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Animöse Amorösitäten: Brieffreundschaften, Nachbarn, Genossen. (Wulff, Wallraff, taz-pimmelhausblatt, dem Diekmann sein Dieckmann – und Gauck.)

with 20 comments

das da hat einen suuuperlangen bart. die reuters, die DPA und der liebe abakus.

vorgeschichte nr. 1 reuters: wie viele? (diese vorgeschichte hat bald geburtstag)vorgeschichte nr. 2 – DPA bei al jazeera. merke: traue keinen agenturen, die sich zu kalt für den job anziehen und den start der demo verpassenzum-thema-geschichte nr 1: n-tv.de  – zum thema nr. 2 AFP bei N24

und hier ist zum glück wenigstens ein fotochen:

standbild 0:28 zwei gelungene, plakate, mit reim

Zur Ehr des Amtes unser Rat – Georg Schramm als Kandidat

source: min 0:25

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——— LINKZUSAMMENSTELLUNG anlässlich eines Piratenpads (Begründung siehe Chatverlauf) ———–

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Thema Gauck bedauert Oder-Neiße-Grenze

SZ: “Gespalten statt versöhnt”

Zitat: … “Einheimischen wie Vertriebenen galt der Verlust der Heimat als grobes Unrecht, das die Kommunisten noch zementierten, als sie 1950 die Oder-Neiße-Grenze als neue deutsch-polnische Staatsgrenze anerkannten.” Gauck distanziert sich von dieser Haltung nicht.

Siehe auch: Der Prediger wird Präsident – Was Joachim Gauck, Liebling der Konservativen, in seiner Antrittsrede sagen könnte – Am 18. März wird Joachim Gauck zum Bundespräsidenten gewählt. Wir haben schon mal ein paar Gauck-Zitate als Bausteine für seine Antrittsrede gesammelt. (ND 21.2.2012)

Jutta Ditfurth: … In der Vertriebenfrage ist der künftige Bundespräsident ein Kumpan von Erika Steinbach und hat Probleme mit der polnischen Westgrenze.

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Thema Occupy:

SZ: Occupy-Proteste und Finanzmärkte Gauck findet Antikapitalismus-Debatte albern

SPIEGEL: Anti-Banken-Bewegung Gauck nennt Proteste “unsäglich albern”

SZ: Wissenschaftler widersprechen Gauck-Kritik an “Occupy”-Protest “Alles andere als albern”

siehe auch: SZ: “Umstrittene Äußerungen über Occupy und Sarazzin” – ein Artikel, auf den eine Artikelantwort erfolgen sollte. Bis dahin vielleicht mal ein paar Stimmen aus dem “Fußvolk”. Diese zum Beispiel. — 21.2.2012: Was Gauck wirklich gesagt hat. Machen Sie sich ein eigenes Bild. (“… hysterische Welle mit aufbaut, als würde mit der Speicherung von Daten, die möglicherweise meine Grundrechte einschränkt – ein wenig einschränkt -, als wäre dann der Beginn zu dem Spitzelstaat …” – Aufhorchen und Kritik am Überwachungsstaat ist also “Hysterie”. Dieselbe “Hysterie”, die dann wahrscheinlich dafür zuständig ist, dass bei der Stellungnahme zu wikileaks jemand einen Ordner zuknallt. ZUKNALLT.” und äh ja. genau. “ein wenig einschränkt”, das wolle man doch nicht äh. “übertreiben”. — zu diesem Mediendiskurs gehört auch der Berliner-Morgenpost-Link weiter unten, unter ‘Thema “Und das Drumherum”‘ – ein weiterer SZ-Leserkommentar hierzu. direkt darunter meldet sich auch Volker Pispers zu genau diesem thema zu wort. – ebenfalls nicht ganz von der “Indenkontexteingebundenheit” des SZ-Artikels überzeugt scheint dieser Link. – auf publikative.org ist die Antwort zu lesen: “ … Und wenn Aktive in Erwerbsloseninitiativen Gaucks Nominierung unter anderem wegen dessen Unterstützung für Sozialkürzungen für unglücklich halten, dann bleibt diese Position plausibel, unabhängig davon, ob sie in irgendwelchen Twitter-Posts weiter zugespitzt wurde, oder ob Gauck denn nun die Occupy-Bewegung als ganze „unsäglich albern“ findet, oder nur ihre Forderung, die Finanzmärkte stärker zu regulieren. ...” – in der taz am 22.2.2012: “… Text und Kontext – Zum Kontext eines Zitates aber gehört mehr als nur die Sätze, die ihm vorangehen oder nachfolgen; das unterscheidet einen Text ja von einer Büchse Ölsardinen. Und einen Text zu kontextualisieren bedeutet, ihn zu deuten: Wer sagt was in welcher Form an welcher Stelle zu welchem Zweck zu welchen Leuten, die ihn wie verstehen können oder sollen?”

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Stasiunterlagen-Beauftragter findet Gitmo nicht der Rede wert. Wikileaks ist “Diebstahl”

derStandard.st: Der Staat darf nicht zum Spitzel werden

heise.de Gauck gegen Wikileaks und für Vorratsdatenspeicherung 21.02.2012 (von Peter Mühlbauer)

“möglicherweise Kunstfigur”: ““Sie müssen wissen, dass etwa die Speicherung von Telekommunikationsdaten nicht der Beginn eines Spitzelstaates ist”. Sehr richtig: Es ist bereits die höchste Form eines solchen Staates.

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Thema Gauck findet Sarazzin klasse. “Gene” und “Kopftuchmädchen” bald wieder im Rennen

Tagesspiegel: Gauck attestiert Sarrazin “Mut”

Siehe auch: (weiter oben schon verlinkt): SZ: “Umstrittene Äußerungen über Occupy und Sarazzin” – auf den Antwortartikel hierauf wiederum wird noch gewartet (hoffentlich nicht zu-u lange.) (…achso nein, klar. “Bißchen differenzierter” und dann ist Xenophobie wieder ein vorzeigbarer Zug in D-Land, man faßt sich an den Kopf.)

publikative.org: “… und während er die selbst formulierte Unterstellung widerlegt, zeigt Patrick Breitenbach in seinem inzwischen vielbeachteten Blogpost unfreiwillig, was trotzdem so hochproblematisch an Gaucks Sarrazin-Thesen ist. Sie öffnen nämlich sehr wohl ein Feld, an das altbekannte rechte Diskurse über angeblich notwendigen Tabubruch und Political Correctness anschlussfähig sind. …”

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Thema Vita/Bio/CV

Konkret Online: Rayk Wielan: Die Larve. Was ist der designierte Bundespräsident Joachim Gauck eigentlich für einer? In einem Porträt des damaligen »Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR« in KONKRET 08/97 lieferte Rayk Wieland sachdienliche Hinweise

Gießener Zeitung: Dr. h.c. Joachim Gauck, ein Saubermann mit Dreck am Stecken

SPIEGEL 15.6.2010: Harsche Kritik an Bundespräsidenten-Kandidat – Lafontaine wirft Gauck “Stasi-Privilegien” vor

Aus einem offenen Brief vom Juli 2010… Der Autor, Gerhard Rein, hat als Redakteur des Süddeutschen Rundfunks die Abteilung Kirche und Gesellschaft geleitet, berichtete für den SDR aus der DDR und war ARD-Korrespondent im südlichen Afrika. <<Sehr geehrter Herr Dr. Naumann, … Sie schreiben: “Gauck repräsentiere den freiheitlichen Geist all jener in der ehemaligen DDR, die dem repressiven Staat durch politisches Engagement ein Ende bereiteten”. Nun, zur politischen Opposition in der DDR hat Gauck nicht gezählt. In den systemkritischen Friedens- und Umweltgruppen im Umfeld der Evangelischen Kirchen trat er nicht in Erscheinung. Im Netzwerk der Oppositionsgruppen war er nicht vertreten. An der Oekumenischen Versammlung, die 1988 und 1989 die wichtigsten Freiheitstexte gegen die SED und ihre Politik veröffentlichte, hat Gauck nicht teilgenommen. Es gibt keinen Text von Joachim Gauck, der in der DDR von Hand zu Hand gereicht wurde. In den Publikationen, die in der DDR von kritischen Gruppen illegal herausgegeben wurden, taucht der Name Gauck als Verfasser nicht auf. Joachim Gauck hat sich im Oktober 1989 in Rostock dem “Neuen Forum” angeschlossen. Vorher ist ein politisches Engagement gegen den repressiven Staat nicht auszumachen. Im Kontext der Oppositions-Geschichte der DDR ist Joachim Gauck ein Bürgerrechtler der letzten Stunde. (1. quelle:  chat des piradenpads) (2. quelle: Havemann-Gesellschaft) (3. Quelle: derStandard.at: Joachim Gauck, Prediger und Freiheitskämpfer. Der Werdegang … ) (4. quelle: rationalgalerie) (der satz mit dem bambi… ?!!)

community/blog/freitag.de: “… Diese Sammlung Gauck’scher Preise lässt nur unkritische Adepten des rot-grünen Präsidentschaftskandidaten nicht vermuten, dass dieser Prediger in ein neoliberales Netzwerk eingebunden ist. …

27.2.2005: Wenn jemand die Opfer und die Täter gleichzeitig ehren will. Streit in Dortmund über die Frage: Ist Joachim Gauck ein geeigneter Gedenkstättenredner? – Folgt dem Skandal von Torgau und Halle nun der von Dortmund?

… Zusätzlich stand er im Verdacht, zu DDR-Zeiten selber Begünstigter der Stasi gewesen zu sein. Sein Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen entsprechende Äußerungen wurde durch das Oberlandgericht Rostock abgelehnt. Im Rahmen eines weiteren Verfahrens einigte sich Gauck letztlich gütlich mit seinem hauptsächlichen Widersacher, dem letzten Innenminister der DDR, Peter-Michael Diestel. …

… Erstaunlich ist, dass die Terpe-Papiere ebenso unauffindbar sind, wie der Artikel der Welt dazu vom 23. April 1991. Leider begann auch archive.org erst 1996 mit der Aufzeichnung und so ist dort auch nichts zu finden. Vielleicht kann hier ja ein findiger Leser Abhilfe schaffen. – Streitig ist der Umstand der Einstellung des “Operativen Vorgangs” (OV) um Joachim Gauck. Die einen wähnen hier den Handfesten Beweis für die Konspiration Joachim Gaucks mit der Stasi, andere wiederum sehen es als Bestechungsversuch seitens Terpe.”  (? “wie der Artikel der Welt dazu vom 23. April 1991”? was soll das heißen, ist hier irgendwo ein pressearchiv abgebrannt?)

22.5.2010 community/blogs auf freitag.de: Joachim Gaucks totalitäre Aufklärung (“… Vor allem aber ist Gauck ein anschaulicher Beweis dafür, dass die beiden Diktaturen nicht mit dem behaupteten gleichen Abstand betrachtet werden, sondern das ihre Gleichsetzung, der scheinbar objektive Umgang mit ihnen, immer eine merkwürdige Favorisierung und „Entschuldung“ der NS-Diktatur mit sich zu bringen scheint.  … Das – auch für den Interviewer – “befremdliche” Verhalten der Ostdeutschen erklärt Gauck so: “Eine Folge dessen, was die historische Wissenschaft als Phänomen der longue durée kennt. Im Westen währte die braune Diktatur 12 Jahre, im Osten aber kamen noch 44 rote Jahre dazu. Die Länge der Dauer von Ohnmacht spielt eine Rolle.” Aha, viel schlimmer als die braunen waren die roten Jahre danach. … Rumms, Mensch der Joachim Gauck. …  Für ihn ist das “Ende der Geschichte” erreicht, die Freiheit errungen. Jetzt kann man nur noch Aufarbeiten. Dass seine Eltern beide Mitglieder der NSDAP waren, las ich in der NZZ zum ersten Mal. Sicher, sicher, das war nicht so gemeint, sie waren Mitläufer. Das konzediert er ihnen. Den Menschen in der DDR hält er ihr Mittun andauernd mahnend vor. …”)

1991: “… Ihrem Behördenleiter Gauck, der Schäubles Bericht unkommentiert ließ, werfen die Kritiker vor, er habe “sein politisches Mandat verspielt, weil er nicht zurückgetreten ist”. Gauck reagierte prompt. Am Freitag voriger Woche entließ er Wolle fristlos und kündigte Mitter die Trennung an. Begründung: “Illoyale Mitarbeiter dulde ich nicht.

welt 23.4.1991 der gesuchte Artikel ist hier. Sollte er von der Adresse verschwinden, wird nach einem alternativern Link gesucht werden müssen

heise.de 22.2.2012 Larve und Schmetterling. Was besagen Gaucks Stasiakten?

freitag 22.2.2012 “… “Er hat niemals zur DDR-Opposition gehört, deren Akteure man im heutigen Sprachgebrauch Bürgerrechtler nennt. Er verließ erst Ende 1989 die schützenden Mauern der Kirche und kam über das Neue Forum in die Volkskammer. …

Offener Brief 1999 – “… Vorerst aber sprechen wir Ihnen das Recht ab, sich auf uns zu berufen, wenn Sie über die Opposition in der DDR sprechen.” Judith Demba, Bernd Gehrke, Renate Hürtgen, Thomas Klein, Silvia Müller, Sebastian Pflugbeil, Christina Schenk, Reinhard Schult, Bettina Wegner – Berlin, den 8. 11. 1999

Kritischer Kommentar Im Netz, verlinkt vom OST:BLOG in einem Beitrag vom 22.2.2012:„Nicht unwichtig ist auch die Sozialisation von Gauck. Seine Mutter war schon vor Hitler´s Machtantritt in der NSDAP, sein Vater kurze Zeit später. Insofern sind auch die angeblichen Ungerechtigkeiten gegen seinen Vater nach 45 etwas fragwürdig. Wichtiger ist aber sein Onkel Gerhard Schmitt: dieser Onkel hat Gauck maßgeblich beeinflusst und als Bischof auf die Pastorenschiene geschoben und gefördert, übrigends auch getraut. Schmitt war schon 1931 NSDAP-Mitglied und dann SA-Gruppenführer. Dieses Umfeld hat sicher einen starken Einfluss auf Gauck gehabt, der beim Ungarn-Aufstand als 16jähriger gern mit der Waffe in der Hand gegen die Russen kämpfen wollte. Letztlich entspricht Gauck so gar nicht dem Bild eines Kirchenmannes, eher ähnelt er einem militanten Kämpfer gegen den Kommunismus.“

SZ: 27.2.2012 “Er wird als früherer DDR-Bürgerrechtler gefeiert – Joachim Gauck lässt sich das gern gefallen. Dabei sprang er erst spät auf den fahrenden Zug. Ein Vertreter der DDR-Opposition erinnert sich.

etwas geschichtlicher Zusatzhintergrund in Form eines Dokuments: “Gutachten über die Beschäftigung ehemaliger MfS-Angehöriger bei der BStU im Auftrag des BKM“, Link wurde zur Verfügung gestellt via öffentlichen Post in einem Pad (von einem Frauherrn “unnamed” an einem schönen Tage im späten Februare.) Das Dokument geht hübsch auf, wenn man das pdf erst herunterlädt, falls der Direktlink in Ihrer Browseranwendung nicht unverzüglich direkt im Fenster aufgehen sollte.

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Meinung/Kommentar

Gauck ist jemand, der erstens … zweitens … drittens… Ich schließe mich … ausdrücklich an. Wenn Gauck sich allerdings dafür ausspricht, dass …  dann wäre es ein Ansatz, sich mit dem Mann mal zu beschäftigen. So aber ist er nur ein erzkonservativer Opa auf der Soldliste der Imperialen. (ohne Pünktchen erst nach dem Klick zu lesen)

… Und schließlich: Joachim Gauck hat die Zerstörung unseres Sozialstaats mit den folgenden Worten gefeiert: „Als Gerhard Schröder einst die Frage aufwarf, wie viel Fürsorge sich das Land noch leisten kann, da ist er ein Risiko eingegangen. Solche Versuche mit Mut brauchen wir heute wieder“ (Quelle: Die Welt vom 07.06.10). Das ist im Klartext ein Plädoyer für noch mehr Menschenverelendung in diesem Land. Und was hier „Mut“ genannt wird, ist in Wahrheit nichts anderes als Brutalität. …

eine pm des ND vom 20.2.2012 (ja, das habt ihr richtig gelesen, eine pressemitteilung einer zeitung, gibt es manchmal) :-] in deren eigenem blatt sieht das dings dann so aus: klick.

taz 20.2.2012: Der Konsenskandidat (“… Denn Gauck ist nicht der Kandidat aller Herzen, wie von Bild bis Grünen-Spitze jetzt viele suggerieren. Im Gegenteil: Dieser Präsident wird das Land stärker spalten, als es die meisten seiner Vorgänger vermocht hätten. …”)

taz 21.2.2012: Linke und Migranten zu Gauck / Bürger gegen Joachim Gauck ( … Auch Kirchenkollegen wie der Theologe und Ex-DDR-Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer sehen Gauck kritisch: “Er singt ein Loblied auf die Freiheit. Ich vermisse das Loblied auf die Gerechtigkeit”, so Schorlemmer zur taz. “Denn es gibt zu viele, die sich Freiheit nicht leisten können.” …)

taz 21.2.2012: Fiktion der Überparteilichkeit (“… und ausgerechnet Parteipolitiker singen das Lied der “Überparteilichkeit”. Was hat es wirklich auf sich mit diesem Begriff, der die Nominierung Joachim Gaucks überstrahlte? Gar nichts. Das ging schon beim Ausschluss von zwei Parteien los, die auch in der Bundesversammlung vertreten sind. Es spielt keine Rolle, ob die Piraten lieber über einen Kabarettisten diskutieren und man die Kooperation mit der Linken schon immer gescheut hat. Nein – wer andere aus der Findung heraushält, sollte sich nicht einmal “überfraktionell” nennen.”) (nun, thomas, ob das wirklich so “keine rolle” spielt, darüber ließe sich prächtig streiten. es könnte gründe geben, da aufzuhorchen.) (“… Über die Parteien wirkt nur noch die Hälfte der Bürger an der “politischen Willensbildung” mit – die anderen gehen nicht mehr zur Wahl oder organisieren sich selbst, in Initiativen oder im Internet. Den Parteien, die Gauck inthronisieren, fehlt es am wirklich breiten Mandat. …”)

21.2.2012 freitag.de Das Präsidenten-Geschacher (“… Nebensächlich, dass Gauck die von Sigmar Gabriel und Jürgen Trittin gelobte Occupy-Bewegung als albern empfindet, dass er immer noch viel Sympathie für die Atomenergie aufbringt und sein vielgepriesener Freiheitsbegriff leider nicht die Freiheitseinschränkung der sozial Benachteiligten mit einbezieht. Auch seine Sympathiebekundungen für Sarrazin werden ignoriert. Gewichtiger ist die Tatsache, dass Gauck schon bei der ersten Kandidatur Unfrieden in das Regierungslager gebracht hat, empfanden doch auch damals schon viele Unions- und FDP-Politiker den konservativen Bürgerrechtler als guten Kandidaten. …”)

SZ, 21.2.2012: Freiheit, wie Gauck sie versteht (“… Joachim Gauck bleibt in seinem neuen Buch inhaltlich vage: Mit der Freiheit des Menschen gehe die ethische Pflicht einher, Verantwortung zu übernehmen, lautet der Tenor. Seine Einsicht hat er mit Sätzen ausgeschmückt, die Zweifel daran aufkommen lassen, ob er …”)

Jutta Ditfurth: “… Dem Krieg in Afghanistan hat Gauck die Treue gehalten, denn auch dieser Christ ist ein Krieger….

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Thema “Und das Drumherum” – Gebrüll im Kanzleramt

Zeit 21.2.2012 Rösler schildert das Kandidatendrama: “Die Möglichkeit, die Koalition zu beenden, ist von der Union mehrfach genannt worden” … Nach Informationen des Tagesspiegel brüllte Merkel Rösler an. Die Heftigkeit der Reaktion habe überrascht, zitiert die Zeitung einen aus dem Parteispitze.

N24.de 21.2.2012: Nach der Nominierung: Grüne kritisieren Gauck

Berliner Morgenpost, 21.2.2012: Grüne streiten über ihren Kandidaten Joachim Gauck (mit weiterem Kunststück “aus dem Zusammenhang” und mit etwas “Differenzierung” ist Xenophobie hierzulande ein trend, aus dem sich noch viel machen lässt. Mir geht die Luft aus.)

Welt 21.2.2012: “Na, wie haben Sie denn Ihr Haus finanziert?” – sehen wir übrigens ganz anders, liebe Welt. Wenn’s nicht der Rösler wäre und wenn’s nicht um Gaucks antlantische Friends ginge (sind das eigentlich alles Künstler, diese atlantischen Freunde?), würden wir sagen, ganz im Gegenteil: das war dann wohl der Satz zum Tage.

tagesschau 21.2.2012 11 uhr halb zwölf:  Grünen-Politiker behalten sich Ablehnung von Gauck vor (“… Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Stroebele sagte der “Frankfurter Rundschau” (FR), Gauck habe den Finanzkapitalismus verteidigt, Sarrazins zuwanderungskritische Thesen “mutig” genannt und die Nöte sozial Schwacher kleingeredet. Ob er in der Bundesversammlung für Gauck stimmen werde, hänge von dessen Erklärungen ab. …”)

taz 22.2.2012 “… Das Unbehagen geht freilich nicht nur auf Gaucks Haltung in Integrationsfragen zurück. Manche fürchten, dass der neue Präsident den Grünen bei den Themen Sozialprotest und Nationalstolz noch viel Kopfzerbrechen bereiten wird. …

taz 24.2.2012: “… Jürgen Trittin hat, nach eigenem Bekunden, 2010 als erster Gauck vorgeschlagen. Er soll als Kandidat der Grünen gelten. Renate Künast zufolge ist sogar der Freiheitsbegriff von Gauck ein grüner. Kann es sein, dass Trittins Attacke – das Wort “Schweinejournalismus” für einen Kommentar – eine gewisse Nervosität verrät?

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Gossip for the high brow

N24.de 21.2.2012 Die berühmte Taxifahrt. “Wir müssen die Richtung ändern”.

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Thema: “Was ist von dem so zu erwarten.”

Zunächst, wie an anderer Stelle schon erwähnt, “Streß mit dem Nachbarn.” (siehe Oder-Neiße-Grenze, hochscrollen)

Dann: Besorgniserregendes zu u.a. ACTA

statt dieser Frage ist eine andere heute im handelsblatt aufgeworfen worden, also starten wir den praxisbezogenen Abschnitt mit dem folgenden Link (Volksabstimmung, plebiszitäre Elemente, “mehr Demokratie wagen” und Direktwahl des Staatsoberhauptes sind da als Stichworte zu erkennen) (wenn man mir da ein Kommentar gestattet, sage ich: das gewichte ich so ähnlich wie die Stellungnahme von Wulff zu Ehrensold. Gauck befürchtet nicht, sich per Direktwahl zu stellen, ebenso wie Wulff befürchten muss, auf die ÄHM teuren Kröten verzichten zu müssen, naja, D-Land ‘kann sich das ja leisten’.)

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Fußnotenlinks, erster Abschnitt:

piratenpad/schrammpresident

Lafontaines Linke: Schramm For President

(Kurzkommentar: der Link da oben ist gar nicht so einfach. Original ist das “for president” klein. Da dadurch aber der Titel in eine andere Sprache rutscht, muss deren Orthographie auch eingehalten werden, das gilt zumindest bis zu einem so tiefen Einwachsen des anderssprachlichen Begriffs in die aufnehmende Sprache, dass eine geänderte Rechtschreibung als Norm gilt (mit Referenz). Im Deutschen wäre bei dieser Sachlage dann normalerweise deshalb das “for president” klein, wäre also “eigentlich richtig”, nur ist “for president” hier eben nicht mitten im Text, sondern ein Titel, und die werden im Englischen nunmal anders geschrieben.)

weltonline 21.2.2012: Lafontaine liebäugelt mit Kabarettist Georg Schramm – und Leserkommentar

weltonline, 21.2.2012: Piraten lassen abstimmen. “Die Piratenpartei und die Jugendorganisation der Linken machen sich für eine Kandidatur des Kabarettisten Georg Schramm für das Amt des Bundespräsidenten stark. “Georg Schramm verfügt über die nötige Macht der Sprache, um ein Amt, das vom Wort lebt, auszufüllen, und hat bereits vielfach sein kritisches Denken zu politischen Prozessen unter Beweis gestellt”, heißt es in einem Antrag im Online-Abstimmungsprogramm der Piraten. …

tagesspiegel 21.2.2012: Linke bringen Kabarettist Schramm ins Spiel – (… “Wenn alle in die falsche Richtung laufen und einen Kandidaten unterstützen, der den Abbau des Sozialstaats und den Krieg als Mittel der Politik für richtig hält, dann muss es wenigstens eine politische Kraft geben, die dagegen hält“, begründete Lafontaine die Überlegungen bei den Linken für die Nominierung eines eigenen Kandidaten. …)

21.2.2012 dpa 17:50@stuttgarter: “… Unklar blieb, ob Schramm überhaupt zu einer Kandidatur bereit ist. Der Parlamentarier der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus, Christopher Lauer, twitterte, der aus dem Saarland stammende Kabarettist stehe nicht zur Verfügung. Ein Parteisprecher konnte das aber zunächst nicht bestätigen….”

taz 21.2.2012: Satiriker ins Schloss Bellevue

(zwischendurch frißt die Linke sich gerade selbst auf, Shitstorminterna auf altmodisch und man wolle Schramm nicht aufstellen als Kandidat der Linken) (Link ist irrelevant, wird nicht verlinkt, sorry. Bitte via Kommentar meckern, wenn jemandem dieser Link so außerordentlich fehlt auf dieser Seite.)

21.2.2012: Schramms Frau schickt Schramm zum Abwaschen. “Nix da kandidieren.” Schramm soll am Mittwoch (morgen) auch ein paar eigene Worte sagen dürfen, aber nur, wenn die Wäsche vorher gemacht ist.

22.2.2012: Video der Absagebegründung Schramms (Kanal von N24 bei youtube) (<- ey, ZDF, DAVON könnt ihr euch ein Scheibchen abschneiden, falls euch das noch keiner gesagt hat)

22.2.2012: taz: Schramm kandidiert nicht als Präsident -Das Amt lieber abschaffen

Fußnotenlinks, zweiter Abschnitt.

OST:BLOG 22.2.2012: Eine Nazigegnerin in Deutschland als Bundespräsidentin? Geht das? – “Der SPIEGEL (Link dort) meldet heute, die Partei DIE LINKE habe Kontakt mit der in Paris und Berlin lebenden Antifaschistin Beate Klarsfeld aufgenommen. Diese habe auch ihre Bereitschaft signalisiert für DIE LINKE zu kandidieren. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür noch nicht. Klarsfeld wurde berühmt als sie 1968 während eines CDU-Parteitags in Berlin das Podium bestieg, und den Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger unter den Worten „Nazi, Nazi“ ohrfeigte. Kiesinger war Mitglied der NSDAP.
Sie ist verheiratet mit dem französischer Rechtsanwalt und Historiker Serge Klarsfeld, dessen Vater in Auschwitz der Judenverfolgung zum Opfer gefallen war.”

ND 25.2.2012: “… Kaum hatte die Parteivorsitzende Gesine Lötzsch ihr erstes Telefonat mit der anerkannten Antifaschistin Beate Klarsfeld geführt, wurden weitere Namen aufs Schild gehoben, die das Programm der LINKEN besser repräsentieren würden. Geht es diesmal wirklich darum? Oder nicht doch darum, all jenen einen Bezugspunkt anzubieten, die von der Gauckschen Weltsicht, insbesondere seinem Fremdeln mit sozialer Gerechtigkeit und seiner porösen Beschönigung der Sarrazin-Thesen, ernüchtert sind? …”

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update. wir schreiben november des jahres 2012.

soll man überrascht sein? darf man?

oh doch, und wie man darf. hätten Sie sich gedacht, dass Sie mal einem, der sich einem taxifahrer als der neue bundespräsident vorgestellt hat, wiederbegegnen würden, und hinterher nicht wissen, wie Sie dem herrn die rechnung für den autounfall erklären sollen? ich taxifahrer soll schuld sein, weil ich beim onlinesurfen nicht an den straßenrand gefahren bin? bin ich aber. den autounfall gab’s trotzdem, als beim klick auf einen abspielknopf die erde unter meinem wagen aufriss.

wie soll ich dem herrn jetzt erklären, dass die rechnung ihm gehört? “rente”? etwa dafür?

zitat merken “in einer etwas überspitzten form” und angeblich seien irgendwelche leute dem Sarrazin für etwas dankbar (etwa dafür, dass man heutzutage bei jedem flug mit einem hiesigen ausweis nicht mehr weiss, wohin man sich verstecken soll vor lauter scham? für die blicke der leute?) – “in einer etwas überspitzen form”, aha. und jemand sei angeblich einem Sarrazin für etwas dankbar. merken, hier klicken, nach unten scrollen, klick play.

…………………. “Rente”?

…… dafür?

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… ganz bescheiden darf man vielleicht am rande anmerken, dass im november 2012, dem monat, da der herr der archive, der sich so gerne mit sarrazineleien beschäftigt, den opfern der NSU-mordserie ein wasschert’smich “mit interesse” spendiert, unter der präsidentschaft des herrn der archive – in archiven gelassen diejenigen knöpfe gedrückt werden, die so offensichtlich zum  aktuellen politischen herbstlichen programm gehören, wie es offensichtlicher nun wirklich nicht mehr geht. (wobei nein, so etwas sollte man nie postulieren, nach dem geschredderten nächsten stapel sollte man nun wirklich auf alles gefasst sein, also besser korrigiert: wie es offensichtlicher -kaum- mehr geht.) man darf gespannt bleiben, denn

soviel freiheit war wirklich noch nie. und soviel auswahl an angebot – für aschenputtel allerdings märchenhaftes wetter: du kommt ins töpfchen, du dort ins kröpfchen. freiheit zum auswählen bis zum weiten horizont zwischen blätterlücken am geäst – was wird gelöscht, wer geht ins archiv. grimm, grimmiger, am grimmigsten zieht zwischen straßenschluchten ein advent heran. stiller die nacht noch nie war, als wenn das schrummen der schredder verklingt.

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Written by wn030

January 10, 2012 at 2:14 pm

20 Responses

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  1. teeater

    January 11, 2012 at 10:55 pm

  2. die voicemail-restaurateure sind hier unterwegs (wulffplag, direktlink zur nachricht)

    teeater

    January 13, 2012 at 8:16 pm

  3. teeater

    January 13, 2012 at 8:18 pm

  4. vieleicht… weil’s gerade zum thema passt zufällich… “Der lange Flug der BILD. Ein Rausschmiss-Szenario” (In eigener Sache, Januar 2011)

    teeater

    January 13, 2012 at 10:31 pm

  5. unter diesem link soeben gefunden (anläßlich dieser berliner news und des herumgeunkes in der berliner morgenpost, die antwort könnte in “Reimform” erfolgen):

    und so sprach die pimmelwand zum kai
    guck, da ein stück und dort, ja mei
    was reist das voicemail in der reih’
    häppchenweis (mit gurk, und sekt)
    derweil es nach erlaubnis frägt
    det diekmännsche, frägt und erwägt
    was tut det handysekretarium
    ausschnittweise hier und dort
    hat der wallraff etwa recht,
    wenn er sacht: na wißt ihr, echt –
    war’s -der- satz, soll wulff drum fort?
    ist’s ein heilich krieg im Fort?
    im forte glashaus, ist da was dran?
    des tittiblatts der “chefred” witzelt
    und lauter zeitung witzelt fort
    es heißt, die antwort kommt im reime
    wird der gerührt, der reim, geschüttelt?
    hier nämlich einer sacht: ach nee.
    nun denn, den reim, den wollma sehn.

    teeater

    January 13, 2012 at 11:46 pm

  6. update: also rücktritt als thema wird keiner verpasst haben, aktuell debatte was soll das mit dem ehrensold.

    er selber hatte sich über den ja kritisch geäußert, einige seltsame leute in der “koalition” sehen aber aus irgendeinem grunde das ganz anders und wollen morgen in den krieg ziehen. für den ehrensold für wulff.

    teeater

    February 19, 2012 at 9:45 am

  7. teeater

    February 19, 2012 at 10:03 am

  8. teeater

    February 19, 2012 at 10:05 am

  9. teeater

    February 19, 2012 at 10:06 am

  10. teeater

    February 20, 2012 at 1:49 pm

  11. teeater

    February 20, 2012 at 9:10 pm

  12. teeater

    February 21, 2012 at 7:56 am

  13. Leserkommentar im piratenpad zu Gauck:

    “Ms: Wird Gauck den ESM – Vertrag unterzeichen? Das ist auch eine enorm wichtige Frage!
    Ms: Wie steht er zu ACTA?”

    (zwischenlink, zeilenfüller) Europa läuft Gefahr, die Demokratie zu verspielen
    (Springerlink aber nunja.) (vom 30.1.2012)

    und nochmal, wiederholung: http://www.heise.de/tp/artikel/36/36447/1.html zu Gauck und Datensammeln, für Gauck ist sehr vieles OK, solange: “Wenn der Staat Rechte beschneidet, dann muss es verhältnismäßig sein. Ich will tragfähige Belege, was das Ganze bringt.” – nun, das ist ja nicht schwierig, ACTA-Interessenten zusammenzutragen, die ihm erklären, “was das Ganze bringt”.

    und siehe oben im abschnitt zu occupy: da “ein wenig beschneiden” von grundrechten für gauck völlig ok ist (zitat siehe dort), würde ich sagen, bei betrachtung der struktur dieser einstellung ist für gauck “ein wenig beschneiden” von parlamenten auch ebenso vertretbar. bis zum gegenbeweis bleibt nichts als das suchen der realistischsten variante.

    ansonsten… siehe bio. http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Br%C3%BCcke da sind haufen lustige leute. und wart, neulich ist mir ein BILDartikel aufgefallen, der für ACTA wind zu machen begann. ein paar leute haben aufgehorcht, was das thema urheberrechtsschutz in einer zeitung zu suchen hat, die dafür bekannt ist, facebookprofile von leuten daraufhin abzusuchen, ob sich was zusammenklauen lässt. die zeitung ist bekannt für diese fälle und nachfragen tut die nich, das “hat die nicht nötig”. man möge sich das entsprechende zusammen äh “reimen“.

    teeater

    February 21, 2012 at 10:24 am

  14. teeater

    February 21, 2012 at 12:31 pm

  15. teeater

    February 21, 2012 at 12:38 pm

  16. teeater

    February 21, 2012 at 12:45 pm

  17. weitere Links sind nach dem Klick auf die folgende Online-Petition zu finden:

    teeater

    February 25, 2012 at 9:34 pm

  18. Sonneborn rettet den Zapfenstreich – Partyrettung für Wulff

    teeater

    March 11, 2012 at 12:24 pm


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