen teich empfohlen, zum beispiel ein blick in artikel wie diesen (domestic use of drones / washtingtonpost). selbst in den USA – in fragen wie menschenrechte und datenschutz bekannterweise nicht gerade vorreiter – ist das thema des zivilen einsatzes von drohnen im inland – zu überwachungszwecken – ein ziemlich heikles gebiet. wir bleiben auf die erklärung des polizei-pressesprechers gespannt.

der vorfall ist jetzt auch im taz-liveticker verzeichnet. zitat: “15.45 Uhr: Drohnen im Einsatz? – Auf Twitter melden seit kurzem mehrere User, sie hätten in Dresden Polizeidrohnen beobachtet: “Werden von der Polizei gefilmt über uns fliegen Drohnen” (Nutzer MrJohnNada). Nutzer peter_der_koch hat nun offenbar eines der fliegenden Überwachungsgeräte fotografiert und das Foto bei Flickr online gestellt.” – wir wünschen der taz von hier aus durchhalte- und durchsetzungsvermögen bei der recherche und warten auf artikel hierzu in der kommenden woche. die beginnt morgen.

um 16:27 twittertcoloradiodd hierzu: @taz_online polizeisprecher geithner bestätigt Drohneneinsatz und hält ihn für gerechtfertigt

wn030 kommentar dazu: liebe taz. siehe 3 zeilen weiter oben. die woche beginnt morgen.

16:40: bisher macht es auf den ersten blick den eindruck, als würde die taz-redaktion auf die ausrede “legitimität” reinfallen. liveticker: 16.25 Uhr: Polizeipräsidium Gegenüber der taz bestätigt ein Sprecher der Polizei den Drohneneinsatz, über den bereits auf Twitter spekuliert wurde. “Im Rahmen der heutigen Polizeimaßnahmen war in der Tat eine Drohne im Einsatz”, so der Sprecher: “Das ist aber völlig legitim.” Bereits bei früheren Einsätzen, etwa im Rahmen von Fußballspielen, seien diese benutzt worden. Genauere Angaben zum heutigen Einsatz wollte die Polizei zunächst nicht machen. <>  wn030: liebe taz. über die “legitimität” diskutieren wir gerne ein andermal in aller länge und ruhe. jetzt erstmal ans eingemachte. hat er euch die rechtliche grundlage genannt, auf der die polizei hier handelt? lasst euch den paragraphen nennen. die ansichten des herrn polizeisprechers zur ‘angemessenheit’ des einsatzes dürfen auch euch egal sein. erfahrungsgemäß finden es polizeisprecher auch mal “gerechtfertigt”, in erklärungsnotlagen kurzerhand berliner berge zu versetzen, wenn ihr euch noch an den 12.9.2009 erinnert (der berühmte kreuzberger hügel am potsdamer platz). das gefühlchen der ‘gerechtfertigkeit’ muss noch nicht viel heißen. wir zum beispiel finden es gerechtfertigt, wenn polizeibeamte namenschilder tragen. das juckt den polizeisprecher nicht besonders. dasselbe gilt auch andersrum, daher: her mit dem paragraphen.

am 14.2. hat die taz übrigens immer noch keinen beitrag dazu parat (erklärungsvermutung hier), dafür zwitschert sie an diesem folgemontag tüchtig nach. diesen heißen artikeltip hier nämlich: http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-anti-akw/artikel/1/videos-aus-der-luft/ (beitrag vom 17.11.2010) – von dem gesamten aufgewärmten artikel ist in diesem zusammenhang nur ein einziger satz von belang. zitat: “Eine ausdrückliche Regelung für Drohneneinsätze bei der Polizei gibt es bisher nicht”. Schon beim folgesatz jedoch vermasselt der autor den gesamten rest leider. “Deshalb”? Was heißt hier deshalb, wegen was, weil es noch keine regelung (oder gar rechtliche grundlage für selbige) gibt, genau deswegen erklärt sich jemand drohnen zu was genau? Dass der polizeisprecher und dessen Dresdner höchster vorgesetzter von diesem “deshalb” überzeugt ist, kaufen wir ab, anstandslos und ohne lange zu zögern. Aber warum kauft die taz das ab? Und druckt das hinterher teuer? Das “deshalb”? Ein paar logik-seminare hätten dem autor nicht geschadet, nebenbei und macht euch mal langsam an die arbeit, ey.

update 16.2. so, na dann so langsam. atueller artikel dazu nr. 1: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34202/1.html – Mehr Polizeidrohnen im Anflug (vom heutigen mittwoch). <> wn030-kommentar dazu. ‘was wird das hier, wir lesen nur “anschaffung” und “endgültig”… wenn also morgen der nächste erfinder ankommt, diesmal mit der fliegengroßen zimmerüberwachungsdrohne, weil die so technisch-praktisch und energiesparsam und überhaupt am besten gleich in zehntausender stückzahl zu bestellen (mengenrabatt), damit man die demovorbereitung der 50.000 mordsgefährlichen massenblockierer (17-75 jahre) besser im auge behält – das ist dann auch eine “endgültige”, die “anschaffung”? fragt hier vielleicht mal ein journi bisschen deutlicher nach der rechtsgrundlage?’

wir warten immer noch auf einen richtigen beitrag zum thema, das war’s noch nicht.

nebenbei aber interessant: der heise-artikel verlinkt zu einem spannenderen, süddeutsche am 17.11.2010 – einsatzpremiere einer polizeidrohne beim castor-transport, wendland. hier ist der beitrag: http://www.sueddeutsche.de/politik/drohneneinsatz-beim-castor-transport-sehenden-auges-in-die-panne-1.1025003 anlässlich der oben verlinkten erklärungsvermutung (für die nur schleppend anlaufende berichterstattung zum “UFO über dresden”) sei besonders auf den folgenden abschnitt hingewiesen: “In der Polizeidirektion Lüneburg geht eine Sprecherin ans Telefon – es ist unklar, ob es sich um dieselbe handelt, die am Vortag einräumte, der Polizei sei ahnungslos gewesen, was die Drohne betreffe. Freundlich sagt die Sprecherin, dass sie nichts sagen kann. “Ich rufe sie zurück”. Wann denn? “In ein paar Stunden, vielleicht dauert es auch länger”. Geht es genauer? “Nein.” – ein hübscher kleiner ausschnitt aus dem journalistischen alltag. genau so funktioniert das und genau solche ‘phänomene’ sind es, die schließlich zu löhnen wie umgerechnet 20 cent pro stunde bei zeilenpreis-bezahlung führen, und das auch nur, wenn die angerufene stelle nur 4 tage lang telefonisch belagert werden muss, nicht 5, um endlich das zitat auszuspucken. (bei 5 tagen sind’s etwas weniger als 20 eurocentchen/std.). jedenfalls siehe oben sehr typische reaktion, dabei ging’s hier nur um die klärung der zuständigkeit für den einsatz. und nun stellt euch mal die antworten vor, wenn ihr die leute nach einem paragraphen fragt. oder wenigstens einer polizeilichen “regelung” für das zitat. für den einleitenden abschnitt. des beitrags. zur fehlenden rechtlichen grundlage.

16.2. frisch eingetroffener tip aus übersee: bis die juristsche auseinandersetzung richtig losgeht, denkt die zivilbevölkerung über gegenmaßnahmen nach. link dazu ist hier.

zum 19.

http://wp.me/psdI6-Wo

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